Wir verwenden Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzererfahrung auf unserer Website zu bieten und erlauben das Setzen von Drittanbieter-Cookies. Durch die Nutzung unserer Website stimmen Sie zu, dass Cookies auf Ihrem Gerät gespeichert werden. Weitere Informationen zu den verwendeten Cookies, und zu ihrer Deaktivierung finden Sie hier.

Gerade gelesen

Erwin Moser war einer der beliebtesten österreichischen Kinderbuchautoren. Seine Liebe zur Natur - besonders zu seinem Burgenland - spürt man in jedem seiner tollen Bücher. Seine Werke werden wieder neu aufgelegt, und so bleiben sie auch weiterhin in unseren Kinderzimmern aktuell. In dieser Sammlung finden wir Igelkinder, Mäuse ,Igelgeschichten und natürlich Bären. Freuen wir uns, dass wir in diesen Büchern weiter mit ihm herrlich träumen können.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Über den 30-jährigen Krieg wurde noch nicht soviel geschrieben, trotzdem hat sich Daniel Kehlmann viel Zeit gelassen, für seinen neuen Roman zu recherchieren. Der Leser darf sich auf unterschiedliche Erzählstimmen einlassen, die historisch ihre Berechtigung haben, wie auch Tyll, der Narr. Wer sich noch näher mit dem 30-jährigen Krieg befassen möchte, sollte unbedingt das kürzlich erschienene Buch von Christian Pantle (Propyläen Verlag) lesen. Auch wenn Tyll sich auf den blutigen Schauplätzen des Krieges befindet und die Verzweiflung der fliehenden Dorfbewohner und Städter spürbar ist, so hilft auch sein Sachbuch, um das vielschichtige Buch von Kehlmann in allen Facetten zu begreifen!
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Eigentlich bin ich kein besonderer Fan von Erzählungen. Aber ein neues Buch von Jane Gardam? Das musste ich sofort lesen, nachdem ich die Old-Filth-Trilogie großartig fand! Und was soll ich sagen? Ich war direkt traurig, als ich das -- wie beim Hanser Verlag üblich -- wunderschön gestaltete Buch zugeklappt habe. 16 Erzählungen, teils tragisch, teils skurril, allesamt amüsant und sprachlich hervorragend. Bei den meisten wünscht man sich, sie würden nicht so schnell enden. Da sind zum Beispiel Evelyn und Mick, die während einer Reise nach Florenz auf ganz unterschiedliche Weise mit einer Totgeburt umgehen. Oder Nancy, die erst dann begreift, was sie an Clancy, ihrem Freund aus Kindertagen, hatte, als er verschwunden ist. Es gibt eine wirklich gruselige Schauergeschichte und sogar ein Wiedersehen mit Old Filth und Veneering!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Vor zwanzig Jahren habe ich den "Report der Magd" gelesen und ich werde nie vergessen, wie beklemmend das Gefühl dabei war. Letzte Woche hat Margaret Atwood den Friedenspreis des deutschen Buchhandels erhalten und mir wird wieder bewusst, wie weitsichtig die Autorin schon damals war. Sie hat sogar als Produzentin und Beraterin bei der Serie „The Handmaid’s Tale“ mitgewirkt und das Resultat kann sich sehen lassen: Diese Autorin hat immer noch Visionen und kämpft mit jedem Satz für eine bessere Zukunft!
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Es ist ein sehr düsteres und labyrinthisches Venedig, in das uns Gerhard Roth in seinem neuen packenden Roman entführt. Michael Aldrian, Souffleur an der Wiener Staatsoper, fährt nach einem Hörsturz nach Venedig, um seinen Bruder zu besuchen, doch der ist spurlos verschwunden. Aldrian verstrickt sich auf seiner Suche immer tiefer in die Machenschaften einer Geldfälscherbande und gerät selbst in Gefahr. Dies ist die äußere spannende Rahmenhandlung , in die unglaublich viele Details zu Venedig und seiner Geschichte einfließen. Dank der bildgewaltigen Beschreibungen tut sich für den Leser ein faszinierender Kosmos voller Schönheit und Gefahren auf - ein Muss für alle Liebhaber Venedigs und aller, die es werden wollen!
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Dies ist die Geschichte von Milena und Nick. Milena ist Eismacherin in einem kleinen französischen Dorf; Nick ist Frontman der legendären Rockband Bebonkers und hat sich in ebendiesem Dorf ein Anwesen gekauft. Aber keine Angst, dies wird kein Kitschroman, oder halt nur ein kleines bisschen. De Carlos Figuren sind in komplizierten Lebensumständen gefangen, aus denen es zunächst kein Entrinnen zu geben scheint, doch tut sich für beide zum Schluss ein fast perfektes Wunder auf! Der Autor schreibt eine genussvolle Liebesgeschichte voll Biss und Ironie mit einem Schuss Romantik - beste Unterhaltung für trübe Tage!
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Zoltan ist anders, Zoltan liebt Pflanzen und Vögel. Zoltan kennt die Farben, Konsistenzen und Gerüche. Zoltan liebt Buchstaben. Zoltan spielt gerne mit ihnen. Zoltan soll in den Jugoslawienkrieg eintreten. Das ist keine gute Idee. Zoltan zerbricht. Melinda Nadj Abonji legt mit ihrem neuen Roman Schildkrötensoldat ein Buch von bestürzender Schönheit vor, das die Absurdität des Krieges subtil vor Augen führt. Ein Sprachfeuerwerk erster Güte, das zum Nachdenken anregt!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

„Die Spuren meiner Mutter“ ist ein weiterer gelungener Roman von der Meisterin des Dramas Jodi Picoult. Als großer Fan der bekannten Autorin habe ich ihr neues Werk sehr genossen. Das Buch handelt von der dreizehnjährigen Jenna, die sich auf die Suche nach ihrer seit zehn Jahren verschwundenen Mutter Alice Metcalf macht. Dazu wendet sie sich hilfesuchend an das Medium Serenity, welches früher mit viel Erfolg Vermisste aufspürte. Gemeinsam mit der Hellseherin und dem alkoholsüchtigen Privatdetektiv Virgil will Jenna die Wahrheit über das Verschwinden ihrer Mutter, der Elefantenforscherin Alice, erfahren. Die Suche und die Erkenntnis des Vorgefallenen tritt anders zu Tage als erwartet. Gewohnt sprachgewaltig und einfühlsam zu Papier gebracht, mit einer Brise Esoterik. Sehr spannend, rührend und mitreißend erzählt. Ein absolutes Lesemuss.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Ein Manuskript der früheren Geliebten taucht auf, doch wagt es der Dichter nicht, ihre persönlichen Zeilen zu lesen. Er beauftragt seinen Freund damit, einen geschiedenen Literaturdozent, der sich auf die Liebesgeschichte einlässt und sich auf die Suche nach ihrer Vergangenheit macht. Teresa hat Miguel vor sieben Jahren verlassen und diesen Verlust kann er nicht ertragen. Nachdem sich Miguel selbst verstümmelt und sich geistig völlig zurückzieht, muss sein Freund handeln. Joao Tordo hat mit „Stockmanns Melodie“ bereits viel Aufmerksamkeit bekommen. Sein Erzähltalent überragt – meiner Meinung nach – das von Carlos Ruiz Zafón, und das soll was heißen!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Mit dem Buch "Kleine große Schritte" widmet sich Jodi Picoult wieder einmal einem harten Thema auf ihre schon bekannte einfühlsame Art und Weise. Dieses mal geht es um Ruth Jefferson, die schon jahrelang im Mercy - West Haven Hospital als Säuglingsschwester und Hebamme gearbeitet hat. Sie gehört zu den besten und erfahrensten Mitarbeitern auf der Entbindungsstation. Eines Tages jedoch ändert sich alles für sie. Die rechtsradikalen Eltern des neugeborenen David Bauer sträuben sich gegen die Behandlung durch afroamerikanisches Personal. Daraufhin wird Ruth durch die Klinikleitung untersagt, das Kind weiterhin zu versorgen. Die Situation spitzt sich zu, als Ruth die einzig schichthabende Hebamme auf der Station ist, und der kleine Junge nach einem Routineeingriff in Atemnot gerät. Darf sie dem Baby helfen, obwohl es ihr durch ihre Vorgesetzten untersagt wurde? Nach kurzem Zögern entscheidet sie sich für das Richtige. Der Junge stirbt jedoch. Die Familie verklagt Ruth. Ihre Pflichtverteidigerin versucht alles, um den Mordvorwurf abzuschmettern, klammert dabei jedoch die Rassismus Thematik aus. Gegen Ende der Verhandlungen wird jedoch klar, dass das ein Irrweg ist. Die Autorin hat mit diesem Roman wieder genau ins Schwarze getroffen. Es zeigt deutlich, wie es ist, mit der falschen Hautfarbe geboren zu sein. Diese Geschichte wurde sehr einfühlsam und wortgewaltig zu Papier gebracht. Ein Roman der einen zum Nachdenken bringt und noch lange nachwirkt. Definitiv eines der besten Bücher von Jodi Picoult und dadurch ein absolutes Lesemuss.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Dieser großartige Debütroman der Autorin Helga Hammer handelt von der Bergbäuerin Elisabeth, die in den fünfziger Jahren in den österreichischen Alpen aufwächst. Nach einer Kindheit und Jugend in bitterster Armut verliebt sich die wunderschöne Elisabeth in einen jungen Mann, für den sie nicht standesgemäß ist. Er heiratet eine andere. Tief enttäuscht verlässt sie ihre Heimat und geht als Kindermädchen nach England. Nach dem Tod ihrer Mutter kehrt sie zurück und merkt, dass sie schwanger ist. Sie heiratet so schnell es geht Martin, einen Mann, den sie nicht liebt, um einen Vater für ihr Kind zu haben. Elisabeths Leben ist hart und arbeitsreich und geprägt durch das archaische Frauenbild in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts. "Durch alle Zeiten" ist eine Erzählung von Liebe, Betrug und Gewalt in der Enge der österreichischen Alpen und die Geschichte einer mutigen schönen Frau, die um ihre große Liebe kämpft.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Der Thriller "Der Angstmörder" handelt von dem erfolglosen, am Hungertuch nagenden Anwalt Nicholas Meller, der einen Anruf von Hauptkommisar Rongen erhält, in dem er erfährt, dass er bei einem Mandanten die Pflichtverteidigung übernehmen soll. Schockiert stellt er fest, dass es in diesem Fall um Mord geht. Zusammen mit seiner Referendarin Nina beginnt er zu recherchieren und findet Parallelen zu anderen Mordfällen. Durch diese Recherchen geraten Nina und Nicholas ins Visier eines wahnsinnigen Mörders und begeben sich in große Gefahr. Ein packender Thriller und ein durchaus gelungenes Debüt von Lorenz Stassen.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Die Entscheidung des Komitees in Schweden wird oft hinterfragt. Wie in einer Geheimloge geht es da zu, bei den 18 Mitgliedern. Dieses Jahr fiel die Wahl auf Kazuo Ishiguro, der bereits seit 1960 in London lebt, in Nagasaki aber geboren ist. Ist das der Ausgleich dafür, dass Haruki Murakami wieder leer ausgegangen ist? Um das zu beurteilen, habe ich mir ein älteres Werk von Ishiguro vorgenommen: Was vom Tage übrig blieb (erfolgreich verfilmt und mit dem Booker Prize ausgezeichnet!). Nachdem ich auch fast alle Staffeln von „Downton Abbey“ kenne, kann ich mir den Butler in dem Buch sehr gut vorstellen. Seine steife Art, seine menschlichen Erkenntnisse, sein zu Herzen gehender Blick auf England, das er wie ein Kind neu entdeckt, das alles hat sehr viel Charme. Ein Klassiker, den es zu entdecken gilt!
 
Foto von Gerda Kurz

Gerade gelesen

Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen ... Diese bekannten Worte Jesu sind heute aktueller denn je. Anselm Grün hat wieder ein Buch geschrieben, das genau am Puls der Zeit ist! Biblische Geschichten über Vertreibung, Flucht und Gastfreundschaft stimmen uns behutsam auf das Thema ein. Es gilt ja nicht nur, mit DEN Fremden umzugehen, sondern mit DEM Fremden. Arno Gruen wird vielfach zitiert, er meint, das Fremde sei ein Spiegel, der uns das, was uns selber fremd ist in uns vor Augen hält. Verena Kast und C.G. Jung sprechen von einem Schatten, der uns folgt, den es anzuschauen gilt. Interessant ist, dass gerade Menschen, die selber ihren Glauben verloren haben, am meisten Angst vor anderen Religionen haben und sogar Hassgefühle entwickeln können. Natürlich gibt es in diesem Buch keine Lösungen für die aktuellen Herausforderungen, aber es regt sehr an, das Flüchtlingsthema unter verschiedenen Aspekten zu betrachten. Ich möchte mit einem Satz des heiligen Benedikt enden: Die Aufnahme eines Fremden ist ein Akt der Menschlichkeit, der Humanität. In der Menschlichkeit dem Fremden gegenüber drückt sich der Glaube an seine göttliche Würde aus.
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Heute mal ein Hoch auf den Königskinder Verlag! Seit 2014 erscheinen hier ausgewählt tolle Jugendbücher in wunderschöner Aufmachung, und jetzt also endlich mal wieder eine deutsche Übersetzung von "Daddy Langbein". 1912 zum ersten Mal veröffentlicht, aber dabei kein bisschen altmodisch oder verstaubt. Jerusha Abbott, genannt Judy, ist kein typisches Mädchen der damaligen Zeit. Sie ist pfiffig und neugierig, manchmal frech und sagt gerade heraus, was sie denkt. In knapp 100 Briefen und über vier Jahre hinweg erzählt sie ihrem unbekannten "Gönner" vom College-Alltag, ihren kleinen und großen Sorgen, neuen Freundschaften, ihrem Staunen über das Leben der High Society. Und nicht zuletzt schreibt sie immer öfter über den sympathischen und äußerst interessanten Jarvis Pendleton. So erlebt der Leser die Verwandlung des einsamen Waisenmädchens zur selbstbewussten jungen Dame auf anrührende und äußerst unterhaltsame Weise mit. Und wer Daddy Langbein wirklich ist, ahnt der Leser schon lange vor Judy...
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Dass ich mit allen meinen Kindern auf dem Sofa sitze und ein Bilderbuch vorlese, kommt mittlerweile nur noch höchst selten vor! Was ist also geschehen? Genau, endlich ist das neueste Werk von Julia Donaldson erschienen, wie immer großartig bebildert von meinem Lieblings-Illustrator Axel Scheffler! Und was soll ich sagen -- ich bin verliebt! Verliebt in die hässlichen Fünf, die sooo hässlich ja gar nicht sind! Nachdem es ein, zwei Bücher des britisch-deutschen Traumpaares gegeben hat, bei denen ich die deutsche Übersetzung etwas unglücklich fand (holpernde Reime sind einfach furchtbar!), hat sich Salah Naoura diesmal selbst übertroffen! Sprachlich einfach genial! Für mich eines der tollsten Bilderbücher in diesem Herbst! Gestern gleich dreimal vorgelesen, und ich glaube: mein Lieblingstier ist ab sofort das Gnu!
 
Foto von Aleksandra Dimoska

Gerade gelesen

Eine Stadt, die auf dem Grab eines Gottes liegt. Eine Kirche, die die Dunkelheit verehrt, während die restliche Bevölkerung die drei Augen des Sonnengottes anbetet. Orte, an denen das Schrecken kein Ende nimmt. Und mittendrin ein Mädchen, das nur auf eines aus ist: Rache (und Nelken-Zigarillos). Jay Kristoff hat mit „Nevernight“ einen bildgewalten, blutigen und epischen ersten Band einer neuen Fantasy-Reihe geschaffen. Die Welt ist bis in das kleinste Detail durchdacht und glaubhaft gestaltet, die Charaktere sind vielfältig und auf ihre eigene Art und Weise besonders. Der außergewöhnliche Schreibstil Kristoffs gibt dem Leser eine einzigartige Reise durch die Republik Itreya. Es wird kein Blatt vor dem Mund genommen, die Szenen sind gewaltsam und spannend, düster und aufregend, einzigartig. Die Protagonistin Mia ist alles andere als ein kleines Mädchen, ihre Stärke ist beneidenswert, ihre Kälte erschreckend inspierend. Und Sarkasmus darf natürlich auch nicht fehlen, den liefert uns der Schatten Mias. Eine Katze - oder auch nicht: Herr Freundlich.
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Ich glaube ja, dass die größte Fangemeinde der drei ??? bei Leuten um die 40 zu finden ist. Bei mir jedenfalls genießen Justus, Peter und Bob seit Jahrzehnten Kultstatus. Daher war ich sehr erfreut, dass nun ein ganz besonders schöner Band erschienen ist, nämlich Bobs Archiv, und ich denke, dass erwachsene Leser mit diesem Schätzchen fast mehr anfangen können als die jugendliche Zielgruppe. In einem schwarzen Schuber befinden sich 24 dünne Aktenordner wie in einem Hängeregister, dazu ein extra Ordner mit Bobs zusätzlichen Notizen und Beweismaterialien. Zum Fall selber ist nicht viel zu sagen, der ist spannend und vor allem lustig wie immer. Aber mal einen Blick sozusagen hinter die Kulissen von Justus' allwissender Besserwisserei zu werfen und zu lesen, wie die drei Detektive ermitteln und recherchieren, ist sehr, sehr unterhaltsam! Ein Highlight der Dauer-Serie!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Chris Kraus kommt nächste Woche nach Innsbruck. In seinen Büchern arbeitet er die deutsche Nazivergangenheit auf. Wenn die Großeltern oder Eltern eine Nazivergangenheit hatten, ist man dann auch Täter oder wenn die Großmutter im Konzentrationslager ermordet wurde, fühlt man sich auch als Opfer? Dieser schwierigen Frage versuchten schon einige Autoren nachzugehen. Ich denke da an Stefan Slupetzky (Der große Trost), Sacha Batthyany (Und was hat das mit mir zu tun) oder Susanne Scholl (Wachtraum). Chris Kraus hat sein Filmbuch mit sehr guten Schauspielern besetzt: Lars Eidinger und Adèle Haenel. Tollkühner Humor und todernste Dialoge machen „Die Blumen von gestern“ zu einem provokanten Werk, das trotzdem immer die Versöhnung anstrebt!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Roland Schimmelpfennig hat mit seinem Roman „An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts“ meine Aufmerksamkeit erregt. Seine Erzählweise hat sich ein wenig verändert und ich vermute, dass der Regisseur in ihm immer mehr zum Vorschein kommt. Viele Sätze wiederholen sich, die Stadtbewohner werden immer wieder gleich charakterisiert, doch ich vermute, es braucht diese wiederkehrenden Elemente, damit man wirklich Grundlegendes begreift: Ereignisse in der Vergangenheit prägen die Menschen, und in der Natur und in Mythen finden sie die Erklärung dafür. Teilweise hat mich das Buch an Mariana Lekys „Was man von hier aus sehen kann“ erinnert, nur fehlt es an Lebendigkeit der Figuren. Als Filmereignis kann ich mir „Die Sprache des Regens“ sehr gut vorstellen; ich sehe die Stahlbauten und die weiße Stadt am Meer schon vor mir!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

570 Seiten umfasst dieser Schelmenroman, doch der Titel schreckt ein bißchen ab. Wer möchte schon mit einem Buch über Hitler gesehen werden? Ich wurde auch an Vermes „Er ist wieder da“ erinnert. Dieses Buch wurde durch die Verfilmung nochmal richtig bekannt! Doch ich war sehr überrascht, als ich mich der Geschichte des Harry Freudenthal näher beschäftigt habe. Trotz all der Komik – weil es ist ja schier unglaublich, dass Harry, ein Berliner Jude, als Pilger getarnt von den Nazis aufgegriffen wird und als Läufer für das Tausendjährige Reich rekrutiert wird, oder dass er als Kind mit seiner Familie in Berchtesgarden, in der Nähe Adolf Hitlers Lieblingsort geurlaubt hat – Peter Keglevic ist ein Meister im Präsentieren von Geschichten, die glaubhaft sind und der Realität entsprechen. Das Filmemachen hat ihn nicht vom Schreiben abgehalten und immer wieder hat er an Drehorten Stoff für sein Buch gefunden. Inspiriert von seiner Ansicht, dass man „über Nazis auch lachen darf, denn anders lässt sich tödlicher Ernst nicht ertragen“ macht mittlerweile jede Pointe in seinem Buch Sinn! Eine absolute Leseempfehlung!
 
Foto von Helmut Oefner

Gerade gelesen

Aus vollkommen unterschiedlichen Milieus stammend, mit völlig unterschiedlichen Charakteren, äußerlich jedoch wie eineiige Zwillinge zum Verwechseln ähnlich, begegnen sich zwei Frauen. Die zeitweilige Vertretung der einen in der Rolle der anderen ist bald beschlossen und scheint zu funktionieren. Bis eine der beiden ermordet wird. Die zwangsläufig auftretenden Ungereimtheiten zwischen den beiden, welche das jeweilige Umfeld wahrnimmt, werden mit Ausreden und Lügen erklärt. Doch lange geht das nicht gut. Was eingangs an einen Neuaufguss des 'Doppelten Lottchens' erinnert, entwickelt sich bald zu einem eigenständigen Psychothriller. Als Urlaubs- und Freizeitlektüre durchaus geeignet.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

William Shaw hat bereits mit seiner Trilogie um Detective Breen bewiesen, dass er in einer Liga für sich schreibt, und auch sein neuester Roman über einen aus Nordirland stammenden Polizisten, dessen Leidenschaft der Vogelbeobachtung gilt, vermag zu begeistern. Erneut überzeugen seine Personenzeichnung sowie die atmosphärische Dichte, die die geschilderten Szenen prägt. Ein spannungsgeladener, etwas melancholischer Thriller der Extraklasse!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Dieser Roman beginnt sehr leicht und locker, der Leser ist von Pakistan beeindruckt. Doch schnell wird klar, welche Konflikte das Land beherrschen: Muslime gegen Christen, seit Jahrhunderten herrscht ein Glaubenskrieg. Nagris nimmt eine andere Identität an, um nicht von den Muslimen verfolgt zu werden, Lily trifft sich heimlich mit der Tochter eines islamischen Geistlichen. Angst beherrscht alle, viele Familienmitglieder sind verschwunden oder wurden ermordet. Dieser Roman ist so wunderschön erzählt, aber Nadeem Aslam verschont den Leser nicht. Immer mehr Lügen kommen auf der Flucht der drei historisch völlig unterschiedlich geprägten Personen zum Vorschein. Vor allem der Zustand der Kaschmiri hat mich erschüttert, die politische Situation ist unfassbar. Für mich ist es einer der wichtigsten Bücher dieses Jahr und es wird mich noch lange beschäftigen.
 
Foto von Ursula Angerer

Gerade gelesen

Meine Leidenschaft für Jamies Kochbücher wird wohl nie aufhören! Nun hat er endlich Rezepte zusammengestellt, bei denen frau nicht die komplette Küche nach den gewünschten Zutaten durchforsten muss bzw. Dinge braucht, die keiner zu Hause hat. Ganz reduziert und trotzdem superleckere Rezepte im Jamie-Style für alle Geschmäcker. Trotz der wenigen Zutaten gibt es immer wieder neue Ideen zu entdecken und kosten. Und sehr viele Gerichte sind in kürzester Zeit zubereitet. Also perfekt für die schnelle Küche!!!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Frankreich bringt zur Zeit großartige Literaten hervor: Gael Faye, Leila Slimani, Yasmina Reza, etc. Gael Faye musste mit 13 Jahren Burundi verlassen. Als Sohn einer Tutsi Mutter, die aus Ruanda vertrieben wurde und eines Franzosen, war seine Sicherheit in einem Land, indem jeder Putsch von Morden, Vergewaltigungen, ethnischer Säuberung gefolgt wird, nicht mehr möglich. Es ist das Ende seiner Kindheit, einer Zeit, die ihm sehr viele schöne Momente beschert hat. Faye beschreibt Burundi als ein Land, indem ein Kind glücklich aufwachsen kann, obwohl der Krieg vor der eigenen Haustür nicht haltmacht. Diese glücklichen Tage überwältigen den Leser und man könnte dem Erzähler ewig zuhören.
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Fritzi, die während des Zweiten Weltkrieges nach England fliehen konnte, verlor ihre Familie in den Gaskammern des Naziregimes. Als sie wieder nach Wien zurückkehrt, gründet sie eine Familie und kommt trotz ihres Lebensmuts nicht über die Trauer hinweg. Ihre Tochter Lea wird Historikerin aufgrund des Schicksals ihrer jüdischen Familie. Ihre drei Kinder scheinen ihr Halt zu geben, doch die Ereignisse im Sommer 2015 brechen auch über ihre Familie herein. Meisterhaft gelingt es der Autorin, die Parallelen der Geschehnisse des Zweiten Weltkrieges mit den Flüchtlingsschicksalen unserer Zeit aufzudecken. Facettenreich zeichnet sie die Protagonistinnen Fritzi und Lea. Wirkich ein sehr gelungener Roman - manchmal humorig, aber auch zutiest traurig und absolut nachvollziehbar!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Es ist erstaunlich, wie viele Geschichten in dieser talentierten Frau stecken. Auch ihr neuestes Buch liest sich in einem Atemzug, kein Detail möchte man missen. Wichtig sind ihr die psychologischen Hintergründe, die eine Familie aufrecht erhalten. Und alles ist miteinander verbunden, auch die Menschen. Und wie so oft, ist es nicht das Schicksal, sondern das Verbrechen eines Menschen, das das Leben in eine andere Richtung leitet. Es ist das Spielerische, wie Judith Taschler alles am Ende zusammenbringt und konventionelle Sichtweisen aufreißt. Davids Geschichte hat mich sehr bewegt!
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Zugegeben, dieses Buch habe ich zuerst mal nur wegen des sagenhaften Titels und der tollen Aufmachung gekauft. Zu der ganzen äußeren Schönheit kommen dann aber auch die inneren Werte! Es ist meines Wissens der einzige Roman, der komplett in Listen verfasst ist; manche mehrere Seiten lang, andere bestehen nur aus zwei, drei Worten, alle sehr unterhaltsam bzw. berührend zu lesen. Für Darren (15) kommt es gerade knüppeldick! Was liegt näher, als die Gründe dafür in einer Liste anzugeben? 1. Darren steckt mitten in der Pubertät und fragt sich, ob dieser beklagenswerte Zustand jemals enden wird. 2. Seine Eltern sind frisch geschieden, aber er weiß eigentlich nicht warum und er hasst die Tatsache, dass er plötzlich zwei "Kinderzimmer" hat. 3. Sein Vater offenbart ihm -- und das ausgerechnet beim Frühstück, womit er ihm den ganzen Tag versaut --, dass er homosexuell ist. 4. Das ist wohl ein Grund für die Scheidung. (Aber nicht der einzige!) 5. Seiner Mutter ist ihr Job plötzlich wichtiger als die Familie und sie ist nie, wirklich fast nie da! Nicht mal an Darrens Geburtstag! 6. Sein älterer Bruder, eigentlich sein großes Vorbild, ist gar nicht so toll, sondern ein blöder Kiffer, der deswegen sogar die Uni geschmissen hat. 7. Darren ist unglücklich verliebt in Zoe, deren Leben noch verkorkster ist als seines. Gibt es trotzdem Hoffnung?
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Mary schreibt ihre Geschichte auf, wortwörtlich, ohne Beistriche zu setzen. Das verwundert den Leser nur kurz, denn eigentlich beschleunigt es die Erzählung ungemein. Wenn man Marys Geschichte liest und man weiß, dass sie sich 1830 zuträgt, erklärt das schon alles. Drei ältere Schwestern, Vater, Mutter und einen Großvater leben auf dem Bauernhof. Mary hat es nicht leicht, doch sie lässt sich selten entmutigen. Der Vater ist ein Tyrann, die Schwestern vergessen die Jüngste meistens und die Mutter nimmt Mary sehr hart ran, obwohl die 15 jährige ein verkrüpppeltes Bein hat. Nur der Großvater, der sich nicht mehr ohne Hilfe der Familie fortbewegen kann, ist seiner Enkelin sehr zugetan. Als Mary den Hof verlassen muss und im Pfarrhaus eingestellt wird, wird sie mit einer neuen Welt konfrontiert. Es ist Marys Art, das Leben zu begreifen, die uns verzaubert. Sie hat für alles schnell eine Antwort, fürwitzig und schlagfertig ist ihr Auftreten.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Orhan Pamuk hat sich intensiv mit der politischen Situation in der Türkei beschäftigt, entstanden ist ein neuer Roman. „Die rothaarige Frau“ ist voll mit Allegorien und Mythen, die uns begreiflich machen sollen, wie schwierig die Lage für Intellektuelle, Künstler und eigenständige Persönlichkeiten ist. Cem befindet sich auch in Gefangenschaft. Seine Schuldgefühle gegenüber dem Brunnenbauer verfolgen ihn ein ganzes Leben lang. Die Ödipus Saga spielt eine wichtige Rolle in seinem beruflichen Werdegang, genauso wie ihm die rothaarige Frau immer wieder in den Sinn kommt. Vergeht sich der Vater unbewusst an seinem Sohn, oder tötet das Land seine Söhne? Diesen Fragen geht der Literaturnobelpreisträger nach. Literarisch ist es nicht der große Wurf, doch wer die Fähigkeit besitzt, den Roman vor dem Hintergrund der alltäglichen Ereignisse in der westlichen Welt zu lesen, wird viel herausholen können!
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Bärte und Bäume, Grün und Rot, Vergangenheit und Gegenwart, Osten und Westen, Ehre und Schande, Reales und Fantastisches vermischen sich in Marion Poschmanns sprachgewaltiger Prosa zu beeindruckenden Bildern voller Schönheit und Poesie. Der Text ist für den Deutschen Buchpreis nominiert und hätte ihn meiner Meinung nach auch verdient - lassen wir uns überraschen!
 
Foto von Bea Mader-Schwarz

Gerade gelesen

Alle Toten fliegen hoch – Teil 3: Joachim Meyerhoff hat die Schule glücklich beendet und beginnt einen neuen Lebensabschnitt in München. Da es doch nicht so leicht ist, ein Zimmer in der bayerischen Landeshauptstadt zu ergattern, muss er sich bei seinen geliebten Großeltern einmieten. Joachim lebt mit ihren Ritualen in diesem familiären Verband in einem wunderschönen Haus. Den weltlichen Genüssen sind seine Großeltern auch nicht abgetan und der Alkoholkonsum ist beträchtlich. Zu seiner großen Überraschung wird er in der Otto-Falckenberg-Schauspielschule aufgenommen, deshalb tritt er seinen Zivildienst als Schwimmlehrer nicht an. Wir Leser dürfen teilhaben an seinen ersten schauspielerischen Erfahrung und seinem Leben bei den Großeltern, ein Leben, das gegensätzlicher nicht sein könnte... Und können uns freuen: Der vierte Teil kommt im November 2017 heraus: Die Zweisamkeit der Einzelgänger
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Hier etwas ganz Besonderes und eine unbedingte Empfehlung: Eine berührende Geschichte zweier Familien, die durch die tiefe Liebe der beiden Männer zueinander schicksalhaft verknüpft sind. Vor dem Hintergrund der Gräuel der chinesischen Kulturrevolution und der weiteren Ereignisse bis zu den Massakern am Tiananmen Platz entspinnt sich nicht nur ein erschütterndes Familiendrama, sondern auch ein kurzer Abriss der chinesischen Geschichte des 20.Jahrhunderts. Als Trost und Halt in diesen schwierigen Zeiten dient die subversive Kraft des Erzählens sowohl in Text als auch in Musik. Ein Buch, das einen nicht mehr so schnell loslässt und mein Favorit in diesem Herbst!
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Hier etwas ganz Besonderes und eine unbedingte Empfehlung: Eine berührende Geschichte zweier Familien, die durch die tiefe Liebe der beiden Männer zueinander schicksalhaft verknüpft sind. Vor dem Hintergrund der Gräuel der chinesischen Kulturrevolution und der weiteren Ereignisse bis zu den Massakern am Tiananmen Platz entspinnt sich nicht nur ein erschütterndes Familiendrama, sondern auch ein kurzer Abriss der chinesischen Geschichte des 20.Jahrhunderts. Als Trost und Halt in diesen schwierigen Zeiten dient die subversive Kraft des Erzählens sowohl in Text als auch in Musik. Ein Buch, das einen nicht mehr so schnell loslässt und mein Favorit in diesem Herbst!
 
Foto von Helmut Oefner

Gerade gelesen

Polizistenmilieu in Atlanta in den 1970er Jahren: in einer Zeit, als Frauen ohne Zustimmung des nächsten lebenden männlichen Verwandten weder ein Gehalts- noch überhaupt ein Bankkonto eröffnen, weder eine Wohnung mieten noch auch nur ein Auto kaufen durften, wurden Polizistinnen angeworben. Der Roman schildert eindrucksvoll die offenen Schikanen, die psychische und physische Gewalt gegenüber den Frauen, die sich in diese Domäne der echten Kerle verirrt haben, einer Welt, in der für Frauen, ethnische und religiöse Minderheiten sowie Homosexuelle kein Platz zu sein scheint. Dies in einer Berufsgruppe, die als Freund und Helfer für Recht und Ordnung zu sorgen hat, dies rund 50 Jahre nachdem Frauen das Wahlrecht in den USA erhalten hatten. Vor diesem Hintergrund gilt es einen Polizistenmörder zu fassen. Slaughter verpackt in der spannenden Krimihandlung geschickt eine Beschreibung der gesellschaftlichen Wertvorstellungen der damaligen Zeit und regt zum Nachdenken über deren Entwicklung bis heute an. So viel sei verraten: zumindest der Mörder wird gefasst.
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Ich gehöre ja bekanntermaßen eher zur Zunft der Bäcker. Kochen, vor allem mit vielen verschiedenen Zutaten, gehört nicht zu meinen größten Leidenschaften. Von daher sind Jamie Oliver und ich eigentlich kein Traumpaar (obwohl ich ihm seit seinem ersten Kochbuch die Treue halte). Jetzt ist aber auch er (relativ spät!) auf den "Kochen mit wenigen Zutaten"-Zug aufgesprungen. Herausgekommen ist ein ordentliches Kochbuch, wie immer übersichtlich unterteilt in die verschiedenen Rubriken wie Fleisch, Salat, Nudeln usw. Der Charme der älteren Oliver-Kochbücher ist meiner Meinung nach leider ein bisschen auf der Strecke geblieben. Heute getestet: Gebackene Knoblauch-Pilze -- und für sehr gut befunden! Nächstes Projekt fürs Wochenende: Das Schoko-Orangen-Shortbread.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

„Die Middlesteins“ von Jami Attenberg habe ich leider noch nicht gelesen, aber ich weiß, dass sie mit diesem Buch auch im deutschsprachigen Bereich bekannt geworden ist. In ihrem dritten Roman widmet sie der Welt wieder ihre volle Aufmerksamkeit. Genau wie die Autorin ihren Figuren Achtung entgegenbringt, lernt auch Jarvis, die um ihren komatösen Mann trauert, New York mit neuen Augen zu sehen: Nicht nur den Schmerz, den Dreck, sondern auch die kunstvollen und schönen Seiten, wie die innovativen Graffitis, den aufregenden Blick über die Dächer, die Menschen, die lächeln….New York kann verzaubern, aber man kann auch in der Stadt verschwinden, so Jarvis. Und nach dem Unfall ihres Mannes verschwindet sie für sechs Jahre, bis sie die „Ehemänner“ Scott, Tony und Mal in einem Waschsalon kennenlernt. Ich bin begeistert von der Beobachtungsgabe dieser Autorin!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Nell Leyshon hat mich mit ihrem Debütroman "Die Farbe von Milch" durch und durch beeindruckt. Die Geschichte handelt von dem 15 jährigen Mädchen Mary, das ihre Lebensgeschichte zu Papier bringt. Mary hatte kein einfaches Leben, geboren mit einer körperlichen Behinderung wächst sie auf einem Bauernhof mit ihren drei Schwestern auf. Die vier Mädchen müssen Tag und Nacht schuften, um den gewalttätigen Vater, der lieber Söhne anstatt Töchter gehabt hätte, zufrieden zu stellen. Als Marys Vater vom örtlichen Pfarrer gebeten wird, eine seiner Töchter zum Arbeiten ins Pfarrhaus zu schicken, fiel diesem die Entscheidung nicht schwer, und Mary musste den Hof verlassen. Was zunächst wie ein Segen für das junge Mädchen war, entwickelt sich bald ins Negative und wird zu Marys persönlichem Albtraum. Durch die ungewöhnlich einfache Sprache dieses Romans wird das Buch unglaublich authentisch, es hat mir sehr gut gefallen und ich kann es nur empfehlen. Da es sich sehr schnell liest, eignet es sich auch hervorragend als Lektüre für zwischendurch.
 
Foto von Christine Mansbart

Gerade gelesen

Alli Sinclair ist in Australien geboren und lebte in Argentinien, Peru und Kanada. Sie hat als Bergsteigerin und Reiseleiterin in Lateinamerika gearbeitet. Wenn sie nicht als Reiseleiterin tätig war, konnte man sie in den Tanzhallen für Tango, Salsa, Merengue und Samba finden. Alle diese Abenteuer machten ihr Spaß; Alli Sinclair wollte darüber erzählen und so entdeckte sie Liebe zum Schreiben. Das Geheimnis eines Gemäldes aus Spanien entführt uns nach Granada der vierziger Jahre zurück. Paseo, palo oder llamada; Flamenco mit all seinem Feuer und Leidenschaft und die gitanos sind die zentralen Themen. Texte von Garcia Lorca haben Flamencotänzer und Musiker inspiriert. Charlotte Kavanagh reist von Australien nach Spanien zum Club Alegria um für ihre abuela ein Geheimnis zu lüften. 1944 tanzt Katarina Sanchez eine opera flamenca auf der Bühne im Teatro del Arte, sie wird von Raul auf der Gitarre begleitet. Große Liebesgeschichten nehmen ihren Lauf.... Charlotte entdeckt die Verbindung ihrer Großmutter Katarina zum spanischen Untergrund.Die Ängste und Sorgen der Bevölkerung über den bevorstehenden Aufstand und dem Putschversuch gegen das Franco-Regime werden der Leserin dramatisch nahe gebracht.Charlotte stellt sich der Frage nach dem wahren Sinn des Lebens, findet dadurch zu sich selbst und trifft für sich wichtige Entscheidungen.Die romantische Geschichte aus der Sicht der abuela und ihrer Enkelin herzergreifend erzählt.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

„Das Fell der Tante Meri“ habe ich schon mit Begeisterung gelesen, doch „Chikago“ ist meiner Meinung nach das bisher beste Werk der jungen österreichischen Autorin. Sie hat es geschafft, die Gegenwart mit der Vergangenheit zu verbinden und ihren Schreibstil noch mehr zu verknappen. Theodora Bauer erzählt eine Geschichte, die gleich nach dem Untergang des Kaiserreichs einsetzt, in einem kleinen Dorf an der österreich-ungarischen Grenze. Feri, Katica und Anica verbindet das Schicksal und sie wandern nach Amerika aus. Doch ist es dort viel besser? Haben sie etwas zurückgelassen, das sie in Chicago nicht finden werden? Vielleicht doch die Heimat? Und ist eine Rückkehr noch möglich, vor allem kurz vor dem 2. Weltkrieg? Dieser Roman ist für diejenigen geschrieben, die auch auf der Suche nach einem besseren Leben sind! Unbedingt lesen!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Ihre tiefe Stimme ist ihr Markenzeichen. Vor einem Jahr habe ich zufällig ein langes Interview mit ihr im Radio gehört und ich war gefesselt von ihren Erzählungen. Wie beeindruckend ihr bisheriges Leben verlaufen ist, haben wir jetzt auch schriftlich. Mir fallen sofort weitere Markenzeichen ein, wenn ich an die großartige Schauspielerin denke: Mut zum Außergewöhnlichen und zum Weitergehen. Wie sie ihre Worte wählt, ihre direkte und ehrliche Art zeigt uns, dass man aus schwierigen Situationen gestärkt hervorgeht. Ihre Kindheit war eine Herausforderung und doch erkennt sie, wie sehr sie von ihren Eltern, ihren Großeltern und ihren Geschwistern positiv geprägt wurde. Rückblickend vermittelt sie ihren Lesern und Fans, dass das Weitergehen im Leben, immer wieder den nächsten Schritt setzen, eine positive Ausstrahlung und Lebenseinstellung mit sich bringt!
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

"Es ist ein schwerwiegendes Sicherheitsproblem aufgetreten. Bitte bewahren Sie Ruhe..." Als diese Durchsage ertönt, sind zunächst erstmal alle Schüler froh, dass dadurch die Mathearbeit unterbrochen wird. Es kann sich ja wohl nicht im Ernst um einen Amokalarm handeln?! Als es kurz darauf an der Tür klopft und ein jüngeres Mädchen um Hilfe fleht, fängt der Albtraum an. Aus drei verschiedenen Perspektiven (zwei Schüler, der Lehrer) werden die nächsten 143 Minuten geschildert. So bekommt der Leser einen interessanten, teils auch erschreckenden Einblick, was solch eine Ausnahmesituation mit den Menschen macht. Ich habe diesen packenden Debütroman der erst 19-jährigen Autorin in einem Rutsch gelesen und könnte ihn mir besonders gut als Klassenlektüre vorstellen.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Es hat mich neugierig gemacht, dass dieser neue Roman von Mariana Leky in allen Feuilletons und Literaturclubs hymnisch gelobt wird. Und ich muss den Kritikern Recht geben: Ich war ergriffen. Eine Dorfgemeinschaft mit ihren schrulligen Figuren erfährt, dass Selma wieder von einen Okapi geträumt hat. Sie wissen, dass innerhalb von 24 Stunden jemand von ihnen sterben wird. Dieser Roman ist nicht nur wunderschön geschrieben, sondern auch inhaltlich perfekt aufgebaut. Man verliebt sich schnell in die Figuren, vor allem Selma und Louise sind Persönlichkeiten, die man nicht mehr vergisst. Ein Buch, das glücklich macht!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Der erste Roman der begabten Theatermacherin berührt viele politische und persönliche Themen: Religion, Antisemitismus, Krieg und Flucht im 20. Jahrhundert, Generations- und Genderkonflikte innerhalb der Familie, den Bosporus und die Sowjetunion. Ihr Stil erinnert mich stark an Olga Grasnowas ersten Roman "Der Russe ist einer, der Birken liebt". Ihre Generation geht viel freier mit Sprache auf, wie auf einer Bühne muss der Leser die Sprache entwirren und greifbar machen. Die Erinnerungen sind nicht strukturiert und fließen unmittelbar in die Sätze und Kapitel ein, die Gefühle werden unkontrolliert ausgespuckt (Haare werden von einen Tag auf den anderen abgeschnitten, da wird mal schnell das Geschlecht gewechselt, etc.). Dazwischen stehen die Eltern, die Großeltern, die Vorfahren in ihren russischen Dörfern und auch ihre Geschichte wird erzählt. Die Reise nach Istanbul unternimmt Ali, um ihren Zwillingsbruder Anton zu suchen. Diese Suche ist ein beliebtes Motiv, um darzustellen, wie verloren die Figuren plötzlich sind und eigentlich sich selber finden müssen. Und diese Suche ist intensiv aber tiefgründig!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Dieser Roman gehört zum Gesamtwerk von John Williams, obwohl man in seinen anderen Werken nichts mehr von seinem ersten Roman wiederfindet. Während "Butchers Crossing" ein einziges surrealistisches Abenteuer im wilden Westen ist, spielt sich bei "nothing but the night" das meiste in Arthurs Kopf ab. Wenn man weiß, dass dieser Text mit Anfang zwanzig im Jungel in Burma entstanden ist, verwundet in einem Zelt liegend (viele seiner Kameraden sind bei dem Flugzeugabsturz umgekommen), dann weiß man, dass es dieses zurückliegende Trauma ist, welches Arthur zu verarbeiten versucht. John Williams hat seinen Vater nie kennengelernt; angeblich wurde er von einem vorüberziehenden Tramper erschlagen. Die Einsamkeit in diesem Roman ist erschreckend, die Erinnerungen brechen innerhalb von 24 Stunden über Arthur herein. Sehr düster wirkt die Welt, in der sich Arthur bewegt, und doch spürt man als Leser eine große Kraft, eine große Stimme, die sich über alles erhebt!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Viele, viele Jahre lang möchte der Piper Verlag eine Gebrauchsanweisung für das schöne Land Tirol herausbringen. Viele Autoren haben sie gefragt, keiner wollte sich die Finger verbrennen (Nein, sie waren mit anderen Projekten eingespannt), und als ich hörte, dass Bernd Schuchter auserwählt wurde, war ich sprachlos. Einen Besseren hätten sie nicht finden können. Es ist schon seltsam, eine Gebrauchsanweisung für das eigene Land zu lesen. Man möchte es ja nicht wahr haben, man möchte manchmal ein bisschen erröten, doch meistens ist man sehr stolz, ein Tiroler zu sein. Ich kenne keine andere "Gebrauchsanweisung" die so gelungen ist (aber vielleicht bin ich einfach voreingenommen!).
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Der Autor wird von seinem Professor in sein Heimatdorf Wenig geschickt, um herauszufinden, wer oder was Thomas Bernhards Roman "Frost" beeinflusst hat. Er wohnt bei seinem Großvater, der ihm seine Begegnung mit dem Antihelden schildert. Obwohl er es nicht vorhatte, tritt er in die Fußstapfen eines Autors, der zu seinen Lebzeiten mehr geachtet als bewundert wurde. Was hinter vorgehaltener Hand getratscht wird, spricht Tom Mulitzer aus, er beobachtet genau. Ist es diese Angepasstheit, das Vertuschen, das "der Wahrheit nicht ins Auge sehen wollen"? Was zieht den Autor zurück in seine Heimat. Darf er das überhaupt, nachdem er ihr den Rücken gekehrt hat? Misstrauisch begegnen sie ihm, die Dorfbewohner, und nur die Erinnerungen an seine Kindheit geben ihm ein Gefühl der Zugehörigkeit. Obwohl ich den Antiheimatroman von Thomas Bernhard nicht vor mir hatte, meinte ich des Öfteren, Mulitzer ist in die Haut des Verstorbenen geschlüpft. So geschickt macht er das, das Spiel mit der Fiktion, dass ich das Buch nicht mehr weglegen konnte. Auch wenn viele behaupten, dieses Buch ist ein Muss für Thomas Bernhard Fans, dann setze ich noch eines drauf: es ist ein Muss für alle, die sich für österreichische Literatur interessieren!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Wer wieder mal eine Woche hinter sich hat, in der alles daneben gegangen ist, und in der man kein Fettnäpfchen ausgelassen hat, dem empfehle ich, wieder mal das bereits 1983 erschienene Buch von Paul Watzlawick zu lesen. Er ist ein Meister und lehrt uns, wie man schön weitermachen kann mit dem Unglücklichsein. Beim lesen empfehle ich, ja nicht zu lachen, wenn, dann nur über die anderen, und minderbegabt sollte man auch nicht sein. Die ganz talentierten Leser unter uns werden es nach der Lektüre sogar schaffen, die Treppe runterzufallen, den Fingernagel einzureißen oder gar in Hundescheiße zu treten. Viel Erfolg!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Wie kann man die Schönheit dieser Berge, der umliegenden Landschaft des Monte-Rosa-Massivs in Worte fassen? Wie eine jahrzehntelange Freundschaft beschreiben, eine Verbindung, die man sich teilweise selber nicht erklären kann, da Bruno und Pietro so unterschiedlich sind? Vielleicht sind es die Gegensätze, die diesen Roman so wunderschön und glaubhaft machen. Vielleicht auch das Heimatgefühl, das mit jedem Satz aufkommt. Zu wissen, wovon er spricht, die Landschaft zu kennen und mit ihm neu zu erfahren, macht diesen Roman zu einem Kunstwerk. Unbedingt langsam lesen, nicht über die Seiten hasten, jeder Satz transportiert so viel Sinn, Gefühl, Verständnis und Liebe zu den Menschen und der Natur.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Im Zentrum steht ein Mehrparteienhaus mit eigentümlichen Bewohnern. Das haben schon viele Autoren versucht, die Bewohner zusammenzuführen und aufzuzeigen, mit welchen großen und kleinen Problemen sie sich täglich herumschlagen. Ich denke da an Anne B Ragdes amüsanten Roman "Ich werde dich so glücklich machen." Tom Krohn gelingt es auch hervorragend, einen Grundgedanken zu übermitteln: Wir sind die Summe aller menschlichen Regungen, wir stehen mitten im Strudel aller Gefühle. Dieser Roman ist Teil der Serie " menschliche Regungen", die den Schweizer Autor schon lange inspirieren. Ich habe es genossen, den Mitspielern zuzusehen, wie sie kontern oder scheitern. Es lohnt sich auch, Tim Krohns Projekt auf seiner Homepage zu verfolgen. Ich hoffe, dass den drei Bänden noch mehrere Folgen, so köstlich gelacht habe ich schon lange nicht mehr!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Wer "Das Schweigen der Töchter" von Elia Barceló verschlungen hat, wird mit ihrem neuen Roman wieder sehr glücklich werden! Die in Innsbruck lebende Autorin gönnt uns Lesern auf 496 Seiten keine einzige Atempause, teilweise musste ich in der Nacht aufstehen, weil ich zu neugierig war. Die Familiengeschichte geht bis in die 40ger Jahre in Spanien zurück und teilweise wird auch das wundervolle Anwesen in Marokko (La Mora) zum Mittelpunkt der Erzählung. Helena möchte nicht mehr dorthin zurück, da Jahre zuvor ihre Schwester Alicia auf La Mora ermordert wurde. Es sind die Dokumente, die Fotos und Briefe, die Elia Barceló immer wieder in Szene setzt, und ihre Kenntnisse über ihr Land und ihre Kultur sind unerschöpflich! Was für ein schönes Buch!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Für was steht Brüssel? Für die EU, für Menschen, die in verschiedenen Gremien versuchen, nationale Interessen einzubringen? Die Europa einen möchten, mit einer gemeinsamen Idee? Diese Grundidee ist nicht neu, doch wie wichtig ist die EU noch? Wird sich der nationale Gedanke wieder durchsetzen und wieviele Menschen gibt es noch, die den Holocaust überlebt haben und davon berichten können? Was diesen Roman zusammenhält, ist ein Schwein, oder sind es gar mehrere? Wer diesen Roman zusammenhält, ist auch Robert Menasse, der überhaupt nichts mit Schweinereien zu tun hat. Er gräbt aber in der Tiefe, er bringt alles an die Oberfläche, das man sich teilweise denkt. Wir wissen, dass die EU eine Karikatur unserer eigenen kleinen Welt ist und wir in unserem Bemühen nicht viel bewirken. Robert Menasse hat einen Roman geschrieben, der die Hauptstadt der Lächerlichkeit preisgibt. Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte! Unbedingt lesen!
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Es ist eine Geschichte voller Wunder, die Yaa Gyasi in ihrem Romanerstling vorlegt; die Geschichte zweier Schwestern, die nichts voneinander wissen, die eine wird Frau eines englischen Sklavenhändlers, die andere wird als Sklavin nach Amerika verkauft. Die Verästelungen der Familienchronik reichen bis in die Gegenwart, kreuzen sich immer wieder und ergeben ein berührendes Panorama schwarzer Identitätssuche.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

John Banville beschreibt auf seine unnachahmlich elegante Art die Geschichte eines gescheiterten Künstlers mit Hang zur Kleptomanie. Als er sich vornimmt, die Frau seines besten Freundes seiner Sammlung einzuverleiben, kommt es zu tragischen Verwicklungen. Wie immer präzise und nüchtern im Stil seziert Banville die Begehrlichkeiten eines maßlosen Menschen und die Konsequenzen, die sich daraus ergeben.
 
Foto von Gerda Kurz

Gerade gelesen

Ja, ich gebe es zu: ich bin total erschrocken, als ich den attraktiven Mann am Cover sah. Ohne Arme und Füße auf einem Surfbrett?? Und dann sind mir ganz banale Dinge durch den Kopf geschossen: Wie isst er? Wie bewegt er sich, wie rasiert und wäscht er sich? Wie lebt und liebt er? Nick Vujicic`Eltern waren vollkommen perplex, als ihnen dieses Überraschungspaket ohne Gliedmaßen geliefert wurde. Aber Nick war immer schon ein Kämpfer, und es hat nicht allzulang gedauert, da wusste er, dass er mit Gottes Hilfe alles schaffen kann. Sein unerschütterlicher Glaube trägt ihn seither durch alle Widrigkeiten, er leitet heute eine Organisation, schreibt Bücher, hält Vorträge, ist mit seiner Traumfrau verheiratet und glücklicher Vater zweier Söhne. Unbedingt lesen!
 
Foto von Christine Mansbart

Gerade gelesen

Da der Einstieg in die Hühnerhaltung gut vonstatten gegangen ist, wollte ich mich intensiver mit dem Thema beschäftigen. So habe ich zu meiner großen Freude den Ratgeber von Kosmos-Verlag entdeckt, eine umfangreich bearbeitete Neuauflage, die in jedem Bereich vertiefend auf folgende Themen eingeht: Verhalten, Gesundheit und die artgerechte Haltung sind die großen Abschnitte in diesem Buch. Aber auch eher selten angesprochene Bereiche, wie die Sinne der Tiere, Mensch-Tier-Beziehung oder auch das Schlachten der Hühner werden aufgegriffen. Wertvolle Tipps für die optimale Hühnerhaltung runden dieses schön bebilderte Nachschlagewerk ab. Für mich eine vertiefende Lektüre, sehr informativ, hilfreich und empfehlenswert um eine schöne Zeit mit den gefiederten Freunden zu verbringen.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

"Die Kinder" war mein erstes Buch des schon bekannten Krimiautors Wulf Dorn. Und ich muss sagen ich wurde nicht enttäuscht, ein durch und durch spannender Thriller, bei dem man merkt, dass der Autor mehrere Jahre in einer psychiatrischen Klinik gearbeitet hat. Psychische Erkrankungen und Symptome der Protagonisten sind detailliert und leicht verständlich beschrieben, was diesen Krimi noch besser machte. Das Thema fand ich anfangs etwas merkwürdig, da dieses Buch von mordenden Kindern handelt, aber ich war auch hiervon positiv überrascht und fand es mal eine abwechslungsreiche Kriminalhandlung, die Lust auf mehr macht.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

"Die Geschichte der Baltimores" ist der neue Roman des jungen Schriftstellers Joël Dicker, der schon mit seinem letzten Buch "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" einen internationalen Erfolg erzielte. Er gewann unter anderem den "Grand Prix du Roman der Académie Française" sowie dem Prix Goncourt des Lycéens. Ich war vor einigen Jahren, als ich sein erstes ins Deutsche übersetzte Buch las schon sehr von diesem Schriftsteller angetan, aber mit diesem Werk hat er alles andere in den Schatten gestellt. In diesem Buch schreibt Joël Dicker über den weltbekannten Schriftsteller Marcus Goldmann und dessen Familie, es ist eine Geschichte über Brüderlichkeit, Loyalität, Zusammenhalt und Liebe. Aber auch diese Familie, die am Anfang so perfekt wirkt, hat ihre Schattenseiten. Die Protagonisten verstricken sich immer mehr in Eifersüchtelei und Konkurrenzkämpfe. Er erzählt dieses Buch in mehreren Zeitsträngen, einen vor und einen nach der großen Katastrophe der Baltimores. Die Spannung in diesem Buch baut sich ins Unermessliche auf und man kann nicht mehr aufhören mit dem Lesen. Wenn man dieses Buch nicht in die Hand nimmt, verpasst man eines der wunderbarsten Leseerlebnisse. Es ist jetzt schon mein neues Lieblingsbuch und ich lege es wirklich jedem ans Herz.
 
Foto von Helmut Oefner

Gerade gelesen

Ein Serientäter terrorisiert Berlin: er entführt Kinder, tötet die Mütter und gibt den Vätern 45 Stunden Zeit, um deren Leben zu retten. Da den aufgefundenen Kinderleichen das linke Auge fehlt, erhält der Täter von der Presse den Namen 'Augensammler'. Als der ehemalige Polizist und jetzige Polizeireporter Alexander Zorbach diesen grausamen Verbrechen nachgeht, ereignen sich mysteriöse Dinge. Seine Brieftasche taucht am letzten Tatort auf und eine blinde junge Frau sucht ihn auf und behauptet, visionäre Fähigkeiten zu besitzen und von ihm zu diesem Treffen aufgefordert worden zu sein. Es kommt wie es kommen muss, Zorbach gerät immer stärker in den Verdacht, selbst der unbekannte Täter zu sein. Sebastian Fitzeks Stärke liegt nicht in der Realitätsnähe seiner Handlung, sondern in der Dynamik seines Erzählstils. Kurze Kapitel mit ausgefuchsten Cliffhangern, häufiger Perspektivenwechsel und sein knapper, präziser Sprachstil sorgen für ein enormes Tempo, das nur gelegentlich etwa durch (nicht uninteressante) Diskurse über das Leben als Blinder unterbrochen wird. Wenn man von einigen Logiklöchern absieht, ist 'Der Augensammler' insgesamt wieder ein spannender, unterhaltsamer Psychothriller.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Warum man ein Buch auswählt, hat oft unterschiedliche Gründe. Robert Prosser kenne ich aus seiner Zeit in Innsbruck, er hat mal im selben Haus wie ich gewohnt. Außerdem hat mich das Thema Balkan Krieg daran erinnert, dass ich zwei Jahre mit einem Mädchen aus Sarajewo die Schulbank gedrückt habe. Eigentlich waren wir befreundet, und ich habe sie für ihr Talent, eine neue Sprache zu erwerben, bewundert. Nichts habe ich über ihre Erlebnisse im Krieg erfahren, erstens habe ich nicht gefragt, und sie wollte nicht darüber reden. Jahre später erzählt Robert Prosser von Menschen, die Schreckliches erlebt haben. Eigentlich fängt der Roman sehr harmlos an: als Kenner der Grafitti-Szene begibt er sich nach Bosnien-Herzegowina. Er begleitet seine Freundin Sara, deren Mutter flüchten musste und in Wien gelandet ist. Er ist ein Außenstehender, und gerade in dieser Rolle werden ihm nach und nach Erzählungen zugetragen. Robert Prosser hat lange für diesen Roman recherchiert und mehr Wissen übermittelt, als viele andere vor ihm. Kein Wunder, dass er auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis gelandet ist!
 
Foto von Gerda Kurz

Gerade gelesen

Wenn ein berühmter Theologe und ein großer spiritueller Lehrer gemeinsam nach Gott suchen, dann wird es spannend. Vor allem, wenn sie aus zwei verschiedenen Richtungen kommen. Wer war zuerst da? Hat Gott das Universum erschaffen, oder war das Universum zuerst da und Gott hat es gefallen? Viele Menschen wünschen sich heute eine Möglichkeit, Gott wirklich zu spüren, das Heilende in Gott zu berühren. Anselm Grün führt gewohnt liebevoll durch die Kapitel, er meint, das Göttliche in uns ist ein Raum der Stille, an den man sich immer zurückziehen kann, wenn der Alltag zu laut und unübersichtlich ist. Was für ein schöner Gedanke! Leonardo Boff geht davon aus, dass das Universum zuerst da war und Gott davon heraustrat und in einem überschäumenden Moment alle Geschöpfe als Ausdruck seiner großen Fülle und Widerschein seiner Liebe erschuf. Der Mensch bewohnt die Erde nicht - er ist Teil der Erde und hat somit eine große Verantwortung für die Natur. Für den heiligen Franziskus waren alle Geschöpfe Bruder und Schwester und diese zärtliche brüderliche Haltung kann uns letztendlich retten. Für mich persönlich war dieses Buch eine Erweiterung meines Horizontes, wofür ich dankbar bin. Große Empfehlung für alle, die sich immer wieder neu auf die Suche nach dem Göttlichen in sich machen.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Wer sich ein bißchen näher mit der amerikanischen Geschichte befasst hat, weiß, was ein Hillbilly ist. Oder er glaubt es zu wissen. J.D. Vance hat mit "Hillbilly Elegy" das Buch des Jahres 2017 geschrieben und viele Lobeshymnen geerntet, da es erklären soll, wieso viele Amerikaner Trump gewählt haben. Ich finde, es würde auch bei uns aufzeigen, wieso die Angst vor dem Fremden überwiegt. J.D. Vance stellt sich die Frage, ob es möglich ist, aus einem ärmlichen Hintergrund, aus einer Familie, in der Bildung nicht gefördert wird, auszubrechen. Er erzählt von seinen Großeltern, typischen "Hillbillies", die ihm immer gezeigt haben, dass die Familie ihn unterstützt, trotz der Eskapaden seiner Mutter. Eigentlich haben sie ihn gerettet und so konnte er die Kraft aufbringen, etwas aus seinem Leben zu machen. Vance beschreibt seine Nachbarn, seine Verwandten, die gesellschaftlichen Verhältnisse in Kentucky und Ohio, seine Lebensgeschichte wird mit der amerikanischen Geschichte des 20. Jahrhunderts verbunden. Ich finde, jeder sollte dieses Buch gelesen haben.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

An diesem Heimatroman arbeiten viele große und kleine Helden: die Autorin selbst, die ihren zweiten Roman unterbringen möchte und sehr engagiert mit ihrer Lektorin in Fußnoten über ihre Fortschritte kommuniziert, die Dorfbewohner, Toni, der als Sylvester Baby von vornherein der Held ist, seine Eltern, die Nachbarn und ihre Kinder, und natürlich Moni, die Toni am Ende heiraten muss, damit es ja ein schönes Ende ergibt. Bis es dazu kommt, tun sich Abgründe auf, alle Bosheiten und Klischees, die ein Dorf so zu bieten hat, werden durchgespielt. Dieser Roman lebt vom Kontrast, vom Widerspruch und vom Charme der eigenwilligen Schreiberin.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Das Thema Krieg und Flüchtlinge muss weiterhin angesprochen werden . Die Geschichte lehrt dauernd, aber sie findet keine Schüler, meinte schon Ingeborg Bachmann. Susanne Scholl war lange genug als ORF-Korrespondentin tätig, um zu wissen, dass die Verzweiflung des Krieges uns immer wieder einholen kann. Fritzi geht blauäugig durchs Leben, wie ein Zirkuspferd. Nach außen hin immer strahlend und glücklich, innen sieht es aber ganz anders aus. Ihre Tochter Lea, die Geschichte studiert, findet nach und nach heraus, wieso Fritzi, die im Krieg viel verloren hat, lieber ein glückliches Leben vortäuscht als über die schrecklichen Ereignisse zu reden. Lea hat Träume über Ereignisse, die sie nicht selbst erlebt haben kann. Und ihre Kinder kann sie nicht vor den Terroranschlägen und vor den Schicksalen der Flüchtlinge beschützen. Die Geschichte wiederholt sich! In kurzen aber dichten Sätzen packt Susanne Scholl ein ganzes Jahrhundert Geschichte. Meiner Meinung nach hat sie in ihrem Roman einen Weg gefunden, die bestehende europäische Sinnkrise auf den Punkt zu bringen.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Perth, Australien. Swann ist ein aufrechter Cop, der gegen die Korruption in Polizeikreisen auftritt. Im Laufe einer Ermittlung im Fall einer ermordeten Bordellbetreiberin deckt er so manch unschönes Detail auf. Richter Partridge übernimmt den Vorsitz einer Sonderkommission, die sich mit den Vorwürfen gegen die Polizisten auseinandersetzt, und auch er stellt bald fest, dass es hier nicht sauber zugeht. Doch der Sumpf reicht bis in allerhöchste Kreise, und die Einschüchterungsmethoden der Gegenseite sind nicht gerade zimperlich. Spannender Plot, gut gezeichnete Charaktere, flotter Stil - eine echte Empfehlung!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Zu diesem Buch habe ich eigentlich nur aus Langeweile gegriffen. Um so mehr hat mich der Inhalt dann positiv überrascht: Es finden sich wirklich viele Tipps darin, die man im Alltag schnell und ohne Geld auszugeben, anwenden kann. Einige hab ich auch schon ausprobiert. Zum Beispiel die platzsparenden Maßnahmen für den Kleiderschrank. Auch ein paar nette Bastelideen verstecken sich in diesem Ratgeber, die man auch ohne Geschick leicht umsetzen kann. Auf jeden Fall hat sich mein Kauf in diesem Fall gelohnt und ich würde es jedem weiterempfehlen.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Eine Bemerkung vorweg: falls Sie nicht gerade Experte für chinesische Geschichte sind, empfiehlt es sich bei diesem Roman, das Nachwort und die Zeittafel zuerst zu lesen, um die beschriebenen Geschehnisse besser verstehen zu können! Die Geschichte handelt vom naiven Fotografen Hsueh, der der sexsüchtigen weißrussischen Waffenhändlerin Therese als Gespiele dient. Als er sich in die Kommunistin Leng verliebt, gerät er in eine gefährliche Verschwörung, bei der keiner mehr weiß, wer auf welcher Seite steht. Ein packender Roman, der auf Tatsachen beruht und Einblicke in die unruhige Geschichte Chinas auf dem Weg zur Volksrepublik gewährt.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Sich im Körper einer anderen Person wiederzufinden, stelle ich mir recht seltsam vor. Aber es funktioniert in diesem Roman sehr gut, denn die Realität, in der sich Rose befindet, ist genauso spannend wie das Leben der Harriet Smith, in das sie manchmal zu gleiten scheint. Und wieso kommen plötzlich die Erinnerungen an Ava, die kleine Schwester, immer mehr hervor, obwohl Rose mit ihrem Tod abgeschlossen hat? Gowdy ist eine sehr interessante kanadische Autorin. Sie verfügt über einen Erzählstil, der sehr eindringlich und beklemmend ist. Kein Wunder, dass einige ihrer Romane bereits verfilmt wurden.
 

Gerade gelesen

Paule Pinguin kann man heute gar nichts recht machen. Zu hell scheint die Sonne, zu laut sind die anderen Pinguine, es friert ihn am Schnabel,er sieht heute doof aus und keiner interessiert sich für ihn! Bis ein Walross ihn aufmerksam macht und Paul erklärt, dass das Leben auch schön sein kann. Wird sich unser Freund umstimmen lassen? Ein rundum gelungenes Bilderbuch ab 3 das die schlechte Laune vertreibt.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

"Das Mona- Lisa- Virus" ist das dritte Buch von dem deutschen Autor Tibor Rode und gleichzeitig das erste - aber sicherlich nicht sein letztes! - das ich von ihm gelesen habe. Mit seinem Schreibstil erinnert mich der Autor auch sehr an den weltweit bekannten Dan Brown, der mit seinen Büchern "Illuminati" und "Das Sakrileg" Berühmtheit erlangte. In diesem spannenden Thriller beginnt der Autor mit sechs Handlungssträngen, die alle auf verschiedenen Teile der Erde spielen. Unter anderem in Bosten, Warschau, Paris, Acapulco, San Antonio und Florenz. Am Anfang war ich noch durch die vielen Ereignisse und die verschiedenen Handlungsstränge verwirrt, aber je weiter man liest, desto spannender wird es. Tibor Rode verpackt in diesem Buch sehr viele Katastrophen, wie zum Beispiel die Ausbreitung von einem Computervirus, das weltweite Bienensterben, die Entführung amerikanischer Schönheitsköniginnen, einen Kunstdiebstahl und vieles mehr. Alles in allem hat man nach diesem Buch Lust auf mehr, und ich persönlich würde am liebsten gleich in den nächsten Flieger steigen, um mir die Mona Lisa im Louvre anzuschauen. Ein muss für jeden Kunst- /Thriller Liebhaber!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Édouard wird nach der Weihnachtsfeier Gewalt angetan. Er hat einen Fremden mitgenommen, in seine Wohnung. Immer wieder berichtet er über diese Nacht, teilweise wird die Erzählung von seiner Schwester fortgeführt, die ihre Sicht des Vorfalls wiedergibt. Es ist die Scham, die ihn verfolgt, seine Gedanken kreisen nur mehr um dieses Thema. Sehr persönlich ist dieser Roman und immer wieder hat man den Verdacht, dass Édouard sich nie wieder davon erholen wird. Der junge französische Autor hat mit seinem ersten Roman Aufmerksamkeit erregt, und "Im Herzen der Gewalt" ist ein Tatsachenbericht. Später wurde der Täter zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Nach Erscheinen des Romans hat der Drogenhändler zurückgeschlagen und den Autor verklagt.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Mitten im heißesten Sommer einen Roman, der in der Antarktis spielt, zu lesen, kann ich wärmstens empfehlen. Und Anne von Canal beschreibt die Kälte eh so gut, dass sie richtig guttut! Die Expedition des Forscherteams ist gefährlich, vor allem da Hanna erfährt, dass ihre Freundin tot ist. Fido hat sich vor 20 Jahren von den Geschwistern Jan und Hanna ohne Abschied entfernt, dabei waren die drei schon als Kinder ein unschlagbares Forscherteam, wie die Polarforscher Scott und Amundsen. Hanna muss sich noch einmal mit dem Verlust der Freundin beschäftigen und noch einmal ihre Kindheit aufrollen. Anne von Canal kennen wir bereits als die Autorin von "Der Grund". Genauso einfühlsam und klug beschreibt sie in "Whiteout" eine Expedition in die Tiefen der Vergangenheit!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

"Davonfliegen" von Sarah Armstrong hat mir den Atem geraubt und gleichzeitig den Boden unter den Füßen weggezogen. Es wird die Geschichte von Anna erzählt, die ein ruhiges Singleleben führt, in einem kleinen Haus wohnt, eine tolle Arbeitsstelle hat und ihren Job liebt. Doch als die neue Familie ins Nachbarhaus einzieht ändert sich alles schlagartig, denn das kleine Mädchen Charlie wird von ihren Elter schwer misshandelt und auch wenn Anna noch so oft die Polizei und das Jugendamt anruft, unternimmt niemand wirklich was gegen diese Gräueltaten. Schlussendlich fasst die junge Frau einen folgenschweren Entschluss und entführt das Mädchen, um es aus den Fängen der eigenen Eltern zu befreien. Dieses Buch beschreibt die Misshandlungen, die der 5-jährigen Charlie widerfahren in allen Einzelheiten und komplett schonungslos. Der Roman ist definitiv nichts für schwache Nerven, aber dennoch will ich ihn unbedingt weiterempfehlen. Er zeigt, dass manche Menschen auch in der heutigen Zeit noch den Mut für Zivilcourage aufbringen können.
 

Gerade gelesen

Eigentlich ist Solomon ein gewöhnlicher Jugendlicher, er leidet aber unter Panikattacken. Seit drei Jahren,zwei Monaten und einem Tag hat er sein Zuhause nicht mehr verlassen. Eines Tages steht Lisa vor seiner Tür und will mit ihm Freundschaft schließen. Sie verheimlicht ihm aber ihre wahren Gründe. Da sie einen Studienplatz in einer sehr gefragten Uni ergattern will, möchte sie einen besonderen Aufsatz schreiben. Solomons Rückkehr ins richtige Leben ist ihre Aufgabe. Mit einigen lustigen aber auch sehr hintergründigen Episoden ist dieses Buch für Jugendliche ab 13 zu empfehlen. Solomon, Lisa und Clark verbindet eine wunderbare Freundschaft die aber auch hart zur Probe gestellt wird. Zitat: "Aber sobald ich nach draußen gehe,wird alles total scheiße." "Davor gibt es kein Entkommen." "Vor was?" "Dem Leben"
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Die Bedeutung des Titels ist mir erst am Ende der Lektüre klar geworden, obwohl ich gedanklich niemals abgeschweift bin. Diese junge, sympathische belgische Autorin hat mit Erscheinen ihres ersten Romans zahlreiche Literaturpreise erhalten. Bereits auf der Rückseite des Buches steht: "Ein Buch, das alles gibt und alles verlangt." Dieser Satz trifft es und es fällt mir schwer, ihn zu toppen. Es ist alles gesagt: Evas Geschichte beginnt schon vor dem Sommer 2002. Nach 9 Jahren Abwesenheit von dem kleinen Dorf und von ihrer Familie kehrt sie zurück. Lize Spit besitzt sehr viel Einfühlungsvermögen, ein tragisches Erlebnis in der Kindheit komplex und mit überraschenden Erkenntnissen darzustellen.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Der französische Schriftsteller Gregoire Hervier hat hier einen rasanten Kriminalroman geschrieben, der von einem jungen Journalisten und Gitarristen handelt, der von einem Millionär beauftragt wird, die seltenste und wertvollste Gitarre der Welt zu finden, die original Gibson Moderne. Doch dabei gibt es ein Problem: Man weiß nicht, ob diese Gitarre je gebaut wurde, und hier beginnt die Geschichte von Thomas, der um den halben Erdball reist, um diese Gitarre zu finden und dabei so einiges erlebt. Ein wirklich herausragend guter Kriminalroman von Hervier, geschrieben in seiner modernen Sprache. Man bekommt durch dieses Buch Lust auf Musik, auf Blues auf Rock 'n' Roll und Lust darauf, unbekannte Musiker und Songs für sich zu entdecken. Auf jeden Fall ist dieses Buch wert, gelesen zu werden, denn man erfährt auch ein Stück Musikgeschichte. Hervier baut Tatsachen rund um die von Ted McCarty 1957 entworfene Gitarrenserie "Modernistic", bestehend aus der Flying V, der Explorer und der Moderne, in seine Handlung ein.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Genies sind nicht sympathisch, und auch Boris, der 1886 nach Amerika kommt und sich viel zu schnell viel zu viel Wissen aneignet, war mir zu Beginn der Lektüre mit seinem überbordernden Ehrgeizig äußerst suspekt. Ich kann nicht sagen, dass sich das geändert hat: Boris bleibt ein Kotzbroken, aber ein schlauer. Sein Sarkasmus trifft ins Schwarze und man muss ihm immer recht geben. Was er aber anrichtet, an seinem Sohn, an seiner Frau, das ist ein anderes Thema. Ein grandioses Buch, ein Geniestreich des Autors, der mir sehr sympathisch ist. Er zieht alle Register und tischt dem Leser mehr Wissen auf, als man erfassen kann, doch dafür kann man auch sehr über Boris lachen!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Vintage sind die Gitarren, mit denen sich der junge Thomas Dupré beschäftigt. Und alt und berühmt sind auch die Musiker, die in diesem spannenden Krimi genannt werden. Dass sie nicht immer ein erfolgreiches Leben hatten, spielt keine Rolle, denn es sind die Mythen und witzigen Anekdoten, die diesen Roman vorantreiben und beleben. Fasziniert hat mich die Reise durch Amerika und Thomas Entdeckungen rund um die mysteriöse Gibson Gitarre " die Moderne", deren Existenz er zu beweisen versucht. Ob ihm am Ende die versprochene Million winkt, darf ich nicht verraten. Dieser Musikroman ist auch für solche, die sich nicht um die Musikgeschichte der Rocklegenden scheren, ein wahres Vergnügen.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

In ihrem Debütoman entführt uns die junge österreichische Autorin in die 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Am Beispiel der untalentierten, aber schönen Sängerin Gisela Liebwies und der begnadeten, aber unansehnlichen Komponistin Ida Gussendorf erzählt Irene Diwiak in elegant ironischem Plauderton von Sein und Schein, Wollen und Dürfen, Strahlen und Scheitern. Ein köstliches Sittenpanorama einer nur scheinbar längst vergangenen Epoche. Ich freue mich schon auf weitere Geschichten aus der Feder dieser großartigen Erzählerin.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Stephen King bezeichnet die "Dunkle Turm Reihe" selbst als sein Lebenswerk. Nun da der erste Teil "Schwarz" endlich verfilmt wurde, erscheint das Buch in einer neuen Auflage. Aber aufgepasst, diese Buchserie hat ein hohes Suchtpotenzial. Einmal angefangen, kann man nicht mehr davon ablassen bis auch die letzte Seite der insgesamt acht Bänden gelesen ist. Fantasy auf höchstem Niveau, die auch kritische Leser fesseln wird. Und wer noch nicht genug hat, auch der Film ist sehenswert.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Sie brauchen noch eine spannende Urlaubslektüre für den Strand? Dann sind Sie bei diesem Psychothriller genau richtig. "Die Moortochter" von Karen Dionne erzählt die Lebensgeschichte von Helena, deren Vater, ein gefährlicher Psychopath, beim Gefängnisausbruch mehrere Menschen umgebracht hat. Sie beginnt ihren Vater zu jagen. In der nähe des Moores ihrer Kindheit muss sie sich ihrer schrecklichen Vergangenheit stellen. Die detailreichen Beschreibungen der Figuren, der Landschaft und der Schrecken lassen die LeserIn tief in die Geschichte eintauchen.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Max Ernst Leben ist ein Gesamtkunstwerk: er ist bekannt für strenge Symbolik und drastische Interpretationen. Der Künstler hat viel überlebt : Zwei Kriege, Lager, Flucht, Emigration, zusammen mit sechs Frauen, sechs Lieben, in einem Jahrhundert! Lou, die erste "Frau des Dadismus", ihr bleibt er immer verbunden, nicht nur aufgrund des gemeinsamen Sohnes. Danach ist er mit Marie-Berthe zusammen, die nach der gemeinsamen Zeit mit Max auf ewig im Beichtstuhl hängen bleibt. Leonora existiert in einer anderen Welt und Peggy Guggenheim, die seine Bilder mehr liebt als den Künstler selbst, wird zu seiner Retterin im zweiten Weltkrieg. Wer war Max Ernst wirklich? Nach diesem Buch ist er ein Held für mich, seine Kunst hat mir ein neues Lebensgefühl gegeben. Seine Ausstellungskataloge muss ich nicht mehr studieren, denn dieser Roman ist kein Stillleben, sondern ein Manifest für die Kunst!
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Perle und Stasia, eineiige Zwillinge und Jüdinnen - 1944 eine fatale Mischung. Denn sie werden mit Mutter und Großvater nach Ausschwitz deportiert und von ihnen getrennt, um dort die unmenschlichen und unsagbar brutalen Experimente Doktor Mengeles zu erleiden. Sie flüchten sich daraufhin in ihre Fantasiewelten, um ihr Dasein zu ertragen. Und doch haben sie als Zwillinge einen "besseren" Status als die anderen im sogenannten Zoo. Als die beiden getrennt werden, beginnt die Suche nach der ergänzenden Hälfte. Die Autorin lässt uns an den Schicksalen dieser beiden teil haben mit einer poetischen, eindringlichen Sprache!
 
Foto von Viola Leiter

Gerade gelesen

Feel Again, der dritte und finale Band der Again-Reihe von Mona Kasten. Nach Kaden und Allie und Spencer und Dawn dachte ich, die Autorin würde es nicht mehr schaffen, dass ich die Charaktere noch lieber mag, als in den Vorgängerbänden. Doch mit Sawyer und Isaac, hat es Mona geschafft mich vollends zu überzeugen. Das Buch spielt wieder am College und natürlich spielt auch dieses Mal die Liebesgeschichte eine große Rolle, aber diese Geschichte ist so facettenreich und so ganz anders als erwartet. Sawyer und Isaac sind zwei Protagonisten, die ich so noch nicht aus Büchern kenne. Ich habe es genossen, einmal zwei Charaktere kennenzulernen, die man erst ergründen und erforschen muss um ihre Handlungen und Beweggründe zu verstehen. Ein absolut gelungener letzter Teil und ich warte gespannt auf weitere Bücher der Autorin.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

"Es" ist das wohl bekannteste Buch, das Stephen King geschrieben hat und passend zu der Neuverfilmung erscheint das Werk nochmals in einem neuen Design. "Es" war damals schon mein Lieblingsbuch des "King of Horrors" und das wird es wahrscheinlich auch immer bleiben. Das heißt für alle, die es noch nicht kennen und Lust auf ein bisschen Grusel haben, unbeding lesen!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Dem Franz passt zur Zeit gar nichts, vom Glück ist er weit entfernt: fast fünfzig, nichts erreicht, Gitarrenlehrer, obwohl er Rockstar sein wollte. Bewunderung bekommt er keine mehr, weder von der Linn, noch von der gemeinsamen Tochter Julie, noch von seinen Schülern. Da hilft der Zufall etwas nach, oder Egons Tod. Ein Leben lang hat sich der Egon nach seiner Mali gesehnt, und dann „zack“: LKW, und aus ist es mit ihm. Kein Wunder, dass da bei Egon noch einiges nicht aufgearbeitet wurde, und als Geist muss er halt jetzt den armen Franz „sekkieren“. Ingrid Kaltenegger plagt ihre Leser aber nie, im Gegenteil: es stimmt alles in ihrem Roman. Sie verfügt über einen flotten österreichischen Schmäh, und ihre rhetorisch hervorragend ausgefeilten Sätze mit knappen, spontanen Dialogen bringen den Leser oft zum Lachen. Und wie es bei Komödien meistens ist, kommt das wahre Leben mit seiner Prallheit bei ihr nie zu kurz, und das Glück selbstverständlich auch nicht! Lernen Sie Ingrid Kaltenegger bei Ihrer Buchpräsentation in Innsbruck kennen (Tyrolia Innsbruck, Mittwoch, 27. September)
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Diesen Roman liest man ohne eine Pause, denn die Katastrophe, die sich am Ende anbahnt, wird im ersten Kapitel bereits angedeutet. Man kann es nicht glauben, wieso verhält sich Louise so? Myriam und Paul sind glücklich mit ihrer Nanny, auch die beiden Kinder vergöttern sie. Plötzlich gelingt ihnen die Karriere, die Harmonie Zuhause ist wieder hergestellt und Louise, ihre "nounou", ist ein Engel. Die kleinen Ungereimtheiten in ihrem Benehmen fallen daher kaum ins Gewicht. Sehr geradlinig führt uns die junge französisch-marokkanische Autorin in eine Welt, mit der sich alle Eltern auseinandersetzen müssen. Wem vertraue ich meine Kinder an, wer macht alles richtig? Leila slimani wurde mit dem Prix Concourt ausgezeichnet und "Chanson douce" stand monatelang auf den französischen Bestsellerlisten.
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Gleich im ersten Kapitel erfahren wir, dass die Nanny Louise ihre Schützlinge Mila und Adam umgebracht hat und ihr Selbstmordversuch gescheitert ist. Das trifft den Lesenden wie ein Schlag ins Gesicht. Dann erfahren wir erst, wie alles angefangen hat: Wie Paul und Myriam in Louise die perfekte Nounou gefunden haben, wie sie immer unentbehrlicher wird, sich in den Alltag der Pariser Familie einschleicht, in den Urlaub mitfährt und die Kinder sie lieben. Aber wir erleben auch, wie triste das Leben von Louise außerhalb ihrer Arbeit ist und wie Myriam an ihrer Entscheidung, wieder Vollzeit als Juristin zu arbeiten, zweifelt. Die Autorin erzählt uns die Geschichte spannend, präzise und meisterhaft und lässt uns an den Gefühlen der Personen Teil haben.
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Das unvorstellbar Schlimmste ist geschehen: Die Kinder sind tot, getötet vom eigenen Kindermädchen. Gleich zu Anfang kennt der Leser das Ende der Geschichte. Aber wie konnte es zur Katastrophe kommen?! Louise war doch wie Mary Poppins! Liebevoll, lustig, kreativ, immer einsatzbereit. Die Kinder waren ihr Ein und Alles! Louise war perfekt! Man hat sie doch wie ein Familienmitglied behandelt und sogar in den Urlaub mitgenommen! Da waren aber auch die kleinen Überheblichkeiten, die ein oder andere wie nebenbei hingeworfene Bemerkung, die Louise als Demütigung aufgefasst hat. Stück für Stück reißt Leila Slimani die scheinbar perfekten Fassaden ein -- die des Kindermädchens und die der "Herrschaften". So wird Seite für Seite klarer, dass es kein glückliches Ende für alle Beteiligten geben kann... Kein Wunder, dass dieser Roman den höchsten Literaturpreis Frankreichs bekommen hat. Ich habe ihn im einem Rutsch verschlungen!
 
Foto von Gerda Kurz

Gerade gelesen

Was für ein schönes Buch! Das war mein erster Gedanke, als ich das neue Werk von Anselm Grün durchblätterte. Hier geht es um Brot. Brot als Symbol des Lebens, Brot als Nahrungsmittel und im übertragenen Sinn auch spiritueller Nahrung. Irdisch und Himmlisch. Anselm Grün geht gemeinsam mit dem Bäckermeister der Abtei Münsterschwarzach, Leo Stöckinger, dem Geheimnis des Brotes auf die Spur. Geschichtliches hat ebenso Platz wie biblische Brotgeschichten, praktische Tipps rund ums Brot und natürlich tolle Rezepte vom Bäckermeister! Das großformatige Buch ist ein wirklich schöner Bildband und als Geschenk bestens geeignet.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Das ist ein richtiges feel-good-Buch für Zwischendurch. Nicht dass es sich von Alltagsproblemen fernhält, im Gegenteil: die Halbgeschwister Pekka und Esko treffen nach Jahrzehnten aufeinander, und da Esko Zahnarzt ist liegt der Vergleich mit einer Wurzelbehandlung nicht weit. Beide Männer sind völlig verschiedenen und doch machen sie sich auf, ihren Vater zu suchen. Was sie herausfinden ist ziemlich bitter, doch immer überwiegt der positive Leitspruch in Australien: no worries. Und als Leser findet man am Ende heraus, dass sich diese Einstellung auf jeden fall sehr lohnt! Danach habe ich mich ganz andächtig meiner Zahnhygiene gewidmet. Lest dieses Buch, dann wisst ihr, wieso das zu einer gesunden Persönlichkeit dazugehört!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Dieses Buch hat mich erschüttert. Ich war überzeugt, dass ich viele Details der Sklaverei kenne, doch dass die Underground Railroad existiert hat, das war mir neu. Colson Whitehead gestaltet diesen Roman auch unterirdisch gut: Die Gleise führen zusammen, von einem amerikanischen Bundesstaat zum nächsten, Coras Flucht von der Baumwollplantage führt von einer Hölle in die nächste. Colson Whitehead wurde bereits mit den wichtigsten Literaturpreisen ausgezeichnet, doch mit diesem Buch wird er auch weltweit in Erscheinung treten, nicht nur, weil Barack Obama "Underground Railroad" als "Sommerbuch 2016" bezeichnet hat. Alle sollten es lesen, denn die Menschen haben sich in den letzten Jahrhunderten viel Schuld aufgeladen, die nicht geheim bleiben sollte!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Dieser Roman wurde kurz nach Erscheinen als internationaler Bucherfolg beworben und die Rechte wurden an 38 Länder verkauft. Eine Sensation! Und innerhalb von wenigen Stunden hat man das „Buch der Spiegel“ auch entdeckt. Schon vor Jahren bin ich Joel Dickers „Die Wahrheit über Harry Quebert“ verfallen, genauso mitreißend und elegant verfasst ist dieser Spitzentitel. Die Handlung spielt auf drei Ebenen, und doch muss man immer wieder feststellen, dass man falsch liegt, ein falsches Bild im Spiegel entdeckt hat. Es ist die hinreißende und spannende Geschichte, die sich so rasant wie eine Fernsehserie entwickelt. Eine tolle Leseerfahrung!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Colson Whitehead hat mit seinem neuesten Roman "Underground Railroad" den Pulitzerpreis 2017 gewonnen und meiner Meinung nach vollkommen zurecht. Dieses Buch hat mich wirklich sehr berührt und ist mir tief unter die Haut gegangen. Man liest ein Stück Amerikanische Geschichte. Schonungslos und brutal beschreibt der Autor die Gräueltaten, die im 19. Jahrhundert den Afroamerikanern angetan wurden. Ein Buch, das ich wirklich jedem ans Herz legen möchte.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Es wundert mich als Leserin nicht, dass die junge französisch- marokkanische Autorin Leila Slimani für dieses Buch mit dem Prix Gouncort ausgezeichnet wurde. Schon von der ersten Seite an hat sie mich mit ihrer Sprache gefesselt. "Dann schlaf auch du" ist ein spannungsgeladener Roman über eine junge Familie, die glaubt, die perfekte Nanny für ihre Kinder gefunden zu haben, aber wem kann man seine Kinder wirklich anvertrauen? Schließlich kann man auch der perfekten Nanny Louise nicht ins Innere blicken, und so fällt es leider dem jungen Paar Paul und Myriam viel zu spät auf, dass ihr Kindermädchen große psychische Probleme hat. Und wie schrecklich es werden kann, wenn man die Kinder in die Hände der falschen Person gibt, das zeigt uns dieses Buch nur zu gut.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Nach "Todesfrist", "Todesurteil" und "Todesmärchen" nun der 4. Band von Andreas Grubers Maarten S. Sneijder Reihe. Wie immer schafft Gruber es, den Leser voll und ganz in seinen Bann zu ziehen. In diesem Band der Reihe bekommen wir allerdings von meinem Lieblingsermittler Maarten S. Sneijder nicht sehr viel zu sehen, was aber nichts macht, da seine Kollegin Sabine Nemetz für ihn einspringt und die Klärung dieses rasanten Falls rund um Polizeikorruption, Drogenhandel, Schmiergelder und Mord sehr gut leitet. Ich hoffe, Andreas Gruber schreibt an dieser Reihe weiter, ich kann es nämlich jetzt schon kaum erwarten und nie genug von diesem Lesestoff bekommen. Andreas Gruber ist meiner Meinung nach der beste österreichische Krimiautor, den wir haben.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Dieser Roman hat in Frankreich für Furore gesorgt. Und nach der Lektüre des ersten Teiles kann ich mir die Aufregung gut vorstellen. Weil die Franzosen, die hier zu Wort kommen, allesamt recht verbittert sind. Man glaubt Houllebecq zu lesen, nur sind bei Despentes die Protagonisten ziemlich intelligent. Sie haben viel erlebt, sind zwischen vierzig und fünfzig, ob sie erfolgreich sind oder nicht, ob sie verheiratet und Kinder haben oder nicht, es macht keinen Unterschied. Das Leben hat sie zermürbt. Und zwischen ihnen steht Vernon, der seine Wohnung verliert und bei Ihnen Unterschlupf findet. Sein Schicksal ist ihm gleichgültig, und deshalb wird er zum Zuhörer. Sie kotzen ihr Elend vor ihm aus, immer tiefer wird das Milieu und die Gedanken. Da hoffen wir Leser doch darauf, dass sich im zweiten Teil ein kleiner Hoffnungsschimmer zeigt, sonst ist die Pariser Gesellschaft echt verloren.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Dieses Buch wurde mir ohne viele Worte empfohlen und ein Wochenende hat gereicht, um in die Stadt aus Gold einzutauchen. Allein wenn man die Danksagung der Autorin Sabrina Janesch am Schluss liest, weiß man, was dieser Frau gelungen ist. Die Recherche an dem Buch war sicherlich die größte Herausforderung und nur mit Hilfe von vielen anderen Forschern und Entdeckern konnte es geschrieben werden. Ein Zeitungsartikel, ein paar Zeilen die offenbart haben, dass die verlorene Stadt der Inka bereits Jahrzehnte zuvor von einem Deutschen, Rudolph Augusto Berns gefunden wurde, hat Janesch angetrieben, selbst nach Peru zu reisen und das Land zu entdecken. Berns Geschichte ist ein Abenteuer, dem sich niemand entziehen kann. Ein "El dorado" im Literaturdschungel!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Wenn Zadie Smith vor Jahren " über Schönheit " geschrieben hat, so ist es in ihrem neuesten Roman der Tanz und die Musik, die den Leser mit Glücksgefühlen überschwemmen. Es sind die zarten Bande der Kindheit, die sich Jahre später als etwas Erschreckendes erweisen, als könnte die Verbindung dieser beiden Freundinnen nur mehr Hass und Neid hervorbringen. Zadie Smith ist eine Schriftstellerin von Format : ihre Worte lassen den Leser nicht mehr los, doch niemals ist es eine Belehrung. Die Erzählerin nimmt uns mit in ihr London, New York oder Afrika und niemals erspart sie uns Demütigung. Das schönste und ehrlichste und beste Buch des Jahres!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Dieser Autor hat ein feines Gespür für Japan und seine Kultur. Sehr einfühlsam stellt er das heutige Japan dem Japan der 50ger Jahre gegenüber. Edward kehrt wieder in das Hotel in den japanischen Bergen zurück. Dort hat er einen Roman geschrieben, der mit Amerika und den Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abrechnet. „Das Wasserrad“ hat seinen Erfolg als Autor besiegelt. In hohem Alter erinnert er sich zurück an seine zwei großen Lieben. Es bedrückt ihn sehr, dass er damals Schuld auf sich geladen hat. Die japanische Kulisse, das feine Setting, die kontrastreiche Metropole Tokio, alles zusammen ergibt einen ausgezeichneten Roman. Besonders hervorzuheben ist das Können des Autors, eine Liebesgeschichte in einen historischen Kontext zu setzen. Er verknüpft Geschichte mit alltäglichen Fragen nach der Wahrheit.
 
Foto von Christine Mansbart

Gerade gelesen

Die aktualisierte GU Neuausgabe zur Hühnerhaltung ist für den Hühnerhalter im kleinen privaten Bereich unentbehrlich und bringt einen ersten Überblick vom Fachmann Michael von Lüttwitz. Basics, wie Hühnerstall, welche Rasse, Züchter, Futter oder Pflege der gefiederten Freunde werden hier angesprochen.Schwerpunkte wie Gesundheit und das Thema Ei werden ausführlich behandelt. Detaillierte Aufmachung mit anschaulichen Bildern ergänzen den kleinen Ratgeber. Bestens geeignet zur Vorbereitung der Hühnerhaltung für den Hobbyhühnerhalter.
 
Foto von Christine Mansbart

Gerade gelesen

Dass Strudel nicht nur süß sein müssen, beweist die Expertin für österreichische Küche Eva Maria Lipp. Im Löwenzahnverlag wurde ihr neues Kochbuch zum Thema Strudel herausgebracht. Zur Einleitung werden die verschiedensten Strudelteige erläutert. Allerdings sind die meisten Rezepte mit dem gezogenen Strudelteig zubereitet. Suppenstrudel wie zum Beispiel Topfen-Kräuterstrudel sind eine interessante Suppeneinlage. Zur Jahreszeit passend bietet sich der Eierschwammerlstrudel mit Schnittlauschsauce an. Süß gestrudelt wird mit außergewöhnlichen Kreationen, wie Nektarinen-Frischkäsestrudel oder Weintrauben-Rote Rüben-Strudel. Sehr hilfreich sind die kleinen Tipps im Anschluss eines jeden Rezepts. Gerne hat die Köchin zu Hause ein reich bebildertes Buch, was auch hier der Fall ist; allerdings sind die Bilder meiner Meinung nach nicht besonders ansprechend, sie wirken trotz Accessoires wie Kräuter oder Gewürzen für das Auge langweilig und gleich. Wer sich zum Thema Strudel vertiefen will, macht mit diesem Buch ganz sicher nichts falsch.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Was für ein Leckerbissen: Marie N Diaye führt uns in ihrem neuen Roman virtuos an der Nase herum. Sie lässt den Erzähler, einen ehemaligen Jungkoch, die Geschichte der Chefin aus seiner Perspektive beschreiben, eine Geschichte voller Obsessionen und Abgründe, hinter denen sich weitere Geheimnisse verbergen, die sich erst zum Schluss offenbaren. Ein elegant virtuos komponierter Roman, der unter der scheinbar einfachen Oberfläche größte Raffinesse verbirgt.
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Ich habe diesen Erzählband gelesen, bevor Nordkorea aufgrund des Konfliktes mit Mr. Trump so extrem in die Schlagzeilen geraten ist. Angeblich handelt es sich um einen von der nordkoreanischen Regierung anerkannten Schriftsteller, dessen Erzählungen unter dem Pseudonym "Bandi" verfasst und unter riskanten Umwegen außer Landes geschmuggelt wurden. All das lässt sich nicht nachprüfen, aber auch wenn Bandi in Wirklichkeit ein Literat aus dem Westen wäre, geben seine sieben Erzählungen einen beeindruckenden und bedrückenden Eindruck in ein politisches System, das als das restriktivste der Welt gilt.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Die Handlung ist hauptsächlich im Gerichtssaal angesiedelt, dementsprechend nüchtern ist der Stil dieses Buches. Als Tatsachenbericht legt die Autorin ihren Schwerpunkt auf den emotionalen Kampf des Sohnes. Fast dreißig Jahre lang hat Guillaume Agnelet seinen Vater verteidigt. Dreimal musste Maurice vor Gericht. Immer wieder wird er freigesprochen. Er hat Agnès nicht getötet, denn die Leiche wurde nie gefunden. Mit viel Kalkül verteidigt er seine Unschuld und überzeugt seine einstige Ehefrau und seine Kinder davon, dass er nicht auf das Geld der jungen Erbin aus war und dass er niemals belangt werden kann. Immer wieder entstehen Zweifel in Guillame und immer wieder bekämpft er sie, denn was würde die Wahrheit auslösen? Es ist faszinierend, wie stark die Macht des Mörders/Vaters ist, wie eiskalt Maurice und wie groß der Druck auf den Sohn ist.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Auf diesen deutsch-türkischen Autor wurde ich leider erst jetzt aufmerksam, obwohl bereits einige Bücher von ihm im Haymon Verlag erschienen sind. Vor Jahren habe ich mir bereits ein Werk von ihm gekauft, aber nur, weil der Titel so ansprechend ist: Es ist so einsam im Sattel, seit das Pferd tot ist. Selten hat mich ein Buch so bewegt. "Wo noch Licht brennt" ist eine Offenbarung für jeden Leser. Mit viel Gefühl und Intensität erzählt Gül ihr Leben in der Türkei und in Deutschland. Es besteht aus harter Arbeit und wenigen Momenten des Glücks, und trotzdem versucht sie, das Licht und die Wärme innerhalb ihrer Familie am Leben zu halten. Trotz schwerer Schicksalsschläge und ihrer ständigen Suche nach Heimat, trotz ihrer Angst, nicht stark genug zu sein, bleibt Gül eine charakterstarke und liebenswerte Frau, die der Leser nie mehr vergisst!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Dieses Buch ist sehr sehr traurig, aber wunderschön. Fanni schweigt, obwohl ihre Enkelin sie drängt, die Geschichten aus dem Dorf zu erzählen. Fanni ist alt und möchte nicht mehr reden, sie kann nicht aus ihrer Haut. Ihre Eltern haben nicht geredet, ihr Bruder auch nicht und ob Fannis Mann ein großer Redner war, das sei dahingestellt. Im Wirtshaus schon, während Fanni auf ihn gewartet hat. Jetzt ziehen die Toten an ihr vorüber, und irgendwie ahnt man schon, dass vielleicht alles anders gewesen wäre, wenn einer den Mund aufgetan hätte. Laura Freudenthaler kann das und dafür gebührt ihr großes Lob. Es gehört viel Mut und Freude am Leben dazu, solche Geschichten aufzuschreiben, die hoffentlich von vielen gehört werden.
 

Gerade gelesen

Die 16jährige Starr lebt in zwei Welten. Einerseits wohnt sie im schwarzen Viertel der Stadt, andererseits besucht sie eine weiße Privatschule. Als ihr bester Freund Khalil in ihrer Gegenwart von einem Polizisten erschossen wird, muss sie sich entscheiden ob sie das Erlebte erzählen kann oder nicht. Aufwühlend und ganz toll erzählt, wie sich diese Jugendlichen verhalten bzw. wie alle um ihre Rechte kämpfen. Straßenkämpfe und Drogenbosse bestimmen vielerorts die Straßen und doch hoffen diese Jugendliche auf eine friedliche Zukunft. Für mich eine sehr wichtige und notwendige Geschichte.
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Cecilia - Cece genannt - und Joan sind Freundinnen seit ihrer Kindheit, beide wohlhabend und umsorgt von ihren Kindermädchen, aber doch im Wesen ganz unterschiedlich. Als Ceces Mutter früh stirbt, wird sie in Joans Familie aufgenommen. Fortan sind beide auf zahlreichen Partys und in Nachtclubs zu sehen, Cece jedoch immer im Schatten von Joan, die der Star jedes Abends ist. Plötzlich verschwindet Joan, Cece weiß nicht, wo sie sich in diesem Jahr aufhält und hört auch während dieser Zeit nichts von ihrer geliebten Freundin. Als Joan zurückkehrt, feiert sie noch exzessiver. Ceces Leben dagegeen wird ruhiger, als sie Ray kennen- und lieben lernt und mit der Geburt ihres Sohnes Tommy. Ihre Gedanken jedoch kreisen nur um Jean, sodass sogar ihr Familienglück an der bedingungslosen Freundschaft zu zerbrechen droht. Ein wirklich sehr gelungener Roman über zwei Frauen,von denen Cece in eine zerstörerische Abhängigkeit gerät.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Die Erwartungen an Whiteheads Roman waren extrem hochgeschraubt, hat er doch sowohl den National Book Award als auch den PulitzerPrize dafür erhalten und steht nun auch auf der Longlist zum Booker Prize. Nach einem kräftezehrenden Lesemarathon stellte ich das Buch erschüttert und hoch zufrieden wieder ins Regal, hatte ich doch das Gefühl, den großen Amerikanischen Roman zum Thema Sklaverei gelesen zu haben. Die Erzählweise ist elegant-klassisch, die Figurenzeichnung plastisch, die Sprache immer den Personen und der Situation angepasst. Für manche Passagen braucht man einen guten Magen, doch liegt dem ganzen ein zutiefst humanistischer Ton zugrunde. Ein Roman, den jeder Bücherfreund lesen sollte!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Hier ein bekanntes Zitat von Pablo Neruda, den ich früher gerne gelesen habe: "Ich glaube an die Rache, denn mit ihr beginnt vielleicht der Sieg. " Was wirft uns meistens aus der Bahn und bringt uns zum Nachdenken: der Tod eines Elternteils. Es ist Adrians Vater, der stirbt, und so beschließt Adrian sich zusammen mit seiner Frau einen Traum zu erfüllen. Er möchte vor dem berühmten Teleskop auf La Palma, am Roque de los Muchachos, stehen. Und es hat seine Berechtigung, dass ausgerechnet Sarah, die eine erschütterndes Geheimnis hat, im Nachbarhaus wohnt. Tief berührt hat mich die Diktatur in Chile unter Pinochet, die noch heute von vielen Staatsmachten verleugnet wird. Wielfried Steiners Buch ist ein Trost für alle, die noch Hoffnung haben, dass Gewalt, Folter und Mord eines Tages gesühnt werden.
 
Foto von Christine Mansbart

Gerade gelesen

Wieder ein gelungenes Backbuch aus dem GU-Verlag! Die edle Aufmachung verführt sofort: schlicht und elegant mit Goldschnitt. Der erste Eindruck: Das Inhaltsverzeichnis ist klar strukturiert. 10 Gebote sind ein Back-ABC zur Hilfestellung und im Anhang befinden sich extra aufgelistet glutenfreie sowie vegane Rezepte. Bewährte Klassiker wie Frankfurter Kranz oder Eclairs sowie die moderne Konditorei mit Macarons und Whoopies sind vertreten. Kuchen, Torten, Weihnachtsgebäck aber auch Pizza und Brot werden ausführlich behandelt. Sachertorte, Zitronenroulade und Brombeertorte sind super gelungen und wurden von meinen Gästen mit Genuss verzehrt. Wer sich einmal im Brotbacken versuchen möchte, ist hier richtig: Vom Bauernbrot bis zum Knäckebrot, alles für einen gelungenen Brotbackversuch ist dabei. Das Grundrezept Sauerteig ist einfach besprochen und funktioniert einwandfrei. Überhaupt sind die Grundrezepte gut verständlich erklärt und und zur Hilfestellung mit kleinen Bildtafeln versehen. Endlich ein gelingsicherer Blätterteig und Strudelteig! Schade, dass die österreichische Konditorei nicht vertreten ist, aber dafür muss man sich ein Backbuch Österreich zulegen. Ein schönes Geschenk für sich und andere!
 
Foto von Christine Mansbart

Gerade gelesen

In der bewähren Reihe „Gebrauchsanweisung“ gibt es vom Tiroler Autor Bernd Schuchter endlich einen Band über Tirol. Der Buchhändler fragt sich warum dies so lange gedauert hat!? Das Cover mit der Bretterspitze und dem schönen Geranienbalkon im Vordergrund passen genau zum Buch und spricht sofort an. Humorvoll, mit Seitenhieben und Sprachwitz geschrieben wird versucht, die Eigenheiten und Ansichten, den Stolz auf das Landl, sowie die verschlossene Tiroler Seele dem Fremden gegenüber offen zu legen und verständlich zu machen. Es liegt in der Natur der Sache, dass auch Klischees bedient werden; so dürfen Kaspressknödel, Andreas Hofer und Loden nicht fehlen. Themen wie Wetter, Kulinarisches, Gebräuche, Tourismusorte, Wasser, Osttiroler, die im Exil Innsbruck erfolgreich leben, unsere engen Tälern, Lebensraum Alpen, Schneesicherheit und vieles mehr, das unser Leben im Land Tirol bestimmt, werden angesprochen. Wer hier lebt bekommt immer wieder die Bestätigung im besten Land der Welt zu sein; da, wo andere Urlaub machen. Amüsant und unterhaltsam geschrieben, eine Rundwanderung durch das Tiroler Gemüt, für Einheimische und Gäste empfehlenswert!
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

"Die dümmste Sünde des Teufels ist die Eitelkeit". Sonderermittler Vogel hat seinen letzten Fall gründlich vermasselt. Um sein angeschlagenes Image wieder aufzupolieren, ist er bereit, im Fall der verschwundenen Anna Lou notfalls auch über Leichen zu gehen... Als Leser ahnt man bald, dass der eitle Kommissar nicht davor zurückschrecken wird, einen Unschuldigen zu opfern, nur um am Schluss als Gewinner aus der Geschichte hervorzugehen. Donato Carrisi hat einen unglaublich spannenden und raffinierten Krimi geschrieben (den ich mir auch in verfilmter Form gut vorstellen könnte!) -- angesiedelt in einem abgelegenen Bergdorf, inmitten einer etwas obskuren Glaubensgemeinschaft. Als versierter Krimileser ahnt man ja oft schon die Wendungen und Wirrungen voraus... aber dieses Ende hat mich echt überrascht! Und dabei hat der Autor doch einige Hinweise versteckt... aber das merkt man viel zu spät!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Diesen Autor sollte man nun wirklich kennen. Wer "Anima" oder "Vor hundert Jahren und einem Sommer" nie gelesen hat, sollte unbedingt "Schweben" eine Chance geben. Ich wage es zu behaupten, dass Jürgen-Thomas Ernst einem Autor wie Robert Seethaler in nichts nachsteht. Rosa und Thomas sind noch sehr klein während des Krieges, und doch sind bestimmte Ereignisse in dieser Zeit prägend für ihr Leben. Beide verlassen ihr Heimatdorf und ziehen in den Westen, wo sie hart arbeiten. Sie sind sehr genügsam und von kurzen Augenblicken des Glücks zehren sie lange. Es fühlt sich an wie ein Schweben über eine Treppe, indem die Füße kaum den Boden berühren. Der Autor erzählt von einem harten Leben, die wunderschönen Worte, die er für die Sehnsucht, die in jedem Menschen verborgen ist, findet, diese Sätze berühren jeden Leser!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Dieses Buch ist wohl für Leser, die in der Ruhe Kraft schöpfen. Die Handlung ist klar: Tamara wollte tanzen, von einem Maler wurde sie in jungen Jahren abstrakt in Bildern festgehalten, und die Gefangenschaft hat sich in ihrer späteren Ehe fortgesetzt. Die Stille breitet sich mit jedem Satz aus, das Haus lebt nur durch Tamaras Betrachtung. Pflanzen haben es ihr angetan und deshalb ist sie auch auf den Spaziergängen mit dem kranken Jagdhund sehr glücklich dort. Die Enge des Dorfes schnürt sie ein wie die Kleider, die ihre Mutter ihr früher auf den Leib geschneidert hat. Ein verschwendetes Leben, meint sie, wie traurig das Ganze klingt. Ist es auch, und doch liegt die Kraft dieses Romans im Betrachter : Wer still sein kann und beobachtet, hat sein Leben nicht vergeudet.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Ihre Geschichten haben mich begeistert: jede Lebensetappe hat seine Liebesgeschichte. Acht Menschen suchen nach Liebe, wir treffen sie in Momenten, wo die Sehnsucht danach am größten ist: wenn der Liebhaber stirbt, wenn ein Ereignis das ganze Leben auf den Kopf stellt, wenn das Begehren am Größten ist. Parrellas Zeilen sind niemals pathetisch, sondern geistreich, witzig und lebensklug. Eindringlich erzählt vermittelt sie uns zur Zeit das Beste, das die italienische Literatur zu bieten hat.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Der Leser ist ab dem ersten Satz mittendrinnen in dem kleinen österreichischen Dorf, umgeben von Wiesen und Bauernhöfen, März 1945. Die Flieger, die über die Felder ziehen, sind nicht mehr nur von der Deutschen Wehrmacht, denn die Amerikaner stehen schon kurz vor Linz. Nelli, die 13- jährige Erzählerin, die gerne Märtyrergeschichten aufschreibt, da sie selbst einen " Bombenschaden" hat, ist nur eine von vielen Flüchtlingen, die auf dem Bauernhof der Familie Leithner unterkommen. Die Erzählungen weben sich kunstvoll ineinander und es gibt zwei Enden. Zuerst wie es gewesen sein könnte und wie es wahrscheinlich auch stattgefunden hat, da ja Krieg ist. Dann wieder ein besseres, schöneres, mutigeres aber nicht realistisches Ende! Paulus Hochgatterer ist der beste auf dem Gebiet der Psychologie, er beschäftigt sich ja auch beruflich mit den Phantomschmerzen der Geschichte. Seine Kenntnisse sind profund und für mich bleibt er der beste österreichische Autor, den wir zur Zeit haben!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Mit feinem psychologischen Gespür versucht Yasmina Reza die Vorfälle einer Nacht zu rekonstruieren. Elisabeth feiert ein Frühlingsfest mit Freunden und dem Nachbarehebar Jean-Lino und Lydia. Mitten in der Nacht werden sie vom Nachbarn geweckt und er bittet Elisabeth ihm zu helfen, seine tote Frau wegzubringen. Was hat zu dieser Tat geführt? Hatte das Paar einen Streit? Und warum verhält sich Elisabeth plötzlich völlig falsch? Yasmina Reza ist eine Beobachterin vom Feinsten: keine Gefühlsregung, keine Geste entgeht ihr, jeder Satz hat eine tiefe Bedeutung. Fast so spannend wie in einem Tatort-Krimi führt sie den Leser an den Schauplatz des Verbrechens heran und man ist begeistert von ihrem genauen Blick.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Der Vergleich mit Khaled Hosseinis "Drachenläufer" ist absolut naheliegend. Man spürt Afghanistan und seiner Geschichte nach. Im Grunde genommen vergessen wir immer, wie weit und wie großartig die Kultur dort war, bevor die Taliban wieder das Land zurück ins Mittelalter katapultiert haben. Wie die Geschichte erzählt wird ist literarisch ein Glücksfall: die Erzählerin ist jung, sie sitzt in der transsibirischen Eisenbahn, das Ziel ist noch nicht bekannt. Hinter ihr liegt eine Flucht und ihre große Familie. Die Etappen dieser Reise sind mit Eindrücken gespickt, die schrecklich sind und wirklich nahe gehen. Es kommt der Moment, wo man als Leser erkennt, dass Samars Schreiben in ihrem Notizbuch der einzige Weg ist, die Reise zu Ende zu bringen, ohne die Familie zu verlieren. Mehr möchte ich nicht verraten, sonst würde ich diesem gelungenen Werk die Pointe vorwegzunehmen!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Das Christine Lavant Jahr ist um und als Resultat ist diese Kärtner Autorin endlich wieder in aller Munde. Ihre Erzählungen waren für mich eine Offenbarung, denn Lavant macht es dem Leser nicht leicht. Mit ein bisschen Hintergrundwissen und mit mehrmaligem Lesen konnte ich mir Durchblick verschaffen. Lavants Welt ist die eines Kindes, das arm aufwächst und oft krank ist. Und doch ist die kindliche Erzählerin schlauer als die Erwachsenen im Dorf und aufgrund ihrer Aufmüpfigkeit hat Christine Lavant so manchen Bewunderer in der literarischen Welt gefunden, wie zb. Thomas Bernhard. Ich verehre sie auch, und werde mich jetzt ihren Gedichten widmen!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Die Geschichte, die dieser berühmte portugiesische Autor erzählt, ist einzigartig. Ludo mauert ihre Wohnung zu, nachdem sie einen Einbrecher erschossen hat. Hoch oben, über den Dächern Luandas (Hauptstadt von Angola, ehemalige Kolonie Portugals ) lebt sie von der Hand in den Mund, zusammen mit ihrem Hund. Begeistert hat mich ihre Hühnerzucht. (Sie ist entstanden, weil sie mit einem Seil von einem unteren Balkon einen Hahn und eine Henne stibitzt hat.) Trotz ihres Überlebenstriebs währt der Krieg in ihrem Exilland, und nach Jahren kommen die Personen wieder in Ludos Haus zurück. Sie waren maßgeblich daran beteiligt, dass Ludo das Haus nicht mehr verlassen konnte. Auf Zettel und auf die Wände der Zimmer hält Ludo tagebuchartig ihre Gedanken fest. Teils hoch philosopisch und poetisch, teils sehr bodenständig entsteht ein Roman, der viel Wahrheit enthält und doch wieder phantastisch ist.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Ich habe es mir angewöhnt, bevor ich eine neue Stadt erkunde, Informationen über den Ort einzuholen. Das geht am besten literarisch, in diesem Fall habe ich die Picus Lesereise zur Hand genommen. Danach hatte ich richtig Lust, so wie die Autorin Marlene Faro, Graz abseits des Reiseführers zu entdecken. Ich möchte die Doppelwendeltreppe in der Burg auf und ab schreiten, den Schlossberg auf allen vier möglichen Wegen erklimmen und von einer Straßenbahn überfahren werden. Nun gut, das hoffen wir nun doch nicht, obwohl ihre Gefahr recht verlockend beschrieben wurde. Graz wird für mich ein Abenteuer werden, die zweitgrößte Stadt Österreichs hat mehr zu bieten, als ich vermutet hätte.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

"Es war der "Rebbe", der entschied, dass ich keine englischen Bücher lesen und die Farbe rot tragen dürfe. Er isolierte uns, und er tat es, damit wir uns niemals mit der Außenwelt vermengen könnten. Wenn ich nicht dabei war, als diese vereinbarung getroffen wurde, warum bin ich dann immer noch verpflichtet, all diese Regeln zu befolgen?" Deborah schafft es heraus aus der chasidischen jüdischen Sekte und sie verliert dadurch ihre ganze Familie. Nie hat sie alle dort herrschenden Regeln befolgen können, nie hat sie sich vollkommen integrieren können und trotzdem war es ein großer Schritt zurück in die Realität. Heute lebt sie mit ihrem Sohn in Berlin. Es war beeindruckend, wie klar sie ihr Leben mittlerweile sieht und wie mutig sie ihren Weg geht. Ihre Geschichte hat viele Menschen berührt, nicht nur aufgrund der harten Thematik sondern auch aufgrund Deborah Feldmans literarischen Fähigkeiten. Dieses Buch werde ich immer wieder lesen, um zu begreifen, mit welchen Mitteln Herrschaftssysteme arbeiten.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Es gilt, einen Klassiker des 20.Jahrhunderts neu zu entdecken. Dezsö Kosztolanyi, dessen Roman Nero in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts für Furore sorgte und von Thomas Mann in den höchsten Tönen gelobt wurde, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern Ungarns. "Nero" besticht vor allem durch den Blickwinkel, wird hier doch nicht der brandschatzende und Christen mordende Kaiser portraitiert, sondern der nach höheren Weihen strebende Künstler, dessen Talent seinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht wurde. Sein Lehrer Seneca bildet den Gegenpol, seine Geliebte Poppea die treibende Kraft, die ihn letztlich zu seinen ersten Morden verleitet. Kosztolanyi erzählt in bildgewaltiger Sprache von einem einsamen Getriebenen auf dem Thron, der letztlich der Dekadenz seiner Zeit zum Opfer fällt. Der Rowohlt Verlag hätte keinen besseren Zeitpunkt für die Neuveröffentlichung dieses Romans finden können!
 
Foto von Viola Leiter

Gerade gelesen

Wer bis jetzt noch kein Buch von Cassandra Clare gelesen hat, sollte spätestens jetzt damit beginnen! Ich bin großer Fan der Netflix-Serie "Shadowhunters sowie der darauf basierenden Buchreihe "The Mortal Instruments - Chroniken der Unterwelt". Als ich erfahren habe, dass ein Spin-off zu dieser Reihe kommen soll, war für mich klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Aufgrund der Seitenanzahl von knapp 800 Seiten habe ich das Buch erstmal auf meinen SuB (Stapel ungelesener Bücher) verbannt, bis ich schließlich dazu gegriffen habe, und ich habe es auf keinen Fall bereut. Innerhalb von 2 Tagen war der Wälzer ausgelesen und ich absolut begeistert. Dieses Buch sprüht nur so voller Magie und ladet uns Leser in eine fantastische Welt ein, in der wir nicht nur Vampiren, Elben und Nymphen begegnen. Freundschaft, Familie und Liebe sind nur einige Aspekte, mit denen sich die Autorin befasst hat. Ein sehr lesenswerter Jugendroman, für Fans von Cassandra Clare und die, die es noch werden wollen.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Achtung Schleudergefahr! Es erwartet Sie eine wild verworrene Provinzgeschichte aus der Steiermark, in der jeder ein Geheimnis zu haben scheint. Der einzige, der Licht ins Dunkel bringen könnte, der alte Kroisleitner nämlich, ist unter mysteriösen Umständen verstorben. Durch Zufall gerät ein Berliner Polizist in diese Geschichte und macht sich gemeinsam mit einem Kollegen beherzt an die Auflösung des Falls. Am Ende fragen sich die beiden gemeinsam mit dem Leser und dem Autor, ob sich die Mühe gelohnt hat. Die Antwort liegt im Ermessen jedes Einzelnen!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

"Der Schatten des Golem" von Eliette Abecassis ist ein Graphic Novel, der in der Zeit der Judenverfolgung im 18. Jahrhundert spielt. Durch die Zeichnungen meines Lieblingsillustrators Benjamin Lacombe erwacht diese Geschichte erst richtig zum Leben. Durch seine düsteren und fantasievollen Zeichnungen, die wir schon aus einigen Werken kennen, wird auch dieses Buch einzigartig, und kein Graphic Novel Fan sollte es verpassen, dieses Werk zu lesen.
 

Gerade gelesen

Diese Ausgabe spricht nicht nur Kinder sondern auch Erwachsene Liebhaber schöner Illustrationen an. Jedermann einfach und schön erklärt,man fühlt sich wie in Salzburg am Domplatz .
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Der österreichische Autor Paulus Hochgatterer hat hier ein kleines, feines Buch geschrieben, dessen Sprache allein schon bemerkenswert ist. Die Geschichte spielt zur Zeit des Zweiten Weltkriegs, wobei dieser stets im Hintergrund bleibt. Hochgatterer erzählt, wie ein ganz normaler Bergbauer zum Helden wurde, weil er einen russischen Kriegsgefangenen gerettet hat. "Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war" sollte in keinem Bücherregal fehlen.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Ich habe selten so gelacht wie bei dieser Liebeskomödie von Kerstin Gier. Diese Geschichte handelt von der tollpatschigen Kati, die zwar mit ihrem Lebensgefährten Felix eigentlich glücklich ist, aber der Alltag hat sich über die Jahre in ihr Liebesleben eingeschlichen. Felix ist zu oft arbeiten und interessiert sich zu wenig für sie. Als sie durch Zufall den attraktiven Künstler Mathias kennenlernt, wird Katis Leben komplett auf den Kopf gestellt. Kerstin Gier schreibt wundervolle, humorvolle Bücher, die ich jedem für zwischendurch empfehlen kann.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Kalkutta 1919: Die scheinbar festgefügte Kolonialordnung funktioniert noch, doch regt sich langsam Widerstand gegen die herrschende Ordnung, Terrorakte werden verübt, und es kommt zu Ausschreitungen. Vor diesem Hintergrund passiert ein Mord an einem hohen britischen Verwaltungsbeamten. Sam Wyndham hat im Ersten Weltkrieg alles verloren und versucht nun in Kalkutta einen Neustart. Er soll die Ermittlungen leiten und geht völlig unvorbelastet ans Werk, doch muss er bald feststellen, dass in Indien die Uhren anders gehen. Langsam kämpft er sich durch einen Sumpf aus Korruption und Vorurteilen, doch muss er einige Kompromisse mit dem System eingehen, um zu Ergebnissen zu gelangen. Abir Mukherjee entwirft ein farbenprächtiges Sittengemälde einer untergehenden Weltordnung und verpackt darin einen spannenden Krimi, der auch komische Seiten hat - eine unbedingte Empfehlung!
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Zadie Smith ist sicherlich eine der interessantesten Schriftstellerinnen des englischen Sprachraums, und so wird jedes neue Buch von ihr als Ereignis gefeiert. Auch ihr neues Buch, auf das ihre Fans ziemlich lange warten mussten, enttäuscht nicht. Sie bleibt ihren Themen Gender, Rasse, Entwicklungspolitik und Freundschaft treu und verpackt dies alles in einen klassischen Entwicklungsroman, der seinen Figuren viel Raum lässt und auf jeder Seite authentisch und glaubwürdig ist. Ein angenehm flüssig zu lesender Roman, der viele Themen aufgreift, ohne unnötig schwer zu werden! Demnächst auch auf Deutsch.
 
Foto von Gerda Kurz

Gerade gelesen

Innsbruck 1567: Ferdinand II. zieht als neuer Landesfürst in Innsbruck ein, begleitet von seiner bürgerlichen Frau Philippine Welser, für die er Schloss Ambras zu einem Prachtschloss umbaut. Mit einem erzherzöglichen Trick macht er seine "Konkubine" zur Freiin von Zinnenburg. Nach glücklichen Jahren stirbt die geliebte, mildtätige (Liebhaberin aller betrübten Herzen) und heilpflanzenkundige Gemahlin und Ferdinand heiratet zum zweiten Mal. Als Landesfürst von Tirol ist er rege tätig: Feldherr gegen die Türken, Vorkämpfer der Gegenreformation, Kunstsammler und Reformator in Sachen Schule und Polizei. Michael Forcher hat hier eine wunderbare Biographie geschaffen. Das Buch ist spannend und sehr lebendig geschrieben. Man staunt über die Zustände im damaligen Tirol in Kirche und Gesellschaft, erfährt auch, wie es mit den Habsburgern weitergeht. Viele Bilder machen das Buch zu einem umfassenden detailreichen Werk. So geht Geschichte auch! Lassen Sie sich dieses Gustostückerl nicht entgehen!
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Callie Cahill (dieser Name!) kehrt nach Salem, den berühmt-berüchtigten Ort der Hexenprozesse von 1692 zurück. Sie will endlich herausfinden, was in jener Nacht vor 25 Jahren, in der ihre Mutter und zwei weitere junge Frauen ermordet wurden, wirklich geschehen ist. Während Brunonia Barrys Debütroman "Die Mondschwimmerin" vor zehn Jahren zu meinen Lieblingsbüchern zählte, habe ich für ihr drittes Werk etwas Durchhaltevermögen gebraucht. Insgesamt war es für mich vielleicht ein Tick zu viel an Hokuspokus und Esoterik, aber ich habe mit Spannung verfolgt, wie Callie sich lange verdrängten Erinnerungen stellt und nach und nach immer mehr Verbindungen zu den historischen Ereignissen von 1692 ans Licht kommen. Und was Barry wirklich gut beherrscht: Die unvorhersehbaren Wendungen, die zum Schluss aber alle schlüssig sind.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Maurice Maeterlinck war ein belgischer Schriftsteller und Dramatiker französischer Sprache; 1911 erhielt er den Nobelpreis für Literatur, unter anderem für dieses Werk. Sein erster Satz darin ist sehr aussagekräftig: „Ich habe nicht die Absicht, ein Buch über die Bienenzucht oder ein Handbuch für Bienenzüchter zu schreiben.“ Zwanzig Jahre lang hat sich Maeterlinck mit Bienen befasst, zwanzig Jahre beobachtet und Erfahrungen gesammelt, zwanzig Jahre hat er die Wunder im Bienenstaat erfasst, und dann behauptet er doch noch mit aller Bescheidenheit, nicht alles zu wissen. Das stimmt absolut nicht! Ein Bienenjahr ist in Zyklen unterteilt: das Schwärmen, die Staatsgründung, der Hochzeitsflugs, der Drohnenschlacht, etc. In einer sehr poetischen Sprache huldigt er diesem Gesellschaftstier, dass der Leser vor Ehrfurcht erstarrt und einsehen muss, dass der Mensch nicht an höchster Stelle steht. Es ist erwiesen, dass sich die Schöpfer der Fernsehserie „Biene Maja“ stark an Maeterlinck orientiert haben und es ist auch anzunehmen, dass Majas Bienenstock in seiner Zusammensetzung und Raumaufteilung der Wirklichkeit sehr nahe kommt. Ein Glück für die zahlreichen Kinder, die mit der Biene Maja aufgewachsen sind. Maeterlinck bezeichnet die Menschen als selbstsüchtig, während die Bienen absolut uneigennützig und selbstlos sind. Und das hat dieser großartige Schriftsteller schon vor über 100 Jahren erkannt!
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Esther und Quinn wohnen seit einem guten Jahr zusammen in Chicago, und sie verstehen sich gut. Doch als Esther auf einmal verschwindet und Quinn zu recherchieren beginnt, findet sie immer mehr Indizien, dass Esther nicht die ist, für die sie sich ausgibt. „Don´t you cry“ ist meiner Meinung nach eher ein Spannungsroman wie ein Thriller. Der „Thrill“ zeigt sich eigentlich erst gegen Ende des Buches, wobei das nicht heißen soll, dass das Buch langweilig ist. Ich war von der ersten Seite an gefesselt. Die Autorin benutzt gewiefte „Cliffhanger“, um die Spannung nach jedem Kapitel zu steigern. Der Roman hatte so viele Wendungen, die mich beeindruckten, dass das Ende fast ein bisschen lahm erschien und Quinn war mir manchmal ein bisschen übertrieben naiv und ängstlich. Aber trotzdem lohnt es sich, in diesen Nervenkitzel einzutauchen!
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

In dieser Gesamtausgabe in Form eines Comics sind die Protagonisten Tiere, und auch der Hauptcharakter ist ein großer, schwarzer Kater mit dem typischen Auftreten eines einzelgängerischen Ermittlers. Die Bilder sind detailreich und liebevoll gezeichnet, und auch die Dialoge zwischen den Charakteren sind sehr gelungen. Ich finde dieser Comic sollte in keinem Comicregal fehlen. Da er meiner Meinung nach eine ganz außergewöhnliche Ausstrahlung hat. Um es einfach zu sagen: mein Comic des Jahres!
 
Foto von Gerda Kurz

Gerade gelesen

Italien, 19. Jahrhundert. Contessa Livia ist jung, ihr Gemahl alt und begütert, ihr Charakter exzentrisch und selbstverliebt. Schon auf der Hochzeitsreise verliebt sie sich in den jungen Remigio, der aber seinerseits einen kleinen Harem unterhält. Sie verfällt ihm, er fordert Schmuck und Geld und sie brennt vor Liebe und Eifersucht. Doch dann wagt er es, sie zu betrügen und ihre Rache ist grauenvoll. Sehnsucht ist eine kleine, böse, feministische Novelle. Tolle Sprache!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Dave Goulson hat sich sein ganzes Leben mit Insekten beschäftigt. Im ersten Kapitel beschreibt er seine Kindheit und welche Erlebnisse und Abenteuer ihn geprägt haben. Eigentlich hat er sich auf Hummeln spezialisiert, die fleißigen Bienen, die nicht nur die Blüten bestäuben sondern auch eifrig sammeln, werden nur nebenbei erwähnt. Und doch ist es faszinierend, Dave Goulson zu folgen. Viele Kontinente bereist er, einsame Insel, unberührte Naturschutzzonen, etc., immer auf der Suche nach außergewöhnlichen Exemplaren. Seine wissenschaftlichen Entdeckungen werden mit amüsanten Reisebeschreibungen und Anekdoten bereichert, und er äußert sich auch sehr kritisch über die menschenverachtenden Katastrophen. Der menschliche Einfluss hat sich auf die Entwicklung der Bienen auf der ganzen Welt ausgewirkt: so ist es nicht erstaunlich, wenn er erwähnt, dass es gut möglich ist, dass in Zukunft die Bestäubung von Menschenhand ausgeführt werden muss. Und das Szenario kennen wir bereits von Maja Lunde (Roman: Die Geschichte der Bienen). In nur wenigen Jahren verschwanden Mitte der 90ger Jahre in Amerika auf einen Schlag eine ganze Gruppe von Hummeln. Interessant ist auch das Kapitel über die Krankheiten, die in einen Hummelbetrieb eingeschleppt wurden. In Amerika werden die Bienenstöcke für die Ernte angemietet (für Mandeln, Äpfel, Kirschen, etc.) und die Mietpreise für die Bienen sind bereits gestiegen. Manche Bienen legen im Jahr über 20.000 km auf dem LKW zurück. Fazit, das System steht kurz vor dem Kollaps und es braucht Menschen wie Dave Goulson, die uns darauf hinweisen!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Mir gefällt einfach die Vorstellung, dass das Abrichten eines Falken viel mit Selbstbeherrschung zu tun hat und der Mensch kommt in den Kontakt mit der wilden Natur. Das neue Werk über die Falknerei ist nicht mit Helen Macdonald preisgekrönten Buch „Habicht“ vergleichbar. Viel eher ist es eine kurze Abhandlung, eine Kulturgeschichte der Falknerei. Trotzdem ist die Intention der Autorin, eine Verbindung zwischen Mensch und Natur herzustellen, "jede Begegnung mit der Natur ist eine Begegnung mit uns selbst“, lobenswert. Der Leser lernt viel über menschliches Denken, mystische Falken, ihren Flug, wie es ist ein Falke zu sein, über abgerichtete Falken und was ihre Existenz bedroht. Ein wissenschaftliches und überaus lehrreiches Sachbuch!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Jeder kennt "Die Wand", doch genauso gut ist ein anderes Werk dieser großartigen österreichischen Autorin. Bereits im ersten Kapitel spürt man die Kraft der Poesie, die diesen Roman durchströmt. Meta ist noch klein, doch wie sie die Welt um sich herum beschreibt, lässt uns schnell umdenken. Sie führt uns zurück in ihre Kindheit und zeigt uns, wie besonders feinfühlig sie auf die Menschen und die Natur reagiert. Und wir begreifen zusammen mit ihr: Erwachsene verlernen das genaue Beobachten und sie bleiben oft stehen in ihrem Denken. Metas gutmütiger Vater kehrt in seinen Geschichten zurück in den Krieg, ihre Mutter träumt von einem Leben als große Dame, wird aber schnell zornig, wenn Metas Wissbegier in Erscheinung tritt. Überall muss sie sich in acht nehmen und Meta schwankt zwischen dem Wunsch geliebt zu werden, wenn sie brav ist und zu rebellieren und sich selber treu zu bleiben. Marlen Haushofer hat Gespür, die großen Erkenntnisse dieser Welt in Worte zu fassen.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Kurt Arbeiter hat sich bereits als Journalist beim ORF als Ausnahmetalent bewiesen und seine Erfahrungen in Afrika als Leutnant fliesen in seine Erzählungen ein. Wenn ich Kongo, Tschad oder Somalia einen Besuch abstatten würde, dann wäre sein Buch meine Bibel, meine Gebrauchsanweisung für den Kongo!. Kurt Arbeiter ist kein Missionar, er bringt das nötige Verständnis mit. Während er sein abendliches Bierchen (Tempo) genießt, beobachtet er viel und äußert auch so manche Kritik an der gegenwärtigen Situtation. Kaum jemand besitzt soviel Kenntnis über diese Länder, denn er hat sie selber bereist. Der Leser begleitet ihn bei seinem Marathon oder seinen Reitturnieren, seine Abenteuerfreude und sein Humor ist ansteckend. Besonders beeindruckt hat mich sein Umgang mit Afrikanern. Und hin und wieder passt er sich ihrer Mentalität einfach an, verrückt wie er ist und paddelt einfach den Fluss hinunter. Er unterhält seine Leser, die trotzdem spüren, wie schwer es für ihn ist, dem Land beim Verfall zuzusehen. Blünderungen, Vergewaltigungen, Bürgerkriege, Bestechung und Diebstahl – Kurt Arbeiter beobachtet genau. Das Buch ist wunderschön bebildert und diese Fotos tragen dazu bei, dass man Kurt Arbeiter jedes Wort glaubt, jedes!
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Gleich vorweg: In diesem opulenten Backbuch sind etliche Rezepte, an die ich mich wahrscheinlich niemals heranwage, weil viel zu schwierig! Und auch bei den Backwerken, die ich erfolgreich gemeistert habe, muss ich mitunter herbe Niederlagen einstecken. "Iiiiih, das essen wir nicht, da ist Gurke drauf!" sagen die Kinder und bleiben auch stur, als ich versichere, dass es sich keinesfalls um Gurke, sondern um Limette handelt. "Zitroneneis esst ihr doch auch!" Naja, blieb mehr für die großen Gäste! Der Schokoladenkuchen mit Orange und der Überraschungskuchen kamen zum Glück besser an. Eine klare Kaufempfehlung für alle, die ihre Gäste mit ausgefallenen Kreationen überraschen wollen, was dank der detaillierten Schritt-für-Schritt-Anleitungen auch gelingen sollte!
 
Foto von Bea Mader-Schwarz

Gerade gelesen

Kühle Spannung aus dem hohen Norden – das richtige Buch für heiße Sommertage: Zu Beginn wird im Winter 1988 ein junger Kommissar zu einem Fundort im Wald gerufen. Dort liegt die Leiche einer jungen Frau, die übel und grausam zugerichtet wurde. Dieses Opfer bekommt Tommy Bergmann im Laufe der Jahre nicht mehr aus dem Kopf. Weitere Morde folgen über Jahre. Und ein Mann hat die Morde gestanden..... Oslo in der Vorweihnachtszeit im Jahr 2004, es schneit ununterbrochen. Eine junge Frau wird brutal ermordet. Kommissar Bergmann wird mit den Ermittlungen betraut und erinnert sich an die vergangen Morde. Tommy ist sich mit einem Mal nicht mehr sicher, den richtigen Mörder hinter Schloss und Riegel gebracht zu haben. Wann erscheint der dritte Band? Hoffentlich bald!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Ich habe zu diesen Buch gegriffen in der Annahme, dass hier eine spannende Fantasy Story auf mich wartet. Aber ich fand mich plötzlich in einen rasanten Kriminalroman wieder, der in der Universitätsstadt Oxford spielt, wo sich alles rund um Korruption, Intrigen und Geheimbünde der englischen Obrigkeit dreht. Selten hat mich ein Buch so überrascht wie dieses. Ich hoffe wir werden noch viel von der Autorin hören, die es schafft eine Stadt so detailliert zu beschreiben dass man als Leser das Gefühl hat, selbst durch diese Straßen zu laufen.
 
Foto von Viola Leiter

Gerade gelesen

Nachdem mir bereits der erste Teil der Reihe sehr gut gefallen hat, wollte ich unbedingt wissen, wie es mit den Gamble-Brüdern weitergeht. In diesem Band begleiten wir den zweitältesten Gamble-Bruder Chad Gamble, welcher ein sehr sympathischer und liebenswerter Charakter ist. Als Chad einen neuen Vorgesetzten bekommt, soll sich sein sonst sehr offenes Liebesleben schlagartig verändern, denn er muss eine vorgetäuschte Beziehung mit der schlagfertigen Bridget Rodgers eingehen, die sich nicht so leicht um den Finger wickeln lässt. Bridget mochte ich besonderes gern, da die Autorin hier einen weiblichen Charakter mit Rundungen und einem gesunden Selbstbewusstsein geschaffen hat. Ich fand es etwas schade, dass die Autorin bei diesem Roman die auktoriale Erzählperspektive verwendet hat, da die Charaktere dadurch etwas oberflächlich bleiben und wir sie nicht so gut kennen und lieben lernen können, wie ihre Charaktere aus der Wait for you-Reihe. Dennoch handelt es sich hierbei um eine lockerleichte Liebesgeschichte, die sich mit ihren knapp 300 Seiten in einem Rutsch lesen lässt. Für alle Fans von J. Lynn auf jeden Fall ein Muss. Die Autorin beweist auch hier wieder ihr Schreibtalent und ihren sagenhaften Humor.
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Dieses Buch ist nicht umsonst bereits seit Wochen auf den Bestsellerlisten, denn es ist wirklich ein fulminanter Roman! Wie es die Autorin schafft, drei Handlungsstränge zu verschiedenen Zeiten und an unterschiedlichen Schauplätzen am Ende miteinander zu verknüpfen, ist schon beeindruckend. Und das Thema des Bienensterbens ist ja leider höchstaktuell! Wir erleben mit, wie William in England 1852 immer wieder versucht, eine Standardbeute für die Bienen zu konstruieren; wie George 2007 in Ohio seine Bienenstöcke hegt und pflegt und dann fast alle Bienen durch CCD sterben und letztendlich Tao, die im Jahr 2098 in Sichuan lebt, wo es keine Bienen mehr gibt und die Bäume händisch bestäubt werden müssen ...Lesen Sie diesen Roman und pflanzen Sie Blumen!
 
Foto von Gerda Kurz

Gerade gelesen

Maria Theresia ist derzeit in aller Munde. Jährt sich doch heuer der Geburtstag dieser großen Monarchin und Reformerin zum 300. Mal. Dieser Katalog zur Jubiläumsausstellung befasst sich mit den Exponaten in den vier Veranstaltungsorten: Schloss Hof, Schloss Niederweiden, Hofmobiliendepot und der Kaiserlichen Wagenburg im Schloss Schönbrunn. Das großformatige Buch bietet aber noch viel mehr: Neben einer wirklich sehr reichen Bildersammlung erfährt man in vielen breitgefächerten Beiträgen namhafter ExpertInnen Wissenswertes und ganz bestimmt auch Neues über Maria Theresia, ihre Zeit, ihre Familie, ihre Regierungsgeschäfte, ihre Reformen, ihre Siege und Niederlagen. Ich habe staunend durch dieses wunderschöne Buch geblättert und viel Lust bekommen, eine oder mehrere Ausstellungen zu besuchen.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Als Leser ist man gerne ein Teil der Geschichte, man bildet sich seine eigene Wahrheit und stellt Vermutungen an. Wie in den Romanen von Joel Dicker glaubt man auch bei Paula Hawkins nach jedem Kapitel die Wahrheit zu kennen, bzw. wer die Frauen von der Klippe gestoßen hat, aber es werden die Machenschaften von immer mehr Dorfbewohnern offen gelegt, sodass alles nicht mehr zusammen stimmt. Und das Ende hält noch eine besondere Überraschung für uns bereit. Paula Hawkins hat nach "Girl on the Train" bewiesen, dass sie für Spannung steht und außergewöhnlich gute, durchdachte Plots erfindet. Hoffentlich wird auch wieder ein Spielfilm daraus gemacht!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Liebe LeserInnen! Wie lange haben wir auf einen Roman gewartet, der uns an David Nichols „Zwei an einem Tag“ erinnert! Alice Adams macht hier alles richtig: 4 Freunde, die die Studienzeit in Bristol verbindet, schaffen es über zwanzig Jahre lang, die Freundschaft aufrecht zu erhalten. Alle ein bis zwei Jahre erfährt der Leser, wie es ihnen so geht, was sie beschäftigt, wie sie ihre Hürden gemeinsam meistern und welche Ziele sie umsetzen konnten. Dieser Roman ist wirklich schön und manche LeserInnen werden sicher ein paar Tränen verdrücken! „Als wir unbesiegbar waren“ bleibt dem Leser in Erinnerung, da dieser Roman im Schnelldurchlauf ausdrückt, wie das Schicksal unsere Träume verändert!
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Dieser wunderbare Klassiker des späten 19. Jahrhunderts ist für mich schon seit Jahren Pflichtlektüre im Sommer! Es ist immer wieder amüsant, die drei Gentlemen Harris, George und J. auf ihrer Bootsfahrt die Themse entlang zu begleiten. Stoisch und stets geschmackvoll gekleidet stellen sich die drei Stadtmenschen den Tücken der Natur, niemals verlieren sie ihren knochentrockenen Humor. Also: einsteigen und mit rudern!
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Es ist nun 20 Jahre her, dass Arundhati Roy mit ihrem Roman "Der Gott der kleinen Dinge" die literarische Welt im Sturm eroberte. Es folgte ein bis dahin selten da gewesener Hype mit Preisen (vom Booker Prize abwärts) und Millionenverkäufen. In den Folgejahren wurde es eher still um die Autorin, die sich dann mit politischen Streitschriften zurückmeldete. Und nun (endlich) wieder ein Roman - oder doch nicht? Die Hauptthemen sind einerseits die indische Transgender Community und andererseits der Kashmir Konflikt. Erzählt wird eine Vielzahl an Geschichten, die um diese Themenkomplexe kreisen und sich immer wieder überschneiden. Formal handelt es sich eher um eine Hybridform aus romanhaften Elementen mit Sachbuch-ähnlichen Einsprengseln, sowie lyrischen Zitaten. Literarisch eher durchwachsen, dafür aber inhaltlich anspruchsvoll und fordernd - als Leser kommt man schlussendlich voll auf seine Kosten. Der Roman erscheint im August 2017 auch auf Deutsch!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

In dem Thriller "Mörderhotel" schreibt Wolfgang Hohlbein über den wohl grausamsten Serienmörder in der Geschichte. Kein Wunder, dass die Geschichte demnächst verfilmt werden soll - mit Leonardo di Caprio in der Hauptrolle als Hermann Webster Mudgett. Schon das Buch war für mich ganz großes Kino. In über 800 Seiten hält Hohlbein die Spannung stets aufrecht und es wird auf keiner Seite langweilig. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und kann es nur weiterempfehlen. Es ist allerdings nichts für schwache Nerven, denn teilweise ist es wirklich brutal und blutig, der Autor geht stellenweise mehr als notwendig gewesen wäre ins Detail. Trotzdem ein absolutes Muss für alle Hohlbein Fans!
 
Foto von Bea Mader-Schwarz

Gerade gelesen

Ein Mord in Salzburg: Ein unangenehmer Zeitgenosse mit krimineller Vergangenheit wird grausam in seiner Wohnung getötet. Die Ermittler vom Dezernat Leib und Leben der Polizei werden hinzugezogen. Ein weiterer Mord in Salzburg: Eine Hebamme wird in einem Bach ertränkt. Beatrice Kaspary und Florin Wenninger bearbeiten die beiden Todesfälle. Wenig später werden die beiden zum nächsten Tatort am Aigner Friedhof gerufen. Beatrice erkennt schnell, dass diese Todesfälle mit ihr zu tun haben. Und sie direkt zu einem persönlichen Fall aus ihrer Vergangenheit führen. Der vierte Fall mit dem sympathischen Ermittlerduo Beatrice und Florin ist spannend und kurzweilig geschrieben. Das Ende ist überraschend und man kann sich schon auf den fünften Band der Wiener Autorin freuen.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Endlich ist er da, der lang ersehnte fünfte Band der schwedischen Bestsellerautorin Kristina Ohlsson. In dieser Story zieht einen die charmante Ermittlerin Frederika Bergmann zusammen mit ihren Kollegen Peter Rydh und Alex Recht wieder einmal in ihren Bann. Diesmal ermittelt das Trio in gleich zwei Morden, wo einer schrecklicher ist als der andere und auch auf die Ermittler wartet in diesem Teil der Serie eine spannende Reise, denn alle Spuren führen in das weit entfernte Israel. Ein wirklich aufregender und gut geschriebener Kriminalroman.
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Adrian, frustriert von seinem Leben, lernt bei einer Bildungsreise in Prag Vera kennen. Zunächst funktioniert er weiter in seinem Alltag: Eigentlich sollte er sich mehr um seine todkranke Frau kümmern, die zuhause gepflegt wird, öfters seine demente Mutter im Heim besuchen, sich mehr um seine beiden Söhne bemühen, seine ganze Korrespondenz aufarbeiten und an seinen wissenschaftlichen Aufsätzen schreiben ... Aber Vera scheint so anders zu sein. Sie, in einer unglücklichen Ehe und mit Kindern, studiert heimlich und ist ebenfalls sofort von Adrian fasziniert. So beginnen sie, sich leidenschaftliche Briefe zu schreiben. Und ein Wiedersehen soll beiden das erhoffte Glück bringen. Der Autorin gelingt es meisterhaft, Adrians Schwäche im Leben und für Vera zu beschreiben und die Personen mit all ihren Problemen zu schildern!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

In diesem "coming of age" Roman lernen wir eine andere Seite kennen, wie es ist, in einem Einwanderviertel in Amsterdam aufzuwachsen. Als Marokkaner schafft er es als einer der wenigen auf das Gymnasium, seine Liebe zu klassischer Musik und zu seinem Flügel machen ihn aber zusätzlich zu einem Außenseiter. Besonders schwierig ist es für Samir, wie seine Eltern in die Moschee zu gehen bzw. an Allah zu glauben. Sam muss sich immer entscheiden, welches Leben ihm wichtiger ist: als Krimineller (wie sein älterer Bruder) oder die Matura schaffen. Mano Bouzamours autobiografischer Debütroman ist sehr ehrlich und aufwühlend geschrieben und wurde deshalb bereits viel diskutiert. Doch diese Authentizität schadet niemanden!
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Dieses Buch enthält zwei Romane, die aber früher schon als Einzelband erhältlich waren. Meiner Ansicht nach stehen die Liebe zum Dosenöffner und die Entdeckerneugier der Tiere im Vordergrund. Andrea Schacht hat das Buch aus der Sicht der Katzen geschrieben, was mir sehr viel Spaß machte beim Lesen. Erinnert hat es mich ein bißchen an "Glennkill" von Swan. Die Gedankengänge der Katzen sind meist sehr amüsant und trotzdem überzeugend "Katzisch". Beide Geschichten waren sehr nett geschrieben, und ich werde auch in Zukunft noch weitere Bücher von Andrea Schacht lesen.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Ich muss gestehen, dass mir die chilenische Autorin zwar namentlich bekannt war, ich aber noch nie etwas von ihr gelesen hatte. Ihr neuester Roman motiviert mich allerdings, mir auch die restlichen auf deutsch vorliegenden Bücher vorzunehmen. Es handelt sich um eine hervorragend erzählte Geschichte, die Spannung, Liebe und Poesie miteinander verbindet und das in einer großartigen Übersetzung (es muss bei dieser bildhaften Sprache schwierig sein, immer die passenden Äquivalente zu finden) - eine der für mich lohnendsten Entdeckungen in letzter Zeit!
 
Foto von Gerda Kurz

Gerade gelesen

"Franz Joseph und die Frauen“ - ein immer wieder spannendes Thema! Ich musste das Buch sofort lesen und es hat sich mehr als gelohnt! Hier geht es aber nicht (nur) um amouröse Affären, sondern um alle wichtigen Frauen im Leben des Kaisers. Sophie - seine sehr dominante strenge Mutter, die mit ihrer Erziehung sein Wesen maßgeblich geprägt hat; Sisi, seine große Liebe - er schreibt ihr bis zu ihrem plötzlichen Tod liebevolle, sehnsuchstschwangere Briefe - er liebt sie sein Leben lang, er verehrt sie, aber er versteht sie nicht. Ein weiteres Kapitel widmet sich seinen Töchtern Gisela und Marie Valerie. Auch deren weiterer Lebensweg wird beleuchtet. Seine Lieblingsenkelin Elisabeth Marie, genannt Erzi (Tochter von Kronprinz Rudolf) lässt den Kaiser gütiger werden, er verwöhnt sie, obwohl sie sich einiges leistet! Und dann seine amourösen Affären: Anna Nahovski, sie ist fast 30 Jahre jünger und eine einfache Frau aus dem Volk. Er kauft ihr ein Haus nahe Schönbrunn, um sie in den Morgenstunden heimlich besuchen zu können. Es wird heute noch gemunkelt, dass er der Vater ihrer Tochter sein könnte. Und schließlich Kathi Schratt, Schauspielerin, Lebedame, Schuldenmacherin. Sie muss wirklich eine bezaubernde Frau gewesen sein, gleich mehrere Herren rittern um ihre Gunst und legen ihr Schmuck, Häuser sowie ihre Herzen zu Füßen. Glühende Briefe beweisen das. Auch der Kaiser verfällt ihr, hat sie jedoch nie für sich allein. Es ist ein Phänomen: einerseits ist er krank vor Eifersucht, andererseits versteht er, dass die Kathi manchem Verehrer ob dessen Interessantheit gar nicht ausweichen kann. Und doch begleitet sie ihn auch im Alter und eilt an sein Totenlager. Friedrich Weissensteiner hat fast eine Biografie geschrieben. Viele Briefe sind zitiert, Bilder lockern das Buch auf und ich habe mir noch viel mehr davon gewünscht!"
 
Foto von Bea Mader-Schwarz

Gerade gelesen

Im siebten Fall wird das Team vom Sonderdezernat Q mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Eine alte Dame wird brutal in einem Park ermordet. Zur gleichen Zeit werden junge Frauen von einem wild gewordenen Autofahrer über den Haufen gefahren. Vizepolizeikommissar Carl Morck und sein Team werden hinzugezogen. Langsam kristallisiert sich heraus, dass diese unterschiedlichen Fälle miteinander zu tun haben. Auf die Hilfe von ihrer Kollegin müssen Assad, Carl und Gordon leider verzichten. Denn Rose Knudsen fällt aus gesundheitlichen Gründen aus, da sie der letzte Fall sehr mitgenommen hat. Nach ihrem letzten Bericht verschwindet sie und begibt sich in ärztliche Behandlung. Dennoch kann ihr nicht geholfen werden, Rose kämpft verzweifelt mit der Hilfe ihrer Kollegen gegen ihre Vergangenheit an. Sehr rasant, spannend, berührend und aufwühlend.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Dieser Autor hält den Leser in Atem: Erst fast gegen Ende erfahren wir, was sich im oberen Stock des Nachbarhauses abgespielt hat. Und das ist Folter pur. Man muss ihn ja bewundern, wie talentiert er seine Szenen aufbaut und wie vielseitig seine Themen sind. Michael verliert seine Frau Caroline, die als Journalistin im Pakistan gearbeitet hat und er flüchtet nach London, wo er seinen neuen Nachbarn schnell näher kommt. Je mehr wir über Michael (ein Schriftsteller), Josh und Samantha erfahren, umso neugieriger wird man. Oft gibt es keine Worte für Krieg, für die Finanzkrise, für den Verlust des Ehepartners, doch Owen Sheers geht all diesen Themen intensiv auf den Grund, er schaut hinter jede Tür!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Dieser Roman hat mich sehr berührt. Evelyn Grill führt uns ruhig aber zielstrebig an das Thema heran: Adrian und Vera, beide erleben ihre Ehe als etwas Schweres. bei Adrian ist es der nahende Tod seiner Frau, mit der er sich aber schon lange nicht mehr verbunden fühlt, Veras Mann versteht ihre Gedichte nicht und sie verheimlicht ihm ihr Studium der Rechtswissenschaften. Deswegen ist ihre Begegnung in Prag eine Fügung des Schicksals und beide stürzen sich in diese Liebe. Adrian kann seine Sehnsucht in Briefen zum Ausdruck bringen und Vera errötet wie ein Schulmädchen. Für einen kurzen Moment können sie ihren Alltag vergessen. So auch der Leser: man tritt ein in eine Welt, die aus Luft und Liebe besteht!
 
Foto von Gerda Kurz

Gerade gelesen

Haben Sie schon einen Krimi in Ihre Badetasche gepackt? Nehmen Sie diesen! Sarah und Angus ziehen nach dem tragischen Tod ihrer Tochter Lydia auf eine einsame Insel. Lydias Zwillingsschwester Kirstie behauptet aber plötzlich steif und fest, sie sei Lydia, die falsche Tochter sei begraben. Und während Novembernebel die Insel umhüllen, wird Sarahs Beklemmung immer stärker und mysteriöse Dinge nehmen ihren Lauf ...Es wird Ihnen mehr als nur ein kalter Schauer über den Nacken laufen ... aber im Strandbad dürfte das genau das Richtige sein - gruseliges Lesevergnügen!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Am Eindringlichsten ist die erste Novelle des in Dublin geborenen Schrifstellers. Der letzte Tag im Leben eines Mannes wird aus allen Blickwinkeln durchleuchtet: bevor er sich mit seinem Sohn zum Essen trifft, treffen wir seine Haushälterin, wir erfahren, wie seine Ehe und seine Kariere als Richter gelaufen ist. Auch die Polizei sieht sich die Aufnahmen des letzten Tages an und versucht herauszufinden, wieso und vor allem wer den alten Mann vor dem Lokal niedergeschlagen hat. Wie ein Gerichtsprozess mit einem überraschenden Ende. Überzeugt hat mich auch die Erzählung über die Nonne, die nach Jahren wieder auf ihren Peiniger trifft. Dieser Autor ist großartig, denn er erzählt von Menschen, die eine besondere Lebensgeschichte zu bieten haben.
 
Foto von Bea Mader-Schwarz

Gerade gelesen

Plötzlich kommt kein Strom mehr aus der Steckdose – und das im Winter! Nach und nach brechen alle Stromnetze in Europa zusammen, die Menschen warten vergebens auf Licht, funktionierende Heizungen, warmes Wasser und Geld aus dem Bankomaten...........Sind hier Terrorristen am Werke? In Mailand entdeckt Piero Manzano, dass sein Smart Meter manipuliert wurde. Der Informatiker versucht daraufhin, die zuständigen Behörden zu informieren, er wird aber nicht ernst genommen. Durch Zufall bekommt er Hilfe von Sonja Angström. Die schwedische EU-Mitarbeiterin ermöglicht ihm den Kontakt zu Francois Bollard. Der französische Europol-Kommissar erkennt die Gefahr, die mittlerweile einen Kontinent ohne Strom in einen riesigen Krisenherd umgewandelt hat. Und die Bevölkerung wird auch nicht ausreichend informiert. Durch diese extreme Situation gerät die Welt schnell aus den Fugen. Dieser spannende Science-Thriller ist beängstigend aktuell, der österreichische Autor hat sehr gut recherchiert und schon 2008 die Arbeit an diesem Buch begonnen. Als LeserIn möchte man gleich ins nächste Geschäft gehen, in rauen Mengen Kerzen und Batterien kaufen!
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Tom Malmquist schreibt in diesem Roman über sein Leben: Über den Verlust seiner Frau Karin Lagerlöf, die nach der Geburt ihrer Tochter Livia stirbt. Und wie er dann alleine mit dem Alltag zu recht kommen muss. Es ist einzig seine Tochter Livia, die ihn Tag für Tag leben lässt. Dann stirbt auch noch sein Vater ... Viele Erinnerungen, die in Rückblenden erzählt werden - nicht chronologisch, sodass es oft schwierig ist zu erkennen, in welchem Jahr wir uns gerade befinden. Scheinbar emotionslos erzählt der Autor, und doch sind wir mitten drin und ganz nah bei ihm.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Mein Lieblings - Isländer verknüpft in seinem neuen Roman zwei Fälle miteinander. Ein aktueller Mord führt die beiden Ermittler Erlendur und Marian auf die amerikanische Militärbasis, wo sie mit diplomatischen Problemen konfrontiert sind und nur unwillig Zutritt erhalten. Parallel dazu ermittelt Erlendur im Fall eines Mädchens, das in den Fünfziger Jahren spurlos verschwand. Der neue Krimi Indridasons zeichnet sich wieder durch atmosphärische Dichte und Detailreichtum aus, der einen sowohl mitten in das isländische Leben der Nachkriegszeit als auch den abgeschotteten Alltag auf der amerikanischen Militärbasis versetzt.
 
Foto von Viola Leiter

Gerade gelesen

Die „Again“-Reihe von Mona Kasten geht endlich weiter. Zurück in Woodshill begleiten wir diesmal Dawn, ein Nebencharakter, den wir bereits aus „Begin Again“ kennen. Ich habe Dawn bereits im ersten Teil ins Herz geschlossen und mich deshalb unglaublich gefreut, dass Mona ihr in „Trust Again“ die Chance gibt, ihre eigene Geschichte zu erzählen. Natürlich gibt es auch diesmal einen männlichen Protagonisten. Spencer ist hartnäckig, gutaussehend und lässt sich nicht so schnell aus der Fassung bringen. Er ist ein unglaublich humorvoller Charakter, und ich musste öfters beim Lesen laut über seine Bemerkungen lachen. Sein großes Ziel ist es, Dawns Herz für sich zu gewinnen, das stellt sich aber als schwieriger heraus als gedacht, denn Dawn hat der Männerwelt abgeschworen und möchte sich erstmal sich selbst und ihrem Studium widmen. Gar nicht so leicht bei einem Charakter wie Spencer Cosgrove! Mit diesem Buch hat es die Autorin wieder geschafft mich zu begeistern, und ich werde auf jeden Fall auch noch den letzten Band dieser Reihe lesen.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Alles beginnt recht harmlos mit einem vergessenen Termin, doch entwickelt sich daraus eine persönliche und familiäre Katastrophe für den Protagonisten, einen Universitätsprofessor für Geschichte in Oxford und New York. Zunächst denkt er an ein neurologisches Problem, doch recht bald gelangt er zu der Überzeugung, dass jemand seinen Computer manipuliert haben muss. Immer tiefer verstrickt er sich in seinen Verfolgungswahn und versucht mithilfe seines Tagebuchs zu rekonstruieren, warum er zum Ziel totaler Überwachung werden konnte. Spannend wie ein Thriller, gut gezeichnete Charaktere und ein Plot, der einen nachdenklich stimmt - eine tolle, sehr zeitgemäße Lektüre!
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Kennen wir das nicht schon?? Auguren, mächtige Magier mit der Sehergabe, in einem erbitterten Kampf geschlagen und ihrer Herrschaft beraubt. Nach der Machtübernahme stellt man diese Gabe unter die Todesstrafe. Doch, oh welch ein Wunder, unsere Hauptprotagonist, der junge Davian findet heraus, dass er genau über diese Gabe verfügt. Und zu aller entsetzen regt sich dann auch noch ein allseits bekannter Feind zurück. Naja, über die Handlung dieses Buches bin ich in schon in so manchen Fantasyromanen gestolpert. Wobei ich aber sagen muss, dass der Autor, die Story wirklich überzeugend schildert. Meines Erachtens manchmal ein bisschen langatmig, jedoch erzielt er immer wieder einen WOW-Effekt. Gut gelungene Fantasy für Zwischendurch!
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Am Anfang muss ich mal sagen, bei der Menge, die ich lese, ist mir Marie Force ein bisschen zu schnell mit dem Schreiben. Ich komme schon gar nicht mehr nach. Nun liegt uns also schon der 4. Teil der Lost-in-Love Serie vor: Die Geschichten um die Geschwister im Green Mountain State. Wie wir sie kennen und lieben gelernt haben, beginnt auch dieser Teil wieder einem der Kinder der Abbotts, und dieses mal ist es Hunter, den wir begleiten. Wieder einmal ein toller liebenswürdiger Charakter, den man gleich ins Herz schließt. Force weiß, wie sie ihre Charakter beschreiben und "Leben" einhaucht. Ein toller Folgeband, der nichts an der Stärke der ersten drei eingebüßt hat. Auch wenn die Geschichten alle in sich abgeschlossen sind, sollte man die Romane der Reihe nach lesen. Sonst hat man gleich auf den ersten Seiten einen Spoiler.
 
Foto von Bea Mader-Schwarz

Gerade gelesen

Schweden, Stockholm, Vorstadt Bergort: Hier lebt Fadi mit seiner Familie, die aus Afghanistan eingewandert ist. Der junge Mann gerät auf die schiefe Bahn, um dann in den Fängen von Islamisten zu landen. Sie ziehen ihn so in ihren Bann, dass er im Namen Allahs in den heiligen Krieg ziehen will. Und in der Vorstadt brennen Autos und Schlägertrupps verwüsten Bergorte. USA, New York, Brooklyn: Fadis Schwester Yasmine erhält von ihrer Mutter die Nachricht, ihr Bruder wird vermisst. Sie verlässt ihr amerikanisches Leben und sucht in Stockholm nach Fadi. England, London: Klara Walldeen lebt und arbeitet hier. Ihre Vergangenheit zu bewältigen, fällt ihr schwer. Klara wird in London ihr Computer gestohlen, ihr amerikanischer Kollege kommt tragisch ums Leben. Ein Kongress führt sie nach Stockholm, dort trifft sie Yasmine........ Zander zeigt erschreckend realistisch und aktuell die Folgen von Manipulation und Radikalisierung in der Gesellschaft. Ein spannender, starker und authentischer Politthriller!
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Ein Flussbecken, das im Mittelalter Schauplatz diverser Hexenproben war, und in dem sich jahrhundertelang Frauen ertränkten bzw.ertränkt wurden, ist das Forschungsgebiet von Nel Abbott. Eines Tages wird ihre Leiche an dieser Stelle aus dem Wasser gefischt. Kurz zuvor kam dort die beste Freundin ihrer Tochter ums Leben. Aus den verschiedensten Erzählperspektiven werden die beiden Todesfälle rekonstruiert, und Mosaiksteinchen für Mosaiksteinchen entwickelt sich eine erstaunliche Geschichte, die mit vielen überraschenden Wendungen gespickt ist, und erst ganz am Schluss aufgelöst wird. Ebenso raffiniert und lebendig wie der Erstling der Autorin, die mit Girl on the Train einen internationalen Bestseller landen konnte.
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Jetzt also Band 8 der Sandham-Reihe. Dieses Mal wollte sich die gewohnte Schwedenurlaub-Atmosphäre bei mir nicht so richtig einstellen. Dazu häufen sich einfach zu viele dramatische Ereignisse im Schärengarten. Der rote Faden der Vorgänger-Bände, nämlich die Freundschaft zwischen Thomas und Nora, ist etwas verblasst. Tatsächlich treffen sie sich während der gesamten Handlung gerade 2x. Das entzückende Sandham kommt quasi gar nicht vor; das ist aber wahrscheinlich nur gut, denn sonst würde ich vermutlich beanstanden, dass sich auf einer so kleinen Insel doch unmöglich ständig solch fürchterliche Verbrechen ereignen können. Trotz allem ist auch dieser Band gewohnt spannend und die kurzen Kapitel lassen einen immer weiter und weiter lesen. Wie so oft spinnt Frau Sten mehrere Handlungsstränge, die sich zum Schluss hin verknüpfen und (auch wie immer) dank Nora aufgelöst werden können. Ärgerlich: die vielen, vielen Fehler bei der Kapitel Datierung! Hier bin ich gespannt, ob andere Leser auch darüber stolpern!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

„Geschrieben mit explosiver Kraft und einer glühenden Leidenschaft für Balzac.“ So Karl Ove Knausgard. Die explosive Kraft entfaltet sich erst gegen Ende, so meine Meinung. Als Leserin habe ich mich immer wieder gefragt, wieso ich noch an diesem Roman dranbleibe. Und hier die Gründe: es sind die schrägen Charaktere, die einem teilweise auf die Nerven gehen (zb. Rudi!), doch je mehr sie quasseln, umso besser versteht man sie dann. Der Roman ist auf 3 Tage konzentriert und die Figuren haben mehr oder weniger miteinander zu tun. Oft kann man sich die Verfilmung des Stoffes sehr gut vorstellen, so lebendig erscheinen uns die Ereignisse in einem kleinen Dorf in Norwegen. Und selbstverständlich bin ich schon zu alt für die Themen, die Tore Renberg anspricht, aber das behaupte ich jetzt mal ganz frech!
 
Foto von Gerda Kurz

Gerade gelesen

"Ich schreibe Ihnen diese Zeilen, um Ihnen zu versichern, dass ich noch existiere." So beginnt einer der Briefe, die Maria Theresia an ihre geliebte Hofdame Sophie Enzenberg schrieb. Wenn Sophie auch nur kurz an Maria Theresias Seite war, so entwickelte sich doch zwischen den beiden Frauen eine innige Freundschaft über viele Jahre. Die Monarchin berichtete ihrer Freundin politische Geschehnisse, sie plante und organisierte mit ihr die Hochzeit ihres Sohnes Leopold in Innsbruck (Sophies Mann, Kassian Enzenberg war Gouverneur/Statthalter in Innsbruck) und schüttete ihr auch immer wieder ihr Herz aus, besonders nach dem plötzlichen und tragischen Tod ihres Gemahls Franz Stephan von Lothringen, der sie völlig aus der Bahn warf. Leider war es den beiden Frauen nicht vergönnt, sich noch einmal persönlich zu treffen; beide waren nicht mehr jung, Sophie bei schlechter Gesundheit und eine Reise von Tirol nach Wien war damals ein langes und unbequemes Unterfangen. Aber die Zuneigung zueinander blieb, Maria Theresia bat ihre Freundin immer wieder “Liebet mich immer”. Besonders in diesen Tagen, in denen sich der Geburtstag von Maria Theresia zum 300. Mal jährt, gibt es viele Bücher über die große Monarchin. Dieses ist etwas Besonderes: Einige der Briefe sind abgedruckt, der Leser kann staunend die Handschrift der Monarchin sehen, geschrieben wurde ja in Französisch, aber wenn es eilig war oder besonders aufregend, dann wurden auch deutsche Sätze eingeflochten. Das Buch ist sehr unterhaltsam, einfach schön und leicht zu lesen. Die Autoren haben in wunderbarer Art und Weise viele geschichtliche Geschehnisse rekonstruiert und entführen den Leser in eine längst vergangene Zeit. Absolut lesenswert!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

"Hasenjagd" von Lars Kepler ist erst mein zweites Buch des Ehepaars, das sich hinter dem Pseudonym Lars Kepler verbirgt. Aber ich werde die Reihe über die beiden Kommissare Joona Lina und Saga Bauer definitiv weiterlesen, denn dieser Band war hervorragend. Spannend von der ersten Seite weg und das zieht sich weiter über die ganzen fast 700 Seiten dieses Thrillers. Für mich waren in „Hasenjagd“ Rex, der als Starkoch fürs Fernsehen arbeitet und sein homosexueller Sohn Sammy die eigentlichen Stars. Die Vater-Sohn Beziehung ist in diesem Buch meiner Meinung nach ein großes Thema, das mich sehr berührt hat. Ich freue mich auf jeden Fall auf den siebten Band der Reihe und hoffe, dass wir in Zukunft nicht nur von Saga und Joona hören, sondern eventuell auch nochmal von Rex. Ich rate daher allen Krimi Fans, einmal einen Lars Kepler zu lesen, und es ist egal mit welchem Band man anfängt. Es ist aber von Vorteil, wenn man wenigsten den 1. Band, „Der Hypnotiseur“ kennt.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Wir schreiben das Jahr 1901. In Pisa soll Puccinis Tosca in Anwesenheit des Königs aufgeführt werden, doch ergeben sich diverse Schwierigkeiten, denn künstlerische Intrigen und Sicherheitsbedenken drohen das Unternehmen scheitern zu lassen. Auch eine Bande von Anarchisten möchte zum Misslingen der Aufführung beitragen. Schließlich hebt sich aber doch der Vorhang, und es kommt zur Katastrophe... Der Autor mischt immer wieder Anekdoten aus der Welt der Oper und Originalzitate aus der Zeit in den Text, und so ist für skurrile Unterhaltung für zwischendurch bestens gesorgt.
 
Foto von Viola Leiter

Gerade gelesen

Der 7. Band der „Wait for you“-Reihe ist endlich da, und ich fiebere schon seit letztem Jahr auf diesen Band hin. J. Lynn gehört zu einer meiner absoluten Lieblingsautorinnen, da ihr Schreibstil und ihre Geschichten mich immer wieder in den Bann ziehen. Egal, ob Jugendbuch (Obsidian-Reihe- schreibt sie unter dem Namen Jennifer L. Armentrout) oder ihre Erwachsenenromane, ich lese wirklich jedes Buch von dieser sagenhaften Frau, da sie es schafft, ihre Charaktere so lebendig zu gestalten, dass man am liebsten mit ihnen befreundet wäre. Dieser Band handelt von Brock und Jillian, die man schon in den Vorgängerbänden kennen gelernt hat. Jillian und Brock sind schon seit Kindertagen befreundet und eigentlich unzertrennlich, aber durch gewisse Umstände werden die beiden getrennt und treffen erst nach Jahren wieder aufeinander. Ob die beiden wieder zueinanderfinden und aus dieser Freundschaft mehr wird, müsst ihr natürlich selber herausfinden. Die Cover dieser Reihe lassen schnell vermuten, dass es sich hier um einen Erotikroman handelt, aber davon sollte man sich nicht abschrecken lassen, denn ich selbst gehöre nicht unbedingt zu den Liebhabern dieses Genres. Erotik spielt hier nur eine untergeordnete Rolle. Das Augenmerk ist hierbei vielmehr auf die Charaktere gelenkt und auf ihre jeweiligen Entwicklungen, zueinander und zu sich selbst. Wer also gerne Liebesromane mit starken weiblichen Protagonisten liest, die sowohl traurig als auch einfühlsam und witzig sind, kann mit dieser Reihe absolut nichts falsch machen.
 
Foto von Helmut Oefner

Gerade gelesen

Ein Thriller, in dem es darum geht, das Netz des Bösen aus Korruption und Mord, in welches durchaus ehrbare Mitglieder der Gesellschaft, ja selbst Richter verstrickt sind, zu lösen. Grisham beschreibt in gewohnt spannender Weise, wie aus Profitgier Schlupflöcher des Rechts- und Wirtschaftssystems gefunden werden, um dieses zu beugen. Dabei wird auch vor ungerechtfertigten Todesurteilen nicht halt gemacht. Ironischerweise gibt letztendlich nicht das Streben nach Rechtschaffenheit, sondern wiederum Profitgier den Anstoß zur Aufdeckung der kriminellen Machenschaften. Wieder ein Grisham-Thriller, der nahtlos an die Qualität seiner frühen Erfolgsromane anschließt.
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

In Anlehnung an das Buch "Zero Waste" von Bea Johnson macht sich Olga Witt nun selbst daran, ihre Erfahrungen mit einem Leben ohne Müll zu berichten. Und sie macht uns Mut damit, denn wir alle können dazu beitragen - es geht ganz einfach. Wichtig ist ihr zu betonen, dass auch noch jeder so kleine Schritt hilft, unsere Umwelt und damit auch unser Leben zu verbessern: Vom Verzicht auf Werbeflyer im Postkasten bis zur Verwendung von Stoffservietten - die Autorin gibt uns zahlreiche praktische und vor allem alltagstaugliche Tipps. Also los geht's, denn (nach Dalai Lama): "Falls du glaubst, dass du zu klein bist, um etwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Raum ist."
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Ich musste zwei Tage lang über „Gotland“ nachdenken, bis ich den Plot in Worte fassen konnte. Vielleicht gelingt es mir jetzt auch nicht: Gotland ist eine Insel, aber bis der Leser begreift, was für eine Rolle Gott und die Insel spielen, dauert es schon eine Weile. Es gibt nach wie vor Passagen in diesem Roman, die ich mir nicht erklären kann. Beeindruckt war ich von der Mutter-Sohn-Beziehung und ihrer Nähe zur Bibel. Manche Bibelstellen werden vom Ich-Erzähler dermaßen geschickt in seine Kindheit und Jugend eingebaut, dass es ein Vergnügen ist, sie zu lesen. Michael Stavaric wird zurecht als „Meister des grotesken Humors“ bezeichnet, und vielleicht gibt es Gotland überhaupt nicht, so wie auch Gott uns manchmal rätselhaft erscheint!
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Eine Insel im Nebel, eine Göttin und drei Schwestern, die mit sechs Jahren voneinander getrennt werden und in einer jeweils anderen Familie als Königinnen erzogen werden. Jede der Königinnen hat eine Gabe, die in dieser Stadt erwachen und perfektioniert werden soll (Gift, Natur und Element). Am Beltanefest, nach ihrem 16. Geburtstag, beginnt die Zeit des Aufstiegs und die Schwestern haben 1 Jahr Zeit, um ihre Schwestern zu töten und Königin zu werden. Möge die Hinterlist beginnen! Lange auf den englischen Bestsellerlisten, wird diese Geschichte auch den deutschsprachigen Raum erobern. Für alle Fans von Trudi Canavan! Großartige Charaktere, unvorhersehbare Wendungen und spannender Nervenkitzel machen dieses Buch zu meinem persönlichen Highlight im Genre Fantasy.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

"Ein Roman ohne Fiktion" schwebte Javier Cercas für sein neues Werk vor, und das ist ihm mit "Der falsche Überlebende" vollauf geglückt. Darin beschäftigt er sich mit dem aufsehenerregenden Fall Enric Marco, der die Öffentlichkeit jahrelang getäuscht hat, indem er sich als Mitglied des Widerstands im Spanischen Bürgerkrieg und danach als Kz Überlebender des Lagers Flossenbürg ausgab. Dabei stand er immer im Rampenlicht, hielt Vorträge, gab Interviews, wurde Vorsitzender der Anarchistischen Gewerkschaft und leitete das spanische NS Opfer Komitee, ohne jemals in einem KZ inhaftiert gewesen zu sein. Nachdem er über einen langen Zeitraum unbehelligt mit seinen Lügen durchgekommen war, entlarvte ihn der spanische Historiker Bermal als Gauner. Javier Cercas zeigt Schritt für Schritt, wie Marco sich in seiner Lebenslüge einrichtete und schließlich als moderner Don Quijote scheiterte. Eine ungemein aktuelle Lektüre für das "postfaktische Zeitalter".
 
Foto von Bea Mader-Schwarz

Gerade gelesen

„Bedenke, was Du tust“ - der 19. Fall für Thomas Lynley und Barbara Havers, im Taschenbuchformat. Ein wahrer Satz, der besonders für Barbara Havers gilt. Die Polizistin, die seit Anbeginn Lynley mit Rat, Tat und Beharrlichkeit zur Seite steht, muss sich wieder einmal beweisen und den Anweisungen ihrer Vorgesetzten folgen. Dann bittet Rory Statham Barbara um ihre Hilfe. Ihre Freundin und Bestsellerautorin Clare Abbott starb unter mysteriösen Umständen in einem Hotelzimmer. Barbara ermittelt auf eigene Faust und überschreitet wieder einmal ihre Kompetenzen. Deshalb braucht sie dringend Lynleys Unterstützung und Hilfe, diesen Fall aufzuklären. Ein spannendes und raffiniertes Buch in bester englischer Krimitradition!
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Als ich SCAR das erste Mal in der Hand hatte, dachte ich mir, - allein vom Titel und Titelbild her - das muss wieder ein toller Horrorroman von Jack Ketchum sein. Aber ich habe mich getäuscht. Jack Ketchum führt uns dieses Mal in ganz andere Gefilde, wobei ich aber sagen muss, dass dieser Roman nicht weniger schockierend als seine Horrortitel ist. Er zeigt uns die Abgründe der Seele, „vor sich hin brodelnden“ Hass, die Verbundenheit zwischen Zwillingen und die unsterbliche Freundschaft zum Hund. Delia ist ein junges Mädchen, Zwillingsschwester von Robbie, Tochter von Bart und Pat, Schauspielerin und die beste Freundin des Hundes Caity. Sie hat ein Puppenhaus von ihrer Mutter im Zimmer stehen und in der Nacht, wenn alle schlafen, tummeln sich dort Geister. Bis ein schrecklicher Unfall passiert und das ganze stabile Familienleben zusammenbricht, wie ein Kartenhaus, und jemand in der Familie zum ersten Mal sein wahres Gesicht nicht mehr verbergen kann. Die Geschichte um Delia hat mich sehr berührt. Vor allem die Verbundenheit zwischen Mädchen und Hund war wunderschön beschrieben. Aber auch die Stellen, die man dann wieder "typisch Ketchum" nennen würde, haben ihren Effekt nicht verfehlt.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Jetzt ist das ultimative Buch für alle Disney Fans erschienen. Eine wunderschön gestaltete Graphicnovel über Micky Maus und wie er seine Minnie traf, mit den alten Originalzeichnungen von Cosey. Meiner Meinung nach sind die früheren Zeichnungen von Micky Maus viel schöner als die neuen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen: es sollte in keiner Sammlung fehlen! Und der Inhalt bietet auch einiges zum Schmunzeln.
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Ich habe ja schon öfter ein Backbuch als das beste, das schönste gelobt. Das neueste Werk aus dem GU-Verlag ist tatsächlich wieder mal eines, das aus der Masse heraussticht. Jeder Kuchen ist in maximal 30 Minuten fertig, was bedeutet, dass man mit diesen Rezepten WIRKLICH mal den unerwarteten Nachmittagsbesuch erfreuen kann! Mein Tipp: Halten Sie immer ein Kilo Mehl und eine große Packung Eis vorrätig und Sie sind für alle Eventualitäten gewappnet! Und machen Sie auf alle Fälle den Rocky-Road-Cake. Dazu brauchen Sie nicht mal einen Backofen!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

In dem Buch "Blauschmuck" - von der österreichischen Autorin Katharina Winkler - geht es um das junge türkisches Mädchen Filiz Lale, das wahrscheinlich irgendwo im ländlichen Ostanatolien unter ärmsten Verhältnissen aufwächst. Schon dort erfährt sie früh, was ein Blauschmuck ist und trägt ihn schon als kleines Kind, ob der Schmuck hell-, dunkelblau oder gar schwarz ist entscheiden die Wut und die Stärke der Schläge, die den Kindern und selbstverständlich auch der Ehefrau von dem eigenen Vater und Ehemann zugefügt werden. Die junge Filiz verliebt sich schon bald in den schönen Yunus und beschließt von Zuhause wegzulaufen, um ihn gegen den Willen des Vaters zu heiraten. Von da an wird sie täglich von ihrem Mann und dessen Mutter gepeinigt und gehalten wie eine Sklavin. Für uns in Österreich ist es undenkbar, wie die Menschen dort leben; als selbstverständlich wird es angesehen, Frauen und Kinder zu schlagen. Eine Frau ohne Blauschmuck ist keine Frau und der Gatte dann auch kein richtiger Mann, wenn er seine Frau nicht schlägt. Unvorstellbar, doch das Szenario dieses Buches beruht auf einer wahren Geschichte. Ich kann es verraten, da es im Klappentext auch steht: Filiz schafft es später mit ihrem Mann nach Österreich und kann sich dort in ein Frauenhaus retten. Irgendwann muss Katharina Winkler ihr einfach gut zugehört und dann diese Geschichte so gefühlvoll auf Papier gebracht haben.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Danzig ist der Schauplatz dieses spannenden Krimis einer bei uns noch unbekannten Autorin, die in ihrer Heimat längst ein Star ist, und das vollkommen zu Recht: Die Geschichte ist gut gebaut und spannend erzählt, die Atmosphäre geht unter die Haut, die Personenzeichnung ist liebevoll und detailliert, und obwohl der Plot sehr verwickelt ist, bleibt jeder Schritt der Auflösung plausibel und nachvollziehbar - ein gelungenes Debut, bei dem man sich schon auf die Nachfolger freut!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Die einfachen, präzisen Sätze lösten zu Beginn des Buches eine spontane Erinnerung an Toni Morrisons Werk „Beloved“ aus. Constance ist stark und hat viel mehr Kraft als ihr Mann, außerdem schießt sie wie ein Scharfschütze, daher beschließt sie, 1863 gegen die Südstaaten in den Krieg zu ziehen. Als Mann verkleidet erlebt sie einen Alptraum, aus dem sie nie mehr wieder entkommen kann. Mit seiner wundervollen Prosa hat sich Laird Hunt in die Herzen der Leser geschrieben. Ich muss jetzt unbedingt weitere Recherchen betreiben, wie viele Frauen im amerikanischen Bürgerkrieg als Mann verkleidet gekämpft haben. Eine Rarität der amerikanischen Literatur, ein episches Werk mit vertauschten Rollen!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Das Buch "Wir müssen über Kevin reden" hab ich schon vor einigen Jahren gelesen. Jetzt ist es in einer neuen schönen Taschenbuchausgabe erschienen. Ich kann diese Lektüre nur empfehlen, es war eines der besten Bücher, die ich jemals gelesen habe. Am Ende steht man vor der Frage, ob das Böse in manchen Kindern nicht schon von Geburt an vorhanden ist oder ob es wirklich von äußeren Umständen abhängig ist, dass manche Menschen solche Gräueltaten begehen. Aber Vorsicht, es ist nichts für zartbeseitete Leser!
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Irgendwie ist Lars Kepler lesen so ähnlich wie einen Hollywood-Blockbuster schauen, z.B. "Stirb langsam" mit Bruce Willis oder einem ähnlichen Superhelden. Irgendwie ist bei Kepler alles ein bisschen "too much" und der Ermittler Joona Linna eine wandelnde One-Man-Show, dazu noch unfassbar gutaussehend. Warum ich die Kepler-Krimis trotzdem mag? Natürlich weil sie unerträglich spannend sind und weil ich mich jedes Mal aufs Neue wundere, wie sich ein Autor (gut, in dem Fall sind es ja zwei) dermaßen phantasievolle und haarsträubende Stories ausdenken kann. Gestört haben mich dieses Mal allerdings einige inhaltliche Fehler: so hat Joona z.B. zu Anfang kurzes, fast stoppeliges Haar, und ein paar Tage später streicht er sich durch seine wuschelige Mähne?! Und Maiglöckchen Ende August?! Wohl auch in Skandinavien eher ungewöhnlich. Und was sich deutsche Verlage bei Romantiteln so denken, habe ich ja schon öfter bemängelt. Originaltitel: "Kaninjägaren", der Mörder hier ist der "Kaninchenjäger" und Kaninchen und ihre unterirdischen Bauten spielen eine große Rolle. Da aber auch dieses Buch schrecklich endet und mich lange grübeln ließ, warte ich jetzt schon sehnsüchtig auf Band 7!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Vor ca. 10 Jahren habe ich den ersten Roman von Monika Held gelesen (Melodie für einen schönen Mann). Den Inhalt kann ich nicht wiedergeben, denn es war die schöne Sprache, die mich gefesselt hat. Ihre vier Romane überzeugen aber auch mit einer großartigen Handlung. Faszinierend war im „Sommerkind“, wie sich Monika Held dem Thema Erinnerung nähert: Woher kommen diese Bilder? Hat Ragna den Sommer in ihrer Kindheit wirklich erlebt oder fühlt sie sich plötzlich wieder in ihre Kindheit zurückversetzt, da sie an einem Projekt mit dem Thema „Heimat“ arbeitet? Nach und nach fügt sich ihre Suche nach dem Jungen Kolja zu einem einprägsamen Bild zusammen. Ein wundervoller Roman ist entstanden, der jeden berührt!
 

Gerade gelesen

Daniel lernt Natasha durch Zufall kennen und verliebt sich in sie. Doch Natasha ist von ihm nicht überzeugt und sieht auch keine Zukunft für beide, da sie an diesem Tag abgeschoben werden soll. Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, einmal von Daniel und dann von Natasha erzählt. Bei diesem Buch muss man sich die ersten Seiten erkämpfen dann wird es aber sehr spannend.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Was macht eine Erinnerung aus? Kann man sich an Ereignisse erinnern, die nicht im eigenen Leben sondern bereits davor eingetreten sind? Was haben die Großeltern mitgemacht, das man jetzt aufarbeiten muss? „Flugschnee“ ist eine sehr feinfühlige und schöne Geschichte über das Leben selbst. Lucys Bruder Simon verschwindet und auch Lucy gleitet ab in eine Familiengeschichte, die sich bei den Großeltern zu Weihnachten vor knapp 20 Jahren ereignet hat. Vieles blieb ungesagt und hat alle Familienmitglieder belastet! Mit einem abgeschlossenen Germanistik- und Psychologiestudium kann nur ein großartiger Roman entstehen!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Dieses Buch hat mich von Anfang an begeistert. Es handelt von den 1920er Jahren in Amerika und behandelt ein Verbrechen das damals an den Osage Indianern in Oklahoma verübt wurde, die zu dieser Zeit das höchste Pro-Kopf-Einkommen Amerikas hatten. Denn das Land, welches ihnen als Reservat zugewiesen wurde, barg immense Ölvorkommen, das den Indianern ein Leben in ungeahnten Luxus ermöglichte. Dieses Sachbuch liest sich fast wie ein Roman, weil es mit vielen Bildern dieses Verbrechen dokumentiert. Zu einer Zeit als es noch keine richtige Polizei gab - sondern nur selbst ernannte Gesetzeshüter, die als Hilfssheriff auftraten und bei denen nichts zwischen ihnen und dem Gesetz stand - war es nicht so einfach, diesen Fall zu lösen. Es handelte sich ja schließlich "nur" um ein paar tote Indianer. Gleichzeitig beschreibt es auch die Geburtsstunde des FBI, die diesen Fall schlussendlich lösen konnten. Hochspannend!
 
Foto von Gerda Kurz

Gerade gelesen

Wer hat Angst vorm Älterwerden? Niemand!! Und wenn es aber kommt? Nein, dann laufen wir nicht davon, dann schlagen wir erstmal bei Uwe Böschemeyer nach und kommen drauf, dass jedes Lebensjahrzehnt gleich wertvoll ist. Wenn auch der Körper älter wird, so wird doch der Geist weiter, weiser, tiefer, großzügiger und lebendiger. Er macht uns fähig, vergangenes Verletzendes zu vergessen und neugierig in die Zukunft zu schauen. In diesem Buch geht es aber um viel mehr als nur um das Älterwerden: um ein JA zum Leben, ein JA zu sich selber. Uwe Böschemeyer als Gründer des ersten deutschen Instituts für Logotherapie beleuchtet behutsam auch Themen wie Alzheimer, Sterben und Tod, er entlarvt den JA-Sager und den NEIN-Sager in uns und wirft wichtige Fragen auf: Wie bin ich geworden? Wer und wie könnte ich sein? Was habe ich erreicht und worum sollte es in den nächsten Jahren gehen? Lassen Sie sich ein auf Uwe Böschemeyer und dieses wunderbare Buch: es ist nicht nur lesens- sondern auch erlebenswert!
 
Foto von Bea Mader-Schwarz

Gerade gelesen

Absolut spannend und mit starken Charakteren besetzt ist der bereits im Taschenbuch erschienene Krimi von Joakim Zander. ". Der amerikanische Agent versucht seiner Vergangenheit davon zu schwimmen. Und wird dann doch seiner Geschichte konfrontiert. Zur Zielscheibe werden Klara und Mahmoud, die alles daran setzen, ihr Leben zu behalten. Der promovierte Jurist hat einen brandaktuellen und anspruchsvollen Thriller in bester schwedischer Krimitradition verfasst. Man kann sich auf neue Werke des Autors freuen.
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Tim Parks erzählt die Geschichte von Thomas und Mary in Kapiteln, die allerdings nicht chronologisch geordnet sind. So weiß man nicht, haben sie sich jetzt schon getrennt oder leben sie wieder zusammen? Zum wie vielten Mal hat Thomas eine Affäre mit einer wesentlichen jüngeren Frau? Amüsant und auch nachdenklich erfahren wir somit, was eine Ehe, die 30 Jahre lang dauert, letztendlich zum Scheitern bringt.
 
Foto von Viola Leiter

Gerade gelesen

Sabrina Bowens Buch „True North“ ist der Auftakt einer neuen Reihe. Dass Sabrina Bowen ein Talent zum Schreiben hat, wird dem Leser schon nach den ersten paar Seiten bewusst. Sie schafft es nicht nur die Leser durch ihren hervorragenden Schreibstil in ihren Bann zu ziehen, sondern auch durch ihre realistische Charaktere, mit denen man sich identifizieren kann. Audrey Kidder und Griffin Shipley kommen aus verschiedenen Welten. Sie strebt ein eigenes Restaurant in der Großstadt an, während er den Familienbetrieb im wunderschönen Vermont übernimmt. Das Schicksal führt die beiden dennoch zusammen, und hiermit beginnt für den Leser ein tolles Lesevergnügen. Wer zu diesem Buch greift, wird sich nicht nur in die Geschichte von Grif und Audrey verlieben, sondern auch in seine Familie, die eine wichtige Rolle im Buch einnimmt. Wir können auf jeden Fall gespannt sein, was die Autorin noch zu bieten hat und von welchen Charakteren die Folgebände handeln.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Margaret Atwood lässt ihren neuen Roman in einer von Wirtschaftskrise und daraus resultierendem Terror geprägten Zukunft spielen. Als Zuflucht bietet sich eine nach außen hermetisch abgeriegelte Stadt an, in der ein gesellschaftliches Utopia entstehen soll. Die BewohnerInnen verpflichten sich, jeden zweiten Monat im Gefängnis zu verbringen und dort gemeinnützige Arbeit zu verrichten. Den Rest der Zeit leben sie glücklich und zufrieden in einem hübschen Heim. Doch Theorie und Praxis klaffen weit auseinander... Margaret Atwood seziert mit bitterbösem Humor gesellschaftliche Zustände und beschäftigt sich in diesem Buch besonders mit der Gier nach Geld und Sex.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Was haben Thomas Edison und J.P.Morgan miteinander zu tun? Und wie kommen Westinghaus und Tesla ins Spiel? Wie kam es zur Erfindung des elektrischen Stuhls? Wer hat Amerika wirklich elektrifiziert? Anthony McCarten erzählt die faszinierende Geschichte des genialen Erfinders Edison und seines wirtschaftlichen Mentors J.P.Morgan, der als erster Börsenspekulant der Wall Street in die Geschichte einging. Er zeichnet ein detailfreudiges Portrait einer Gesellschaft im Aufbruch und beleuchtet im speziellen Themen wie Fluch und Segen des Fortschritts oder Geld und Moral. Dies macht die Lektüre auch für uns heute höchst interessant und zugänglich!
 
Foto von Klaus Seufer-Wasserthal

Gerade gelesen

Jetzt sind die Essays der großen türkischen Romanautorin und Oppositionellen erschienen. Asli Erdogan, die in der Türkei auf ihren Prozess wartet und der eine lange Haftstrafe droht, ist zur Symbolfigur für die Meinungsfreiheit und das Ausmaß der türkischen Willkürherrschaft geworden. Ihre Kolumnen sind wertvoll in ihrer Schonungslosigkeit: Schonungslos in ihrer Selbstkritik und in ihrer Kritik an der Gesellschaft, schonungslos in ihrer Sprache und in ihrer Ehrlichkeit, in ihrem Streben nach radikaler Ehrlichkeit.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Jetzt ist endlich auch die zweite Geschichte über Alice in einer wunderschönen Ausgabe erschienen. Mich beeindrucken die Zeichnungen von Benjamin Lacombe immer wieder aufs Neue. Für mich ist er einer der besten Illustratoren weltweit. Da ich die Geschichte "Alice im Spiegelland" noch nie gelesen hatte, war dieses Buch für mich ein gefundenes Fressen. Die Magie dieser Geschichte hat mich wie schon beim ersten Band "Alice im Wunderland" zur Gänze in den Bann gezogen. Ein wunderbares Buch für Buchliebhaber und Sammler!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Ehrlich gesagt habe ich zu diesem Buch nur gegriffen, weil mir das Cover so gut gefallen hat, aber ich habe es nicht bereut. Es steckt wirklich eine sehr nette Geschichte dahinter, über eine sehr eigenbrötlerische Frau, die einen zunächst auch nicht ganz sympathisch ist mit ihren kleinen Macken. Aber Seite für Seite verliebt man sich immer mehr in Eleanor und schlussendlich hofft man einfach nur noch, dass sie ihren Traummann bekommt und auch ein wenig Glück in ihrem Leben findet. Ein nettes Buch für zwischen durch und eine herrliche Frühlingslektüre, die Schmetterlinge im Bauch aufkommen lässt.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Eva Menasse begleite ich schon seit Jahren: ihre Auftritte in den Medien, und natürlich lese ich jede Zeile von ihr. Lasst euch nicht abschrecken von dem Titel, die Tiere krabbeln nicht über die Buchseiten. Man muss sie schon suchen, versteckt zwischen den Zeilen, die versteckten Tiermeldungen, aus der sich dann ein Charakter erschließt! Jeden Abend habe ich mir eine Geschichte von Eva Menasse vorgenommen und jeden Abend haben mich ihre Sätze glücklich gemacht. So auch folgender, in der zweiten Erzählung („Raupen“): „Von diesem Lächeln wandte sich jemand wie Konrad lieber ab. Die Offenheit, die Zärtlichkeit, die glühende Selbstaufgabe, die darin lagen, war mehr, als man aushalten konnte. Wer die Welt so anlächelte, musste eine Schraube locker haben. Oder ein Schutzblech zu wenig über der Seele.“ Eva Menasse versprüht Witz, Charme und viel Geist!
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Lange lag dieses Buch auf meinem „Stapel der nichtgelesenen Bücher, und ich bereue es, dieses Meisterwerk nicht eher gelesen zu haben. Eine Welt, die durch einen Fluch in immerwährendem Winter liegt, ein König, mit einem Herz aus Eis, eine Frau die Geschichten erzählt, - flüsternd- und ein Mädchen das mehr mit dem allem zu tun hat, als es den Anschein hat. Eine Geschichte wie ein spannendes Märchen, wundervoll durchdacht und auf Papier gebracht. Jede Seite dieses Fantasyromans hat mich gefesselt. Ich habe mit Emma mitgefühlt und beim Weglegen des Buches musste ich mich immer überwinden. Das Buch hat auch den Seraph 2017 in der Kategorie „Bestes Buch“ gewonnen!
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

„Seit du bei mir bist“ war mein erster Roman von Nicholas Sparks! Im Mittelpunkt steht eine dreiköpfige Familie, doch der Schein trügt! Eine Mutter, die nicht mehr will und ein Vater, der scheinbar alles verliert. Die Familie wird umfassend portraitiert und vor allem die kleine Tochter London habe ich sofort ins Herz geschlossen. Ich muss sagen, dass ich mir (vielleicht auch wegen der Filme) vorgestellt habe, dass seine Bücher vor Kitsch nur so triefen. Womit ich bei diesem Buch aber völlig daneben lag. Die Geschichte ist zwar sehr emotional und voller Gefühl, aber nie übertrieben. In diesem Roman steht die Liebe im Hintergrund, im Vordergrund steht die Liebe zur Familie, zur Mutter, zur Tochter, zur Schwester. Tja, dieses Buch hat mich dazu motiviert, meiner Familie einfach mal wieder Danke zu sagen!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Auf dieses schräge Buch wurde ich wirklich nur durch die Covergestaltung aufmerksam, aber es hat sich gelohnt, einen Blick hinein zuwerfen. Wer sich hier nur ein lustiges Buch mit trivialen Inhalt erwartet, wird definitiv überrascht werden. Tiefsinnig und dennoch witzig beschreibt die Autorin Anna Basener hier das Leben von Änne, die Wirtschafterin in einem Bordell war, offiziell war es natürlich ein Hotel. Die Protagonistin Änne wächst einen schon auf den ersten Seiten ans Herz: eine starke Frau, die sich meist mit Worten durchsetzt aber auch mal zuschlagen kann wenn es brenzlig wird. Geschrieben ist das Buch natürlich in einem typisch deutschen Jargon, der mir persönlich gar nicht schlecht gefallen hat. Ich war von diesem Buch sehr überrascht, im positiven Sinne!
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Die Suche nach verborgenen Schätzen im Meer - alter Champagner - bringt eine tödliche und unbeherrschbare Macht mit sich. Tadeus Boch kommt in den Besitz dieser Macht, eine uralte Spielkarte. Bald schon beginnt eine Hetzjagd, denn jeder, der von der Karte weiß, will sie haben. Wieder einmal ein gelungener Heitz. Diese Mischung aus Action, Horror und Mystery beschert mir jedes Mal aufs Neue eine Gänsehaut. Er gibt eine rasante Geschwindigkeit vor, konzentriert sich aufs Wesentliche, sodass einem nie langweilig wird. Trotz der Menge an Büchern, die es mittlerweile von Markus Heitz gibt (die ich fast alle gelesen habe), muss ich sagen, dass er es schafft, jedem seiner Bücher einen individuellen Touch zu verleihen.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Wenn ich jemanden erkläre, wieso mir dieser Roman so gut gefallen hat, schütteln sie nur den Kopf. „Seit wann interessiert dich ein Horrorfilmprojekt? Du liest nicht so schräge Bücher…!“ Stimmt, wenn man den Klappentext liest, würde man nie vermuten, dass hier ein großartiger Autor am Werk war. Man liest die ersten Seiten und ist gefesselt: von einem Horrorfilmprojekt, einer Chronik der Ängste. Die Beteiligten fragen sich ständig, ob es etwas gibt, wovor man Angst hat. Es sind unfassbare Geschichten, die bei den Gruppensitzungen vor der Entstehung des Films an die Öffentlichkeit kommen. Geschichten, die aber jeder kennt und die auch in uns Angst auslösen würden. Christoph, der Regisseur dieser unfassbar unmenschlichen Grausamkeiten, betont aber immer wieder. Dass es keine Therapie- sondern Angstsitzungen sind. Fast in der Mitte des Romans wird ein Film von Lars von Trier erwähnt, „Die Idioten“. Genauso geht es in den Treffen der bunt zusammengewürfelten Gruppe zu, und Moritz, der intelligente Erzähler, bietet uns kostbare Einblicke ins Leben!
 
Foto von Viola Leiter

Gerade gelesen

Tyrion Lennister ist wohl einer der herausragendsten Charaktere aus „Game of Thrones / Das Lied von Eis und Feuer“ von George R. R. Martin. Er ist für seine spitze Zunge und seine sarkastischen Bemerkungen bekannt. In diesem kleinen Büchlein sind einige Zitate und Weisheiten, sowohl von den Büchern, als auch von der Erfolgsserie Game of Thrones, gesammelt. Die Aufmachung des Buches ist wunderschön gestaltet. Zahlreiche Illustrationen sind über die einzelnen Seiten verteilt und verleihen diesem Buch einen besonderen Charakter. Was mir ebenfalls besonders ins Auge gestochen ist, ist dass unter jedem Spruch, welche nach verschiedenen Thematiken geordnet sind, die Stelle aus dem jeweiligen Band/Folge vermerkt ist, aus welcher das Zitat stammt. Somit kann man die Zitate und Weisheiten, die einem besonders im Gedächtnis geblieben sind, schnell in den Büchern ausfindig machen und bei Gelegenheit nachlesen. Wer ein Fan von Game of Thrones ist und den Charakter von Tyrion so gern mag wie ich, wird dieses Buch lieben und öfters darin blättern. Außerdem passt das Buch wunderbar zu den bisherigen Büchern und ist somit ein Schmuckstück in jeder Sammlung.
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Nach über 10 Jahren hat Anne Holt ihre Kommissarin Hanne Wilhelmsen aus der Versenkung zurückgeholt. Sie arbeitet jetzt wieder für die Polizei, indem sie sog. Cold Cases aufklären soll. Gleichzeitig steht ganz Oslo nach zwei verheerenden Bombenanschlägen unter Schock. Was liegt heutzutage näher, als dahinter eine Dschihadisten-Gruppe zu vermuten? Aber was wäre, wenn alles ganz anders ist? Bis Hanne erkennt, wie ihr 18 Jahre zurückliegender Fall um die verschwundene Karina mit den Anschlägen zusammenhängt, ist es fast zu spät. Anne Holt beschreibt Extremismus in seinen verschiedenen Formen (und was er mit den Menschen macht) sehr anschaulich. Leider musste ich feststellen, dass mir die eigenbrötlerische und sehr spezielle Hanne nicht (mehr) so richtig sympathisch ist. Ich glaube, in den früheren Bänden und vor ihrer Schussverletzung war sie netter. Trotzdem und trotz der Tatsache, dass auch in diesem Band eine liebgewordene Hauptfigur ihr Leben lassen muss, ist es ein spannendes Buch!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Sie ist jung, wunderschön, und bezeichnet sich als eine "braune Frau". Es ist die Frau, die sie in ihren Gedichten ehrt: ihre Weiblichkeit, den Schmerz, aber auch den stillen Triumph, die Schönheit um sich herum wahrzunehmen. Rupi Kaur kam mit vier Jahren mit ihren indischen Eltern nach Kanada. Da sie kein Englisch sprach, hat sie gezeichnet, nach dem Vorbild ihrer Mutter. Doch die Worte, die Sprache wurde immer stärker in ihr und mit ihren Blogs hat sie auf der ganzen Welt Bewunderer gefunden. Und wenn man diese Gedichte liest (die deutsche Übersetzung ist hervorragend!), weiß man, dass es möglich ist, mit Worten eine Welt zu erschaffen, in der es Milch & Honig gibt. Rupi Kaur trägt dazu bei, dass viele unterdrückte Frauen eine Stimme bekommen!
 
Foto von Viola Leiter

Gerade gelesen

Wer zu einem Buch von Colleen Hoover greift, kann sich sicher sein, dass es sich dabei um keine normale Liebesgeschichte handelt. Die Autorin ist dafür bekannt, dass sie ihre Figuren meist schlimme Schicksale durchstehen lässt. Auch die Protagonisten in diesem Buch, Fallon und Ben, haben in ihrem Leben Einiges durchgemacht. Meines Erachtens nach, behandelt Frau Hoover hier ein sehr wichtiges Thema. Selbstliebe spielt in ihrem neuen Buch eine sehr große und wichtige Rolle. Wer schon einmal ein Hoover Buch gelesen hat, weiß dass die Autorin gerne mit verschiedensten Stilmitteln, wie Rückblenden spielt. Diese besonderen Stilmittel setzt sie auch bei der Geschichte von Benton und Fallon ein. Das Besondere an diesem Buch, was es unheimlich spannend für mich gemacht hat war, dass sich die Geschichte immer nur an einem besonderen Tag abspielt - und zwar den 9. November - und das Jahr für Jahr. So wird es uns Lesern ermöglicht, die Protagonisten beim Erwachsenwerden zu begleiten. Auf jeden Fall ein lesenswertes Buch, mit einer wichtigen Botschaft.
 
Foto von Gerda Kurz

Gerade gelesen

Henry ist Schriftsteller, Ehemann, Betrüger, harter Hund. Er führt ein oberflächliches Leben, unfähig zu größeren Gefühlen. Als seine Geliebte ihm eröffnet, schwanger zu sein, schmiedet er einen perfiden Plan. Leider geht dann aber einiges schief und das schlimmste an der Geschichte ist: Es fehlen noch 20 Seiten seines letzten Romans. Der Krimi ist sehr sehr spannend, nicht nur einer, sondern gleich mehrere rote Fäden durchziehen ihn, man wird hineingezogen und kann ihn nicht mehr weglegen. Ich habe das Abendessen verpasst, aber wer braucht schon Abendessen, wenn man in einen so spannenden Krimi vertieft ist?
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Das zweite Buch von Anna Romer "Am dunklen Fluss" ist ein großes australisches Familienepos. In der Geschichte geht es um die 30-jährige Buchhändlerin Ruby Cardel, die schon fast ihr ganzes Leben lang mit schweren Schuldgefühlen zu kämpfen hat, da sie sich die Schuld an dem Tod ihrer Schwester Jamie gibt, die als Kind tödlich verunglückte. Das Buch spielt zu einen Großteil im Jahre 2013 und erzählt von Rubys Leben und ihrem Lebensgefährten Rob. Die Autorin baut immer wieder Rückblenden - in Form von Rubys verdrängten Erinnerungen an ihre Kindheit - ein. Zusätzlich gibt es noch einen zweiten Handlungsstrang, der es mir besonders angetan hat, da er im Jahre 1889 spielt und von Rubys Urgroßmutter Brenna handelt, die ein nicht ganz einfaches Leben hatte. Sie stammt von den Aborigines ab und sie muss diesen Umstand vor ihrem frisch angetrauten Ehemann verheimlichen. Alle Stränge enden am Familienanwesen Lyrebird Hill, das so einige Geheimnisse verbirgt. Das Buch hatte auf mich eine wahnsinnige Sogwirkung, so dass ich es nicht aus der Hand legen konnte. Ich kann gar nicht genug von solchen Geschichten bekommen und als nächstes werde ich mir ihren ersten Roman "Das Rosenholzzimmer" vornehmen.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Dass Lena Andersson sich in ihrem nächsten Roman wieder der unglaublich intelligenten – aber unglücklichen – Ester widmet, freut uns Leser sehr. Ihre scharfsinnige, feinfühlige Sprache zieht uns sofort in Esters Welt. Wer hätte sich Gedacht, dass Esther nach dem Desaster mit ihrem Künstler, den sie ja ach so geliebt hat, erneut so naiv der Liebe verfällt - mit all ihren grausamen Facetten. Die Liebe ist für Ester wohl ein Sport, wie das Laufen in einem Hamsterrad. Olaf wirkt auf sie wie eine Droge, von der sie nicht mehr loskommt. Teilweise möchte man Ester wirklich schütteln, dass sie so klug und gleichzeitig so dumm sein kann, sie, als profunde Kennerin der Literatur und Kunstwelt. Es gäbe sicher viele Wege, sich einer unglücklichen Liebe zu entziehen, und doch gefällt mir Esters Version am Besten!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Selten hat mich ein Roman bis in meine Träume verfolgt. Am Morgen danach war die Verwirrung groß, die Welt, die Zia Haider Rahman uns vermittelt, erinnert stark an die heutige Zeit. Ein Londoner Banker, dessen Leben sich durch den Börsencrash völlig auflöst, beginnt die Geschichte seines Jugendfreundes Zafars aufzuschreiben. Was sie früher verbunden hat, trennt sie heute, gleichzeitig gibt ihnen die Zerissenheit ihres Landes wieder neuen Halt. Die Sprache spitzt sich immer mehr zu und dringt in den Kopf des Lesers ein: man läuft wie auf Wasser! Diese einmalige Komposition dieses großen Sprachkünstlers wird noch heftig in der literarischen Welt für Furore sorgen! Ein Kunstwerk!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Endlich gibt es von Edgar Allan Poe auch eine schöne Ausgabe auf Deutsch. In "Unheimliche Geschichten" finden wir 7 fabelhafte Erzählungen von einem der ersten Krimischriftsteller überhaupt. Wer Edgar Allan Poe kennt sollte auf dieses Buch auf keinen Fall verzichten. Die Übersetzung von Andreas Nohl (der unter anderem zuletzt mit dem Heinrich Maria Ledig- Rowohlt- Preis für literarische Übersetzer ausgezeichnet wurde) gibt den Werken von Poe einen modernen Anstrich der besonderen Art. Ein Buch perfekt gemacht für die Dämmerung oder die Nacht!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Wer denkt, dass Kurzgeschichten langweilig sind, wird hier eines Besseren belehrt. Stephen King lehrt uns zwar hier nicht das Fürchten, jedoch glänzen seine Kurzgeschichten durch Spannung, Humor und sprachliche Brillanz. Zwischendurch erfährt man sogar private Details aus dem Leben des großen Autors. Besonders gut fand ich die Kurzgeschichten “Raststätte Mile 81”, “Böser kleiner Junge” und “Mister Sahneschnitte”. Die Kurzgeschichten sind nicht vergleichbar mit seinen Romanen. Ich würde sagen, das auch die Ängstlichen unter uns bei diesen Buch auf ihre Kosten kommen. Ich kann es wirklich weiterempfehlen!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Die junge Kaiserin Sisi scheint sich schon zu Beginn des Buches im Stift in Tirol fehlplaziert zu fühlen, lieber verlässt sie ihr warmes Bett und sucht Schutz bei ihrem geliebten Pferd. Sie ist wild und auch ihre langen Haare, in die sie sich fast einwickeln kann, lassen sie wie eine Zigeunerin wirken. Auch nach zwanzig Jahren an der Seite des Kaisers hat sie sich noch nicht an die Gepflogenheiten des Hofes gewöhnt und meidet öffentliche Auftritte. So wird ihre Erscheinung in Tirol zu einem Mythos, und ihre Schönheit verzaubert das Volk. Vieles wissen wir bereits über die dem Schlankheitswahn verfallene Elisabeth, und doch erzählt Jeannine Meighörner eine ganz neue Geschichte über Sisis Besuche in Tirol.
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Dieser Ratgeber sollte Pflichtlektüre für alle sein, die nachhaltiger leben möchten - also trifft es jeden von uns! Die 350 praktischen Tipps für den Alltag reichen von der Papiervermeidung bis zur Konsumeinschränkung. Das kleine Büchlein gibt einen sehr guten Überblick, wer sich genauer informieren möchte, der findet im Anhang ausführliche Linktipps. Ausreden sind zwecklos, denn: "Wer wirklich etwas ändern will, tut das gleich. Es kann sofort losgehen. Und zwar jetzt."
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Gut dass das neue Buch von Heinz Strunk leichter verdaulich ist; „Der goldene Handschuh“ war zwar gut, aber nicht für sensible Leser geeignet. Das schätze ich an Heinz Strunk, dass er so vielseitig sein Talent einsetzen kann. Jürgen ist alleinstehend, seine Mutter wohnt seit Jahren bei ihm und ihre Pflegerinnen müssen mit den Launen der alten Dame zurechtkommen. Jürgen hat sich schon daran gewöhnt, es fehlt halt die Frau. Seine Suche nach der Auserwählten – zusammen mit seinem langjährigen Freund – gestaltet sich bald recht abenteuerlich! Irgendwie ist mir Jürgen im Laufe der Lektüre sehr ans Herz gewachsen, obwohl ich eine starke Abneigung gegen Menschen habe, denen die Verzweiflung und die Liebesbedürftigkeit regelrecht anzusehen ist. Das macht der Jürgen schon richtig, und seine Selbsteinschätzung und seine inneren Monologe sind wirklich lustig!
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Willkommen zurück im Keller. Laymon legt uns mit "Die Tür" den vierten Keller Roman vor. Zwei Jugendliche brechen in der Nacht in das Horrorhaus ein. Ein Haus, wo bestialische Morde geschahen und das jetzt als Touristenattraktion fungiert. Was dort passiert hätt ich mir nie gedacht. Trotz der Kürze des Textes, die mich ein bisschen geschockt hat, eine gelungene Ergänzung zu den anderen Romanen. Wobei ich sagen muss, dass ich von der Bonusnovelle "Die Wildnis", die ebenfalls in diesem Buch ihren Auftritt hat, weitaus mehr angetan bin. Ein junger Mann auf Wandertour, der dort die Natur, die Ruhe und Einsamkeit zu lieben lernt - zu sehr wie man bald feststellen wird. Wir begleiten ihn, mittels "Reisebericht-Tagebuch". Spannend und schockierend glaubwürdig geschrieben, dass ich mich manchmal sogar frage, ob manche Menschen, die in den Bergen verschwunden sind, das gleiche durchgemacht haben.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Die österreichische Krimiwelt ist um einen Ermittler reicher. Sein Name ist August Emmerich, und sein Wirkungsbereich befindet sich in Wien. So weit, so unspektakulär. Hoch interessant sind jedoch Zeit und Ambiente, in denen die Geschichte angesiedelt ist. Wir befinden uns im Jahr 1919, also kurz nach dem Zerfall des Habsburger Reichs: Elend, Hunger und Seuchen überziehen die vom Krieg gebeutelte Stadt, Schwarzhändler , Ganoven und Prostituierte bevölkern die Szenerie. August Emmerich ermittelt auf eigene Faust in einer Reihe von Morden, die im Zusammenhang mit grausamen Kriegsverbrechen in Galizien stehen. Die spannende Handlung ist in einem düsteren Wien abseits aller Klischees angesiedelt, die Details sind gut recherchiert, und so ergibt sich ein höchst lebendiges Bild einer Epoche des Übergangs. Eine echte Bereicherung für alle Krimifreunde!
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Heutzutage können sich die meisten Menschen ein Leben ohne Handy, Internet, Facebook etc. gar nicht mehr vorstellen. Die Internetgeneration ist da und natürlich machen sich das auch viele Autoren zunutze. Wie Sebastian Fitzek in seinem neuen Thriller. Eine Website, auf der man Menschen nominieren kann, die dann anscheinend straffrei getötet werden können und ein Preisgeld von 10 Millionen Euro winkt demjenigen, der den Gejagten tötet. Gewählt werden Ben und Arezu, die jetzt 12 Stunden um das nackte Überleben kämpfen müssen. Die Spannung der Fitzek Werke überrascht mich jedes Mal aufs Neue, und ich konnte den Thriller gar nicht mehr aus der Hand legen. Immer wenn ich glaubte, das Monster benennen zu können, belehrte mich der Autor mit seiner einmaligen Fitzek-Manier eines Besseren. Der Autor weiß wie man Menschen verwirrt und falsche Fährten legt, damit man ja nie vor seinem beabsichtigten "AHA-Effekt weiß, wer der Böse ist.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

„Was macht der Mensch mit der Natur. Und was macht die Natur mit den Menschen?“ Und wie kann ich in Worte fassen, was dieses Buch mit mir gemacht hat? PUBLISHER WEEKLY findet folgende Worte: „Die Erfahrung, in ein Buch so tief einzutauchen, macht man nur alle paar Jahre.“ Und USA TODAY fasst es mit „Meisterhaft. Ein Wunder“ zusammen, diese Sprachgewalt auf 850 Seiten! In 300 Jahren wächst die Familie (schwierig alle Namen zu behalten), doch die Baumpopulation schrumpft verheerend. Die Dynastie, die aus den „Sel“ und den „Duquet“ entsteht, gedeiht an unterschiedlichen Orten (Amerika, Kanada, Niederlande, Neuseeland), überall treffen die Bewohner auf die Gier und Zerstörungswut des amerikanischen Kapitalismus. Annie Proulx verbindet alle Stimmen zu einem großartigen, unterhaltsamen, wichtigen zeitgenössischen Werk, das in seiner Klarheit jeden Leser überzeugt!
 
Foto von Gerda Kurz

Gerade gelesen

Meine Maman war eine ganz besondere, wunderbare Frau. Und mein Leben mit ihr und Papa auch. Papa nannte sie jeden Tag anders, weil sie so viele Frauen war. Mal war sie Henriette, dann wieder Gloria, Hortense oder gar Georgette. Maman siezte jeden, auch mich und unseren Hausvogel, Taugenichts. Bei uns daheim wurden ständig große Feste gefeiert, Maman und Papa tanzten eigentlich ständig und Mr. Bojangles ging bei uns ein und aus. In der Schule lief für mich eigentlich alles schief. Meine Lehrerin konnte einfach nicht verstehen, warum ich immer erst nachmittags erschien. Maman wurde aber immer sonderlicher. Ihre Metamorphose vollzog sich ganz behutsam. Wir sahen es nicht, wir fühlten es nur. Nach einem Brand musste Maman ins Krankenhaus. In ein ganz besonderes und zwar da in die zweite Etage, da wohnten alle, die gerade aus ihrem Oberstübchen auszogen. In der dritten Etage wohnten die Kopflosen, deren Bude bereits besenrein war. Die Ärzte sprachen von Schizophrenie und bipolarer Störung. Maman litt. Wir litten auch und so fassten wir den aberwitzigen Plan, sie zu entführen. Die Flucht nach Spanien war sehr aufregend, aber dann waren wir alle wieder glücklich. Maman schwamm morgens im Meer, und wenn die Dämonen anklopften, ließ sie sich freiwillig am Dachboden einschließen, damit sie uns nicht störte.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Ein Mann in der Midlife Crisis - herzkrank, Beziehungen gescheitert, schwierigste familiäre Verhältnisse, beruflich nicht ausgelastet, für Freundschaften nicht geeignet - schreibt seiner Ex einen Brief, in dem er sich alles von der Seele schreibt. Ein nicht enden wollender Gedankenstrom über Liebe, Freundschaft und Familie, Karriere und berufliches Scheitern, über die Unmöglichkeit von Beziehungen und die andauernde Suche nach Erfüllung - eine interessante neue Stimme in der spanischsprachigen Literaturszene.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Der Titel "Mysterium" trifft bei diesem Buch den Nagel eindeutig auf den Kopf, es ist wirklich ein mysteriös gestalteter Thriller den Frederico Axat hier niedergeschrieben hat. Mit einer einmaligen Idee, die ich so noch nie bei einen Krimi gelesen habe. Es geht in dem Buch um den todkranken Ted McKay, der mit der Diagnose Hirntumor nicht mehr weiterleben will. Er war gerade dabei, sich in seinem Arbeitszimmer eine Kugel in den Kopf zu jagen, als es überraschenderweise an seiner Tür klingelt und der unerwünschte Besucher sich auch nicht mehr vertreiben lässt. Der junge Mann vor der Tür macht ihn ein einmaliges Angebot, das er nicht ablehnen kann. Ein Art "Selbstmordkettenbrief" wurde von einer dubiosen Gesellschaft ins Leben gerufen, in der es darum geht, sämtliche Verbrecher, die den Rädern der Justiz entkommen konnten auszulöschen. Auf was für ein gefährliches Spiel sich Ted einlässt wird ihm klar, als es schon beinahe zu spät für ihn ist. Ein rasanter Thriller, der den Leser von Seite zu Seite jagt. Für mich eine perfekte Story, toll konstruiert, und zur Gänze schlüssig. Fazit: Ich liebe dieses Buch und werde es auf jeden Fall jedem Krimileser empfehlen.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Für dieses Buch braucht man Anfangs einen langen Atem, aber als die Geschichte richtig losging hat sie mich gefesselt. Am Anfang sieht alles nach einen typischen Jugendroman aus, in dem vier Freundinnen die in der Schule sehr beliebt sind ihre Geschichte über Jungs, Kleidung, Partys etc. erzählen. Mit den vier Freundinnen kann man sich als Leser jedoch nicht anfreunden, sie sind zickig, biestig, arrogant und gemein zu ihren Mitmenschen. Doch als die vier Freundinnen nach einer Party wo auch reichlich Alkohol floss in einen Autounfall geraten, stirbt die Protagonistin Sam, doch wenig später wacht sie auf und muss den wohl schrecklichsten Tag ihres Lebens immer wieder erleben. Sam beginnt über ihr Leben zu reflektieren und zu überdenken was sie für ein Mensch war. Schlussendlich vollzieht sie eine Wandlung und schafft es ihre Fehler auszugleichen. Ein tolles Buch das sehr zum Nachdenken anregt. Und ich freue mich auch schon sehr auf die Verfilmung die demnächst in den Kinos startet.
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Was es soll, einem Roman im Deutschen einen möglichst skurrilen oder sperrigen Titel zu verpassen (im Original heißt dieses Buch "Amp'd") hat sich mir noch nie erschlossen, aber seit dem Hundertjährigen, der aus dem Fenster stieg, ist diese Vorgehensweise ja recht beliebt. Aaron ist nun jedenfalls seit einem schweren Unfall der Einarmige und ist in sein Elternhaus zurückgekehrt, um dort Unterstützung und Hilfe zu erfahren. Seinen Job hat er verloren, er ist am Tiefpunkt seines Lebens angelangt. Aaron versinkt in Selbstmitleid und im Dunst des Marihuanas, das er aus medizinischen Gründen konsumiert. Erst als er den krebskranken Jimmy kennenlernt und im ebenfalls einarmigen Will einen Freund findet, schöpft er wieder neuen Lebensmut. Ein hochliterarisches Leseerlebnis ist "Der Einarmige" sicher nicht, aber einige amüsante Stunden beschert das Buch durchaus. Nettes Detail am Rande: Aarons Vater war in jungen Jahren Biathlet und 1964 Teilnehmer bei den olympischen Spielen. So findet Innsbruck immer wieder seine Erwähnung!
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Die Fortsetzung des besten Fantasyromans des letzten Jahres! Wieder einmal stehen Sara, Danil und Marten als Hauptcharaktere für uns vor der Kulisse des Kaiserreichs Berun. Wieder müssen sich die drei Helden (die unterschiedlicher nicht sein könnten) beweisen. Spannung und Action pur rund um die Blausteine, Intrigen und Verrat rund um den Königshof! Dieses Meisterwerk zeigt uns, dass Sieg und Niederlage oft näher beieinander liegen als wir denken. Thomas und Stefan Orgel schaffen es auch dieses Mal, mich mit ihrer Fantasy vom Hocker zuhauen. Fans von "Game of Thrones" werden hier einen würdigen Nachfolger finden, der meiner Meinung nach sogar besser ist.
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Das unendliche Meer ist der zweite Teil der Erfolgstrilogie "Die 5. Welle". Nur ein sehr kleiner Teil der Menschheit hat es geschafft, die ersten 4 Wellen der "Anderen" zu überleben. Wie wir auch schon im ersten Teil erfahren haben, befindet sich der Rest der Menschheit in der 5. Welle, wo die "Anderen" die Menschen durch Hinterlist dazu bringen, sich gegenseitig umzubringen. Zu den Überlebenden zählt auch Cassie Sullivan, die Hauptprotagonistin, die mit einer kleinen Gruppe von Jugendlichen versucht die "Anderen" aufzuhalten. Rick Yancey hat uns hier wieder einen actionreichen - mit einem Hauch Romantik - Science-Fiction Roman geliefert.
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Eine Prinzessin, die mit ihrem Schicksal hadert, der Prinz, der sie heiraten soll und ein Attentäter, der die Prinzessin umbringen soll, sind die Hauptprotagonisten in diesem Buch. Am Tag ihrer Hochzeit beschließt Lia zu fliehen und irgendwo ein neues Leben anzufangen. Was sie nicht weiß ist, dass ihr der Prinz und der Attentäter schon auf der Spur sind. Irrungen, Wirrungen und Verrat nehmen ihren Lauf. Geschrieben wurde das Buch aus allen drei Sichten der Erzähler. Liebevolle Charaktere, viele nette Details und viel Spannung machen das Buch zu einem ereignisreichen Streifzug durch fiktive Länder. Für alle Fans von "Throne of Glass" oder „Elias und Laia“.
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Ein Buch, das verschiedene Tests für alle Lebenslagen bereithält. Von "Bin ich ein guter Autofahrer" bis hin zu "Bin ich ein Typ, der an der Börse investieren sollte?" ist alles dabei, und auch die Testergebnisse sind überraschend humorvoll. Ich stellte auch manchen meiner Arbeitskollegen ein paar Fragen daraus und kam aus dem Lachen fast nicht mehr heraus. Kurzweilige, aber höchst amüsante Unterhaltung für jeden. Unbedingt einen Blick hinein werfen!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Stellt euch vor, ein Vollblut-Nazi befindet sich 1944 im Feindesland (Frankreich), ihm wird ein kleines jüdisches Mädchen anvertraut, das er eigentlich töten muss. Warum Matthias Strauss stattdessen seinen Kameraden erschießt und Renée mitnimmt auf die Flucht, das kann er sich selber nicht erklären. Wahrscheinlich weil die Kleine etwas besonderes ist: Sie hat schon so oft überlebt, immer wieder war ihr Leben in Gefahr, dass das 7-jährige Mädchen nichts mehr fürchtet. Die Belagerung durch die Amerikaner, dann durch die Deutschen, meistert sie souverän, denn sie weiß, dass Matthias sie immer wieder retten wird. Emmanuelle Pirotte erzählt eine einzigartige Geschichte, die auch bald verfilmt wird und unvergesslich bleibt. Es gehört viel Mut dazu, in Zeiten des Krieges ein Mensch zu bleiben und zu leben!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Dieser Roman ist keine Fiktion, keine Erfindung des berühmt berüchtigten Journalisten, sondern ein persönlicher Abschied von seiner Nina, seiner Frau. Mit ihr verbinden ihn 30 gemeinsame Jahre und zwei Söhne. Über Monate sieht er ihr beim Sterben zu, der Krebs frisst sie auf, aber Nina war immer schon außergewöhnlich: im Leben und im Sterben. Die Liebesgeschichte bzw. was die beiden über Jahre verbunden hat, ist schwer zu begreifen, obwohl Tom Kummers Stil sehr flüssig und spritzig ist! Extreme Situation, dafür steht der Autor, hat er sich doch mehrfach für seinen innovativen Journalismus aus den Zeitungsredaktionen rausschmeißen lassen! Provokant ist auch die Darstellung der Intimitäten zwischen Tom und Nina, manchmal schwer auszuhalten!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Der neue „Fitzek“ hat mich begeistert, diesmal jagt er uns durch eine Story, die meiner Meinung nach wirklich die Idee von „The Purge“ widerspiegelt, was der Autor auch schon vorwegnimmt. Aber es hat mich teilweise auch stark an das Buch „Uhrwerk Orange“ von Burgess erinnert. Sebastian Fitzek erzählt uns hier die Geschichte von Benjamin Rühmann, der alles andere als erfolgreich war in seinem Leben, und der bei der so genannten „Acht Nacht“ nominiert wurde und somit 24 Stunden vogelfrei war. Was alles in der Nacht passiert und wie es überhaupt zu der Idee kam, ist wieder einmal eine typische Fitzek Story. Er recherchiert über die psychischen Leiden seiner Protagonisten immer sehr genau, und alles ist am Ende sehr schlüssig. Wieder einmal ein toller Thriller, der sich sehen lassen kann. Leider nicht so gut wie seine ersten Werke, aber auf alle Fälle wieder viel besser als seine letzten Bücher.
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Carl Morck und seine Kollegen vom Sonderdezernat Q sind wieder da! Das heißt, die schräge Rose ist nicht mehr da, denn sie hat einen psychischen Zusammenbruch erlitten und befindet sich in kritischem Zustand in einer Klink. Nachdem Roses Nachbarin im Park erschlagen wurde, kriegt das Sonderdezernat Q einen ähnlichen, viele Jahre alten Fall auf den Tisch. Und dann haben sie plötzlich 5 verschiedene Fälle am Hals, die alle irgendwie zusammenzuhängen scheinen. Außerdem werden sie ständig von einem Fernsehteam begleitet, das die Zuseher mit schrecklichen Verbrechen beglücken möchte. Mit einem Wort: Carl, Assad und Gordon rotieren! Adler-Olsen hat mit "Selfies" einen Krimi abgeliefert, der von der ersten Seite an fesselt. Zum einen ist da der Racheengel Anneli, eine frustrierte Sozialarbeiterin, die sich vorgenommen hat, unter den "Sozialschmarotzern" in Kopenhagen aufzuräumen. Dabei geht sie nicht gerade zimperlich zu Werke. Am meisten beeindruckt aber die Schilderung von Roses völligem Zusammenbruch. Wird es Carl & Co gelingen, die schrecklichen Geschehnisse ihrer Vergangenheit aufzudecken und Rose in letzter Minute zu retten?
 
Foto von Viola Leiter

Gerade gelesen

Viele von euch werden Mona Kasten, die Autorin der New-Adult Reihe "Again" bereits von ihrem YouTube Kanal kennen. Dort dreht sie alles zum Thema Buch. „Begin Again“ ist der erste Band einer Trilogie, indem es um Allie Harper geht, die sich nichts sehnlicher wünscht, als einen Neuanfang. Leichter gesagt, als getan, denn alles was Allie dazu fehlt, ist eine neue Bleibe. Als alle Stricke reißen, bleibt ihr nichts anderes übrig, als bei dem unverschämt gutaussehenden, aber launischen Kayden White einzuziehen, und diese Situation ist schwieriger als gedacht, denn er ist nicht gerade der einfachste Mitbewohner. Ich habe mich nicht nur in die Charaktere verliebt, die Mona Kasten hier geschaffen hat, sondern in das ganze Buch. Es ist flüssig geschrieben und man kann es kaum aus der Hand legen. Die Autorin hat hier ein Buch geschaffen, dass nur so von Liebe, Charme und Witz sprüht.
 
Foto von Viola Leiter

Gerade gelesen

Mit ihrem Roman "Ein ganzes halbes Jahr" erreichte die Autorin Jojo Moyes ihren weltweiten Durchbruch. Dieses Buch hat mich damals gefesselt, und so schaffte es auch die Fortsetzung: "Ein ganz neues Leben", in dem es wieder um die Protagonistin Louisa Clark geht, die mir besonders im ersten Teil mit ihrer lebensfrohen und lustigen Art ans Herz gewachsen ist. Der Charakter von Lou verändert sich in diesem Teil jedoch sehr stark, da sie immer noch mit ihrem Verlust zu kämpfen hat. Es tauchen auch im Folgeband neue Personen auf, die Louisas Leben verändern, und somit beginnt ein ganz neues Leben für sie. Die Autorin schafft es auch hier wieder, dass kein Auge trocken bleibt und dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Dieses Buch wird seinem Vorgänger auf jeden Fall gerecht.
 
Foto von Viola Leiter

Gerade gelesen

Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt, und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Hier wird die Geschichte von Liz und Tristan erzählt, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten, aber wenn man die Protagonisten kennen und lieben lernt, wird schnell klar, dass die beiden vom Leben gekennzeichnet sind. Besonders gefallen hat mir, dass die Charaktere so gut ausgearbeitet waren und man sie mit jeder Seite besser kennengelernt hat. Wer hier eine einfache 08/15 Story ohne emotionale Tiefe erwartet, liegt falsch, denn das Buch bietet so viel mehr. Es bringt einen zum Lachen und Weinen und in gewissen Situationen auch zum Nachdenken. Da das Buch der Auftakt einer Reihe ist, können wir auf die Folgebände gespannt sein. Ein Zitat aus dem Buch, das mir besonders in Erinnerung geblieben ist: "Wie konnten zwei Menschen, die in ihre Einzelteile zerbrochen waren, in den Scherben des anderen ihr Gegenstück finden."
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Tess Harding arbeitet viel, um ihren arbeitslosen Mann und ihrem gehörlosen Sohn alles zu bieten, was sie als Heranwachsende vermisst hat. Nach Adams tragischen Tod muss sie erkennen, dass das Haus ihres Onkels, in Montauk, auf sie gewartet hat. Es ist wirklich bitter, wenn Kinder ein Elternteil verlieren, sich selbst die Schuld geben und von der Außenwelt verschließen. Tess hat keine Chance, ihn zu erreichen. Die Natur, in diesem Fall das Meer und Wale, übt eine unglaubliche Anziehungskraft auf ihn aus, und die heilende Wirkung stellt sich schnell ein. Es ist faszinierend, wie schnell sich tragische Ereignisse als wahrhaftiges Glück entpuppen, wie klar sich plötzlich die Vergangenheit darstellt. Und trotzdem bietet Barbara J. Zitwer, auch wenn die Geschichte vorhersehbar ist, einige überraschende Momente!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Dieses Buch ist wirklich nichts für schwache Nerven. Kanae Minato hat mich mit diesem Buch begeistert und voll und ganz in ihren Bann gezogen. Schon das erste Kapitel haut einen regelrecht aus dem Lesesessel, verpackt in einen spannenden Plot erzählt uns die japanische Autorin das Schicksal einer Lehrerin und deren Schüler aus mehreren Sichten. Ein Kapitel übertrifft das andere und es ist schier unmöglich das Buch wegzulegen. Und eines ist nach diesem Buch klar: Jeder Mensch ist unter den richtigen Bedingungen fähig einen Mord zu begehen, egal ob Lehrer, Schüler, Klassensprecherin oder Mütter. Lesen sie dieses Buch, es wird ihnen einige Gründe zum nachdenken liefern.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Roy und Betty sind beide über achtzig, als sie sich über ein Datingportal kennenlernen. Nach und nach schleicht sich der Betrüger Roy immer mehr in das Leben der wohlhabenden Betty ein, doch hat auch diese ihre Geheimnisse. Ein Katz und Maus Spiel beginnt, in dem nicht immer klar ist, wer hier wen betrügt. Ein unglaublich raffiniert gebauter Thriller voller überraschender Wendungen in der Tradition von Patricia Highsmith - ein Hochgenuss!
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Es klingelt an der Tür, und die Vergangenheit holt dich ein. So ergeht es einem einst erfolgreichen Investmentbanker, als plötzlich sein Studienfreund verwahrlost auf der Schwelle steht. Es wird ihm Obdach gewährt, und bald sitzen sich die beiden tagelang gegenüber, und rollen ihre gemeinsame Geschichte auf. Beide stammen aus südostasiatischen Einwandererfamilien, allerdings aus unterschiedlichen sozialen Schichten. Beide sind hochbegabt, doch setzen sie ihre Talente unterschiedlich ein. Es entspinnt sich ein Dialog über Freundschaft, Liebe, Verrat, Mathematik, die Finanzkrise, den Afghanistankrieg und den Konflikt in Bangladesh. Letztlich kommen sie zum Schluss, dass ihnen ihr gesammeltes Wissen bei der Lösung der vielfältigen Probleme nur bedingt von Nutzen war. Eine hochinteressante Lektüre, die allerdings einen langen Atem verlangt!
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Das ist wahrscheinlich die kürzeste Buchbesprechung, die ich je abliefern werde. Es gibt nur zwei Dinge über dieses Buch zu sagen: 1. Man sollte wirklich jeden Tag Schnecken backen. (Geht aber nicht, weil es so viele andere schöne Backbücher gibt!) 2. Zum Glück beginnt bald die Rhabarber-Zeit! (Rhabarber-Zimt-Schnecken!)
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Im dritten Band rund um den Ermittler Fabian Risk gibt es dieses Mal zwei Handlungsstränge. Er hat es mit einer ganzen Menge Toten zu tun, die alle eines gemeinsam haben: Sie wurden bei minus 18° tiefgefroren! Seine Kollegin Dunja aus Dänemark dagegen ist einer Gruppe Jugendlicher auf der Spur, die Gewalttaten gegen Obdachlose verübt und sich damit per Video im Internet brüstet. Welche Rolle spielt Risks Sohn Theo beim sogenannten "Happy Slapping"? Und alle Ereignisse werden vom tragischen Selbstmord des Kollegen Elvin überschattet. Die Themen sind spannend; es geht u.a. um Datenklau im Internet und darum, wie leicht es anscheinend ist, eine andere Identität anzunehmen. Dennoch habe ich mich die ganze Zeit gefragt, ob derart raffinierte Verbrechen wirklich so einfach zu verüben sind?! Wirklich gestört haben mich dieses Mal die ewigen Eheprobleme von Risk und seiner Frau. Das zieht sich jetzt einfach schon zu lange hin, und ein Ende ist nicht in Sicht. Dennoch werde ich weiterlesen! Denn ganz zum Schluss macht Fabian die Entdeckung, dass Elvin ermordet wurde. Und er weiß, welcher seiner Kollegen der Mörder ist...
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Anlässlich der heutigen Pressekonferenz des 1. „Krimi Fest Tirols“ (14.-21. Oktober 2017) habe ich mir zwei Krimi-Autoren vorgenommen: zuerst habe ich einen noch unbekannten Südtiroler Autor unter die Lupe genommen, danach noch das charmante Interview „Frühstück bei mir“ nachgehört, welches Barbara Stöckl mit Bernhard Aichner am 12. März geführt hat. Was fasziniert die KrimileserInnen? Finden sie es bei Luca D’Andrea? „Der Tod so kalt“ spielt in „der kargen Bergwelt von Südtirol“. Dem Leser wird – trotz des flüssigen Stils – ein wenig Durchhaltevermögen abverlangt, denn die grausamen Morde kommen erst nach einer Weile zur Sprache. Danach ist man aber wie besessen davon, den Mörder zu finden (passiert auch Nicht-Krimi-Lesern!). Der Autor weiß wovon er schreibt, ein Fremder in einem Südtiroler Dorf stellt sich ganz anders seinem Schicksal als ein Einheimischer. Erstaunt war ich darüber, dass Luca D’Andrea mich mehrmals in die Irre geführt hat, und ich war mir so sicher, die Lösung zu kennen. Ist wie in den Bergen, da „versteigt“ man sich auch so manches Mal und landet dann halt in der „Bretterbachschlucht“! Ich bin zufrieden!
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Hildy Good ist eine der Romanfiguren, die mich, auch nachdem das Buch lange gelesen war, noch beschäftigt hat. Die Darstellung dieser Frau ist ungeheuer intensiv. Einen Entzug -- ihre "Auszeit", wie sie ihn nennt -- hat Hildy auf Betreiben ihrer Töchter hinter sich. Nötig war er nicht, denn ihren Alkoholkonsum hatte sie doch immer unter Kontrolle. Nach mehreren Monaten völliger Abstinenz kann doch ab und zu ein Gläschen Wein am Abend nicht schaden?! Erschreckt hat mich (auch wenn es kitschig klingt), dass ich als Leserin in eine Art "Co-Abhängigkeit" gerutscht bin. Man hat geraume Zeit irgendwie Verständnis für die einsame Hildy. Die halbe Flasche Wein am Abend, wenn der Stress im Beruf gar zu groß ist? Sie weiß doch, wann sie aufzuhören hat, oder etwa nicht? Um den Schein zu wahren, trinkt sie nur bei sich Zuhause, und "niemals einen Drink vor 17 Uhr". Doch irgendwie entgleitet ihr die Kontrolle; immer häufiger findet sie sich am nächsten Morgen in Situationen wieder, die absolut unerklärlich sind. Als dann ein Kind verschwindet und Hildys einziger Freund Frank ihr Auto mit eindeutigen Unfallspuren heimlich reparieren lässt, steht plötzlich ihre ganze Existenz auf dem Spiel...
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Ermittler Nick Belsey ist untergetaucht. Gegen ihn läuft wegen seiner eigenwilligen Methoden ein internes Verfahren. Sein Versteck in einer aufgelassenen Polizeistation stellt sich jedoch nicht als ideal heraus, denn eines Tages sucht ihn dort eine verwirrte alte Frau auf, die ihn um Hilfe bittet. Im Laufe seiner inoffiziellen Ermittlungen taucht er in die Parallelwelt der Reichen und Schönen ein und gerät immer tiefer in den Strudel einer schier unglaublichen Geschichte, die viele Todesopfer fordert. Und dann wird auch noch Mordanklage gegen ihn erhoben.... Flotte Lektüre für alle Fans von Fernsehkrimis!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Diese Autorin wird mit ihrem 3. Roman die Bekanntheit erreichen, die ihr zusteht. Die beiden Hauptprotagonisten, Amal und Hammoudi erleben die Revolution und den Krieg ganz unterschiedlich und beide landen schlussendlich auf einem Flüchtlingsboot. Selten hat mich ein Roman so erschüttert und bewegt, denn Grjasnow beschreibt eine Welt, die uns nicht fremd ist. Sie legt Zeugnis ab über den Krieg, die Flucht, und wie es ist, wenn man sich ein neues Leben aufbauen muss. Eindringlich befasst sie sich auch mit den Nachbarländern Libanon und Türkei; sie liefert uns ein Zeitzeugnis, das niemand mehr vergessen wird. Wer die Welt kennenlernen möchte, muss diesen Roman lesen. Für mich ist es ein wichtiges Buch in diesem Frühjahr, genauso wie im letzten Jahr Pierre Jarawan (Am Ende bleiben die Zedern) mein Bewusstsein geprägt hat!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Addie macht Louis, der auch alleinstehend ist, ein wundervolles Angebot. Er soll bei ihr übernachten und statt Beischlaf bietet sie Gespräche an. Und auch wenn in der Kleinstadt bald die Gerüchteküche kocht, tut es beiden mehr als gut. Mir ist natürlich klar, dass diese ungewöhnliche Konstellation nicht immer funktionieren kann, und doch gefällt mir die Vorstellung, dass die beiden im Alter nicht alleine sind. Die Freundschaft, die zarten Bande zwischen den beiden, was kann es Schöneres geben. Eine Kleinode, ein Wunder, ein Buch, das glücklich macht!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Soviel ist mir bereits klar, Chris Kraus wird das deutsche Pendant zu John Irving. Hier hat der Diogenes Verlag wieder eine Neuentdeckung gemacht: Chris Kraus ist nicht nur Drehbuchautor und Regisseur (gerade im Kino: "Die Blumen von gestern", mit Lars Eidinger!) , sondern auch ein grandioser Geschichtenerzähler! Zwei Brüder sind dafür verantwortlich, dass die Nazis im Baltikum Fuß fassen können, und auch später sind Hubi und Koja Vorreiter für den deutschen Nationalismus. Und dazwischen immer eine Frau, Eve, die eigentlich von der Familie im Krieg adoptiert wurde. Hubi (Hubert) ist überzeugt von seinem Tun, sein Bruder Koja (Konrad) macht nur mit, weil er keine andere Berufung findet. Während er innerlich fast daran zerbricht, erzählt er seine Geschichte trotzdem mit einem Augenzwinkern, die dem Leser Distanz zu den schrecklichen Berichten gibt. Es gibt zur Zeit keinen besseren Autor, der auf die "Entzündungen der heutigen Gesellschaft, die sich nicht mehr heilen lassen, wenn wir nicht wissen, was in der Vergangenheit passiert ist," hinweist. Durch seine Aufarbeitung kommt Wohlbefinden beim Lesen auf, trotz der Thematik. Das dunkle Familiendrama hat eine überraschend klare Botschaft und Chris Kraus verführt uns mit seinem vollendeten Erzählstil. Ein überraschend unterhaltsames Buch, mit einer klaren Botschaft!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Die "Stille Heldin" wird sie genannt, Diana Budisavljevic, geboren Obexer, und kaum jemand kennt ihre Geschichte, obwohl sie doch sehr eng mit der Stadt Innsbruck verbunden ist. Über 10.000 Kindern hat sie ab 1941 in Zagreb gerettet, Kinder, die von der Ustascha in Lager gesperrt wurden. Dort verhungerten sie, denn sie waren ja nur "Untermenschen", von serbischer Herkunft. Sehr erschüttert hat mich vor allem die Unmenschlichkeit von geistlichen Anführern, Priestern oder Ordensschwestern. Diana musste nicht nur gegen die Ustascha oder die deutsche Wehrmacht kämpfen, sobald sie die Kinder aus den Lagern holen konnte, wurden sie teilweise noch schlimmer behandelt. Dieser Roman von Wilhelm Kuehs besticht aufgrund seiner ernüchternden Fakten, denen die Großmut und die Unerschrockenheit einer Frau gegenüber steht. Diana hat sich ein Netzwerk aufgebaut, ohne an die Folgen zu denken. Besonders schlimm muss es für sie gewesen sein, die Kinder in ihren Armen sterben zu sehen. Das hat sie wahrscheinlich noch mehr angetrieben, ihre Kartei mit den Namen der Kinder sorgfältig zu führen, damit zurückkehrende Elternteile ihre Kinder wieder finden konnten.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Dieses Buch hat mir nur glückliche Momente beschert. Fast auf jeder Seite fand ich Aussagen von Eva Sichelschmidt, alias Marlies, die ich weiterposten musste, was ich selten mache. Ein seltener Glücksfall in der Literatur! Mit viel Einfallsreichtum führt sie den Leser in die Welt eines zwanzig Jahre verheirateten Paares, das wohl schon über die Midlifecrisis hinaus ist...Unzufrieden sind sie beide, Marlies und Till, an Geld fehlt es sowieso, die Eltern waren genetisch auch keine große Hilfe, die Affaire ist auch nicht mehr das Wahre,...Eva Sichelschmidt selbst hat die Ruhe weg und führt den Leser gekonnt durch diese Katastrophen. Selten so gut gelacht, selten ein Buch gelesen, das von der ersten Seite an so überzeugend mein Weltbild wiedergespiegelt hat. Nebenbei muss ich noch erwähnen, dass Eva Sichelschmidt (verheiratet mit Durs Grünbein!) vor über 15 Jahren in Berlin einen Whiskey & Cigars Laden eröffnet hat!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Im Wagenbach Verlag erscheinen immer wieder höchst interessante und rätselhafte Werke. Rätselhaft ist auch das Romandebut einer jungen deutschen Autorin. Die Bewohner dieses Wohnhauses sind ein wenig seltsam, wie man halt so wird, wenn man jahrelang dieselben Mauern bewohnt und den gleichen Menschen begegnet. Manchmal hatte ich Schwierigkeiten zu erkennen, welcher Bewohner gerade seine Erzählung beginnt. Eigenartig ist Juliana Kalnays Zugang zu den Mietern, man kann sich nicht sicher sein, ob es sich nicht um ein Tier oder eine Pflanze handelt. Trotzdem sind ihre Sätze sehr fliesend und angenehm zu lesen, konzentrieren sollte man sich aber schon beim Lesen!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Man erliegt beim Lesen der Vorstellung, Mutter und Sohn würden vor uns sitzen, sie in einem wunderschönen Ohrensessel, mit einer Decke auf dem Schoß, ihr Sohn ihr gegenüber, ihr zugewandt mit einem erstaunten und offenen Gesicht, vielleicht vor dem Kamin. Die Szene fühlt sich so harmonisch und entspannt an, die Ruhe ist spürbar und überträgt sich wie ein Knistern auf den Leser. Und wie schön diese Frau mit 102 Jahren ist. In ihrem Blick liegt Freude, Liebe, Ruhe, ein Strahlen - wie ein Wunder. "Das Buch vom Süden" von André Heller zu kennen, ist ein großer Vorteil, um sich besser in das Leben dieser großen und mutigen Frau (auch wenn sie sich selber nicht für mutig hält) hineinzuversetzen, das Interview erhält dadurch mehr Stimmigkeit und Anmut . Frau Heller besitzt auch sehr viel Humor und wenig Diplomatie, wenn sie nach einem Gespräch ihren Sohn mit folgenden Worten verschickt: "Dann geh jetzt bitte, ich habe viel zu erledigen."
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Diese junge Berliner Autorin wird nicht unbemerkt bleiben. Mit ihren Erzählungen hat sie kleine Kunstwerke geschaffen, die sich sehen lassen können. Es sind Fingerübungen für sie, sie katapultiert den Leser mittenhinein in das Leben einer Figur, die man sofort zu kennen glaubt. Mit schönen Sätzen vermag sie einen wichtigen Moment aufzuzeigen, der entscheidend ist für die weiteren Jahre. Leider ist die Erzählung dann schon aus, das ist das einzige Manko an Kurzgeschichten.
 

Gerade gelesen

Sophie, 17 Jahre jung, muss kurz vor ihrem Abitur ihre vertraute Umgebung verlassen, da ihr Vater eine neue Stelle in München angenommen hat und seine neue Freundin mit zwei Kindern dort ein Haus besitzt. Und so findet sich Sophie in einem fremden Haus mit Stiefmutter, kleinen Brüdern und einem zotteligen Hund wieder.Langsam lernt sie das neue Leben in Bayern kennen und freundet sich mit Alex, dem gleichaltrigen Mädchen aus dem Nachbarhaus an. Zuerst versucht Sophie ihre Gefühle zu Alex zu verdrängen, aber immer wieder kommen sich die Mädchen näher. Dürfen sie das zulassen oder müssen sie schweigen? Anne Freytag versteht es auch in diesem Roman mit der Sprache zu spielen, und sie beschreibt die Gefühle der zwei Mädels einfach toll. Man wird mitgerissen in das Abenteuer Freundschaft und Liebe und erlebt ein spannendes Ende. Kann ich nicht nur Jugendlichen sondern auch vielen Erwachsenen empfehlen, die eine tolle Liebesgeschichte lesen wollen!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Wie sehr Bienen mit dem Schicksal der Menschheit verknüpft sind, das spüren wir schon lange. Maja Lunde beweist uns anhand von drei Erzählungen (William- 1852, möchte den optimalen Bienenstock erfinden; George - 2007, USA, wird mit dem mysteriösen Verschwinden der Bienen konfrontiert; Tao - 2098, es gibt keine Bienen mehr und die Pflanzen müssen händisch bestäubt werden), dass ein winziges Lebewesen mit seinem Sterben die ganze Menschheit auslöschen kann. Maja Lund fesselt ihre Leser und man hat kein Problem, die unterschiedlichen Erzählstränge zu begreifen. Im Gegenteil, das Wissen, was Jahre zuvor passiert ist, trägt dazu bei, dass man am Ende das Buch zuklappt und sich denkt, dass jedes Naturereignis darauf zurückzuführen ist, dass wir uns langsam selber zerstören.
 
Foto von Christine Mansbart

Gerade gelesen

Lunde erzählt uns die Geschichte vom Anfang der Bienenzüchtung bis zum Bienensterben anhand dreier Familiengeschichten in verschiedenen Zeitepochen: 1852 vom Engländer William, der einen neuen Bienenstock erfindet, 2007 vom Amerikaner George, der die Tradition des Imkerns von seinen Eltern, Großeltern, übernommen hat und an seinen Sohn Tom weitergeben möchte; wird doch der Traum jäh unterbrochen..... Die Bienen sterben aufgrund von Umwelteinflüssen und der Klimaveränderung. 2098 von Tao, die in China Obstbäume händisch bestäubt. Durch Zufall hört man wieder das Summen.Maja Lundes "Die Geschichte der Bienen" ist ein literarischer Wurf, bei dem nicht nur Bienen die Hauptrolle spielen. Auch die Familiengeschichten mit deren Kindern sind ein zentrales Thema. Besonders gefallen hat mir die Verknüpfung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Ein visionärer Roman, ein interessantes Thema, packend und kurzweilig erzählt.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Anne und Marco Conti erleben das Schlimmste was Eltern passieren kann. Ihre sechs Monate alte Tochter wird aus dem eigenen Haus entführt, während sie nebenan bei einer Geburtstagsfeier sind. Nach Tagen voller Angst und Ungewissheit erhalten sie den Strampler ihrer Tochter gemeinsam mit einem Erpresserbrief. Werden sie ihre geliebte Tochter schon bald wieder in die Arme schließen können? Der Roman "The Couple next door" ist von Beginn an atemberaubend spannend. Meist verfolgt man das Geschehen aus der Sicht von Anne und Marco, die an der Belastung zu zerbrechen drohen. Der Thriller wurde von Shari Lapena sehr einfühlsam zu Papier gebracht. Die Verzweiflung der Eltern ist auf jeder Seite spürbar. Man leidet geradezu mit und kann das Buch nicht aus der Hand geben, da es so mitreißend geschrieben ist. Dieser Psychothriller ist ein Buch, das man in einem Zug durchlesen muss. Meiner Meinung nach ist es ein äußerst gelungenes Thrillerdebüt einer jungen Autorin.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Die Werke von Ferdinand von Schirach unterliegen folgendem Grundsatz: „Egal wie monströs dessen Taten scheinen mögen, ein Mensch doch immer ein Mensch ist.“ Der Roman beginnt mit einen Mord in einem Berliner Luxushotel. Fabrizio Collini bislang völlig unbescholten, ermordet einen alten Mann. Scheinbar ohne jegliches Motiv. Der junge Anwalt Caspar Leinen übernimmt die Pflichtverteidigung. Das Opfer ist der hoch angesehene Industrielle Hans Meyer, der Großvater von Leinens besten Freund. Collini, der Täter, schweigt beharrlich. Leinen recherchiert und fördert erschreckendes Material zu Tage. Eine meisterhaft inszenierte Geschichte, deren Dramatik mich während des Lesens atemlos machte. Ein Blick in tiefste menschliche Abgründe, und doch bleibt ein Mensch immer noch ein Mensch.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Ich war 17, als mir die "Memoiren des Dimitri Shostakovich" in die begierigen Leserhände fielen, und seither begegne ich diesem Komponisten immer wieder im Konzertsaal, in der Oper und auf CDs. Beste Voraussetzungen also für die Lektüre von Julian Barnes' "Der Lärm der Zeit". Man kann das Buch natürlich auch ohne Vorwissen lesen, doch denke ich, dass einem etwas fehlen wird. Barnes greift drei markante Punkte aus dem bewegten Leben des Komponisten heraus, die signifikant für das Verhältnis von Macht und Kunst sind. Der erste Teil behandelt die Kampagne des Stalin Regimes gegen die Oper "Lady Macbeth von Mzensk", die auch das Leben des Musikers bedroht. Im zweiten Teil wird die Bekanntheit Shostakovichs im Ausland für Propagandazwecke missbraucht, und im dritten Teil wird er unter Chrushtchov zur Parteimitgliedschaft gezwungen. Barnes schreibt in knappen Einzelszenen, die so minimalistisch wie einzelne Stücke von Shostakovich anmuten, über Macht und Musik, Propaganda und Kunst, Überlebenswillen und Konzessionen, die man dafür in totalitären Regimen in Kauf nehmen muss.
 

Gerade gelesen

Mallory hat eine dunkle Vergangenheit , aber mit Hilfe ihrer Adoptiveltern schafft sie die Rückkehr in ein neues Leben und somit auch in eine neue Schule. Die ersten Tage sind nicht einfach und bald trifft sie Rider, den sie vier Jahre nicht mehr gesehen hat. Nun werden Erinnerungen aus ihrem alten Leben wieder wach. Menschen, die sie lieben, machen sich Sorgen. Rider, ihr Beschützer, hat sich verändert, und auch Mallory ist älter geworden und die Gefühle für ihn stärker. Ob das gut geht? Eine ganz tolle Geschichte über eine Freundschaft, die in einer großen Liebe endet.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Einen Schüler anzunehmen, ihm beizubringen, wie er sich im Kultur- und Kunstbereich bewegt, wie er mit den richtigen Menschen redet, Kontakte knüpft, sich kleidet, zuhören lernt, Chancen wittert, das hat sich Eleonora als Lebensziel gesetzt. Als erfolgreiche Theaterschauspielerin und mit ihrer Lebenserfahrung, an Einsamkeit gewöhnt, lässt sie gegenüber Chirú eine ungewohnte Nähe zu. Sie weiß aufgrund vieler Gespräche mit ihrem besten Freund und Mentor, dass das Verhältnis zu einem Schüler klare Grenzen braucht, aber diesmal dringt Chirú in ihre Vergangenheit ein. Ist sie zu weit gegangen? Michela Murgia lotet mit jedem Satz das Verhältnis zu ihren Mitmenschen aus. Klar und sensibel, mit extrem starken Dialogen, überzeugt sie den Leser von ihrer Geschichte. Nicht nur Italien (Sardinien), sondern die Welt liegt ihr zu Füßen und zur Zeit ist sie für mich die faszinierendste Wortführerin der italienischen Literatur!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Dieses Buch ist einmal eine Fantasiestory der etwas anderen Art. In "Smoke" wird die Geschichte zweier Jugendlicher erzählt, die in England in einem strengen Internat unterrichtet werden, wo die Menschen in dieser Zeit Rauch und Ruß absondern, als Zeichen einer Sünde. Schon das kleinste Vergehen hat den Rauch zur Folge. Die Kinder werden darauf vorbereitet, keinen Rauch abzusondern. Denn wer raucht, ist ein schlechter Mensch und hat keinerlei Chancen im Leben weiterzukommen. In einem Buch wird alles über jeden einzelnen Schüler aufgezeichnet und vermerkt. Doch dies sollte sich schon bald ändern als Charlie und Thomas bei einer Klassenfahrt einen Mann über den Weg laufen, der keinen Rauch absondert, obwohl er gerade ein Verbrechen begeht. Eine wirklich spannende Geschichte ,die sicherlich die Herzen der Fantasy-Fans erobern wird.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Dieses Buch hat mich zutiefst berührt. Es ist aus der Sicht eines schwarzen Dienstmädchens geschrieben und behandelt die teilweise wahre Geschichte eines Sturms in den 1930er Jahren in Florida. Damals hatte die Gesellschaft noch die Auswirkungen des ersten Weltkriegs zu tragen und man spürt das auf jeder einzelnen Seite. Vanessa Lafaye hat hier einen wirklich tollen Roman geschrieben, der sicherlich niemanden kalt lässt. An manchen Stellen erinnert er mich auch an eines meiner Lieblingsbücher: "Gute Geister", von Kathryn Stockett. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen! Sie werden dieses Buch garantiert nicht mehr aus der Hand legen können.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Ich denke, wenn es einem schwerfällt, ein Buch zu beschreiben, steht oft im Klappentext, " Jan Schomburg erzählt von Johanna, Boris und Ana-Clara - und ihren Versuchen zu erkennen, wie das eigentlich überhaupt gehen soll: leben." Johanna ist anders, eigenwillig und direkt, das findet auch Boris. Und doch ist er mit Ana- Clara zusammen. Johanna ist die beste Freundin, mit ihm "lebt " sie. Dieser erst Roman von Jan Schomburg liest sich wie ein Drehbuch mit starken Figuren, deren Gefühle wir auf einer Leinwand präsentiert bekommen. Ein erfrischender Erstlingsroman!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Der neue Roman von David Foenkinos hat mich von der ersten Seite an begeistert. Es ist ein Buch für Bücherfreunde. Aber auch für welche, die es noch werden wollen. Dieses Buch verleitet einen dazu, in die nächste Bibliothek zu gehen und alles einzupacken, was man dort an interessanter Literatur findet. Mit dem spannenden Plot über den griesgrämigen Pizzabäcker Monsieur Pick und dessen unveröffentlichten Manuskript, das in einer besonderen Bibliothek (die Bibliothek der unveröffentlichten und abgelehnten Manuskripte) in einem kleinen Ort in der Bretagne gefunden wurde, fesselt Foenkinos einen gekonnt, man kann das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die junge Pariser Lektorin hat den großartigen Roman entdeckt, der ein Welterfolg werden sollte. Durch den ganzen Werbetrubel wird das Leben der Familie Pick ganz nett durcheinander gewirbelt. "Das geheime Leben des Monsieur Pick" ist einfach ein wundervoller, amüsanter Roman mit viel französisch-charmanten Flair.
 
Foto von Gerda Kurz

Gerade gelesen

Lou hat sich aus dem Staub gemacht, wie Jo es schmerzlich bezeichnet. Sie ist gestorben und hat ihn alleine gelassen. Er schwankt zwischen tiefem Kummer und Zorn über das Schicksal, hat große Angst, dass seine Seele auseinanderbricht. Lou hinterlässt ihm ein Testament – eine Aufgabe, er soll sich um seine Kinder kümmern, die er kaum kennt. Nie war Zeit für sie … und sie möchte, dass er sie glücklich macht. Cyrian, der zwischen zwei Frauen und zwei Kindern steht und die wunderschöne erfolgreiche Sarah, die an einer unheilbaren Muskelkrankheit leidet, auf Krücken geht und von ihrer großen Liebe zutiefst enttäuscht wurde. Nach einem furchtbaren Unfall der Enkelin versammeln sich alle Familienmitglieder am Krankenbett von Pomme und alles wird gut. Sarah verschenkt ihr Herz an einen wunderbaren Mann, Jo darf seine beiden Enkelkinder auf seiner geliebten Insel verwöhnen und der untreue Cyrian kehrt zu seiner ihm angetrauten Ehefrau zurück. Friede. Freude. Eierkuchen. Der Roman ist sehr interessant aufgebaut, alle Protagonisten erzählen kapitelweise selber, und sogar Lou meldet sich „von dort, wohin wir alle einmal gehen“. Lassen Sie sich überraschen!
 
Foto von Ursula Angerer

Gerade gelesen

Nach ihrem erfolgreichen Dreiteiler "Die Bestimmung" schickt uns Veronica Roth nicht mehr in die Zukunft, dafür aber auf fremde Planeten. Akos ist aus Thuvhe, eher zurückhaltend und ausgebildet in der Herstellung verschiedener Pflanzentränke. Cyra ist aus dem Volk der Shotet und mit einer todbringenden Gabe gesegnet/verflucht. Beide Völker sind verfeindet und entfremdet. Als Akos' Familie von den Shotet angegriffen wird und er und sein Bruder entführt werden, wird er zum Krieger, um seine Familie zu rächen. Gut gefallen hat mir, dass immer wieder die Perspektive wechselt: einmal erzählt Cyra aus ihrer Sicht, dann wieder eine dritte Person über Akos' Erlebnisse. Meiner Meinung nach ist das Buch viel besser als "Die Bestimmung" und wird hoffentlich auch wieder ein großer Erfolg!!
 
Foto von Ursula Angerer

Gerade gelesen

Du meine Güte! Das war jetzt schon mein 23. Kay-Scarpetta-Buch! Die sind nie langweilig, aber die vorherigen sollte man schon gelesen haben. Denn sonst wird's schwierig, der Handlung folgen zu können. Kay muss sich in diesem Teil wieder mit einer Serienmörderin aus der Vergangenheit beschäftigen, die alle für tot halten. Und allem Anschein nach ist ihre Nichte Lucy knietief in diesen Fall verstrickt. Ohne die Hilfe von Benton und Pete muss sie sich darauf einlassen. Hab ich ratzfatz gelesen und ich warte schon auf Fall 24.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Im Klappentext steht, dass Duenas dermaßen mitreißend schreibt, dass man atemlos weiterlesen muss. Kann ich bestätigen: bis nach Mitternacht gelesen, weil ich nicht mehr aufhören konnte. Es ist das außergewöhnliche Setting (Mexiko-Stadt, Kuba, Andalusien) und die außergewöhnliche Zeit (1860), die packend und in schillernsten Farben wiedergegeben wird. Mauro hat sich sein Vermögen schwer erarbeitet, und mit einem Schlag, mit einer Fehlentscheidung, verliert er alles. Mit fünfzig Jahren einen Neubeginn zu wagen, kann nur ihm gelingen. Fasziniert haben mich die neuen Geschäftsideen, die Mitte des 19. Jahrhunderts aufgekommen sind. Es war eine Zeit des Umbruchs, als Spanien viele Kolonien verloren hat und Unanbhängigkeitskriege den Markt beeinflusst haben. Lehrreich und fesselnd ist dieser Roman, niemals wird es kitschig oder unglaubwürdig!
 
Foto von Ursula Angerer

Gerade gelesen

Bald geht die Garten-Saison wieder los und ich freue mich schon sehr darauf. Letztes Jahr habe ich mit Anleitung aus diesem hilfreichen Ratgeber einige Pflanzen aufgezogen, die ich jetzt dann bald ins Freie umtopfen kann. Meine Avocado ist bereits 1 m hoch und wächst brav. Aber die hat jeder schon mal versucht. Aber Erdbeeren? Hat auch funktioniert. Und wusstet ihr dass Apfelkerne vor dem Einpflanzen in den Kühlschrank müssen?? Ich bis dato nicht. Von Avocados bis Zitronen findet ihr zahlreiche Tipps und Tricks, wie aus dem was sonst im Biomüll landen würde, wieder neue Pflanzen wachsen.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Doris Knecht verrät uns in jedem Buch mehr über menschliche Beziehungen, und trotzdem entdecke ich immer wieder neue Verhaltensweisen zwischen Mann und Frau. Viktor steht für mich für den älteren "Gruber" (in "Gruber geht", übrigens toll verfilmt!), viel hat er nicht dazugelernt. Mittlerweile betrachtet er sein ständiges Fremdgehen als eine Krankheit und lässt sich diese auch für gutes Geld von einem Psychologen attestieren. Hypersexuell ist er, obwohl ihm daheim echt nichts abgeht. Doris Knecht nimmt sich wieder mal viel heraus, mehr als einem manchmal recht ist. Vielleicht möchte ich einfach der Wahrheit nicht ins Gesicht sehen und mir das bisschen Romantik zwischen Mann und Frau noch erhalten!
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Wie ich schon bei meinen Rezensionen von Marie Force angab, bin ich kein großer Fan von „Romantischer Literatur“. Doch Marie Force brachte mich dazu, es auszuprobieren. So bin ich bei Hoover Colleen hängen geblieben. Ihr neuer Roman spielt immer am 9. November in Los Angeles oder New York City. Zwei Jugendliche, scheinbar durch Zufall aufeinander getroffen, beschließen sich 5 Jahre lang nur am 9.November zu treffen. Eine Gefühlsachterbahn mit Höhen und Tiefen entsteht. Man liest abwechselnd von Fallon und Ben. Wie sich langsam Gefühle breit machen, Glücksgefühle aber auch Zweifel. Der Roman ist toll geschrieben und einfallsreich umgesetzt. Ich werde auf jeden Fall mehr von ihr lesen.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Ferdinand von Schirach ist nicht nur ein renommierter Anwalt sondern auch einer der besten Schriftsteller im deutschsprachigen Raum. Er schreibt in seinem zweiten Erzählband „Schuld“ über wahre Fälle, die nicht nur spektakulär sind sondern auch ans Herz gehen. Die Protagonisten, meist die Täter, kann man nur allzu oft verstehen, und er zeigt uns mit seinen Kurzgeschichten den Unterschied zwischen Recht und Gerechtigkeit auf, wie es kein zweiter kann. Ich kann dieses Buch und alle andere Werke von Schirach nur empfehlen. Auch die Verfilmungen sind sehr gut gemacht und auf jeden Fall sehenswert.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Ein Roadtrip nach Alaska, eine Flucht vor inneren Dämonen und vor Naturgewalten, vor eingebildeten und realen Bedrohungen - all dies verpackt Dave Eggers in seinen neuen Roman um eine Mutter, die mit ihren beiden Kindern im Wohnmobil aufbricht, um alles hinter sich zu lassen und einen Neuanfang zu wagen. Eggers erzählt eine packende, berührende und bisweilen poetische Story, die einen mitreißt und zum Nachdenken anregt.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Jahrelang hat Harriet geglaubt, eine gute Ehefrau gewesen zu sein und jetzt, wo ihr Mann tot ist, verherrlicht sie ihn immer noch, glaubt sogar, dass er mit ihr noch redet. Perfekt war die Ehe sicher nicht, das erfahren wir mit jedem Sprung in die Vergangenheit, mal erleben wir Harriet als junges Mädchen, selbstbewusst und mit vielen Träumen, dann wieder nach der Geburt des ersten Kindes, dann mit über fünfzig, die Kinder sind aus dem Haus. Auf der Schiffsreise nach Alaska entpuppt sich das späte Geschenk ihres Mannes als Offenbarung: ihr Leben war eine Lüge. Evison schreibt mit einem Augenzwinkern, es gibt einen allwissenden Erzähler, der Harriet auf die Schippe nimmt. Ich habe gut gelacht, natürlich mit Harriet, und nicht über sie!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Wir lieben Geschichten, die das Leben schreibt. Wenn es anderen passiert, fühlen wir mit ihnen und sind doch so froh, dass es nicht uns wiederfahren ist. Spannend ist es auch, wenn ein Mann plötzlich seine hochschwangere Frau verliert und allein einen Säugling nach Hause nehmen muss. Toms Umgang mit der Situation ist keineswegs souverän, wenn er in den unterirdischen Gängen zwischen der Säuglingsstation und der Intensivstation herumirrt, der Leser ist aber immer dabei: eine Erfahrung, der man sich nicht entziehen kann. Dieses Buch ist ein schwedischer Bestseller, da der Autor uns Einblick gibt in die Psyche des Krankenhauspersonals und der Angehörigen. Wie geht Tom mit den Informationen der Ärzte um und wieviel Bedeutung schenkt er seiner Familie? Wie verhalten sich Menschen in Ausnahmesituationen? Erstaunlich ist, dass Selbstmitleid nie Thema ist!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Ein Bild, das mehrere Jahrhunderte verbindet: gemalen 1637, dann über Generationen innerhalb einer Familie weitervererbt, bis es bei Marty de Groot plötzlich gestohlen wird und mit einer Fälschung ersetzt. Mich erstaunt das Geschick des Autors, durch ein Bild 3 Leben miteinander zu verbinden. Manchmal kann es sehr mühselig für den Leser sein, wenn er in andere Epochen versetzt wird, von einem Kapitel zum anderen. Das ist bei Dominic Smith überhaupt nicht der Fall. Natürlich ist es beim Lesen von Vorteil, wenn ein gewisses Kunstverständnis bereits vorhanden ist, ist aber kein Muss, denn man lernt viel über die niederländischen Maler, über Kunstfälschungen, Auktionen und Museen. Doch das traurige, aber wunderschöne Bild von Sara de Vos entsteht auf 350 Seiten vor unserem geistigen Auge, sodass man es am Ende selber besitzen möchte!
 
Foto von Helmut Oefner

Gerade gelesen

Der Titel ist Programm. John Rebus, unorthodoxer Detective Inspector in Edinburgh, seit 1987 Hauptfigur zahlreicher erstklassiger Kriminalromane Ian Rankins. Im Verlauf der Jahre hat Rankin auch zahlreiche Kurzgeschichten über ihn in verschiedenen britischen Zeitungen veröffentlicht. Auf Deutsch erschienen bereits mit 'Eindeutig Mord' (12 Stories) und 'Der Tod ist erst der Anfang' (22 Stories) zwei Sammlungen. Da diese beiden Bücher nicht mehr lieferbar sind, hat der Goldmann-Verlag nun eine umfangreiche Anthologie mit allen alten und zehn neuen Rebus-Geschichten veröffentlicht. Mal kriminalistisch spannend, mal eher amüsant werden dabei zahlreiche Facetten der vielschichtigen Figur 'Rebus' geschildert, immer mit eingebaut viel Edinburgher Lokalkolorit. Wenn ich auch persönlich die komplexen Kriminalromane Rankins den Kurzgeschichten - kaum hat man angefangen, ist die Story schon wieder zu Ende - vorziehe, waren auch diese ein angenehmer Zeitvertreib und eine unumgängliche Ergänzung zum Gesamtwerk um 'John Rebus'.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Selten so gut gelacht, das verspreche ich euch bei dieser Lektüre. Der Autor stellt nicht seine Emigration von Sarajevo nach Deutschland in den Mittelpunkt, sondern er streut immer wieder Anekdoten seiner Kindheit ein, damit sein jetziges Verhalten – als Kleinganove – erklärbar ist. Man könnte meinen, im Kugelhagel nach Hause zu kommen, hätte den Jungen für immer traumatisiert. Man erfährt aber, dass er mehr Angst vor der schimpfenden Mutter als vor den Bomben hat. Der Ich-Erzähler begegnet auch immer wieder Neo-Nazis, die ihn in unmögliche Situationen bringen, doch so wie Tijan Sila hier erzählt, muss man immer wieder schmunzeln. Ohne Übertreibung ein ungewöhnliches Debüt!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Seit Jahren ist uns Lesern Haruki Murakami als der beste japanische Autor bekannt. Für diejenigen, die von seinen frühen Werken beeindruckt waren, darf ich den Vorschlag machen, sich mal Yoko Ogawa zu widmen. Ihr Stil ist sehr ähnlich, sehr ruhig, aber doch mit einer klangvollen Sprache. Mich beeindrucken Autoren, die normale tägliche Vorgänge, wie zb. die Essenszubereitung, so elegant beschreiben können, dass der Leser fast am Tisch sitzt und mitisst! Für mich steht in „Zärtliche Klagen“ das Cembalo im Mittelpunkt, denn es verkörpert die Seelen der 3 Protagonisten. Das Haus im Wald, die Werkstätte des Handwerkers, Rurikos Flucht vor ihrem Mann, der sie betrügt…alles findet in den Klängen des Cembalos zusammen. Sehr empfehlenswert!
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Marion und Hortensia, beide über 80, sind Nachbarinnen in einem Nobelvorort von Kapstadt. Beide könnten kaum unterschiedlicher sein; die eine weiß, die andere schwarz. Marion kann es nicht verwinden, dass die andere just in dem Haus lebt, das sie selbst als junge Architektin entworfen hat und das ihr bei jedem erneuten Verkauf durch die Lappen gegangen ist. "Sie sind die Eigentümerin? Und der große weiße Mann ist ihr Ehemann?!" Dermaßen schlecht gestartet, können die beiden gar nicht anders, als einander 20 Jahre lang das Leben schwer zu machen. Was weiter passiert, wie sich diese beiden Frauen doch noch einander annähern, lesen Sie am besten selbst! Manches Mal fühlte ich mich ein wenig an Old Filth und Terry Veneering erinnert. Omotoso schreibt so pointiert und scharfzüngig, dass man das schmale Buch kaum aus der Hand legen mag. Und nebenbei erfährt man noch so einiges über die Kolonialherrschaft und die Apartheid. Ich hoffe auf mehr von dieser wunderbaren Autorin!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Schon als kleines Kind ist sie anders als die anderen. Von den Mitschülern wird sie ausgelacht und oft gedemütigt. Sie selbst weiß nicht wieso, sie ist wie sie ist. Denn sie hat keine Erinnerung mehr an die Zeit ihrer frühesten Kindheit. Ihre Eltern behüten und fördern sie liebevoll. Besonders ihr Vater. Ihr Wunsch ist es einfach normal zu sein. Was auch eine ganze Weile gelingt. Doch dann kommt durch eine sterbende Frau ein grausames Geheimnis ans Tageslicht. Von diesen Tag an, will sie nur noch Rache. Rache für sich und ihre Mutter. Ein spannender Thriller der Autorin Marina Heib, sprachgewaltig, jedoch beklemmend, erzählt aus der Ich-Perspektive der Protagonistin. Ein Buch, das man lesen muss!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Ein brilliantes, sorgfältig ausgearbeites Debüt, das uns zeigt, wie sehr Naturereignisse in das Schicksal der Menschen eingreifen. Völlig ungebändigt fegt der Sturm über die Insel und seine Bewohner hinweg und fordert eine historische Schuld ein! Christian Buder hat das perfekte Setting gewählt: eine Insel, die ihre Geister bewahrt und keinen entkommen lässt. Die Ereignisse wiederholen sich dreißig Jahre später und immer spannender wird die Lektüre. Buder hat mit seinem Erstlingswerk alles richtig gemacht: Synchron mit dem Wetter spitzen sich die Ereignisse immer wieder zu, als Leser hat man das Gefühl, man wird auch von der Insel gefegt! Großes Aufräumen mit der Vergangenheit!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Bernhard Setzwein ist ein großes Erzähltalent. Er besitzt genaue Kenntnisse über die menschliche Natur und ihre Abgründe. Das Schicksal der Grafenfamilie Coudenhove-Kalergi, die immer sehr fortschrittlich und revolutionär auftritt, ist eng mit dem Untergang der mitteleuropäischen Kultur verbunden. Auch wenn Graf Hansi in seiner Eigenartigkeit überall auf Unverständnis stößt, führt er doch indirekt das Werk seines Vaters weiter. Für mich ist er ein Held, ein Samurai, ein Schelm, der durch seine Exzentrik die Menschen eint!
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

In diesem Buch sind sie alle versammelt: die Helden meiner Kindheit! Und auch heute begegne ich vielen von ihnen immer noch, wenn ich meinen eigenen Kindern vorlese. Denn etliche Klassiker wie z.B. die Mumins von Tove Jansson oder die wunderbaren Bücher von Edith Nesbit stehen bei uns hoch im Kurs. Über Astrid Lindgren oder Joanne K. Rowling und all ihre großartigen Figuren ist den meisten Lesern sicherlich vieles schon bekannt. Aber wie sieht es mit all den anderen Frauen aus, die ebenfalls weltberühmte, unglaublich spannende und phantastische Geschichten erfunden haben? Luise Berg-Ehlers hat jetzt 27 berühmte Kinderbuchautorinnen in einem Buch vereint; man erfährt viel Wissenswertes und Unterhaltsames aus dem Leben der verschiedenen Autorinnen und erhält einen Überblick über ihre bekanntesten Werke. Für mich ein Buch zum Immer-wieder-reinblättern! Und zum Hervorkramen solcher Schätze wie "Daddy Langbein" oder "Anne auf Green Gables"...
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Mein Problem: Ein Haufen (fast) ständig hungriger Kinder. Dazu ich, die ich nicht besonders gerne einkaufe. Jetzt scheint ein Traum wahr zu werden! Kochen aus dem leeren Kühlschrank, also praktisch mit Nichts! Toll!!! Wie kann das gehen? Also, ganz allein mit Luft und Liebe kochen auch die beiden Autorinnen dieses Buches nicht. Daher gibt es Empfehlungen, welche Grundzutaten man unbedingt vorrätig haben sollte. Schon mit den Kapiteln über Linsen oder Suppen bin ich hoch zufrieden! Die Rezepte sind ganz simpel; es gibt immer die Variante mit den Zutaten, die man auf jeden Fall braucht, bzw. die Zusatzrubrik "Das macht es besser!" Was mich irritiert hat: In einen großen Teil der Rezepte kommen als Unbedingt-Zutat z.B. Creme fraiche, Sahne oder TK-Erbsen o.ä. Das würde ich ja alles im Kühlschrank aufbewahren... Vielleicht darf man den leeren Kühlschrank nicht zu wörtlich nehmen?! Wie auch immer, gleich mit dem allerersten Rezept, der Türkischen Linsensuppe, habe ich bei meinen Kindern schon gepunktet!
 

Gerade gelesen

Diese Woche feiern wir den internationalen Frauentag und gerade eben ist ein neuer illustrierter Band über die Friedensnobelpreisträgerin Malala erschienen. Ein Plädoyer für Bildung und Gerechtigkeit! Für Kinder ab 8 und alle die schöne Bücher lieben.
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Das Mädchen Annie erlebt verstörende Sachen bei sich Zuhause. Bis sie genug hat und ihre Mutter bei der Polizei anzeigt. Nun wird sie einem Ehepaar anvertraut, das selbst Hilfe bräuchte. Es beginnt ein Zwiespalt in Annie, gut oder böse, böse oder gut? Mich hat der Roman lange nicht mehr losgelassen, vor allem die Dinge, die ihre Mutter verbrochen hat. Jedes Mal wenn ich von ihren makabren Machenschaften las, bekam ich Gänsehaut. Ein gelungener Spannungsroman, der mich am Ende erschüttert hat!. Ein Tipp: nichts für frischgebackene Mütter und sehr sensible Menschen!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

In Innsbruck ist Anna Kim bereits bekannt, nicht nur, weil “Anatomie einer Nacht“ für die Innsbruck Liest Aktion ausgewählt wurde. Mit ihrem neuen Roman wird sie aber Kultstatus erreichen. Die Geschichte Koreas im letzten Jahrhundert wurde noch nie so bemerkenswert gut und umfassend dargestellt. Sie ist eine Expertin auf diesem Gebiet und meine Unkenntnis, was die Geschichte Koreas und auch Japans betrifft, erschreckt mich selbst. Natürlich ist es verwirrend, wenn man die Diktatoren und ihre Handlanger nicht kennt. Dafür liest man ja, denn nur so können wir vermeiden, dass sich Geschichte wiederholt, dass man die Gefahr frühzeitig erkennt.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Der Diogenes Verlag hat im Jahr 2016, meiner Meinung nach eines der schönsten Bücher aller Zeiten herausgegeben. James Matthew Barrie erzählt uns die Geschichte von Peter Pan und nimmt uns mit auf die Reise in die fantastische Welt Neverland. Durch seine lebendige Sprache kann man voll und ganz in die Geschichte eintauchen. Man würde nach dieser Lektüre am liebsten selbst für immer ein Kind bleiben. Es ist einfach ein Kinderbuch, das einen mitnimmt in ein wundervolles Märchen. Schon die Gestaltung des Bildbands ist traumhaft, ein Leinenband im Schuber, fabelhaft illustriert von Tatjana Hauptmann. Ein Buch, das in keiner Sammlung fehlen sollte.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Durch den Film „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ lässt uns J.K. Rowling erneut in ihre magische Welt eintauchen. Gott sei Dank, denn als richtiger Fan kann man von diesem Lesestoff nie genug bekommen. Hier hat man das gesamte Drehbuch nochmal zum Nachlesen, aufgelockert durch nette kleine Zeichnungen. Für jeden echten Fan auf alle Fälle ein Muss.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Auf diesen Psychothriller habe ich mich schon lange im vorhinein gefreut. Und ich muss sagen, er erfüllt alle Erwartungen. Das Ehepaar Anna und Tom erleben den wohl größten Alptraum aller Eltern, ihre kleine Tochter Julie wird aus dem eigenen Kinderzimmer nachts entführt und die jüngere Schwester Jane muss das Ganze auch noch mitansehen. Dieser Vorfall wirft nun einen Schatten über die ganze Familie und die Verhältnisse sind stark zerrüttet. Bis eines Tages, Jahre nach der Entführung plötzlich eine junge Frau vor der Tür steht und behauptet Julie zu sein. Von nun an beginnt der Wahnsinn für die Familie ein zweites Mal. Amy Gentry hat hier wirklich einen sehr guten und auf jedenfall lesenswerten Spannungsroman zu Papier gebracht, den ich sehr empfehle.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber wenn mich eine Serie einmal gepackt hat, bleibe ich ihr bis auf Widerruf treu. So freue ich mich zum Beispiel auf jede neue Geschichte mit dem unvergleichlichen "katholischen Bullen" Sean Duffy, der in Nordirland auf meist unkonventionelle Art für Recht und Ordnung sorgt. Auch diesmal hat mich die Lektüre nicht enttäuscht: Der Fall ist interessant, der Witz wird schärfer, der Bulle diesmal etwas weicher, aber doch noch grantig genug, die Musikauswahl ist nach wie vor grandios (ja, auch die Lieblingsmusik des Bullen ist durchaus hörenswert - überzeugen Sie sich selbst davon - es lohnt sich!). Ich freu mich jedenfalls schon auf den nächsten Fall und wünsche McKinty eine etwas größere Fangemeinde!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Folgende Schlagwörter treffen auf diesen neuen Roman zu: Schwimmstunden, Betrug, Bildung, Briefe, Einsamkeit, Meer, Ehebruch, Schriftsteller, Selbstverwirklichung, etc. Muss ich noch mehr erzählen? Zusätzlich wird dieser Roman in 27 Ländern erscheinen. Das hat auch mich neugierig gemacht und schlussendlich ab der ersten Seite gefesselt. Am schönsten fand ich die Aussage des Schriftstellers Gil, der findet, die Bücher gehören den Lesern, da sie entscheiden, was sie sich zwischen den Zeilen herausholen. Und bei diesen zahlreichen Themen, die Claire Fuller hier großartig in diese Familiengeschichte einbaut, werden alle Leser glücklich.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Elke Heidenreich, Benedict Wells und auch Thomas Glavinic empfehlen den Debütroman von dem noch jungen und doch mehrfach ausgezeichneten Journalisten. Zurecht. Für mich ist ein Roman gut, wenn man sich noch im Nachhinein mit der Geschichte befasst, wenn man das Buch noch länger neben sich liegen lässt, wenn man sofort darüber sprechen möchte, wenn man es unbedingt verleihen möchte. Der Pitt Club der Universität Cambridge wählt seine Mitglieder gewissenhaft aus, und nur Hans mit seiner Vorgeschichte kann sich dort einbringen, ohne selbst ein Snob zu werden. Takis Würger ist ein Autor, der weiß wovon er erzählt, er boxt sich durch die Geschichte wie ein Weltmeister und jeder Leser geht ko!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Andrew Miller hat in seinem neuen Roman eine Antiheldin geschaffen, von der man sich als Leser sehr angezogen fühlt. Maud ist attraktiv, redet aber wenig und wirkt auf andere fremd und unnahbar. Sie tut eigentlich nur das Nötigste, alles lässt sie geschehen. Es passiert ihr die Liebe mit Tim, seine Familie, das nette Einfamilienhaus, die Arbeit als Wissenschaftlerin, das Kind. Nach dem Unfall sind alle weg und ihr bleibt nur noch das Segelboot und die Einsamkeit, um alles zu verarbeiten. Man leidet mit ihr mit und möchte sie nicht alleine in die Welt segeln lassen. Geschickt lockt uns dieser großartige Autor, er schickt uns auf eine Reise, einen abenteuerlichen Segelausflug...ich bin in Gedanken noch immer auf diesem Boot! Miller ist ein Sprachkünstler, der bereits mit "Friedhof der Unschuldigen" sein Können bewiesen hat! Unbedingt in der Originalsprache lesen, für alle, die es können!
 
Foto von Gerda Kurz

Gerade gelesen

Ein Mönch kann jeder sein, sagt David Steindl-Rast, den Mönch erkennt man nicht am Habit, sondern an seinem Bemühen, im Augenblick zu leben. In neun Dekaden erzählt uns Bruder David aus seinem Leben, begleitet von Dialogen mit Johannes Kaup. Vom „Mensch werden“ – seiner Kindheit, geprägt von großem Entdeckergeist und unbändigem Staunen, über „Christ werden“ in den Kriegsjahren zwischen Demütigung und Menschenwürde („Unser FÜHRER ist Jesus Christus“) bis hin zur Entscheidung, Mönch zu werden. Die Auswanderung nach Amerika, der interreligiöse Dialog und die Weltreisen. Und dann im Alter die Dankbarkeit über den Becher, der reichlich überfließt. Bruder David ist einer der ganz Großen, der Dialog der Religionen ist ihm wichtig, er findet im Buddhismus viele Gleichheiten und gründet das „Center for Spiritual Studies“. Das große Geheimnis ist das Verstehen – das Schweigen im Buddhismus wie das Wort in den westlichen Traditionen. Er trifft den Dalai Lama und tauscht mit ihm Gebetsschnur gegen christlichen Gebetsring. Diese Biografie ist wunderschön, immer wieder muss man innehalten, nachspüren, nachlesen und darf sich tief innen berühren lassen von neuen Erkenntnissen, tiefem Verstehen und zärtlicher Liebe. Dieses „Leben im Augenblick“ zieht sich immer wieder wie ein roter Faden durch die Seiten. Von Kapitel zu Kapitel folgt man David Steindl-Rast auf seiner Lebensreise. Gerade weil er so sehr Mensch ist, ist er wundervoller spiritueller Lehrer. “Spiritualität ist Lebendigkeit, Wachsein, Leben in Fülle“. Lassen Sie sich beschenken von diesem Buch, atmen Sie tief ein und machen Sie sich auf ein spirituelles Abenteuer gefasst. „Ich bin durch Dich so ich“ – was für ein einfacher und doch vielsagender Titel. Ich wünsche Ihnen, dass es jemanden gibt, ob im Himmel oder auf Erden, zu dem Sie das sagen können.
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Gierig verschlingt man diesen Roman, der von drei Menschen handelt, die aufs Innigste miteinander verbunden sind: Die Freundschaft zwischen Samir und Samuel geht jäh zu Ende, als sich Nina nach einer Affähre mit Samir letztendlich doch für Samuel entscheidet. Samir verlässt daraufhin fluchtartig Paris und geht nach New York. Dort gelingt ihm der Aufstieg zu einem Staranwalt, der zahlreiche Seitensprünge begeht, um über den Verlust von Nina hinweg zu kommen. Nach 20 Jahren treffen sie sich wieder. Nun reist Nina mit Samir nach Amerika ... Die Autorin erzählt spannend und meisterhaft bis zur letzten Zeile von den Schicksalen der drei Personen. In diesem Roman geht es um die essentiellen Themen unseres Lebens: Liebe, Freundschaft, Rache, Scheitern und Macht. Einfach nur GRANDIOS!!!
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Neil Gaiman schreibt: „Stellen Sie sich vor wie die Geschichten im Winter an einem Lagerfeuer erzählt werden.“ Und ja, das kann ich. Tiefster Winter, hell loderndes Lagerfeuer und eine tiefe wispernde Stimme, die von der Ära der nordischen Götter erzählt. Von Odin bis Frey, ihren Begleitern, ihren Launen, ihren Tugenden und ihrer Boshaftigkeit. Von den Anfängen bis Ragnarök. Wunderbar wiedererzählte Sagen und Mythen um die Herrschaft der nordischen Götter.
 

Gerade gelesen

Vergangene Woche verstarb unerwartet der niederländische Kinderbuchautor und Illustrator Dick Bruna. Diogenes Verlag hat in diesem Frühjahr seine Titel wieder aufgenommen und wir sind alle ganz glücklich. Kaninchen Miffy lebt auf einem Bauernhof und gemeinsam können die Kinder mit Miffy die Tiere erleben. Mit Fühlelemente und Gucklöcher wird jede Seite ein neues Erlebnis. Die kurzen Texte sind auch für die Allerkleinsten verständlich. Unsere Empfehlung 1-3 Jahre.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Dacia Maraini gehört zu den bedeutendsten italienischen Autorinnen und seit Jahren munkelt man, dass sie den Literaturnobelpreis erhält. Warum kennt man sie bei uns kaum, obwohl sie lange mit Alberto Moravia liiert war und mit Pier Paolo Pasolini befreundet? Ihre Bücher wurden zahlreich ausgezeichnet und in über 20 Sprachen übersetzt. Was bewegt die Grande Dame der italienischen Literatur mit 80 Jahren? Für ihr neuestes Werk „Das Mädchen und der Träumer“ ist sie tief in die Thematik „Mädchenhandel“ eingetaucht. Wenn man das Buch liest, ist man entsetzt, was auf dieser Welt täglich passiert. Der Lehrer Nani ist zwar ein Träumer, und innerlich führt er viele Dialoge mit seinem Gewissen (ein Vogel, der auf seiner Schulter sitzt und teilweise echt nervt!). Seine Nachforschungen retten Lucia, die Welt natürlich nicht. Maraini kann man als eine vielschichtige und bedeutende Persönlichkeit am 13. und 14. Juni in Innsbruck kennenlernen!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Alissa Walser verführt den Leser, und zwar eindeutig. Es sind ihre Gedanken und Notizen, die sie uns in diesem kleinen Büchlein sehr verführerisch präsentiert. Teilweise ärgert man sich über die Kürze der Erzählungen – kaum ist man verführt, ist es auch schon zu Ende! Kaum glaubt man zu wissen, von wem sie schreibt, wechselt sie schon wieder das Thema. Einmal ist es die Landschaft die verführt, dann auch ein Beziehungspartner, dann wieder eine Katze. Manchmal ähneln ihre Sätze denen von Elke Heidenreich: der Humor, die Schalkhaftigkeit kommt mir vertraut vor. Sehr philosophisch bezaubert uns dieses Buch! Lasst euch verführen!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Das ist ein Buch, das nie enden sollte. Luiza Sauma ist eine Erzählerin, der man immer zuhören kann. André hat seine Heimat Brasilien schon mit 18 Jahren verlassen, und doch überkommt ihn in London immer wieder ein Gefühl, dass er etwas verloren hat. Immer wieder träumt er von Luana, seiner "empregada", das Dienstmädchen der Familie. Als sie ihm nach zwanzig Jahren schreibt, ist die Sehnsucht wieder da. Doch die Vergangenheit hält einige Überraschungen für ihn bereit und bis er bereit ist, sich ihr zu stellen...weiterlesen, immer weiterlesen muss man. Was für eine großartige Autorin!!
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Ein Mädchen verschwindet, die Polizei kann nichts feststellen, alle Spuren verlaufen im Sand, acht Jahre lang. Bis die Haustür aufgeht und dort ein Mädchen steht, sich als verlorene Tochter Julie vorstellt und von ihrer Mutter ohne Wenn und Aber aufgenommen wird. Bis sich in der Mutter die ersten Zweifel einschleichen. Ein rasant aufbauender Thriller, der bis zum Schluss spannend bleibt. Jedes Mal, wenn man zu wissen meint, wer Julie wirklich ist, passiert etwas, was einen dann doch wieder zweifeln lässt. Ich hoffe, die Autorin lässt sich nicht zu viel Zeit mit dem nächsten Roman, denn diesen habe ich verschlungen.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Wer Radek knapp kennt, wird mit dieser kurzen Novelle nicht enttäuscht werden. Außer dass man mehr von ihm lesen möchte, fast zu kurz ist der Einblick, den der erfolgreiche Autor uns hier gewährt. Jedem Satz wohnt Charme und Humor inne, jede kleine Anekdote ist unterhaltsam und geistreich geschrieben. Radek knapp zählt für mich zu einem der größten und beständigsten Autoren dieser Zeit.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Lange hat sich diese bekannte deutsche Schriftstellerin Zeit gelassen, es ist Jahre her, dass "Die hellen Tage" oder "Schwimmer" erschienen sind. Diesmal werden aber einige Leser enttäuscht sein, denn "Schlafen werden wir später" ist völlig anders. Marta und Johanna sind seit Jahren befreundet und fast täglich schreiben sie sich Briefe. Marta ist Schriftstellerin und würde lieber schreiben, als die 3 Kinder großzuziehen, es plagen sie Geld- und Eheprobleme. Und Johanna wurde von ihrem Freund verlassen, trotz der Krebsdiagnose. Jetzt hat sie die Krankheit überwunden und forscht eifrig weiter (an ihrer langjährigen Masterarbeit über Annette von Droste-Hülshoff. Tja, ein bißchen langweilig ist es schon, vor allem, wenn die beiden Frauen sich literarisch über die Natur auslassen! Schriftsteller unter sich, was soll ich sagen. Zum Glück haben beide Damen einen guten Bekanntenkreis, der sie nicht nur am Leben hält (mit Geld und Nahrung), sondern auch über Depressionen hinwegtröstet.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Bücher, die für den Man-Booker-Preis nominiert geehrt wurden, sollten Beachtung finden. Mit diesem Familienroman gelingt es Bill Clegg, sich in die Herzen seiner Leser zu schreiben. In einer einzigen Nacht verliert June ihre ganze Familie, die sich für die Hochzeit ihrer Tochter in ihrem Haus eingefunden hat. Der Autor baut mit jedem Kapitel eine unglaubliche Spannung auf, da jeder seine Meinung zu dem Brand äußern kann. In mir hat dieser Roman große Hoffnung geweckt, dass es noch Menschlichkeit gibt, die außerhalb der Familie ihren Ursprung hat. Wunderschön zu lesen, mit viel Optimismus!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Man ertappt sich bei der Lektüre dabei, wie man schaut, ob die Beschreibung der verschiedenen Charaktere auf einen selbst zutrifft, ob man die gelangweilte, die Magenleiderin, die abgeklärte, etc. ist. Keine charakterbeschreibung ist gleich. Manchmal lustig, dann wieder versteht man es nicht, weil man niemanden kennt, der sich so verhält, dann wieder Aja, ganz gleich wie der Nachbar oder Arbeitskollege Das Paar wirft keinen liebevollen Blick auf die Schwächen der Menschen, sie wünschen Ihnen aber ein gutes Gelingen in ihrem sinnlosen tun, was uns wieder schmunzeln lässt über soviel Wahrheit.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Ninetto ist neun Jahre alt, als er mit einem Bekannten des Vaters nach Mailand reist um dort Arbeit und ein neues Leben zu finden. Zu Beginn der Sechziger Jahre wurden viele Kinder aus armen Verhältnissen mit Verwandten fortgeschickt. Für uns ist das heute unvorstellbar. Mit fünfzehn hörte das "Ausgebeutwerden" offiziell auf und sie wurden Arbeiter in Fabriken, wo sie meist ein Leben lang blieben. Ninettos Geschichte war mir nicht bekannt, Marco Balzano eröffnete mir mit diesem Roman ein neues Kapitel italienischer Geschichte. Ninetto wollte immer Schriftsteller werden, doch nur wenige Träume könnte er sich erfüllen. Doch in seiner Stimme ist noch immer die Begeisterung über das Leben enthalten, er hat sich tapfer durchgeschlagen und seine Kindheit leuchtet noch immer durch.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Sich wieder wie ein Siebenjähriger zu fühlen, noch dazu ein besonderer, wie das geht zeigt uns Mathias Brandt. Bewacht von Polizisten, Wachmännern, und seinem Hund ist der kleine Mathias doch meistens alleine auf Entdeckungsreise. Er verkleidet sich gerne, schlüpft in verschiedene Rollen, und jede Begegnung mit Erwachsenen gestaltet sich ereignisreich, da sein Vater gerade Bundeskanzler ist. Am beeindrucksten beschrieben ist sein Versuch, ein Zauberstück für den Geburtstag seiner Mutter aufzuführen, wodurch die Gardine in Brand gerät. Zeitgleich mit dem Buch ist die Musik von Jens Thomas erschienen. Seine dafür komponierten Songs passen perfekt in die Siebzigerjahre. Traumhaft!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Dieses Buch wird als "zarte Liebesgeschichte" bezeichnet, doch es ist mehr. Die beiden Hauptpersonen, Anna und Max, sind aus Bequemlichkeit zusammen. Beide schon über 40, ohne Familie, doch die große Liebe ist es nicht. Getrieben von einer Midlife-Crisis suchen sie sich neue Partner, ohne zu wissen, wie sehr ihre Amouren miteinander zu tun haben. Der intelligente und humorvolle Ton von Simone Meier provoziert und ist doch mit einer Leichtigkeit, die fesselt und die Geschichte vorantreibt, bis zum Happy End der meisten Figuren!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Schon mal was von Gleichstrom oder Wechselstrom gehört? Von Thomas Edison wissen wir, dass er die Glühbirne erfunden hat, aber wer war Nikola Tesla oder George Westinghouse? Der Roman von Graham Moore erzählt nicht nur von den anfänglichen Patentkriegen, sondern auch von den großen Wisschenschaflern und Machthabern, die ein Imperium gegründet haben, das für uns heute selbstverständlich ist. Moores "Die letzten Tage der Nacht" ist extrem unterhaltsam geschrieben und außerordentlich informativ. Ein Muss für alle, die Licht ins Dunkel bringen möchten!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Erst wenn wir den Tod akzeptieren, können wir das Leben besser verstehen. Mutig finde ich solche Menschen, die sich bereiterklären, ehrenamtlich sterbende Menschen zu begleiten. Die Autorin hat auch eine Ausbildung als Sterbebegleiterin absolviert, wodurch sie auch das Feingefühl aufbringen kann, welches für so einen Roman nötig ist. Karla stirbt und die letzten paar Monate steht ihr Fred, ein alleinerziehender Vater zur Seite. Leicht fällt es ihm nicht, es ist nämlich sein erstes Mal, und Karla entpuppt sich als eine eigenwillige und sture Persönlichkeit. Die Geschichte berührt, Tränen kommen jetzt nicht unbedingt. Vielleicht liegt das auch an der Leichtigkeit der Sprache und an den schillernden Figuren, die in der Sterbebegleitung tätig sind.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Jende und Neni kommen aus dem Kamerun in ihr geliebtes Amerika. New York überwältigt sie im wahrsten Sinne des Wortes, doch sie können sich schnell einleben. Trotz fehlender Aufenthaltsgenehmigung und mit guten Beziehungen und viel Glück finden sie beide einen Job. Neni möchte Apothekerin werden und studiert nebenbei fleißig. Die reiche Familie, das Ehepaar Clark und Cindy, ihre Arbeitgeber, schwelgen im Luxus, während das Einwanderpaar auf vieles verzichten muss. Es stimmt, wie im Klappentext angemerkt wird: man kann nicht mehr aufhören zu lesen, immer besser versteht man die zwei Paare. Unglaublich spannend ist auch die Finanzkrise 2009 und ihre Folgen! Amerika erfüllt nicht nur Träume, das Land nimmt sie auch wieder!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Eine fünf Jahre alte Liebesbeziehung wird auf die Probe gestellt: Louise und Ludovic wollen sich ein Jahr Auszeit nehmen und um die Welt segeln. Doch dann stranden sie auf einer Insel, Hilfe ist nicht in Sicht. Dort zeigt sich, wie belastbar die Beziehung ist, wie groß Vertrauen und Loyalität sind. Ein Fehltritt genügt und das ganze läuft aus dem Ruder, denn der Mensch wird in der Wildnis zum Raubtier. Dieser Kampf ums Überleben ist irrsinnig spannend geschrieben (nominiert für den Prix Concourt!), eine Überraschung nach der anderen kommt auf den Leser zu. Ich habe selten eine derart starke und spannende Geschichte gelesen! Um es mit den Worten Hemingways zu sagen: "Alle guten Bücher ähneln sich darin, dass sie wahrer sind, als wenn sie sich wirklich zugetragen hätten."
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Wie soll sich Burli in den 50ger Jahren zurechtfinden, wenn der eigene Vater bei der SS war und sich seither verstecken muss, und wenn er von der Mutter ständig darüber belogen wird, da sie selber während des Krieges mit den falschen Menschen zusammen war? Erstaunlich ist, wie stark Burlis Gerechtigkeitssinn ausgeprägt ist, wie sehr er sich gegen das "braune" Gedankengut seiner Eltern wehrt. Eine große Hilfe dürfte der bodenständige Großvater sein, oder der Nachbar, ein Journalist. Doch was Burli mit seiner Nachbarin so treibt, das sei an dieser Stelle noch geheim. Herzlich unverblümt schreibt er seine Abenteuer mit, und das Ende hält für den Leser noch eine Überraschung bereit, die nicht so leicht zu verdauen ist.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Ich gebe zu, die grünen Gummistiefel auf dem Cover haben mich schon beeindruckt. Der Bauernhof befindet sich zwar in Mecklenburg-Vorpommern, aber das spielt hier keine Rolle. Die Autorin ist jung, aber bereits mit einem Talent gesegnet, das mich sehr stark an den Debütroman von Daniela Krien „Irgendwann werden wir uns alles erzählen“ erinnert hat. Christin ist noch jung und versteht nicht ganz, wie sie auf Jans Bauernhof gelandet ist. Ihr zukünftiger Schwiegervater verachtet sie und Jan ist nur mehr mit dem Hof und den Kälbern beschäftigt. Egal was Christin auch leistet, sie scheint nicht geschaffen zu sein für die Bauernstiefel. Christins Geschichte lässt mich nicht mehr los, so wie ihre Vergangenheit bis zum Ende des Buches immer mehr zum Tragen kommt, umso mehr ist mein Verständnis für ihre Situation gewachsen!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Wenn man das Buchcover betrachtet, vermutet man als routinierte Leserin nicht, dass dahinter ein internationales Talent steckt. Mit jedem Satz zeigt Sniadanko ihre Intelligenz und ihren Humor, selten hat man soviel kluge Gedanken über die Ukraine und Deutschland in einem Roman gefunden. Man möchte mehr über diese Ausnahmeautorin erfahren, mehr von ihr lesen, weiter schmunzeln über soviel Wortwitz. Unglaublich schlau ist sie, wie sie die Geschlechterrollen gekonnt auseinander nimmt. Mit Emanzipation hat das nichts zu tun, sondern mit viel weiblicher Intuition und Hausverstand!!!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Der Debütroman „Glücksmädchen“ ist der schwedischen Autorin Mikaela Bley auf Anhieb gelungen. Die Protagonistin Ellen Tamm ist Kriminalreporterin und scheint vom Tod besessen zu sein. Als an einem regnerischen Tag die achtjährige Lycke spurlos verschwindet, fühlt sie sich grausam an ihre eigene Kindheit und den Tod ihrer Zwillingsschwester erinnert. Wenige Tage später wird die Kleine ermordet aufgefunden. Ellen macht sich auf die Suche nach dem Mörder. Dabei gerät sie nicht nur selbst in Gefahr, sondern erfährt auch die traurige Wahrheit über Lyckes kurzes Leben. Alles in allem ein spannender Psychothriller mit „Gänsehautfeeling“, der sehr empfehlenswert ist.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Ich bin ein großer Fan von Kurzgeschichten. Für mich ist es große Kunst, auf ein paar Seiten zusammengefasst, ein ganzes Leben vorbeiziehen zu lassen. Asa Foster gelingt es mit jeder Erzählung, meine Gedanken noch lange danach um die Figuren kreisen zu lassen. Keine einzige Geschichte ist schwach oder nicht aussagekräftig. Diese schwedische Autorin besitzt sogar die Fähigkeit, zwischen einer weiblichen oder einem männlichen Protagonisten zu wechseln, mal spielt es auf dem Land, dann wieder in der Stadt, mal ist die Person älter, dann wieder ganz jung. Asa besitzt eine Stimme, die auf jeder Seite zu hören ist und alle Geschichten wundervoll miteinander verbindet.
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Ich dachte, ich traue meinen Augen nicht! Im Februar erscheint Band 9 der Stadtgeschichten?! Wie konnten Band 7 und 8 spurlos an mir vorübergehen??? Also schnell Band 7 gekauft und ab nach San Francisco! Zum ersten Mal habe ich Maupins Stadtgeschichten mit Anfang 20 gelesen. Seitdem sind etliche Jahre vergangen, und so wie ich sind auch die ehemaligen Bewohner der Barbary Lane älter geworden. Michael "Mouse" Tolliver ist jetzt Mitte 50 und als verheirateter Mann und Eigentümer einer großen Gärtnerei wie man so schön sagt "angekommen". Die engen Freundschaften zu seinen ehemailgen Mitbewohnern bestehen weiterhin. Manchmal überfällt ihn eine leichte Wehmut, wenn er an seine vergangene Jugend denkt und daran, wie viele seiner Freunde er an das Schreckgespenst AIDS verloren hat; seine eigene Erkrankung hat er aber im Griff. Also alles gut in San Francisco -- wenn nicht seine Familie am anderen Ende der Vereinigten Staaten wäre. Als seine Mutter schwer erkrankt, muss sich Michael nach fast 20 Jahren mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen. Ein Treffen mit seinem schrulligen Bruder Irwin, dessen hysterischer Frau Lenore und natürlich mit Mama, die seine Homosexualität nie akzeptieren konnte, ist unausweichlich. Und Michael erkennt einmal mehr: Familie ist nicht unbedingt die biologische. Sondern die "logische". Und jetzt auf Wiedersehen! Ich habe ein Treffen mit Mary Ann in Michaels Gartenhäuschen...
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Ava Dellaira ist mit ihrem Erstlingswerk "Love Letters to the Dead" ein grandioses Buch gelungen. Sie schafft es, mit wenigen Worten die Seele zu berühren und hinterlässt beim Leser einen bleibenden Eindruck. In diesem Buch geht es um die Jugendliche Laurel, die sich nach dem Tod ihrer Schwester May gezwungen fühlt, in ihre Fußstapfen zu treten, um ihr näher zu sein. Dabei verliert sie sich aber selbst immer mehr. Als sie in Englisch die Aufgabe erhält, einen Brief an eine verstorbene Person zu schreiben, beginnt für die junge Laurel eine schwierige Reise zu sich selbst. Mit dem Tod ihrer Schwester geht für Laurel eine wundervolle Kindheit voller Träume zu Ende, und sie begibt sich auf den steinigen Weg des Erwachsenwerdens. Ein wunderbares Buch über Liebe und Verlust. Ein Roman, den ich jedem weiterempfehlen kann, und aus dem man einiges für sich selbst lernt.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Die erste Erzählung gelingt dieser großen Autorin sehr gut: "Mein Hund wird sterben" erzählt von einem Paar, das sich nach dem Tod des Sohnes entfremdet. In jeder weiteren Geschichte gibt es einen Moment, wo sich das Leben des Erzählers verändert. "Mathilde" erinnert sehr stark an Gavaldas Erfolgsroman "Zusammen ist man weniger allein". Mathilde ist jung, die hippe Sprache erschwert das Lesen, und doch entwickelt Gavalda wieder diesen kunstvollen Stil, für den wir sie lieben. Alle suchen nach Glück und Liebe, und trotzdem behält man von diesen Erzählungen sehr viel in Erinnerung, denn jede Suche entwickelt sich anders!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Gustav Perle ist still und zurückhaltend, ganz anders als sein Freund Anton. Denn die beiden wachsen völlig unterschiedlich auf: während Gustav immer viele Entbehrungen hinnehmen muss, hat Anton alle Möglichkeiten, ein Starpianist zu werden. Berührt hat mich vor allem die Geschichte der Mutter, die nicht damit zurecht kommt, dass ihr Mann alles geopfert hat, um Juden zu retten. Rose Tremain gehört wirklich zu den besten Schriftstellern, ihr Stil erinnert mich an Jane Gardam! Viel gelernt habe ich über die Schweiz, die trotz ihrer Neutralität mit den Folgen des Nationalsozialismus zu kämpfen hatte!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Stellenweise erinnert dieser Roman an Robert Seethalers "Ein wenig Leben", doch die Erzählung ist viel dichter, über vier Generationen. Mit Spannung verfolgt der Leser die Entstehung und Entwicklung des Simonhofs. Jede Generation verfolgt andere Ziele und muss sich immer wieder neu mit dem Beruf "Bauer" auseinandersetzen. Was bringt der Wachstum, wohin führt der Tourismus? Wozu dient der Bauernhof hoch oben im Gebirge, und welcher Bauer erreicht mehr? Ein starker Roman, der uns die Heimat wieder näherbringt!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Beim Anblick des Covers habe ich vermutet, dass es sich um einen gewöhnlichen Frauenroman handelt. Ein Irrtum, wie mir schnell bewusst wurde. Molly spürt der Geschichte ihrer Familie nach, die sich nach dem Tod des 8-jährigen David nur schwer von dieser Tragödie erholt hat. Poliners Gespür für Hintergründe und das Gefühl der Schuld hat mich stark an Ian Mc Ewans „Abbitte“ erinnert. Lange beschäftigt sich der Leser mit den 3 Schwestern, die nicht unterschiedlicher sein könnten; man vergisst sie einfach nicht mehr. Ich habe dieses Buch geliebt, da die menschlichen Abgründe dieser Familie auf jeder Seite spürbar waren!
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Willkommen bei den Hinterwäldlern, einer eingeschworenen Gemeinschaft an der Grenze zu Kanada. Hier gelten eigene Gesetzte, denn das gesellschaftliche Gleichgewicht ist sehr fragil. Im Mittelpunkt steht der Sheriff, der dafür Sorge trägt, dass es zu keiner Schieflage kommt. In unserem Fall macht er es eben auf die sanfte Tour, doch erntet er dafür nicht nur Begeisterung ,denn sein Deputy ist ein ausgesprochener Hardliner. Als sich ein paar dubiose Russen in der Gegend ansiedeln, und ein Tresor aus deren Villa verschwindet, geht es drunter und drüber... Schräge Typen, knackige Dialoge, herber Humor - Coen Brüder, verfilmt das doch!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Es gibt den einsamen Wolf und den Leitwolf, Sheriff Wing verkörpert wohl beides." Auf die sanfte Tour" funktioniert auf allen Ebenen: erstens bietet dieser Roman wirklich großes Lesevergnügen, zweitens schafft Castle Freeman Charaktere, die sich dem Leser einprägen. Das Böse wird diesmal durch die russische Mafia verkörpert, die immer näher an die Gemeinde heranrückt. Sheriff Wing macht aber keine Kompromisse und bleibt sich selber treu, mit wenigen Worten bemüht er sich, das Verbrechen aufzuklären, auch wenn er auf wenig Verständnis stößt und sich sogar seine Frau gegen ihn wendet. Immer wieder ruft er sich die Worte seines Mentors in Erinnerung. Für mich hat Castle Freeman einen modernen Westernheld geschaffen, und der Autor kann in die Fußstapfen eines Cormac McCarthy treten.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Wer erinnert sich an Olga Grjasnowas Roman "Der Russe ist einer, der Birken liebt"? Sie gehört einer Generation an, die keine Grenzen kennt und alles erreichen kann, und trotzdem keine Heimat hat. So wie Hazal, eine türkischstämmige junge Frau aus Berlin, die keine Arbeit findet und von der Familie kaum Unterstützung bekommt. Mit ihren Freundinnen stürtzt sie sich ins Nachtleben und dieses Abenteuer endet unerwartet grausam. Hazal flüchtet in die Türkei, sie will kein Opfer sein, obwohl ihr Gewalt nicht fremd ist. Fatma Aydemir ist die neue Stimme der Literatur mit Migrationshintergrund, sie versprüht mehr Warmherzigkeit als Grjasnowa und ihr Roman Ellbogen besitzt Bestsellerniveau!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Diese Autorin ist schon jetzt in aller Munde, bevor ihr Buch auf Deutsch erscheint. "A little life" ist das meistdiskutierteste Buch im englischsprachigen Bereich, eine Verfilmung ist auch schon geplant. Die Freundschaft der vier Männer in New York hält ein Leben lang, die zentrale Figur ist aber Jude St. Francis. Seine Geschichte geht unter die Haut, immer beklemmender Szene aus seiner Kindheit kommen zum Vorschein. Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen, ich konnte nicht glauben, was ein Mensch alles ertragen kann. Das ist Literatur, die berührt und die in Erinnerung bleibt.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Das Ende der Beziehung wird hier völlig anders begangen: Die Trennung hat bereits vor Monaten stattgefunden, nur die Scheidung wurde noch nicht offiziell verkündet. Die Frau reißt nach Griechenland, um ihren Noch-Ehemann zu suchen und die gemeinsame Geschichte zu beenden. Doch er wird tot aufgefunden und sie kann ihr Scheitern nur mehr mit sich selbst klären. Die kleine Insel bietet das passende Setting für Trennung; sie wandelt auf den Wegen, die er vor ihr beschritten hat. Eine ungewöhnliche Trennungsgeschichte, die hier von einer interessanten und noch unbekannten Autorin vorgelegt wird!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Pauline ist schon lange innerlich tot. Erst als sie ihre Geschichte fertig niedergeschrieben hat, ihre Version der Wahrheit, kann sie es akzeptieren. Tragisch daran ist für mich die Tatsache, dass ihre Blessuren echt sind; sie musste Demütigungen, Schläge, Vergewaltigungen, und das Gefängnis tatsächlich erleben. Pauline Dubuisson wird noch heute als Mörderin ihres Verlobten gesehen. Alle haben sie verachtet, sogar die Männer, die sie heiraten wollten. Sie bringt Schande, obwohl im Krieg soviel Schändliches passiert ist. Mich hat es erschüttert, wie grausam Menschen doch sein können, wie wenig Verständnis wir noch heute für unsere Mitmenschen aufbringen. Hier geht es nicht ums Verzeihen, sondern um unglaubliches menschliches Versagen. Ein schmerzhaftes Stück Geschichte, sehr gut geschrieben!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Catherine, die Protagonistin dieses spannenden Romans, steht mit beiden Beinen sicher im Leben. Beruflich erfolgreich, verheiratet mit einem tollen Mann, einen Sohn auf den sie stolz ist – ihr Glück scheint perfekt zu sein. Bis sie eines Tages ein Buch auf ihrem Nachtschrank entdeckt, dessen Herkunft nicht bekannt ist. Schon bald merkt sie, dass sie in diesem Werk die Hauptfigur ist. Daraufhin gerät ihr Leben aus dem Fugen, und sie muss sich mit den Geschehnissen ihrer 20 Jahre zurückliegenden Vergangenheit auseinandersetzen. Dabei droht ihre Familie zu zerbrechen, doch letztendlich ist alles anders, als es scheint. Insgesamt hat Renee Knight mit ihrem Debütroman "Deadline" ein durchaus starkes Werk geschaffen. Die Erzählweise aus den verschiedenen Sichten der unterschiedlichen Charaktere gefällt mir sehr gut. Aber ich würde die Geschichte eher in die Kategorie Psychodrama anstatt Psychothriller einstufen.
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Ich bin ja ein großer Fan von Fjällbacka, dem reizenden schwedischen Küstenstädtchen, in dem Läckbergs Romane angesiedelt sind. Dass dort wirklich ständig so ungewöhnliche und abscheuliche Verbrechen verübt werden, mag man sich kaum vorstellen. Der 9. Fall von Kriminalinspektor Patrick Hedström und seiner Frau, Schriftstellerin Erica Falck, ist dieses Mal allerdings leicht haarsträubend geraten, aber natürlich trotzdem wieder sehr spannend! Zwei Handlungsstränge, die auf unterschiedlichen Zeitebenen spielen, laufen erst ganz am Schluß zusammen; und natürlich ist es wie immer Erica, die den Fall letztendlich aufklärt. Auch wenn ich nicht sehr zart besaitet bin, hätte ich mir manches Mal gewünscht, dass die Mißhandlungen an Frauen und Kindern etwas weniger detailliert und grausig dargestellt werden. Da wäre vielleicht weniger mehr! Toll fand ich, dass die zahlreichen problematischen privaten Verstrickungen und Dramen der Hauptfiguren weniger im Vordergrund standen als in so machem Vorgängerband. Angenehm wie immer: die kurzen Kapitel, die einen immer noch eins und noch eins lesen lassen, so dass man die knapp 450 Seiten flott durchgelesen hat. Und das Ende hat mich echt überrascht! Frau Läckberg hatte, wie so oft, einen richtigen Knaller parat.
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Banale Themen werden hier sehr fantasiereich und neu verpackt. Ein tödlicher Virus treibt sein Unwesen in Amerika. Doch bei diesem Thriller begleiten wir keine starken, heroischen Persönlichkeiten, sondern die, die sich verstecken und das Geld haben, sich in einen Bunker (mit Schwimmbad, Hühnerzucht, etc.) einzukaufen. Doch was keiner von ihnen weiß ist, dass ihr neues Zuhause noch lange nicht fertig gestellt wurde und sie draußen schon bald sicherer wären als drinnen, denn unter ihnen befindet sich ein Mörder. Dieser Thriller hat mich gepackt!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Hier hat eine schwedische Autorin ein recht eigenwilliges Porträt der Menschheit geliefert. Kaum jemand hat über die Kleinwüchsigen in Amerika und Europa, die schon vor dem Krieg Misshandlung und Verfolgungen ausgesetzt waren, geschrieben. Sie wurden überall als Freaks behandelt und nur im Zirkus konnten sie ein halbwegs vernünftiges Leben führen. Ich war entsetzt über den Einfallsreichtum in der Vermarktung der Zwerge, so zb. konnte man sich in mehreren Vergnügungsparks in Europa gegen ein Eintrittsgeld ansehen, wie eine Afrikanerin ein Kind gebar, oder es gab im Showbiz eine Brutkasten-Show. Außerdem wurden sie wie Behinderte oder psychisch Kranke für wissenschaftliche Zwecke herangezogen. Nicht viele Kleinwüchsige haben den Nationalsozialismus überlebt. Sobald man in der Welt der kleinen Menschen drinnen ist, kommt man als Leser nicht mehr von der Thematik los.
 
Foto von Gerda Kurz

Gerade gelesen

Ich liebe Maria Kallio. Ja, ich bewundere sie, diese kleine zarte, aber doch taffe Kommissarin mit einem großen Herz für die Sorgen und Nöte ihrer Mitarbeiter. Geschickt leitet sie die Ermittlungen, auch selber oft am Rande ihrer Kräfte. Aber Autorität hat sie. Alle Achtung. Selbst gestandene große und kleine Verbrecher geben sich geschlagen und gestehen. Ich bewundere auch Antti, ihren Mann, der still und leise die Kinder erzieht, immer wieder seufzend zurücksteht, wenn sie müde nach Hause kommt und dann, anstatt mit ihm in die Sauna zu gehen, wieder los muss um Verbrechen aufzuklären. Ich mache mir richtig Gedanken und bin fast schon soweit, dass ich ihnen mal die Kinder abnehme, dass sie zusammen was machen können! Dieses Mal ermittelt Maria in höchsten Politikerkreisen. Ein bizarr zugerichteter Leichnam in einer Kirche, dubioser Edelsteinhandel und Geldwäsche. Das sind die Zutaten, in denen diese Krimisuppe köchelt. Aber Maria beißt sich fest und löst auch diesen Fall mit ihrer bewährten Ruhe. Leena Lehtolainens 12. Krimi ist wiederum lesenswert. „Das Echo deiner Taten“ erscheint übrigens im April 2017 als Taschenbuch.
 
Foto von Gerda Kurz

Gerade gelesen

Wenn Kriminalhauptkommissar Pallasch`s Hinterkopf juckt, dann ist was im Busch. Und bei diesem Landkrimi ist gewaltig was im Busch: Eichstätt ist eine beschauliche Stadt im bayerischen Altmühltal, aber doch Schauplatz eines grausigen Verbrechens: Serge, der Sohn eines bekannten kanadischen Mafiabosses verbringt hier ein Gastsemester an der katholischen Universität. Mit Studieren hat er aber nicht viel am Hut, er genießt lieber das Dolce Vita und die schönen Frauen der Umgebung. Und er zockt. Mit gefährlichen Typen. Aber schon ganz bald ist er tot. Mausetot. Pallasch und sein cooler - aber übermotivierter - Assistent Lachmann ermitteln. Dieser verschafft ungewollt mittels einer neuen App Unbekannten Zutritt mitten in den Polizeicomputer, und so ist jemand der Polizei immer einen Schritt voraus: Es passieren noch weitere grausige Morde und Folterungen, bei deren Einzelheiten dem Leser die Haare zu Berge stehen. „MordsApp“ ist Nowak´s drittes gelungenes Werk nach „Menschenschlachten“ und „Unter Strom“. Auch dieser Krimi ist wieder sehr spannend, man frisst sich von Kapitel zu Kapitel – direkt im Windschatten der sympathischen, dialektisch geprägten Ermittler. Lesenswert!
 
Foto von Gerda Kurz

Gerade gelesen

Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich: Rachel fährt jeden Morgen mit dem Zug nach London zur Arbeit. Sie ist Alkoholikerin, total aus der Bahn geworfen nach einer unglücklichen Ehe, sie hat ihren Job verloren, ihre Wohnung. Aber sie spinnt sich eine Traumwelt zusammen. Macht sich und Cathy, ihrer Mitbewohnerin etwas vor. Die Häuser an der Bahnstrecke werden zu ihrer Welt. Sie malt sich das Leben der Bewohner aus, aber plötzlich beobachtet sie etwas Erschreckendes. Und dann verschwindet eine der Frauen. Rachel mischt sich in die Ermittlungen ein, belästigt ihren Exmann und dessen neue Familie, aber das Bizarre geschieht: Ihre Spinnereien scheinen Gestalt anzunehmen, nichts ist mehr so, wie es schien … Dieser Krimi ist gruselig, es zieht einen mitten hinein, man versucht, die Gedankengänge Rachels zu verstehen … ich dachte des Öfteren: „das gibt es doch nicht“!! und es ist mir kalt den Rücken hinuntergelaufen. Kein Wunder, dass „Girl on the Train“ verfilmt wurde und höchst erfolgreich in den Kinos läuft. Absolut lesenswert!!!
 
Foto von Ursula Angerer

Gerade gelesen

Die norwegische Strickdesignerin präsentiert in ihrem ersten Buch viele trendige Oversize-Pullis und Jacken. Das skandinavische Design und die kuschelige Wolle ließ mein Strickherz höher schlagen. Die Modelle sind alle sehr einfach gehalten, also auch für Strickanfänger geeignet. Mein erstes Modell war ratzfatz fertig, da großteils mit 8er Nadel gearbeitet wird. Perfekte Kuschelpullis für unser Tiroler Winterwetter!!!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Auf dem Gebiet der Genforschung hat Martin Suter diesmal intensiv recherchiert. Er hat überall auf der Welt Menschen in seinem neuen Roman charakterisiert, die bei dieser Entwicklung eine Rolle spielen. Wie der kleine rosa Elefant in Erscheinung tritt, ist für uns Leser schnell nachvollziehbar, auch wenn man kein Experte ist. Suter ist auch Drehbuchautor, was diesem Roman auch anhaftet, denn die Spannung eines Krimis ist vorhanden, da alle Gesellschaftsschichten (auch die Randständigen in der Schweiz) miteinbezogen werden und dadurch gibt es natürlich die Guten und die Bösen (die Chinesen). Mit diesem Roman wird Suter wieder die Bestsellerlisten anführen, weil die Quintessenz uns alle beschäftigt. Er gibt nützliche Tipps und dieses Roman enthält fast alle Antworten darauf, ob wir auch einen rosa Elefanten brauchen!
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Wie ermordet man am besten seine Ehefrau? Und wie vertuscht man die eigene Schuld daran? Ted Severson schmiedet heimlich am Mord seiner Frau, mit einer Fremden als Komplizin, die er in einem Flugzeug getroffen hat. Für sie ist „Mord nichts Schlimmes“. Intrigen, Machtspiele und Rache sind die Hauptmotive in diesem Krimi. Ganz großes Kino, mit unvorhersehbaren Wendungen. Swanson schrieb sich mit diesem Buch in mein Herz, denn die Mischung aus Krimi und Familiendrama lies mich auf jeder Seite mitzittern. Manche Protagonisten schließt man sofort in sein Herz, andere würde man am liebsten gleich tot sehen. Er trennt die Kapitel perfekt, sodass man einfach nicht loskommt vom Buch. Ein wahrer Pageturner!
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Job hat zwar den passenden Namen, aber einen Job hat er leider nicht mehr. Nachdem er durch einen Zufall die üblen Machenschaften des Bürgermeisters und dessen Kumpanen aufgedeckt hat, steht er auf der Straße. Schnell wird klar, dass es kein Architektenbüro gibt, das nur auf ihn gewartet hat. Da trifft es sich gut, dass sich Ehefrau Gabi mit der neuen Nachbarin Judith anfreundet. Sie verkauft ihr nicht nur jede Menge liebgewonnene Familienerbstücke, sondern kümmert sich auch um die Ausstattung von Judiths Luxusvilla -- alles zu Phantasie-Preisen, denn Judith ist unglaublich großzügig und möchte ihren neuen Freunden nur zu gerne bei ihrem finanziellen Engpass helfen. Aber was will sie wirklich? Job sitzt wie auf glühenden Kohlen, denn er weiß, wer Judith wirklich ist und dass sie keineswegs so hilfsbereit ist wie von Gabi angenommen. Ein bitterböser Roman über Korruption und Integrität. Und darüber, wie weit eine Frau gehen würde, um den Mann ihres Lebens an sich zu binden. Aber man sollte die Ehefrau nicht unterschätzen!
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Auf das Finale der "Passage-Trilogie" hat Cronin seine Leser wirklich lange warten lassen. Aber knapp 1000 Seiten schreibt man wahrscheinlich mal nicht so eben nebenbei. Andererseits müsste der Autor ja in Übung gewesen sein -- umfasst sein Werk doch insgesamt um die 3000 Seiten. Und das ist eigentlich auch der große Nachteil. Ich hatte nach der jahrelangen Lesepause natürlich schon so einiges vergessen, aber auch keine Lust und v.a. Zeit Band 1 und 2 erneut zu lesen. Die kurze Zusammenfassung "Aus dem Buch der Zwölf" hilft ein wenig... und dann ist man auch gleich wieder mittendrin und liest und liest und liest, bis man am Ende den Wälzer atemlos und leicht gerührt (am Ende drückt Cronin ganz gegen seine sonstige Gewohnheit ordentlich auf die Tränendrüse!) zuklappt und sich denkt: Wie kann man sich SO eine verzwickte, Jahrhunderte umspannende Story bloß ausdenken?! Zum Inhalt möchte ich an dieser Stelle nichts verraten, um Neueinsteigern den Spaß an den drei Romanen nicht zu verderben. Vielleicht noch eine Warnung: Achtung beim stundenlangen Lesen nachts im Bett! Beim plötzlichen Sekundenschlaf droht Nasenbluten, wenn einem das 1,1 kg Buch ins Gesicht kippt!
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Ein klassischer Familienroman, der über mehrere Generationen die Zeit von 1942 bis 1999 umfasst. Die Autorin lässt uns aus der Sicht unterschiedlicher Personen an deren Leben Teil haben: Bea, das Kindermädchen, das die reiche Familie Porter auf ihren sommerlichen Aufenthalten auf die Insel Ashaunt begleitet und sich dort in einen Soldaten verliebt. Helen, die Tochter, welche in Lausanne studiert und sich keineswegs mit einem kleinbürgerlichen Leben zufrieden gibt. Und schließlich Charlie, der Sohn von Helen, der mit psychischen Problemen zu kämpfen hat und lieber in einer Hütte auf der Insel wohnt, als ein College zu besuchen und in der Stadt zu wohnen. Alles ist dabei eingebettet in die geschichtlichen Ereignisse: vom Zweiten Weltkrieg bis zu Vietnam, die Hippies und die Ölkatastrophe der Exxon Valdez. Sehr lesenswert!
 
Foto von Helmut Oefner

Gerade gelesen

'Im ersten Licht des Morgens' ist ein auf zwei Zeitebenen angesiedelter Roman über eine Frau im Jahr 1973, die in den späten Kriegsjahren in Rom einen jüdischen Buben vor dem Abtransport in ein Konzentrationslager gerettet und an Kindesstatt angenommen hat. Eine sehr sanft aber dennoch eindringlich erzählte Geschichte über Mutterliebe, Ablehnung, Schuld und persönliche Grenzen, die beim Leser eine starke Empathie hervorruft. Das Ende ist etwas zu schlicht ausgefallen, lässt dadurch jedoch Raum für Hoffnung und Trost.
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Da mich der erste Teil der Serie um die Abbott Familie schon umgehauen hat, musste ich mir natürlich auch gleich den zweiten Teil schnappen. Dieser befasst sich diesmal mit einer Schwester von Will, und zwar mit Hannah, der Witwe und Nolan, dem Automechaniker. Der zweite Teil der Serie ist am Anfang ziemlich traurig, da man viel von Hannah liest, wie es war, ihren geliebten Mann zu verlieren. Mit jeder gelesenen Seite zeigt sich aber, dass auch in den schlimmsten Zeiten unseres Lebens irgendwann ein Lichtchen in die Dunkelheit findet. Wieder ein sehr gelungener Roman von Marie Force und natürlich hat auch wieder Fred, der Stadtelch seinen Auftritt.
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Eigentlich bin ich keine große Freundin von Schnulzenromanen, aber da mich Vermont (The Green Mountain State) mit seinem Country Store und seinen atemberaubenden Landschaften fasziniert, dachte ich mir, ich probiere es mal. Und muss zugeben, dass der Roman wirklich toll umgesetzt und recherchiert ist. Die Kleinstadt Butler ist zwar fiktiv, aber man kann sich das Leben in den Bergen sehr gut vorstellen. Cameron, eine Websitedesignerin aus New York, macht sich auf nach Vermont, um dort eine Website für die Familie Abbott und deren Country Store zu erstellen. Sie trifft als erstes auf den Stadtelch Fred, frontal, mit dem Auto. Aber keine Sorge, dem Elch geht's gut. Und ihre Begegnung mit dem ersten Herrn in Butler ist dafür umso schöner...
 
Foto von Gerda Kurz

Gerade gelesen

Brüssel, 1815: Sophie Trenchard ist jung und wunderschön, aber leider nur die Tochter eines Kaufmanns. Der junge Marquis Bellais macht ihr schöne Augen, meint es aber nicht ernst mit ihr. Nach einer vorgetäuschten Trauung fällt Sophie liebestrunken in seine Arme. Ein rauschendes Fest ist beiden noch vergönnt, dann zieht er in den Krieg. Doch das Schicksal ist beiden nicht gnädig. Lord Bellais fällt im Krieg und Sophie stirbt bei der Geburt des gemeinsamen Sohnes. Ihre untröstlichen Eltern sehen sich gezwungen, den unehelichen Enkel Charles in Pflege zu geben. Doch das Schicksal greift abermals ein. Lady Brockenhurst, Charles Großmutter, erfährt die ganze Wahrheit und versucht, ihm zu seinem Recht zu verhelfen … Julian Fellows hat nach „Downtown-Abbey“ einen weiteren tollen Gesellschaftsroman geschrieben, der nichts von den bewährten Zutaten entbehrt: Liebe, Intrigen, gespreizter Adelsdünkel, korruptes Personal, und Einblick in das Leben im 19. Jahrhundert. Eine Empfehlung an Leser, die an das Gute und die Gerechtigkeit glauben (wollen). Obwohl ich letztlich anmerken möchte, dass Standesunterschiede zu dieser Zeit weitaus wichtiger als Liebe und Freundschaft waren und Märchen im realen Leben wohl doch nicht wahr werden.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Endlich wieder ein neues Buch mit dem Ermittlerduo Marina Esposito und Phil Brennan - Spannung ist garantiert! In Birmingham, dem neuen Lebensmittelpunkt von Esposito und Brennan, spielt sich Schreckliches ab. Eine Serie von grauenhaften Morden hält die Ermittler in Atem. Ein gestörter Psychopath, perverse Sexspiele und der mysteriöse Psychologe Gwilym sorgen dafür, dass man diesen Thriller nicht mehr aus der Hand legen möchte. Tania Carver hat es wieder einmal geschafft, durch Hochspannung und sprachliche Fertigkeit zu glänzen. Diesen Roman kann ich von ganzem Herzen weiterempfehlen!
 
Foto von Christine Mansbart

Gerade gelesen

Gregory David Roberts Debüt „Shantaram“ hat den Leser nach Indien / Bombay zu Lin gebracht, einem australischen Flüchtling, der als Passfälscher für die Bombay Mafia sein Leben bestreitet. „Im Schatten des Berges“ ist nun die lang erwartete Fortsetzung, Kurze Streifzüge führen nach Sri Lanka; sonst findet das Leben in Bombay mit all seiner Korruption, seinem Chaos, Millionären, Gangstern, Heiligen und Slumbewohnern statt. Vertraute Charaktere treffen wir auch wieder, darunter Didier, Abdullah, Madame Zhou und Karla. Seit „Shantaram“ haben sich die Ereignisse in den zwei Jahren für Lin verändert. Lin hat Menschen verloren und andere wieder dazugewonnen. Die neue Mafia Führung wird immer gewalttätiger und gefährlicher. Die Bildsprache von Roberts liest sich flüssig wie ein Film und lässt uns das Leben in den Straßen Mumbais spüren. Der Roman nimmt uns mit in eine aufregende Welt, er ist voller Hoffnung und auf der Suche nach Menschlichkeit bereicht er uns mit vielen philosophischen Gedanken. Trotz der knapp 1000 Seiten über Mumbai, Klans und Slums bleibt die Geschichte interessant und für alle „Shantaram“ Fans ein Muss!
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Chiara ist das Glückskind aus Steven Uhlys gleichnamigen Vorgänger-Roman. Doch in ihrem Mädchenleben möchte Chiara lieber Marie heißen, um ihrem unglücklichen Leben fortan zu entfliehen. Denn Chiara wohnt mit ihren Geschwistern Frido und Mira bei ihrer Mutter, die alleinerziehend und mit einem Vollzeitjob vollkommen überfordert ist. Die Kinder sind viel alleine, manchmal bei ihrem Vater und dessen neuer Familie, aber auch dort sind sie nicht willkommen. Als ihre Mutter schließlich die Kontrolle über ihr Leben verliert, sind die Kinder plötzlich auf sich alleine gestellt. Ein sehr berührender und wahrhaftiger Roman. Ich möchte nun auf alle Fälle das "Glückskind" lesen!
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Sara, 11 Jahre aus Innsbruck: Clara ist ein sehr liebes Mädchen, hat aber auch ihren eigenen Kopf. Sie interessiert sich für Musik seit ihrem 6. Lebensjahr. So fing sie an, Klavier und Geige zu lernen. Deswegen hat sie nun in der Schule beinahe keine Zeit mehr für ihre Freunde. Clara fährt auch zu Meisterkursen. Ein Meisterkurs - das ist eine Art Wettbewerb für sehr gute Schüler von Professor Eisenstein. Das ist ihr Klavierlehrer, von ihrer früheren Lehrerin, Frau Bette, empfohlen. Clara hat leider ein kleines „Problemchen" mit ihren Händen - sie sind (fast) immer eiskalt. Und trotzdem tut sie sich in Klavier sehr leicht. Sie liest zwar nicht so gern von den Noten, aber sie spielt nach Gehör. Ihre größte Rivalin ist Beatrice. Clara will besser sein als Beatrice, viel besser. Sie hat eine große Reise vor sich, sie will berühmt werden!!! So wie ihr Vorbild Matilda Vining.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Alina, 10 Jahre aus Salzburg: Die zehnjährige Franka freut sich. Denn in ein paar Tagen zieht ihre fünfzehnjährige Halbschwester Kim zu ihnen. Und dann verschwindet die Fünfzehnjährige auf einmal! Mir hat das Buch sehr gut gefallen, zum Schluss wars spannend. Die Stelle, wo Franka ihre Schwester in der Regentonne gesehen hat, gefiel mir am besten.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Isabel, 9 Jahre aus Salzburg: Greg versucht endlich wie Rupert auf eine Party zu kommen. Er greift mit allen möglichen Mitteln ein, um auch dorthin zu kommen z.B. wie er mit Rupert versucht, einen Horrorfilm zu drehen oder wie er ein Klavier und dann ein Waldhorn bekommen hatte und damit nichts anfangen konnte. Es hat mir sehr gut gefallen, und es war lustig. Besonders hat mir die Stelle gefallen, wo Greg Waldhorn übt, weil er so gerne auf eine Party möchte
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Ingo, 11 Jahre aus Hall: Als Athur eines Tages ein Stipendium von einer neuen Schule erhält, ist er mistrauisch, da er doch gerade von seiner alten Schule geflogen ist. Gleich fällt Athur auf, dass die Schulleiterin ihn nicht mag und sie behandelt ihn immer so ungerecht wie nur möglich. Vielleicht hat das alles mit den gruseligen Sagen zu tun, die von der Schule handeln. In den Dämonengeschichten handelt es sich um merkwürdige Erbschaften. Doch zum Glück findet Athur schnell Freunde, die ihm bei seinen Ermittlungen so gut wie möglich unterstützen... Das Buch ist spannend und sehr interessant. Ich würde das Buch ab 10 Jahren empfehlen.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Milo, 12 Jahre aus Innsbruck: Ich gebe dem Buch 9 von 10 Punkten, weil es sehr spannend, aber auch manchmal kompliziert ist. Der Clan der Wölfe wandert über die Eisbrücke, weil die clanlosen Wölfe ihr Heimatland regieren. Es gibt auf der anderen Seite der Eisbrücke ein neues Land, das ferne Blau. Der Clan der Wölfe möchte dorthin wandern, weil das ferne Blau das Land der Freiheit ist. Doch die clanlosen Wölfe folgen ihnen auch dorthin...
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Fanny, 9 Jahre aus Innsbruck: In diesem Buch handelt es sich um eine Familie, die auf einem Boot im Kanal wohnt. Sie sind aber nicht alleine, sondern es leben auch noch andere im Kanal auf einem Boot. Doch eines Tages auf dem Boot Lorella fällt die Frau Lehrerin bei einem Klassenfest ins Wasser, weil der Zaun so alt war. Deshalb wollen sie es richten, aber sie finden kein richtiges Material. Nun denkt jeder, dass sie in eine richtige Wohnung ziehen wollen. Alle waren wütend und traurig. Aber sie haben dann doch nur ein neues Boot gekauft. Deshalb ging alles gut aus. Mir hat es sehr gut gefallen , weil am Anfang ein großes Bild ist, auf dem ein Plan zu sehen ist und ich es mir dadurch besser vorstellen kann. Die Geschichte selber ist cool und toll. Das einzige, was ich nicht so toll finde, ist, dass es kein Inhaltsverzeichnis gibt.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Ingo, 11 Jahre aus Hall: Micah lebt bei seiner Tante Gertrud. Eines Tages wird sein Großvater sterbenskrank und erzählt Micah von dem Zirkus Mirandus. Gertrud hält die Geschichten über den Lichtkrümmer und die Vogelfrau für Blödsinn, doch Micah glaubt seinem Großvater. Einer der großen Zauberer von dem Zirkus schuldet Großvater noch ein Wunder. Was wird das wohl sein? Das Buch ist spannend, doch mir hat es nicht so gut gefallen. Das Buch ist für 9-10 jährige Kinder gut geeignet.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Christian, 7 Jahre aus Kundl: Es hat mir sehr gut gefallen. Es waren sehr schöne Bilder gemalt und die Schrift konnte ich gut lesen. Es waren drei Geschichten vom Hasen und Holunderbär drinnen. In jeder Geschichte geht es um die Freundschaft und wie wichtig gute Freunde sind.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Fanny, 9 Jahre aus Innsbruck: Mir hat es sehr gut gefallen weil vor einem neuen Kapittel dann immer eine Zeichnung ist und deswegen kann man sich es besser vorstellen. In diesem Buch handelt es sich um ein Kind, das heißt Hanna, die neu in ein großes Haus zieht und sich um alles in der Welt eine Katze wünscht. Mit Hilfe ihrer Oma bekommt sie endlich eine Katze, die sie Niedlich nennt. Eines Tages kommt dann auch noch eine Schülerin Namens Zoe aus New York in die Klasse, deswegen hat sie endlich eine beste Freundin gefunden.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Sonja, 13 Jahre aus Sistrans: June freut sich sehr, als sie den Brief mit der Nachricht, dass sie ein Stipendium auf der Saint Gilberts High School erhält, bekommt. Alle außer ihrer Tante sind begeistert. Diese denkt, dass June durch die Aufnahme womögich von dem uralten Fluch getroffen werden könnte. Anfags schlägt June die Sorgen der Tante in den Wind. Sie interessiert sich mehr für Jacob. Nach und nach bemerkt sie, dass es gefährlich werden könnte. Es geschehen seltsame Dinge und es taucht ein unheimlicher, schwarzer Rabe auf. Um den Fluch zu beheben, müsste June ihre große Liebe opfern und das will sie auf keinen Fall... Ich fand das Buch ab und zu etwas langatmig, und das Ende hat mich ein bisschen enttäuscht. Sprachlich ist es angenehm und einfach zu lesen. Insgesamt hat es mir gut gefallen, und ich würde es denjenigen, die - so wie ich - Fantasy mögen, daher weiterempfehlen.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Florian, 10 Jahre aus Aurach: Linus und Finn glauben, Campen mit Opa wird langweilig. Aber ihr Opa ist zwar in Rente, aber er ermittelt auch, will ungeklärte Fälle lösen. Durch ein Unglück müssen die Kinder alleine zurecht kommen. Sie verfolgen Spuren, die führen zu Bertie und Jack, zwei Gauner. Schade war, dass der Bär so selten erwähnt wurde, obwohl das Buch "Das Geheimnis der Bärenhöhle" heißt. Ich habe immer darauf gewartet, mehr vom Bären zu lesen. Aber ich würde das Buch weiterempfehlen. Vor allem der Steckbrief mit den Bildern fand ich sehr gut. Die Einleitung hat mir etwas zu lange gedauert, aber es hat sich ausgezahlt, dass Buch trotzdem weiterzulesen.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Eigentlich wollte ich das neue Buch von Amelie Fried nur kurz anlesen, da es bereits viele Romane gibt, die vom Erwachsenwerden handeln und aus der Perspektive eines Kindes erzählt werden." Ich fühle was, was du nicht fühlst" ist trotzdem originell, da Indias Eltern Künstler bzw. Hippies sind und völlig antiautoritär ihre beiden Kinder erziehen. Die Suche nach einer eigenen Identität in der Pubertät gestaltet sich schwierig und Indias Bruder fühlt sich zu einer Gruppe von Neonazis hingezogen. Ich war begeistert von der Geschichte, denn soviel Tiefgang und Erzähltalent hätte ich mir nicht erwartet. Überraschend gut und empfehlenswert!
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Hamlet in der Nussschale, so könnte man Ian McEwans neuen Geniestreich wohl auch nennen. Trudy betrügt ihren Ehemann mit dessen Bruder Claude und beschließt ihn zu vergiften - so weit, so konventionell. Nun stammt diese Geschichte aber von einem der originellsten und intelligentesten Schriftsteller des englischsprachigen Raums, und so lässt er das Geschehen von einem ungeborenen Embryo im Mutterbauch kommentieren. Wir haben es hier mit einem klugen Kerlchen mit ungeheurem Wissen und philosophischer Grundeinstellung zu tun, und so stellt sich zuletzt die Frage "Raus oder nicht raus, und vor allem Wann?". Ein literarisches Kabinettstück, das alles enthält, was das LeserInnenherz begehrt!
 

Gerade gelesen

Bezaubernde Anregungen zum Basteln und dekorieren findet man in diesem Buch. Für viele kreative Hände sind Anleitungen abgebildet und es gehört zu meinem Lieblingsbuch im November!
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Der 54järige verheiratete Ich-Erzähler hat ein Verhältnis mit der 23 Jahre jüngeren Alix. Doch er liebt auch seine Frau und seine Tochter und möchte diese nicht verlassen, aber von Alix kann er sich auch nicht trennen. Unter der Woche ist er in Paris bei Alix und am Wochenende am Land bei seiner Familie. Was geht ihm durch den Kopf? Für was wird er sich entscheiden? Es ist sehr interessant, einen Roman über Ehebruch mal aus der männlichen Perspektive zu lesen!
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Der norwegische Schriftsteller und Pianist legt mit seiner Annäherung an Mozart ein zutiefst persönliches Buch vor. Einerseits beschreibt er seine eigene Entwicklung vom Kind, das Mozart hasste und nur ungern Klavier übte, über den klassischen Wunderkindpianisten, der viele Wettbewerbe gewann und Mozart lieben lernte, hin zum gefeierten Jazzpianisten, der über Mozart-Themen improvisiert. Andererseits zeichnet er ein sehr lebendiges Bild des Musikanten und Menschen Mozart, indem er viele Originalbriefe der Familie Mozart zitiert. Da Björnstad auch ein sehr erfahrener Schriftsteller ist, entsteht ein farbenprächtiges Panorama dieser Epoche. Wenn Sie nach der Lektüre Ihre Lieblingsaufnahmen von Mozartwerken oder Björnstads CDs anhören, werden Sie wahrscheinlich einiges anders begreifen. Die Welt wird wahrscheinlich nicht besser, wenn wir Mozart hören, schöner wird sie aber allemal.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Dieser Roman hatte schon im Sommer Premiere und ich habe völlig vergessen, diese junge Autorin zu erwähnen. Immer wieder, wenn ich dieses Buch weiterempfohlen habe, bemerkte ich aktiven Widerstand beim Thema Krebs. Und trotzdem begeistert es die Leser und sie können sich diesem Roman nicht mehr entziehen. Wochen später sind mir noch gewisse Szenen gegenwärtig, denn Catharina Junk trifft den Nerv der Zeit. Mit 20 Jahren an Leukämie zu erkranken, ist bitter. Nina hat gerade mit ihrem Studium begonnen, als sie davon erfährt. Das Buch beginnt mit ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus, doch ist sie wirklich geheilt? Wann kommt der nächste Rückfall? Kann sie sich wieder neu verlieben und hoffnungsvoll in die Zukunft schauen? Die Autorin schafft es, richtig authentisch und unpathetisch zu schreiben. Mit Humor und Sarkasmus treibt sie die Geschichte voran, Leid und Glück wechseln sich ab.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Der Papst stirbt unvorhergesehen und alle 117 Kardinäle werden in den Vatikan gerufen, als unerwartet noch ein unbekannter Kardinal auftaucht. In mehreren Wahlgängen, völlig abgeschottet, warten sie auf göttliche Eingebung und Führung, während die Pilger mit großen Hoffnungen auf weißen Rauch warten. Kardinal Lomeli leitet das Konklave und wird selbst von einer Glaubenskrise geplagt. Die Kirche ist ohne Führung und es droht ihr Zerfall, diese Entwurzelung bringt Korruption und Skandale hervor, die Kardinäle werden von ihrer Vergangenheit eingeholt. Es gibt für den Leser kaum Überraschungen, und doch hat schon lange niemand mehr so offen über die heutige Glaubenskrise geschrieben. Ein Sensationsfund, der gut recherchiert und zeitgemäß zusammengefasst ist.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Der Blick zurück in die eigene Kindheit ist nicht neu, doch die Anwesenheit einer Katze verändert den Betrachter, schenkt ihm Ruhe, Entspannung, und Zufriedenheit. Mit der Erzählung über seine Großmutter (Eine sehr kleine Frau) hat sich Peter Henisch bereits vor Jahren in mein Gedächtnis eingeschrieben." Suchbild mit Katze" ist genauso sensibel und klug erzählt. Auch wenn dieser neue Roman an seine älteren Werke anknüpft, kann der Leser sofort in seine Kindheit in Wien nach dem Krieg eintauchen. Für mich sind seine Bücher wie ein wundervoll komponiertes Musikstück, diese Leichtigkeit und der stille Humor klingen noch lange nach!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Dieses Buch beschäftigt mich noch immer, ich kann mich nicht entscheiden, was ich von dem niedergeschriebenen SMS-Verkehr der beiden Persönlichkeiten halten soll. „Ein moderner Briefwechsel“ – nein, ein Briefwechsel ist es wirklich nicht, dafür aber wirklich modern. SMSe unterliegen einer ganz eigenen Norm, und ich bewundere Thomas Edlinger, der ein literatur- und kulturgeschichtliches Vorwort geschrieben hat und dieses Buch auch herausgibt. Dieses Buch ist eine Zumutung, es taugt zu nichts, und doch würde ich es nicht missen wollen! Für mich ein Mysterium, das ich nicht klären kann!
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Claire kündigt ihren Job, ohnen einen neuen zu haben, einfach weil sie sich finden will und eine Auszeit nimmt. Aber: "Ich dachte immer, das Problem sei, dass ich meinen Job nicht mag; aber inzwischen sehe ich ein, das Problem ist, dass das nicht das ganze Problem war." Und so verbringt sie ihre Tage ein bisschen mit Bewerbungen schreiben, sich mit Freundinnen treffen, aber vor allem mit Nichtstun. Ihr Freund Luke, der als Assistenzarzt arbeitet, sieht das zwar nicht immer ganz ein, denn die Wohnung verdreckt zusehends, aber er ist sehr geduldig. Und als LeserIn möchte man Claire oft einfach an der Schulter packen und sagen: Mach endlich was! Aber so treibt Claire in ihrem Leben in London umher und sucht weiter nach ihrer Berufung ... Ein amüsanter, lebensnaher und zutiefst menschlicher Roman.
 
Foto von Helmut Oefner

Gerade gelesen

TV-Serien erfreuen sich nun schon seit Jahren enormer Beliebtheit - Tendenz steigend. Neben den traditionellen TV-Sendern treten inzwischen auch Streamingdienste oder Amazon als Player auf, produzieren Formate jeglichen Genres von beachtlicher Qualität. Das vorliegende Buch trägt diesem Trend Rechnung und gibt einen historischen Überblick über die TV-Seriengeschichte, beginnend mit den Anfängen 1948, um in Dekadenabschnitten schließlich zu aktuellen Formaten zu gelangen. In zugegeben etwas kurzen Beiträgen werden alle Eckdaten der einzelnen Serien angeführt und herausgestrichen, was gerade diese Serie zu etwas Besonderem gemacht hat bzw. macht. Das reichliche Bildmaterial ist ebenfalls sehr reizvoll. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit - immerhin sind aber 1001 TV-Serien & Shows gelistet - ist dieses Kompendium allen Serienjunkies und denen, die es werden wollen, empfohlen.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

In dem Roman "Charlotte" von David Foenkinos geht es um die begnadete Malerin Charlotte Salomon, die in der wahrscheinlich schrecklichsten Zeit aufwachsen muss: während des Holocausts. Schon damals erkannte man das enorme Talent der jungen Jüdin. Aufgewachsen ist Charlotte Salomon in Deutschland bei ihrem Vater Albert und ihrer Stiefmutter Paula, die zur damaligen Zeit eine bekannte Sängerin war. Viele berühmte Persönlichkeiten gingen bei ihnen Zuhause ein und aus, darunter auch Albert Einstein. In dieser Zeit in Deutschland lernt sie auch ihre große Liebe Alfred kennen, den Gesangslehrer ihrer Mutter. Doch auch die Salomons wurden von den Gräueltaten der Nazis nicht verschont. Noch heute ist Charlotte Salomon eine der angesehensten Künstlerinnen aus dem deutschsprachigen Raum, leider hat sie ihren Erfolg nicht mehr selbst miterleben können. Ein wirklich sehr bewegendes Buch, das ich weiterempfehlen möchte.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Der Autor Martin Krist schafft es in seinem Thriller "Märchenwald" Spannung zu erzeugen, die unter die Haut geht. Der Einstieg ist schon aufregend: die beiden Kinder Elli und Max werden von ihrer Mutter geweckt und im Wandschrank versteckt. Fast zeitgleich findet ein Einbruch mit Todesfolge statt. Eine junge Frau verliert ihr Gedächtnis und irrt durch Berlin. Wie aber passen die einzelnen Handlungsstränge zusammen? Scheinbar gar nicht! Am Ende jedoch werden die Stränge gekonnt miteinander verwebt und in einem spannenden Finale klärt sich alles auf. Diesen Thriller von Martin Krist kann ich allen empfehlen, die gerne Gänsehautfeeling haben und schnelle Szenenwechsel lieben. Ein Buch, das man in einem Zug durchlesen muss.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Pieter Webeling beschreibt in seinem neuen Roman die Auswirkungen des Krieges auf das alltägliche Leben der Menschen, ihre Beziehungen und ihre Freundschaften. Am Beispiel von vier Freunden aus der sächsischen Provinz erzählt er von Liebe, Freundschaft und Verrat, Konflikten innerhalb der Familien und der Dorfgemeinschaft. Er schreibt aber auch von den Tröstungen, die der Glaube, die Literatur und die Natur für jeden bereithalten können. Ein vielschichtiger Roman über das Leben im Krieg.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Endlich wieder einmal ein Roman von Jonathan Safran Foer, und das Warten hat sich für seine Fans gelohnt. Mit ungezügelter Fabulierlust, schrägem Humor, beißendem Spott und politischer Aufrichtigkeit rückt er jüdische Identitäten aller Schattierungen in den Mittelpunkt seiner Geschichte. Herausgekommen ist ein wahrhaft wilder Roman, der verschiedenste Leserschichten anzusprechen vermag.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Alle LeserInnen warten auf ihr Buch des Jahres, und mein persönlicher Favorit ist nun endlich im Handel erhältlich. Von Christoph Ransmayr hat man immer das Außergewöhnliche zu erwarten, und auch diesmal wird man nicht enttäuscht. Er entführt uns wieder in ferne Welten und Zeiten, taucht mit uns in rätselhafte Rituale und Denkmuster ein und stellt wieder philosophisch hintergründige Gedankenexperimente an. All dies in einer klaren präzisen und poetisch - farbenprächtigen Sprache, die einen wohlig seufzen lässt. Ein perfektes Geschenk für alle BücherfreundInnen!
 
Foto von Gerda Kurz

Gerade gelesen

Frankreich im zweiten Weltkrieg: Das Land ist von Deutschen besetzt. Vianne´s Mann ist in Kriegsgefangenschaft, sie kämpft täglich um das Überleben für ihr Kind und sich. Muss zusehen, wie ihre jüdischen Freunde abgeholt werden, muss schlimme Erniedrigungen und Schmerzen ertragen … Und dann ist da ihre Schwester, Isabelle, sie kämpft für die Résistance auf eine unheimlich tapfere Art und Weise. Der Roman ist kraftvoll, spannend, aber auch sehr berührend. Entsetzen breitet sich mitunter aus, wozu Menschen im Krieg fähig sind und wie es möglich ist, danach weiterzuleben, weiterzulieben. Die Geschichte hat mich sehr tief bewegt, auch im Wissen, dass es unzählige solcher Geschichten wirklich gab und wahrscheinlich irgendwo auf der Welt immer noch gibt. Ich habe geweint.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Endlich wieder mal was Neues von Sebastian Fitzek. Inzwischen schreibt der deutschsprachige Meister der Psychothriller schon seit mehr als 10 Jahren und das ist auch gut so. Mich hat er wieder einmal begeistert, und ich habe das Buch innerhalb eines Tages verschlungen. Es war wieder einmal kaum zu überbieten in Sachen Spannung und hält wie auch schon seine Vorgänger Romane wieder allerhand Überraschungen für den Leser bereit. Also ein absolutes Muss für gruselige Winterabende Zuhause!
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Abwechselnd erzählen die 35-jährige Franziska und ihre 58-jährige Mutter Elisabeth aus ihrem Leben: Franziska, die endlich ihre Dissertation fertig schreiben möchte, aber mit ihrem Sohn Manuel und all der Hausarbeit vom Ehemann im Stich gelassen wird. Die Mutter von ihrem bürgerlichen Leben und dem Pensionsantritt ihres Mannes. Einen genialen Einfall finde ich die Einladungen - ob zu Taufe, Begräbnis, Kindergeburtstag, Weihnachtsfeier etc. - zu Beginn jedes Kapitels. Ein amüsanter, bitterböser und zutiefst ehrlicher Roman über zwei Frauengenerationen!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Das erste Hörbuch, das ich mir vor Jahren anghört habe, war eine kurze Erzählung von Elke Heidenreich. Eigentlich nur eine Hörprobe, aber ihre Stimme hat mich sofort überzeugt. Elke Heidenreich ist jetzt auch schon über 70 Jahre alt, für mich aber eine junggebliebene Autorin, die immer eine Geschichte parat hat. Und diese Erzählungen sind ihre besten! Ich könnte sofort wieder von vorne anfangen, denn immer wieder entdeckt man eine neue Satzkonstruktion, die einem beim ersten Mal entgangen ist! Niemand schreibt besser übers Leben als Elke Heidenreich!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Es geht um Geld, um das Familienerbe, und wenn es plötzlich nicht mehr da ist, dann gerät die Familie aus den Fugen. Für mich ist Sweeney jetzt schon eine große amerikanische Autorin, die beste Unterhaltung für alle bietet! Mit ihrer einzigartigen Stimme erzeugt sie unglaubliche Spannung, man kann nicht mehr aufhören zu lesen! Mir sind die vier Geschwister mit ihren Eigenarten dermaßen sympathisch, dass ich sie am liebsten adoptieren möchte. Dieser Roman ist mein persönliches Herbsthighlight unter den Neuerscheinungen, ich kann den zahlreichen Lobeshymnen von Journalisten und Autoren, die sich jetzt überall verbreiten, mehr als zustimmen!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Wenn man sich dieses Hörbuch anhört, dann stellt man sich ständig die Frage, was die beiden all die Jahre verbunden hat. Er geht sehr hart mit seiner Frau um, betrachtet sie als geisteskrank und als schlechte Romanschriftstellerin. Verbal ist Fitzgerald Zelda überlegen, er äußert sich dermaßen arrogant und verletzend ihr gegenüber, dass Zelda sich immer weniger rechtfertigt und schlussendlich gewinnt Fitzgerald sogar Dr. Rennie, der den beiden zuhört, für sich. Zelda versucht durch ihr Schreiben glücklich zu werden und es scheint ihr auch in ihrer Psychose zu helfen. Gelesen von Birgit Minichmayr und Tobias Moretti (auch sehr gute Schauspieler) ist dieses Hörbuch der Inbegriff einer zermürbenden Hassliebe!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Viele, die Alex Capus nicht persönlich kennen, werden seinen neuen Roman als "nett" bezeichnen. Ich kann mich noch genau erinnern, wie Capus bei der Buchpräsentation von "Léon und Louise" seine Bar Sevilla erwähnt hat. Und jetzt können wir die Geschichten aus dem Alltag eines Schriftstellers und Barkeepers nachlesen. All die unterschiedlichen Gäste mit Ihren Lebenskrise bereichern dieses Buch und machen ihn zu einem noch besseren Schriftsteller. Die täglichen Aufgaben, sei es als Ehemann, Familienvater oder Geschäftsmann lassen ihn erkennen, dass er glücklich ist, und diese Zufriedenheit macht auch den Leser glücklich. Ein beachtenswertes Buch!!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Der Titel lässt eine schöne Liebesgeschichte vermuten, doch es steckt mehr in Hannah Rothschild. Entstammt sie ja der bekannten Bankiersfamilie und arbeitet schon lange als Journalistin und Autorin. Ein Bild beherrscht die Kunstszene und dieses Setting erinnert an die Welt, die der Autor Julian Fellows uns des Öfteren schon vorgeführt hat. In Rothschilds Roman erhält sogar das Kunstwerk selbst eine Stimme, indem es immer wieder von seiner Vergangenheit berichtet. Jean-Antoine Watteaus Gemälde ging nämlich durch die Hände von Königen und Päpsten. Eine spannende Handlung und viel kunsthistorischer Hintergrund vermittelt uns "Die Launenhaftigkeit der Liebe".
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

In diesem Psychothriller erfahren wir von Stella, wie es sein kann, wenn man auf menschenunwürdige Art missbraucht wird und sich dann nicht mehr aus dem Haus traut. Wie eine Seele von Außen so stark wirkt, aber dann doch sehr schnell gebrochen wird. Dass dadurch Ängste entstehen können, dass man sich nicht mehr traut, im Winter ein 14-jähriges Mädchen in das warme Haus zu holen. Das Buch ist ein Einblick auf die Psyche verschiedener Menschen (dem Opfer, Täter, und viele mehr), und es wird durch drei verschiedenen Zeitstränge zu einem richtigen Pageturner. Ich fand den Thriller genial und freue mich schon auf das nächste Buch von Luana Lewis.
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Wer einen Krimi sucht, der trotz schwerer Thematik oftmals ein Lächeln ins Gesicht zaubert, ist bei diesem Buch von Tessa Korber genau richtig. Es erinnert meiner Meinung nach ein bisschen an „Glennkill“, ist aber wesentlich lustiger. Katzen, die in Paris am Friedhof Sonne tanken, zwei Katzenbrüder, die sich immerzu balgen und die Menschen drumherum, ergeben ein Bild, das man nicht so schnell vergisst. Auch die Beschreibung der Stadt mit seinen Gassen lässt einen über einen Städtetrip nachdenken. Geschrieben ist der Krimi aus verschiedenen Katzensichten und ein paar mal auch aus menschlicher Sicht. Spätestens nach diesem Buch würde ich mir Katzen als Haustiere wünschen, wenn ich nicht schon 4 hätte!
 
Foto von Christine Mansbart

Gerade gelesen

Der Tod des US-Außenministers an einem rätselhaften Virus in München; die Beförderung Jessicas zur Leiterin der Task Force; das Verschwinden der hochbegabten Jill; ein Maisfeld in Tansania welches ohne Pestizide und Dünger bestes Getreide liefert? All diese Fragen lässt der österreichische Autor Marc Elsberg (ein Pseudonym) zum Thema Genmanipulation zusammenspielen. Die Geschichte wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt, deshalb ist es empfehlenswert, bei diesem Science Fictionroman zügig dranzubleiben. Der Roman ist gut und sehr spannend geschrieben, ohne viel „Schnörkel“, Fachbegriffe werden kurz erklärt. Ein spannender Wissenschaftsthriller, der zum Nachdenken über unsere Zukunft anregt, so wie sie vielleicht (hoffentlich nicht) aussehen könnte.
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Was sagt es über ein Buch, wenn ich (die ich sonst immer auf den letzten Drücker aufstehe!) extra den Wecker auf 6 Uhr stelle, um einen Kuchen für den Nachmittag zu backen? Genau! Es ist ein tolles Buch! Vom Titel bitte nicht irreführen lassen, es sind auch jede Menge Kuchen und sogar ein paar Seiten mit Aufstrichen wie Honigbutter oder Erdnussmus dabei. Die Herstellung von Hefeteig ist mit diesen Rezepten idiotensicher und auch die Vollkornteige sind hervorragend. Und was ich gemacht habe? Die Cinnamon-Rolls! Nachbacken dringend empfohlen!
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Mit einer einzigen unbedachten Bemerkung hat die 15-jährige Maggie eine Kettenreaktion ausgelöst: Ihre Eltern trennen sich, ihr Bruder wendet sich von ihr ab, ihre Familie ist zerstört. Noch 20 Jahre später wirkt dieser eine Satz nach. Doch jetzt hat Maggie beschlossen, dass es an der Zeit ist, diese Schuld wiedergutzumachen. Nach und nach entblättert sich die Vergangenheit und man erfährt, warum Maggie zu der einsamen und verschrobenen Frau wurde, die sie heute ist. So kann man nachvollziehen, warum zumindest aus ihrer Sicht die Entführung des kleinen Sam die logische Folge ist. Ein ruhiger Roman über Schuld und Vergebung. Und über Mutterliebe.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Für dieses Buch benötigt man als Leser einen Kompass, denn Mathias Enard bringt so viele Themen zur Sprache, dass man ständig nachschlagen möchte. Er verfügt über ein immenses Wissen über den Orient und über die Existentialisten aus dem 19. Jahrhundert. Dieses Werk wurde mit dem Prix Concourt ausgezeichnet und ist wirklich das "Buch der Stunde". Man begibt sich auf eine Forschungsreise, die niemals langweilig wird und Enard schlägt auch nie einen belehrenden Ton an. "Kompass" ist wie Opium für den Geist!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Alle existentiellen Krisen lassen sich auf die Probleme der Familie zurückführen. Amos Grossmann muss dem Schlimmsten ins Auge sehen: in seiner Familie haben sich einige nicht sehr vorbildlich während des zweiten Weltkriegs verhalten. . Diese Scham lässt ihn mit allen brechen, bis ihn Julie wieder zurückholt. Man erlangt ein gesteigertes Bewusstsein über die Verbrechen im zweiten Weltkrieg, auch Juden, die verfolgt wurden, haben Verrat an ihren Mitmenschen geübt. Das Buch ist eine Befreiung und sehr erbauend. Dinge, die so leicht aus dem Familiengedächtnis verschwinden können, kommen wieder ans Licht.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Dieses Buch ist zwar nicht neu, sollte aber doch zur Kenntnis genommen werden. Gretchen Rubin gibt Ratschläge, die man irgendwann brauchen kann. Angeregt hat mich die Tatsache, dass man alle notwendige Informationen erhält, glücklich zu sein und sich nicht mehr mit Mittelmäßigkeit zufrieden gibt. Man wird umsichtiger und großzügiger zu anderen. Rubin ist der Meinung, dass man aus der hedonistischen Tretmühle heraustreten kann und es zwar nicht täglich, aber doch immer öfter schaffen kann, die neuen Vorsätze im Leben umzusetzen. Das Wesen der Liebe und des Glücks ist keiner magischen Zauberformel unterworfen, nur wenn man aufhört, ständig Lob, Anerkennung oder Gegenleistung von anderen zu erwarten, hat man mehr Spaß und bereut weniger im Leben. Lassen Sie sich inspirieren und fangen Sie an, glücklich zu sein!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Der Titel klingt fast wie ein Lob : braver Hund. Aber brav ist der 10-jährige Mickey nicht immer. Er ist anders und weiß, dass er es mit seiner femininen Art bei den Unruhen in Irland in den 80ger Jahren nicht leicht haben wird. Paul McVeigh hat einen Bildungsroman geschrieben, der Ich- Erzähler ist an der Schwelle zum Erwachsenwerden und seine Ehrlichkeit und Naivität schützt ihn nicht vor Gewalt, Lügen und eigener Schmach. Der Autor treibt die Erzählung sehr gekonnt voran und geschickt weicht er platten Wendungen aus. Herrlich ist auch der irische schwarze Humor, herrlich Mickeys schauspielerische Talent! Ein Lebenskünstler!
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Dieser Roman beginnt 1944 in Polen währen des Zweiten Weltkrieges und spannt die Handlung bis in das Jahr 1977. Er erzählt von Ghettos, Flucht, Vertreibung, Tod, Widerstand, Displaced Persons und Überleben in dieser furchtbaren Zeit. Der Roman zeigt aber auch, wie die Nazi-Ideologie nach dem Krieg in vielen Köpfen keineswegs ausgerottet war und viele SSler ohne Verurteilung davon gekommen sind. Steven Uhlys Roman spielt ebenfalls in Israel, indem die nachfolgende Generation ein Weiterleben versucht hat. Ein eindringliches, aufwühlendes und Mut machendes Buch!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Wer mehr über Simbabwe erfahren möchte, muss diesen Roman unbedingt lesen. Aber auch ohne ein Interesse an der afrikanischen Kultur bleibt der Leser nach "Die Farben des Nachtfalters" atemlos zurück. Langsam und mit viel Fingerspitzengefühl erzählt Gappah die Geschichte einer Albinofrau, die wegen Mordes an ihrem Ziehvater seit zwei Jahren im Gefängnis sitzt und auf ihre Hinrichtung wartet. Memory hat nichts mehr, nur mehr ihre Erinnerungen. Und diese wechseln aber, wie der nachfalter seine Farbe. Spannend, eine literarische Sensation!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Ich werde langsam aber sicher zu einem Reichlin-Fan. Eingestiegen bin ich mit "In einem anderen "Leben" (erschienen 2015), und ich denke, ich sollte mir seine früheren Werke, für die er zahlreiche Auszeichnungen erhalten hat, zu Gemüte führen. Zu "Manitoba": Ein Mann fährt nach Minnesota, um mehr über seinen Urgroßvater, der ein Indianer war, herauszufinden. Niemand versteht den Schriftsteller, weder seine Exfrau noch sein Sohn, auch ein Schriftsteller. Die Suche nach seinen Wurzeln bringt ihn an seine physischen Grenzen, sein Herzleiden ist symptomatisch für seinen seelischen Zustand. Linus Reichlin ist ein großartiger Autor. Er versteht seine Figuren und erzählt Geschichten, die berühren. Die Sehnsucht nach der Wahrheit treibt ihn an und mit Spannung reist der Leser mit ihm in die tiefsten menschlichen Abgründe.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Ein wirklich bezauberndes Buch. Leicht zu lesen, obwohl die Thematik das nicht erwarten lässt. Von Sonja lernt man, ein bißchen gelassener und mutiger zu werden, gerne begleitet man die junge Frau auf der Suche nach ihrem Vater. Den Menschen, denen sie begegnet, ist sie nicht gleichgültig und mit Spannung taucht man in ihre Sätze ein. Babkina ist kreativ, aber nicht abgehoben, und gerade diese Bodenständigkeit an ihrer Geschichte weiß ich zu schätzen!
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Auf dieses Buch habe ich gewartet! Jamie Oliver hat diesmal wirklich etwas Besonderes abgeliefert: Über 150 internationale Rezepte, darunter auch essbare Geschenke, Drinks und clevere Resteverwertung. Mehrere Seiten sind beispielsweise der perfekten Truthahn-Zubereitung gewidmet. Ich weiß, man soll nicht nach dem Äußeren gehen, aber das Cover ist herzig, und auch die Fotos im Buch (ja, sicher Großteils gestellt) lassen eine festliche Stimmung aufkommen. Kaum war das Buch letzte Woche im Geschäft eingetroffen, stand am Abend schon das erste Gericht daraus auf dem Tisch. Wie könnte es bei mir als bekennendem Suppenfan anders sein, war es die Bratapfel-Kürbis-Suppe. Großes Lob an dieser Stelle: Mr. Oliver ist bei den meisten Rezepten von der unüberschaubaren Flut an Zutaten abgekommen, sehr angenehm. Die Suppe schmeckte übrigens hervorragend -- Freundin U. zur später eintreffenden Freundin B.: "Nimm dir Suppe, ich hatte schon 4 Teller!"
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Das ist der neue Feelgood-Bestseller aus Schweden, und seltsamerweise fühlt man sich danach auch ein wenig verzaubert, denn all die guten Ratschläge fürs Leben, die dieses Buch für uns bereithält, könnten wir jederzeit befolgen. Als Zauberer gelingt Anton schon länger nichts mehr, auch scheint er vom Unglück verfolgt zu werden. Bei diesem Roman braucht man sich über gar nichts mehr zu wundern, nicht über Tränentriefer, über Waldfeen und Hexen, über die Waldkönigin, die immer schläft und über die 3 Aufgaben, die Anton erfüllen muss, um von seinem Todesfluch befreit zu werden. Es geht zu wie im Märchen, denn dieser Wald im Naturschutzgebiet birgt viele Geheimnisse. Ich habe mich des Öfteren beim Schmunzeln ertappt, die Magie ist auch an mir nicht vorübergegangen. Für alle Leser, die schräge Bücher lieben und an Waldfeen und Nachtklopfer glauben!
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Hier ein absoluter Geheimtipp und vielleicht sogar das für mich schönste Buch der Saison: Eine meisterhaft erzählte und großartig übersetzte Geschichte über die Irrnisse und Wirrnisse der Liebe von einem bei uns eher unbekannten australischen Autor, bei deren Lektüre einem manchmal nur noch der Mund offen bleibt vor lauter Poesie und Schönheit, die selbst noch die brutalen Szenen des Buches durchzieht. Rätselhaft und immer wieder überraschend raubt der Autor den LeserInnen bis zum Schluss den Atem. Ein absolutes Lesefest!
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Der Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa serviert sein neuestes Schmankerl: ein Pasticcio aus pikant prickelnder Erotik, Gesellschaftskritik, Medienschelte und schonungsloser Analyse politischer Gegebenheiten. Besonderes Augenmerk wird diesmal auf die Verquickungen von Medien und Politik in totalitären Regimen gelegt. Herausgekommen ist ein vielschichtiger, unterhaltsamer Roman, in dem der Meister alle Register seines Könnens zieht.
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Drei Tyrolia-Kolleginnen, die schon so manchen Spiele-Abend miteinander verlebt haben, machen sich dran, eines der EXIT-Rätselspiele zu knacken. Die sog. Escape Games boomen ja schon seit geraumer Zeit; alleine in München, wo eine von uns schon mal live gespielt hat, gibt es ein Dutzend verschiedene Anbieter, und auch in Innsbruck kann man seit einer Weile sein Glück versuchen. Nun hat der Kosmos Verlag diese Art der Unterhaltung als Spiel für Zuhause auf den Markt gebracht. Worum geht's? Wir haben uns für die Variante "Die verlassene Hütte" entschieden. Mit Hilfe verschiedener Rätsel, Hinweise und Codes versuchen wir nun, aus dieser imaginären Hütte zu entkommen. Über die Warnung auf der Schachtel -- "Achtung! Ihr könnt dieses Spiel nur einmal spielen!" -- haben wir zunächst gelacht; aber es stimmt: Man schnippelt und knickt an den Spielmaterialien herum und muss sich jede Menge Notizen machen, um die Rätsel zu knacken. Die Köpfe rauchen, man muss um die Ecke denken und jedes Detail beachten. Nur um dann immer wieder festzustellen, dass man doch auf der falschen Fährte ist. An dieser Stelle sei verraten: Wir sitzen immer noch in der Hütte fest! Fortsetzung folgt an einem anderen Abend...
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Rebecca, 14 Jahre aus Ebbs: Das Buch hat mir super gut gefallen. Die Spannung zieht sich wirklich durch das ganze Buch, und ich freue mich schon sehr auf den 2. Teil! Der 17-jährige, französische Sacha hat ein großes Geheimnis: Er kann nicht sterben. Bis zu seinem 18. Geburtstag. Denn diesen Tag wird er, wie zwölf andere Jungen vor ihm, nicht überleben. Es ist ein uralter Fluch, und sein Vater ist beim Versuch, ihn zu brechen, ums Leben gekommen. Aber er hat ein paar Hinweise hinterlassen, dass er durch eine dreizehnte Tochter gerettet werden kann. Was er nicht weiß, dass er Hilfe bekommen soll. Zwar eigentlich Englisch-Nachhilfe, aber die bekommt er von Taylor, die so ziemlich das Gegenteil von ihm ist. Doch die beiden freunden sich an und treffen sich in Paris. Dort erfährt Taylor von Sachas Geheimnis und will ihm helfen. So machen sie sich auf die Suche nach Hinweisen, welche die Sache retten könnten. Wie es weitergeht, verrate ich euch nicht. Ich würde das Buch für alle empfehlen,, die gerne Fantasy Geschichten lesen.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Es ist nicht so leicht, den Gedankengängen dieses Autors zu folgen. Die Ereignisse sind schnell erzählt: nach der Lesung trifft der Autor seine Jugendliebe wieder, von der er in seinem letzten Roman erzählt hat. Jutta nimmt in mit in ihr Zuhause und klagt über ihre Ehe, nebenan befinden sich die Kinder und der Ehemann. Teilweise ist man sich nicht sicher, ob dieses Gespräch überhaupt stattfindet, denn der Autor beginnt im Kopf einen neuen "Eheroman" zu schreiben. Im Regal hinter der Couch bemerkt er bekannte französische Autoren des 19. und 20. Jahrhunderts, Proust und Stendhal werden am öftesten zitiert. Ihre Debatten über die Liebe sind auch heute noch aktuell. Sie wussten schon damals, was eine Ehe ausmacht!
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Zum 400. Todestag von William Shakespeare hat der Knaus Verlag ein tolles Projekt gestartet! Bekannte zeitgenössische Autoren wie Jo Nesbo, Margaret Atwood u.a. interpretieren seine Werke neu. Los geht's mit "Der Kaufmann von Venedig", "Das Wintermärchen" und "Der Widerspenstigen Zähmung". Weitere Titel wie "Othello", "Der Sturm" und "Hamlet" usw. werden folgen. Ich habe zunächst "Die störrische Braut" gelesen. Anne Tyler macht aus dem reichen Kaufmann Baptista den verschrobenen Wissenschaftler Battista, der (von seiner Uni längst in einen vergessenen Keller abgeschoben) nach Jahrzehnten der Forschung endlich kurz vor dem Durchbruch steht. Schon allein diese Figur ist so wunderbar dargestellt, dass ich des Öfteren lauthals lachen musste und zufällig anwesende Familienmitglieder durch lautes Vorlesen ebenfalls (zwangs-)beglückte. Ich empfehle wirklich jedem, der sich mit Shakespeare beschäftigen möchte, aber weder ins Theater kommt noch Lust auf eines der kleinen gelben Hefte hat, sich durch diese wunderbare Reihe durchzulesen! Ich mache mich demnächst an "Das Wintermärchen" = "Der weite Raum der Zeit"...
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Mit dem Kriminalroman "Anonym" haben wir endlich wieder was Neues aus der Feder des schon bekannten Autorenduos. Schon mit dem Vorgängertitel "Fremd" konnten mich die beiden als Fan gewinnen. Also war es natürlich klar, dass ich auch dieses Buch unbedingt Lesen muss. Ganz anders als erwartet handelt es sich hierbei um einen richtigen Krimi, mit allem drum und dran. Die sympathischen Ermittler Nina Salomon und Daniel Buchholz schließt man schon auf den ersten Seiten ins Herz. Was mich aber so fasziniert an der Art des Schreibens der beiden ist, dass man beim Lesen merkt, dass der Part Nina Salomons von Frau Poznanski geschrieben wurde und der Part von Buchholz von Herrn Strobel. Es ist positiv, dass es zwei Autoren geschrieben haben und die Story wirkt umso lebendiger. Außerdem greifen die beiden ein aktuelles Thema auf: die Nutzung des sogenannten "Darknets", (das Darknet ist ein eigener Bereich im Internet, für den man einige Computerkenntnisse braucht, um dort hinzugelangen) das sich immer mehr verbreitet und wo sich größtenteils Kriminelle rumtreiben, um anonym Geschäfte abzuwickeln. Alles in allem ein absoluter Pageturner, den ich nur empfehlen kann.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Sophia Heim, 11 Jahre aus Mayrhofen: Das zwölfjährige Mädchen Serafina lebt seit sie denken kann mit ihrem Vater in den Kellergewölben des riesigen Herrenhaus Biltmore. Serafina schleicht oft mitten in der Nacht durch den Keller, da sie die ORF (Oberste- Ratten-Fängerin) im Haus ist. Doch auf einem ihrer Streifzüge entdeckt Sera einen geheimnisvollen Mann im schwarzen Umhang. Er zerrt ein kleines Mädchen hinter sich her, dass laut um Hilfe schreit! Der Mann presst dass Mädchen an sich und - es ist verschwunden!!! Serafina macht sich anschließend auf den Weg, um den Mann im schwarzem Umhang aufzuhalten ... Ich finde das Buch wirklich sehr, sehr spannend. Es ist lustig und zugleich auch ein bisschen traurig. Ich kann dass Buch nur weiterempfehlen! Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!!!
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Erik, 11 Jahre aus Bludenz. Ben findet seine Oma langweilig. Leider muss er aber jeden Freitag zu ihr, weil seine Eltern tanzverrückt sind. Als er dann aber das dunkle Geheimnis seiner Oma enthüllt, will er unbedingt mehr Zeit bei ihr verbringen. Ben plant mit ihr den größten Juwelenraub aller Zeiten: Die Kronjuwelen zu stehlen ... Das Buch war echt gut. Es war so witzig, dass ich oft Tränen gelacht habe! Ich kann es nur empfehlen!
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Fanny, 9 Jahre aus Innsbruck: Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil ich es lustig finde. Besonders lustig finde ich diese verrückten Ideen, z. B. dass die Menschen mit Kühen spazieren gehen und es statt Lasagne Erdbeerlasagne gibt. Statt Eis gibt es Gemüse in der Waffel. Das alles passiert, weil der Wetterhahn auf dem Kopf steht. Ich finde die Zeichnungen auch sehr gut gelungen, und durch diese kann man sich alles besser vorstellen. Danke für dieses tolle Buch!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Jetzt weiß ich, wieso Camilleri immer Bücher schreibt, die sich gut verkaufen. Er ist einfach unterhaltsam und dieser Roman hat ein verblüffendes Ende. Ein Ende, das ich wahrscheinlich nicht ganz begriffen habe, aber genau aus diesem Grund bleibt einem „Die Verlockung“ in Erinnerung. Ein bißchen erinnert mich Camilleri an Umberto Eco, mit dem Thema der Korruption in Italien kein Wunder. Kein Montalbano, aber trotzdem ein guter Roman!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Bergmann wird sich noch als ein berühmter Diogenes Autor etablieren. „Der Trick“ ist ein flüssig geschriebener Roman mit Tiefgang. Und das gibt es selten. Als „hochliterarisch“ kann man ihn nicht bezeichnen, aber die Geschichte des Magiers Zabbatini hat Tiefgang. Die Geschichte entwickelt sich langsam, doch Überraschungen bleiben nicht aus. David Grossmans Roman „Kommt ein Pferd in die Bar“ weist Ähnlichkeiten mit Bergmanns Geschichte auf, und ich bin überzeugt, dass Emanuel Bergmann die Leserschaft bewegen wird. Er ist witzig und wer Thomas Meyer kennt, sollte wissen, dass der jüdische Humor herrlich ist!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Hier hat Sebastian Fitzek sich wieder einmal selbst übertroffen. Indem Thriller "Das Joshua- Profil" widmet er sich zwei brisanten Themen: Kindesmisshandlung und Predictive Policing (die Polizei arbeitet vermehrt mit Computer Programmen, die ein Verbrechen schon erkennen sollen bevor es passiert), was schon lange nicht mehr reine Science Fiction ist sondern schon in mehreren Staaten angewendet wird. Max Rhode, der Protagonist in diesem Buch, ist Autor und Vater und überzeugt davon, verrückt geworden zu sein, da gerade sein ganzes Leben zusammen bricht. Alles gerät aus den Fugen und die Sache ist am Ende viel größer als sie am Anfang zu sein scheint. Intrigen, Lügen und Gaunereien beherrschen diesen tollen Roman. Sebastian Fitzek führt seine Leser wieder einmal gekonnt in die Irre und überrascht zum Finale mit einer spannenden und ungeahnten Wendung, die einem den Atem raubt. Ich würde jedem Thrillerfan dieses Buch ans Herz legen und zum Abschluss noch einen kleinen Zusatz Tipp: wenn man diesen Thriller gelesen hat, kommt man nicht umhin, auch das Buch "die Blutschule", von Max Rhode, zu lesen, das ebenfalls aus Fitzek´s Feder stammt.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Morena, 9 Jahre aus Aldrans: Es geht um Felicitas, ein Mädchen das immer Pech hat. Sie verliert ihren Kanarienvogel. Auf der Suche nach ihm geht sie in den verbotenen Wald und findet dort die Villa der Zaubertiere. Das ist ein Tierheim mit Zaubertieren. Sie beginnt in den Sommerferien dort auszuhelfen und erlebt viele Abenteuer. Dieses Buch hat mir bis jetzt am allerbesten gefallen. Es ist spannend, lustig und geheimnisvoll. Ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen!
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Francesco, 11 Jahre aus Innsbruck: Das Buch ist sehr lustig und spannend. Man kann nicht aufhören zu lesen. Sehr empfehlenswert! Zwei Brüder namens Hidde und Jeppe kämpfen um einen geheimen Keller. Den Eingang haben sie zusammen mit ihrem verstorbenen Bruder Ward im Schuppen gefunden. Nachdem Ward gestorben ist, machten Jeppe und Hippe aus, dass Hidde den Keller haben könne, wenn er nie ihr Geheimnis erzählen wird. Hidde hat aus diesem Keller ein Insektenlabor gemacht. Aber nun will Jeppe den Keller für sich haben und ein Schlagzeug hineinstellen. Er ist bereit dafür alles zu tun: laute Schlagzeug-Bombardierungen, mit dem Gartenschlauch durch das Luftgitter des Keller spritzen und Hidde für einen halben Tag im Keller einsperren. Das Buch hat mir sehr gut gefallen!
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Erik, 11 Jahre aus Bludenz: Als der Vater des Jungen Parker entführt wird, erfährt Parker zum ersten Mal von dem geheimen Projekt Six, an dem sein Vater arbeitet. Durch eine Erfindung seines Vaters kann er Gedanken lesen. Er erfährt, dass er Solomon Gladstone finden soll, damit er zum Planeten Six reisen kann. Doch das ist eine Herausforderung wie nie zuvor ...In all meinen Lesejahren hatte ich oft sehr spannende Bücher, doch das Buch ist wirklich toll zu lesen!
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Nicole, 10 Jahre aus Gries: In dem Buch geht es um 3 Mädchen – Beverly, Raymie und Louisiana. Die drei Mädchen gehen zur Twirling-Stunde bei Ida Nee. Alle drei wollen den großen Wettbewerb zur "Little Miss Florida" gewinnen. Beverly, Raymie und Louisiana sind alle sehr unterschiedlich. Aber leicht haben sie es alle nicht. Louisianas Eltern sind gestorben, und sie lebt bei ihrer Großmutter in ärmlichen Verhältnissen. Das Preisgeld würde sie dringend für ihre Großmutter und sich brauchen. Beverlys Papa ist fast nie zu Hause. Mit dem Titel erhofft sie sich mehr Aufmerksamkeit. Raymies Papa ist mit einer anderen durchgebrannt. Und wenn Raymie gewinnt, würde vielleicht ihr Papa zu ihr und ihrer Mutter zurückkommen. Obwohl die drei so unterschiedlich sind, entwickelt sich eine große Freundschaft zwischen ihnen. Und ob am Ende alles gut wird, müsst ihr selber lesen… Ich kann das Buch weiterempfehlen. Es hat mir sehr gut gefallen!
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Maximilian, 7 Jahre aus Rankweil: Gulliver ist ein englischer Schiffsarzt, der gern auf Reisen geht. Auf seiner ersten Reise in dem Buch trifft sein Schiff auf einen Sturm und wird zerstört. Gulliver wird im Lande Liliput an den Strand gespült. Die Bewohner fesseln ihn, da sie Angst vor ihm haben. Nach einiger Zeit wird er freigelassen, um ihnen im Krieg gegen ihre Nachbarn zu helfen. Gulliver würde aber lieber nach Hause reisen. Nach Hause zurück gekehrt, hält er es nicht lange aus und geht erneut auf Reisen. Dieses Mal gelangt er in das Land der Riesen. Ein Bauer-Riese entdeckt Gulliver und nimmt ihn mit nach Hause. Er zeigt ihn seiner Frau und später auch der Königin des Riesenreiches. Gulliver führt Kunststücke vor, wie ein dressiertes Tier. Ob und wie er nach Hause gelangt, muss man selbst lesen. Das Buch war spannend und lustig. Mir hat besonders gut gefallen, dass Gulliver beide Seiten erlebt hat. Am Anfang war er der Riese und alle hatten anfangs Angst vor ihm. Im Riesenreich war es für ihn genau umgekehrt.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Wie kann so ein fröhlicher und geistreicher Mensch wie Dirk Stermann ein derart trauriges Buch schreiben? Wieso bleibt Claudes Leben so endlos bedrückend, obwohl er doch von einzigartigen und gewitzten Menschen umgeben ist? Wäre wohl zu banal zu behaupten, dass dem Kind die Liebe der Eltern fehlt, der gesamte Familienverband löst sich auf. Das Buch ist überraschend gut geschrieben, inhaltlich wohl durchdacht, nur muss man diese Tragik schon aushalten können. Das ist kein Humor, der weh tut, das ist der Alltag um uns herum, der schmerzt.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Nathan Hill erzählt hier eine hervorragende Geschichte. Er besitzt das Talent, allen Charakteren eine eigene Stimme zu verleihen und schafft einen Roman, in dem sich jeder wiedererkennen kann. Man bekommt ein Gefühl der Zugehörigkeit und Aktualität, vor allem wenn Nathan Hill über die Polizeigewalt bei den Protesten in Chicago 1968 schreibt. Diese Geister sind Generationen später noch sehr lebendig, auch wir sind ein Produkt unserer Orte und unserer Zeit. 890 Seiten hat man schnell durch ohne sich zu langweilen, es wundert mich nicht mehr, dass Nathan Hill als einer der größten amerikanischen Autoren behandelt wird.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Dieser Roman hat mich zunehmend erschreckt. Wie weit wir uns doch oft von der Wahrheit entfernen. Wir wollen Gina als Terroristin sehen, weil wir einen Schuldigen brauchen, auf den wir uns stürzen können. In "Der schmale Pfad durchs Hinterland" sind es die Grausamkeiten des Krieges, die mich erschüttert haben, in diesem Roman geht es um die Wahrheit, die nicht erkannt wird. Flanagan ist ein Autor, der fesselt, indem er denjenigen eine Stimme gibt, die nicht berühmt sind und auch das große Glück niemals finden. Irgendwie traurig, und doch so unglaublich wahrhaftig!
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Ingo, 11 Jahre aus Hall: Nicholas' Mutter verdient nicht mehr genug Geld, um ihr Haus zu erhalten. Deshalb muss sie es verkaufen. Das will Nicholas überhaupt nicht, denn er liebt das Haus und seinen großen Garten. Eines Tages taucht Opa Rose auf und erzählt von verschollenen Erbstücken. Das wäre DIE Chance, um wieder an Geld zu kommen und das Haus nicht verkaufen zu müssen, denkt Nicholas und sucht nach Hinweisen auf den kleinen Schatz. Ob er den Schatz findet? Mir hat das Buch sehr gut gefallen, denn es ist sehr spannend und manchmal lustig. Ich würde das Buch jedem empfehlen!
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Hannah, 13 Jahre aus Sistrans: Emi hasst ihr neues Leben in Hamburg. Und dann ist da auch noch die Neue ihres Vaters. Wie kann die nur immer so positiv sein? Auch ihr kleiner Bruder Oliver nervt die ganze Zeit. Und dann ist da auch noch Erik, der sie dauernd provoziert. Doch wegen eines Chemieunfalls müssen Emi und Erik zusammen Grafittis schrubben gehen. Und Emi fällt auf, dass Erik doch ganz nett sein kann... Das Buch ist sehr humorvoll und jugendlich geschrieben. Außerdem gefällt mir die Handlung auch sehr gut. Bis auf ein paar Stellen, die etwas langwierig waren, hat mir "Für dich soll's tausend Tode regnen" gut gefallen.
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Denken Sie doch beim nächsten Einkauf einer Tütensuppe mal nach, woher das pflanzliche Fett - also Palmöl - kommt? Woher beziehen die Lebensmittelkonzerne angeblich ihr "nachhaltiges" Palmöl? Nachdem man dieses Buch gelesen hat, wird man nie wieder Tütensuppe kaufen und bei jedem Lebensmittel nachschauen, ob Palmfett drinnen ist und dieses tunlichst im Regal lassen! Denn dass dafür Regenwälder gerodet und Kleinbauern um ihre Existenz gebracht werden, wissen wohl nur die wenigstens. Und fragen Sie sich mal, ob Sie wirklich Shrimps auf Ihrem Speiseplan haben müssen. Wenn Sie einmal die riesigen Flächen Aquakulturen in Bangladesch gesehen haben, vergeht Ihnen hoffentlich eh der Appetit! Wenn man hinter die Motive der Bill- und Melinda-Gates-Foundation blickt, erscheinen diese gar nicht mehr altruistisch ... Ein sehr kluges, aufrüttelndes Buch mit der Kernaussage: Dass nur wir alle als Gemeinschaft mit Solidarität, Mut und Entschlossenheit gegen die Ungerechtigkeiten dieser Welt ankämpfen können, damit unser Planet noch lange bewohnbar bleibt!
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Nun liegt die Old Filth Trilogie endlich komplett auf Deutsch vor, und auch der letzte Band enttäuscht die LeserInnen nicht. Vielmehr wird das Bild, das in den letzten beiden Bänden gezeichnet wurde, abgerundet, letzte Lücken werden gefüllt, und Unklarheiten werden beseitigt. Jane Gardam hat es geschafft, drei vollkommen gleichwertige Romane zu einem spannenden, unterhaltsamen Gesellschaftspanorama zusammenzufügen, das die Leserinnen vollkommen zufriedenstellt und beglückt. Und noch ein Hinweis zum Schluss: Bitte lesen Sie die Bücher wirklich in der vorgegebenen Reihenfolge - Sie werden mehr Spaß und Genuss dran haben, wenn sich die Zusammenhänge langsam erschließen.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Christoph, 11 Jahre aus Flaurling: Danke für das coole Buch! Jimmy Coates ist 12 Jahre und für sein Alter eigentlich ein ganz gewöhnlicher Junge. Doch eines Tages musste er feststellen, dass er doch nicht wie alle anderen Kinder war. Wie aus heiterem Himmel hetzten ihn schwarz gekleidete Agenten durch ganz London und er wusste nicht, was mit ihm geschah. Im Laufe der Zeit erfährt er, dass er nur zu 38 Prozent menschlich ist und dass man ihn entwickelt hat zum Töten. Jetzt muss er sich entscheiden, wird er zur Killermaschine, oder rettet er sein und viele andere Leben? Mir hat das Buch sehr, sehr gut gefallen. Es ist sehr aufregend geschrieben und hat sehr viel mit Technik zu tun.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Ida Simons war ursprünglich eine gefeierte Konzertpianistin, deren Karriere durch ihre Deportation ins KZ Theresienstadt beendet wurde. Sie überlebte und schrieb den autobiographischen Roman Vor Mitternacht, der 1959 erstmals in Holland erschien und zum Sensationserfolg wurde. Danach verschwand das Buch aus dem Handel und wurde nun wiederentdeckt. Ida Simons beschreibt eine Kindheit in einer jüdischen Familie im Den Haag der 1920er Jahre. Liebevoll beschreibt sie die mehr oder weniger verschrobenen Mitglieder der Familie und erzählt anekdotisch aus ihrem Alltag. Die schicksalhafte Begegnung mit einer Familie der Oberschicht, die einen Steinway besitzt, wird für sie zum Schlüsselerlebnis. Der elegante Stil und der Humor der Autorin machen diese Kindheitserinnerung zu einem literarischen Leckerbissen.
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Früher hat mir immer mein Opa wundersame Märchen erzählt, die mich damals fasziniert haben. Sein Großvater erzählt Jacob auch Geschichten, so fantastisch, dass sie nicht wahr sein können. Doch Jahre später bekommt Jacob einen Brief von seinem Opa. Er soll sich auf die Suche nach der Insel machen, die viele Geschichten aus seiner Kindheit umspannte. Der Roman ist Spitzenklasse und auch die Comic Adaption lässt nichts zu wünschen übrig. Tolle Zeichnungen und auf den Punkt gebrachte Konversationen. Ich wünsche mir noch weitere Bücher von Riggs Ransom in so einer lesenswerten Adaption!
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Paul, 8 Jahre aus Schwaz: Das Buch war sehr spannend und toll! Im Buch gibt es Einmal-Eins-Zaubersprüche und eine geheimnisvolle Steintafel. In der Geschichte kommen 10 verschiedene Tiere vor, die verschiedene Aufgaben lösen müssen. Lasst euch überraschen und viel Spaß beim Lesen!
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Leonie, 9 Jahre aus Schwaz: Die Tintenkleckser sind los! Das Buch heißt Schulhofalarm. Es hat 140 Seiten und viele Bilder, was sehr lustig ist. Mit "Die Tintenkleckser - Schulhofalarm" ist bereits der zweite Teil dieser Serie erschienen, "Mit Schlafsack in die Schule" ist der erste Teil. Ich kenne das erste Abenteuer noch nicht, allerdings hat mir der zweite Teil so gut gefallen, dass ich auch den ersten sicherlich einmal lesen werde. Die Tintenkleckser - das sind die Kinder der Klasse 3a mit Frau Fauser als Klassenlehrerin. Sie haben einen Schulgarten angelegt, der ihnen einen Riesen-Spaß bereitet. Dieser Garten soll aufgrund eines Bauprojekts verschwinden. Leider kann auch der Rektor der Schule nichts dagegen unternehmen. Auf keinen Fall wollen die Tintenkleckser auf ihr geliebtes Baumhaus, das auch dort steht, verzichten. Jetzt sind Mut und gute Ideen gefragt. Doch die Kinder wollen ihren Schulgarten behalten und hecken einen Plan aus. Besonders schön fand ich, dass die Kinder Stärken und Schwächen haben ...jedes Kind ist halt anders. Auch ist ab und zu genau derjenige ein "Held", dem man es anfangs nicht zugetraut hätte. Die Geschichte gefällt mir sehr gut, weil die Kinder so zusammenhalten und so mutig sind. P.S. Auch der Mama hat die Geschichte sehr gut gefallen, denn sie ist vom Inhalt genau auf das Alter von Kindern im Volksschulalter abgestimmt.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Adrian, 10 Jahre aus Mötz: Der Junge Jack landete in einem Heim namens St. August. Dort sind auch andere "Problemkinder" untergebracht. Jack flog aber sogar dort raus. Er wurde in ein neues Heim gebracht - "Mount Caravan". In diesem Heim waren noch einige Kinder, welche unter den „normalen“ Menschen als Problemkinder galten, nur hatten alle diese Kinder viele verschiedene Fähigkeiten und diese wurden von dem Heiminhaber, der eigentlich diese Schule leitet, gefördert. Durch diese Fähigkeiten kam es zu wunderbaren und interessanten Abenteuern ... Es ist ein sehr interessantes Buch und bleibt immer spannend. Es ist sehr detailreich. Ich finde es schön gestaltet. Es hat mir sehr gut gefallen. Daher würde ich es jedem weiterempfehlen. Dieses Buch war so spannend und unterhaltsam, dass ich es sogar zweimal gelesen haben, so gut hat es mir gefallen.
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Wieder einmal ein großartiges Buch aus der Feder von Markus Heitz. Diesmal verschlägt es uns in eine Wüstenstadt voll mit merkwürdigen Gestalten und Zauberei. Durch Zufall geraten die zwei Hauptprotagonisten Tomeija und Liothan in diese Stadt. Und müssen sich mit Zauberern, Gesetzen die sie nicht kennen und einem Herrscher(den nie jemand zu Gesicht bekommt) herumschlagen. Eine von Heitz neu erschaffene Welt, die jeden Fan in den Bann schlagen wird! Rasantes Tempo, starke Charaktere und ein Brocken Humor machen Heitz aus. Und er hat es auch diesmal geschafft, mich voll und ganz zu überzeugen.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Und schon wieder hat Stephen King ein 500 Seiten dickes Buch zustande gebracht. Wenn man so wie ich eine fanatische King Leserin ist, fängt man sich langsam an zu fragen, wie er das macht, in einem Jahr manchmal gleich 3-4 Bücher zu schreiben. Naja egal, Hauptsache die Qualität nimmt keinen Schaden daran. In „Mind Control“ hält Stephen King wieder an der bekannten Geschichte des sogenannten "Mercedes-Killer" fest. Es ist nun schon der dritte Teil über das Massaker vor einer Jobbörse, für das Brady Hartsfield verantwortlich ist, und ich habe das Gefühl, wir werden noch mehr davon zu lesen bekommen. Man bemerkt auch, dass King in diesem Band wieder in sein gewohntes Genre der Fantasy zurückfällt. Die ersten beiden Bände der Serie waren eindeutig Kriminalromane, doch dieses mal haben wir wieder die übernatürlichen Phänomene, die man als Stephen King Fan ja schon kennt. Alles in allem wieder einmal ein gelungenes Buch, das ich jedem King Leser ans Herz legen kann. Und natürlich auch die Vorgänger Bände Mr. Mercedes und Finderlohn auf alle Fälle lesen!
 
Foto von Christine Mansbart

Gerade gelesen

Die Eltern mit ausgeprägtem Sinn für soziale Verantwortung fördern die Tierliebe ihres Sohnes Chris. Mit 13 Jahren übernimmt er die Pflege der Elster Melvin und dessen Rückführung in die Wildnis. Weitere Stationen in seinem tierliebenden und sparsamen Aussi-Leben: Die erste Praktikantenstelle im Pearl-Coast Zoo bringt die Erkenntnis seines Berufswunsches: Tierpfleger. Über den Tipperary Wildpark zu einer Krokodilfarm bis zum Fremdenführer, wo Barns Backpacker Touristen die Natur Australiens abseits der Pfade näherbringt. Er gründet ein Schulungzentrum, um dann ein Tierheim zu errichten, immer sein Hauptaugenmerk darauf gerichtet, verwaisten Känguru-Babys ein Leben in der Wildnis zu ermöglichen. Bisheriger Höhepunkt waren die Berichte über Kangaroo Dundee im Britischen Fernsehen 2013. Diese 2 Folgen wurden beim International Wildlife Film Festival in Montana als beste TV-Serie ausgezeichnet. Fazit: Ein wertvolles Buch, für die ganze Familie!
 
Foto von Gerda Kurz

Gerade gelesen

„Das Schelling-Projekt“ ist ein philosophischer Roman besonderer Güte. Fünf Freunde stellen einen Forschungsantrag für ein Projekt „zwischen Biologie und Humanwissenschaft“, doch dem Projekt mangelt es nicht an Intimität! Peter Sloterdijk korrespondiert mit seinen Mitstreitern per Brief- bzw. E-Mail Verkehr. Dieser gestaltet sich höchst unterhaltsam, die weit ausgreifenden aber doch beflügelnden philosophischen Erörterungen verlangen dem Leser einiges ab, belohnen ihn aber mit der freudigen Erkenntnis, dass kaum Vorstellbares noch übertroffen werden kann. Die erotischen Passagen setzen jäh und unerwartet ein. Ich empfehle das Buch unbedingt an mutige neugierige Leser – es ist der aufregendste literarische Spagat, der mir je in die Hände gefallen ist.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Eine irische Kleinstadt in den 60er Jahren; Nora Webster hat kürzlich ihren Mann verloren und versucht nun, ein neues Leben zu beginnen. Dabei muss sie gegen überkommene Traditionen und Konventionen ankämpfen, was ihr nicht immer leicht fällt - alle anderen wissen schließlich besser als sie, wie sie ihr Leben und das ihrer vier Kinder wieder in den Griff bekommen könnte. Doch Nora geht ihren eigenen Weg und lässt sich von niemandem aufhalten. Am Beispiel einer Familie portraitiert Colm Toibin meisterhaft die Gesellschaftsstrukturen eines Landes im Umbruch.
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Beim Lesen dieses irrwitzigen und sehr melanchonischen Romans habe ich mir öfters überlegt, ob ihn Woody Allen wohl schon gelesen und sich die Rechte für das Drehbuch gesichert hat! Da ist Edie, eine ehemalige Anwältin, die das Leben hart gemacht hat. In Rückblenden erfahren wir so allerhand über ihre Kindheit und Jugend, ihre Ehe und die Familie. Eingeteilt in Kapitel "Edie 28 kg -- 92 -- 73 -- 95 -- 109 -- 151" ergibt sich ein detailliertes Bild ihrer Persönlichkeit und ihrer (Fr)Ess-Sucht. Und da ist ihr Ehemann Richard, für mich die eigentliche Hauptfigur. "Er hat sich nie beklagt, er passte sich einfach an, bis es zu spät war: der Fluch der Middlestein-Männer." Aber nach über 30 Jahren Ehe kann er sich eingestehen , dass ihn nichts mehr mit Edie verbindet, "dass das Beste in seinem Leben plötzlich das Schlimmste geworden war." Und so macht sich dieser alternde und einst erfolgreiche, jetzt abgehalfterte Geschäftsmann auf die Suche nach einer neuen Liebe...
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Endlich ist das letzte Buch von John Williams auf Deutsch erschienen! Und wieder ist es ganz anders, so auch das historische Thema! John Williams beschreibt Augustus, als hätte er ihn selbst gekannt. In Briefform und in unterschiedlichen Erzählperspektiven übermittelt er uns ein ausführliches Bild dieser längst vergangenen Kultur. Was hat Augustus so mächtig werden lassen? Als alleiniger Herrscher hat er allen Widerständen getrotzt und dem römischen Reich Wohlstand und Frieden beschert. Mir ist nach wie vor nicht klar, wieso John Williams Zeit seines Lebens nicht die Beachtung bekommen hat, die ihm zugestanden hätte!
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Mit Hefeteig ist es ja so eine Sache. Schon öfter stand ich vor einem Hefeteig, der partout nicht aufgehen wollte, obwohl ich (wie ich meinte) doch alles richtig gemacht hatte. Diese Schreckenserlebnisse gehören jetzt der Vergangenheit an, denn bisher sind mir alle Rezepte aus diesem kleinen, aber feinen Buch perfekt gelungen. Hier geht also nicht nur der Teig, sondern auch das Herz auf. Das für mich beste Kapitel widmet sich dem Kleingebäck; besonders empfehlenswert hier die Flachswickel und wahrhaftig der Zwieback! Für Kinder sind die sog. Franzbrötchen ein Hit -- sie wurden bei uns innerhalb einer Woche 4x gebacken und von allen Kindern samt Spielbesuch genüsslich verspeist.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Seit Jahren verfolge ich die Kolumnen von Doris Knecht, doch man gewinnt einen besseren Eindruck ihrer Schreibkunst, wenn man sie in konzentrierter Form liest. Zum Glück erscheinen immer wieder im Czernin Verlag ihre gesammelten Werke, so auch dieser neue Band „Neue Geschichten vom Leben unter Teenagern! Natürlich ist sie schonungslos, kein Thema wird ausgelassen. Ich empfinde sie aber nicht als bösartig in ihrer Kritik, sondern als realistisch und amüsant! Ihr trockener Humor hilft ihr, den Alltag mit Teenagern zu überleben! Ein einmaliger Diskurs über das wirkliche Leben!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

John Wray wurde von einem Literaturmagazin unter die besten 20 amerikanischen Autoren gewählt. Bemerkenswert ist jedoch seine Zweisprachigkeit, da er nicht nur an der Columbia sondern auch in Wien studiert hat und zeitweise auch in Kärnten lebt. Die Hauptfigur leidet obsessiv an seiner Familiengeschichte und erst wenn er das Rätsel der Zeit lösen kann, ist er fähig, Teil der Gegenwart zu sein. Mit analytischer Schärfe und doch unglaublich unterhaltsam stellt der junge Waldemar Tolliver diejenigen ins Zentrum, die auf wissenschaftliche und philosophische Weise Herr der Zeit werden wollten. Ein bemerkenswerter Roman, der in uns das Bedürfnis auslöst, die Gegenwart mehr auszukosten!
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Hannah, 13 Jahre aus Sistrans: In Celestines Welt muss jeder perfekt sein. Wer es nicht ist, ist fehlerhaft. Wird mit einem "f" auf die Haut gebrandmarkt. Muss sein restliches Leben nach strengen Vorweisungen leben. Celestine will unbedingt perfekt sein. Doch dann wird sie auf eine harte Probe gestellt. Perfekt oder fehlerhaft? Dieses Buch hat mich zum Nachdenken angeregt. Celestine handelt in diesem Buch so, wie ich es auch getan hätte... Es hat mir sehr gut gefallen!
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Lola, 11 Jahre aus Innsbruck: "Und dann passierte etwas, mit dem Owen nie im Leben gerechnet hätte." Und los geht das Abenteuer. Bethany, Owens Mitschülerin, kommt aus seinem Buch geklettert! Sie springen gemeinsam durch Bücher und Welten und leider halten sie sich nicht an die Regel: Niemals in die Geschichte eingreifen! Chaos bricht aus ... Owen hilft Bethany, die seit langer Zeit versucht, ihren Vater zu finden! Die Abenteuer von Kiel Gnomenfuß, der Held aus einer Fantasy-Reihe, werden am meisten beschrieben. Gott sei Dank ist Kiel am Ende doch nicht gestorben! Das Buch ist interessant und spannend, allerdings war es gar nicht so einfach, den Überblick über alle Personen zu behalten. Etwas kompliziert auf dem Laufenden zu bleiben, in welchem Buch oder welcher Welt sich jemand gerade befindet! Aber für gute Leser, die es gewohnt sind, dicke Bücher zu lesen, sollte das Buch schon gut zu schaffen sein! Es gibt auch schon einen 2. Teil inzwischen!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Endlich haben Harry Potter Fans wieder neuen Lesestoff. Nach jahrelanger Unklarheit, ob die Geschichte jemals fortgesetzt wird, ist nun der 8 Band auch endlich in deutscher Sprache erschienen. Zuerst war ich mir nicht sicher, ob ich dieses Buch überhaupt lesen sollte. Da die eigentliche Geschichte ja abgeschlossen ist und das Buch noch dazu nur in Form des Theaterskriptums geschrieben ist. Aber als ich die ersten 20 Seiten gelesen hatte, war ich wieder gefesselt von der wunderbaren Welt, die J.K. Rowling für uns erschaffen hat. Ich habe es keine Sekunde bereut, dieses Buch zu lesen. Und es kann sich wirklich jeder Fan darauf freuen. Man verschlingt es ebenso schnell wie die ersten 7 Bände. Ich wünsche allen so viel Vergnügen mit diesem Buch, wie es mir bereitet hat.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Während des Lesens dieses Romans habe ich mich geradezu in den Protagonisten, den Spinner Jesper Lier, verliebt. Jesper ist 20 Jahre alt und gerade von München nach Berlin geflüchtet. Mit großen Hoffnungen und Träumen widmet er sich seinem Roman "Der Leidensgenosse". Er hat es sich in den Kopf gesetzt, ein großer Autor zu werden. Doch das echte Leben ist trist. Jesper lebt in einem Kellerloch in Berlin, hat kaum zu Essen, studiert nur pro forma. Alkohol, Tabletten und peinliche Auftritte bestimmen seinen Tagesablauf. Er ist an der Schwelle zum Erwachsenwerden, jedoch völlig orientierungslos. Man möchte den Spinner am liebsten an der Hand nehmen und durch sein chaotisches Leben ein Stück weit begleiten. Stellenweise musste ich spontan lachen, da es echt witzig geschrieben ist. Manchmal war es hingegen wieder fast zum Weinen. Insgesamt fand ich es amüsant und trotzdem tiefgründig. Ich kann dieses Buch von Benedict Wells wärmstens weiterempfehlen.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

"Im dunklen, dunklen Wald" ist der Debütroman der jungen britischen Autorin Ruth Ware, von der wir hoffentlich in nächster Zeit noch einiges hören werden. In diesem rasanten Thriller schreibt die Autorin über einen entgleisten Junggesellinnenabschied, der in einen abseits gelegenem Haus mitten im Wald stattfindet. Ohne Verbindung zur Außenwelt verbringen die Freundinnen und ein homosexueller Freund nun den Abend dort alleine. Als sie in der Nacht merken, dass ein Eindringling im Haus ist, nimmt der Schrecken kein Ende mehr. Ein wirklich spannender Thriller, den man garantiert nicht mehr aus der Hand legt.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Endlich ist es da, das neue Buch von der deutschen Bestsellerautorin Charlotte Link. Als Fan wird man auch dieses mal keineswegs enttäuscht. Wieder einmal verstrickt sie mehrere Handlungsstränge geschickt ineinander und baut somit die Spannung der Hintergrundgeschichte immer mehr auf. In diesem Teil hat sie mich allerdings überrascht, da sie ausnahmsweise mal über einen männlichen Protagonisten schreibt. Fazit: Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen! Eine spannende Story, die gut geschrieben ist, mehr braucht es nicht für einen der besten Krimis des Jahres!
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Leni, 15 Jahre aus Mils: Azmera hat nur einen Wunsch: Sie will zu ihrem Vater nach Stockholm reisen, weg von Eritrea, wo sie nicht mehr zur Schule gehen kann und die Milizen vor ihrem Elternhaus patrouillieren. Sie macht sich alleine auf den Weg, um per Schlepper nach Europa zu kommen. Sie lernt Petros kennen und zusammen fliehen sie weiter. Doch sie wurden von den Schleppern betrogen, und schließlich schipperten sie auf sich alleine gestellt mit fast hundert anderen Flüchtlingen auf einem mickrigen Schlauchboot auf dem Meer. Als das Boot zu sinken beginnt, wird es knapp für die zwei jungen Leute, und dann stirbt auch noch ein sehr guter Freund der beiden. Werden sie es sicher an Land schaffen? Eine packende und tragische Geschichte, die leider zu oft der Wahrheit entspricht. Mir hat das Buch gut gefallen, da es eigentlich eine Tatsachengeschichte ist und dadurch habe ich einen besseren Einblick auf das bekommen, das hinter den vielen Flüchtlingen steckt. Aufstände, Unterdrückung, Betrug ist der Alltag, auch für die junge Azmera in diesem Buch. Ich empfehle das Buch gerne weiter, da es einfach zu lesen ist, und außerdem ist es, trotz des tragischen Hintergrunds, eine schöne Geschichte.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Verena, 11 Jahre aus Matrei: Jessica musste für ihre große Schwester Tammi einen Cartoon zeichnen, das Thema "Umweltschutz". Sie zeichnete zwei Delphine und Tammi stellte sie, ohne Jessica es wissen zu lassen, ins Internet. Viele Leute fanden es ganz toll, und die Zeitung bot ihr einen Job an. Als sie am nächsten Tag in die Schule ging, traf sie ihre Freundinnen Amelia und Natalie. Sie erzählte ihnen von ihrem Erfolg. Die beiden waren für das Jahrbuch zuständig, da das ihr letztes Jahr auf der Grundschule ist. Als besondere Leistung wollte Jessica ihre Cartoons nehmen, doch Amelia und Natalie ließen das nicht durchgehen. So ging sie weiter zu ihrer Cartoon-Gruppe. Tanya freute sich total über ihren Erfolg und Joshua auch, Lewis nickte wie immer beifällig. Sie wollte, dass sie zu jedem Zeitpunkt dafür Werbung mache. Doch das stellt sich als sehr schwierig heraus und bringt ihr Ärger ein. Doch Tanya will es weiter versuchen, was wird wohl noch alles passieren?
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Emilia, 12 Jahre aus Erl: Lisas Leben ist ziemlich langweilig. Erst vor Kurzem ist sie umgezogen und ihre Mutter erlaubt ihr nicht, ohne ihr mit GPS ausgestattetes Handy aus dem Haus zu gehen. Dann kommt auch noch dazu, dass Lisas beste Freundin sie - nachdem sie umzog - einfach ignoriert. Doch dann merkt Lisa, dass in ihrer Nähe ein Waisenhaus gebaut wird. Kurzerhand fährt sie dort hin. Doch dann kommt sie in Schwierigkeiten, denn sie erzählte dem Gärtner, dass sie auch ein Waisenkind sei und er und seine Frau kümmern sich um Lisa. Der Gärtner schenkt ihr eine Nuss, auf die sie leider allergisch reagiert und ins Krankenzimmer eingeliefert wird. Erst als Lasse, ein Junge aus dem Waisenhaus, der exakt gleich aussieht wie Lisa, ihr hilft, schafft sie es, wieder nach Hause zu kommen. Nun fährt Lisa fast jeden Tag zum Waisenhaus, um ihre neuen Freunde zu besuchen. Doch warum sieht Lasse exakt so aus wie sie? Um das herauszufinden, müsst ihr das Buch selbst lesen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es spannend ist, und ich empfehle es Mädchen und Jungen ab 10 Jahren.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Robin, 12 Jahre aus Bruck: Jackson ist ein wahrer Glückspilz, plötzlich sind die Lehrer besonders nett, ein schönes Mädchen hat ein Auge auf ihn geworfen und in der Kantine bekommt er größere Portionen. Als er eine Anfrage von einem Institut bekommt, erfährt er, dass er Menschen hypnotisieren kann. Dort wird ihm beigebracht, seine Gabe gezielt einzusetzen. Dabei gerät er in eine Verschwörung. Wenn ihr wissen wollt, ob er es schafft, die Welt zu retten, müsst ihr das Buch selber lesen. Ich hab das Buch spannend gefunden, und es war fesselnd geschrieben.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Ben, 9 Jahre aus Innsbruck: Luis und seine Cousine Jade stöbern wieder mal auf dem Dachboden von ihrem Opa und finden dabei eine dunkelblaue Flagge mit einem Kreuz. Dabei fängt der Zauberspiegel zu leuchten an und die Kinder steigen in diesen Spiegel und kommen in eine Dorf, wo gerade das Bergsteigerfest gefeiert wird. Dort lernen sie einen jungen Bergführer kennen und beschließen, mit ihm die Teufelsspitze zu besteigen. Auf dem Weg dorthin passieren viele seltsame Dinge, denn auf dem Berg soll ein Monster leben, so erzählt eine Sage. Das Buch war sehr spannend, in manchen Momenten war ich richtig geschockt. Ich würde es allen zwischen 9-12 Jahren empfehlen, die gerne Abenteuergeschichten lesen.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Emma, 9 Jahre aus Aldrans: In diesem Buch geht es um folgendes: Wilma hat eine Freundin und zwar eine Prinzessin Namens Luna Lila, die nur Wilma sieht. Als Wilma noch in den Kindergarten ging, durfte Luna Lila zu Hause noch am Tisch sitzen und mit der ganzen Familie mitessen. Doch als Wilma mit der Schule anfing, meinten ihre Eltern, sie sei zu groß für solchen Quatsch und Fantasiefreunde. Für Wilma jedoch ist Luna Lila immer noch da. Als Wilma in die zweite Klasse kommt, sind zwei neue Schüler, Ulli und Olli, da. Sie sind zwei Fieslinge und wollen Wilma ihren Glitzerstift wegnehmen und sind überhaupt zur ganzen Klasse ziemlich gemein. Als Wilma Luna Lila von der Sache in der Schule zu Hause erzählt, beschließt diese am nächsten Tag mit in die Schule zu gehen. Luna Lila versucht den zwei Jungs immer wieder kleine Streiche zu spielen, damit sie aufhören, so gemein zu sein. Am Ende werden Ulli und Olli doch noch nett. Besonders lustig fand ich Aylin, Wilmas allerbeste Freundin, die versucht zu jedem nett zu sein. Zum Beispiel unterstützt sie Nils - Wilmas kleinen Bruder - als er immer seine alte Schildkappe tragen will und die Eltern dagegen sind. Am Ende muss Aylin die alte hässliche Schildkappe selbst tragen. Auch die Lehrerin mit Fledermausohren ist sehr lustig. Im Buch sind manchmal für mich schwierige Wörter, sodass ich den Satz öfters lesen habe müssen. Aber dann konnte ich es doch verstehen.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Iris, 11 Jahre aus Sistrans: Nory stammt aus einer Zauberfamilie. Ihre Geschwister Laurenz und Dalia sind schon in der Genieakademie, einer Zauberschule, wo keine Murksmagie geduldet wird, was soviel heißt, dass die Zauberei unnatürlich und unlogisch ist. Nory ist auch vermurkst und kann sich in mehrere Tiere gleichzeitig verwandeln, z. B in eine Drachenkatze. Sie schafft daher die Aufnahmeprüfung in die Akademie nicht und ist bitter enttäuscht! Sie muss nun stattdessen zu ihrer Tante gehen. Dort besucht sie Zickzack, eine Zauberklasse für Murksmagie. Sie erlebt in dieser viele Abenteuer, bei denen sie herausfindet, dass Murksmagie gar nicht so schlecht ist ... Mir hat das Buch gut gefallen, und ich empfehle es weiter! Schöner Buchdeckel, nett und fantasievoll geschrieben, leicht zu lesen.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Sonja, 13 Jahre aus Sistrans: Um Geld zu bekommen für eine Reise nach Neuseeland, meldet Lena ihre beste Freundin Moya für ein wissenschaftliches Liebesexperiment an. Moya glaubt nicht an die Liebe und deshalb ist sie besonders interessant für die Experten. Nur sie und drei Jungs, die für sie in Frage kommen, müssen weitermachen unter allen anderen. Sie ist sorglos, denn schließlich kann ja gar nichts passieren. Doch wider Erwarten kommt alles anders, als sie denkt. Es hat mir gefallen, Einblick in Moyas Gedanken zu erlangen. Spannend ist, dass die Erzählung zwischen Moya und Lena wechselt, obwohl mir Lenas Geschichte nicht so liegt. Ich bin mir selbst unsicher, ob ich das Buch nochmal lesen würde und gebe daher keine ausdrückliche Leseempfehlung weiter!
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Tobias, 11 Jahre aus Bludenz: In diesem Buch geht es um Carlo, der in einer Villa für Hochbegabte landet und dort eine spannende Zeit erlebt. Die Kinder machen einen Ausflug auf eine Insel und dort wird dann die Brücke zu der Insel gesprengt. Erpresser wollen schließlich Geld von den Eltern, wenn diese ihre Kinder wiedersehen wollen. Die Kinder versuchen natürlich wieder zurück zur Villa zu schwimmen, doch die Erpresser haben ein Gerät gebaut, das sie daran hindert zurück zu schwimmen. Schließlich versucht Carlo in der Nacht um dieses Gerät herum zu schwimmen und es gelingt ihm. Dort angekommen verständigt er die Polizei, und so werden die Kinder befreit und die Eltern, welche das Geld schon bezahlt haben, bekommen es wieder zurück. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich habe es in zweieinhalb Tagen fertig gelesen und kann es Abenteuerlustigen nur weiterempfehlen.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Marie, 12 Jahre aus Innsbruck: Mein Name ist Sally Jones. Ich bin Maschinistin auf der Hudson Queen. Besser gesagt, ich war Maschinistin in der Hudson Queen. Bis mein Freund und Geschäftspartner Henry Koskela einen Transportauftrag vom sonderbaren Morro erhielt. Mir war der Mann mit dem Schnauzbart von Anfang an nicht geheuer. Er stank geradezu nach Angst. Aber da wir zu dieser Zeit gerade keine Arbeit hatten, nahmen wir den Auftrag an. Am gleichen Tag machten wir uns auf den Weg. Die Hudson Queen glitt mühelos durch den Fluss. Ab und zu mussten wir Sandbänken ausweichen, aber ansonsten lief alles perfekt. Am späten Abend kamen wir an einem Wasserfall an. Daneben stand am Ufer ein altes, zerfallenes Haus. Niemand war zu sehen, der uns die zu transportierenden Kisten mit Fliesen aufladen hätte können. Da es aber schon zu dunkel war, um weiter zu fahren, mussten wir über Nacht dort bleiben. Was ab diesem Zeitpunkt alles geschah, müsst ihr selbst nachlesen. Ich habe die ganze Geschichte mit einer von mir reparierten Underwood No. 5 (das ist eine Schreibmaschine) für euch aufgeschrieben. - Mir hat das Buch ziemlich gut gefallen. Es ist spannend und witzig erzählt. Ich denke aber, dass es für etwas jüngere Kinder besser geeignet ist. Erzählt wird die Geschichte von der Gorilladame Sally Jones, die ihren Freund, den Chief, vor einer 25jährigen Haftstrafe retten muss. Um seine Unschuld bei einem Unfall zu beweisen, reist sie um die ganze Welt.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Francesco, 11 Jahre aus Innsbruck: Das Buch hat mir sehr gut gefallen, weil es sehr spannend ist. Man denkt auch einen Moment nach, ob diese Geschichte wirklich geschehen könnte. Die internationale Firma Vindiqo erzielt große Gewinne mit der Züchtung im Labor von Killerbienen. Einem Wissenschaftler, der das Hirn von Vindiqo ist, ist es gelungen, gentechnisch veränderte Bienen zu züchten. Diese Killerbienen haben einen großen Stachel und einen noch größeren Giftbeutel. Diese Killerbienen werden dazu verwendet, sämtliche Honigbienen zu töten, damit jeder Imker gezwungen ist, diese Killerbienen zu kaufen. Jake ist ein ganz gewöhnlicher Junge in den USA, der in den Sommerferien nicht viel zu tun hat, da seine zwei besten Freunde Aaron und Pete auf Urlaub sind. Eines Tages, als er in der Vorratskammer den Vindiqo-Vorrat seiner Mutter anzapft, hört er seinem Vater zu seiner Mutter sagen, dass vielleicht jemand in dem verlassenem Haus in der Gleam-Street wohnt. Das interessiert Jake besonders, und er schlendert dorthin, um sich umzusehen. Dank seiner Beobachtungsgabe entdeckt er dort, dass der viele Müll, der immer da liegt, verschwunden ist. Auch das Vorhängeschloss ist nicht mehr da. Jake klettert auf einen Baum in der Nähe des Hauses und beobachtet mit dem Fernglas seines Vaters. Dann plötzlich starrt ein etwa gleichaltriges Mädchen ihn mit einem Fernglas an. Jake bekommt einen riesen Schock und wäre fast vom Baum gestürzt, doch er hält sich fest und klettert so schnell wie er kann hinunter und rennt nach Hause. Doch in dieser Nacht wird Jake von einem Geräusch aufgeweckt. Dann geht die Schreibtischlampe an und das Mädchen von vorher sitzt vor seinem Bett. Hinter Jake setzt sich jemand anderes auf das Bett und flüstert:"Denk ja nicht daran zu schreien, Greenhorn. Schlimme Dinge werden passieren wenn du schreist." Danach werden die beiden namens Lizzie und Filby etwas freundlicher und sie erzählen ihm, dass sie von Stormglass (Stormglass bildet Undercover-Agenten aus) sind und Jake jetzt auch, wenn er will, ein Stormglass-Agent sein kann. Das will er auch. Diese Agenten lassen ihn in Luxusfliegern von einem Ort zum anderen fliegen und er bekommt eine coole Ausrüstung, darunter ein Storm-Pad, auf dem man fast alles machen kann: Es führt ihn durch Verfolgungsjagden, Russland, England, Afrika und den Verrat eines Freundes. Dabei auch noch durch eine Schlacht beim Stormglass-Hauptquartier. Man könnte darüber nachdenken, ob diese Geschichte wahr sein könnte. Aber ich hätte Zweifel daran, dass es eine geheime Agenten-Organisation wie Stormglass gibt, die Undercover-Agenten wie Jake ausbildet. Aber so ein Storm-Pad wäre schon ziemlich cool, wie auch immer in diesen Luxusfliegern zu reisen, in denen ein Wirlpool oder andere Sachen sind, die Lizzie so gern mag. Und eigentlich sollten so große Organisationen wie Stormglass oder Vindiqo auf gewisse "Maulwürfe" wie Filby achten. Und man sollte auch ein bisschen Mut wie Jake und Lizzie haben, um sich in Flugzeugen voller eingepackter Killerbienenstöcke einzuschleichen. Das Buch ist sehr empfehlenswert, und ich freue mich schon auf den nächsten Teil!
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Johanna Eva, 14 Jahre aus Innsbruck: Quinn lebt abgeschieden mit ihrer Großmutter in einer verlassenen Gegend, hat Hausunterricht - dadurch keine Freunde und fühlt sich einsam. Ihre Mutter besucht sie nur, wenn Quinn Probleme macht, ihren Vater kennt sie nicht. Piper lebt mit ihren Eltern als Einzelkind in der Stadt, hat einen Freund, viele andere Freunde und lebt das normale Leben eines Teenagers. Es scheint so, als hätten sie nichts gemeinsam. Die beiden Mädchen lernen sich auf einem Begräbnis kennen - dem ihrer Mutter. Auch wenn sie geschockt sind, weil sie zudem auch noch haargenau gleich ausschauen und das gleiche Geburtsdatum haben, verbindet die Zwillinge etwas von Anfang an, und sie kommen langsam aber sicher einem dunklen Familiengeheimnis auf die Spur... Im großen und ganzen hat mir das Buch sehr gut gefallen, da man die Gefühle der Zwillinge kennen lernen und es sich ungefähr vorstellen kann, wie es ist, einander verschwiegen zu werden. Allerdings wurde mir das Ende dann zu mystisch und das Hauptthema war Magie. Wen aber diese Dinge interessieren, der ist bei diesem Buch definitiv richtig!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Eigentlich ist mit dem Titel schon alles erklärt, das Buch ist in dieser Reihenfolge aufgebaut. Und doch schenkt uns Gerhard einen neuen Einblick in eine Dorfgemeinschaft, die sich beim Lawinenunglück im Januar 1951 aufgelöst hat. Max Schreiber kommt in das Dorf um über eine Hexenverfolgung zu schreiben, die vor genau 100 Jahren stattgefunden hat. Und er erfährt, wie es sich anfühlt, nicht Teil der Gemeinschaft und ausgestoßen zu sein, die Verbundenheit der Dorfbewohner zur Natur, wie die alten Geschichten heute noch Aberglauben verbreiten. Max Schreiber verfällt der Paranoia, seine Todesangst wird immer größer, bis die Lawine alles unter sich begräbt. Bald verwischen sich die Grenzen zwischen Realität und Aberglaube, immer spannender wird die Sprache und wir stellen uns die Frage, ob Aberglaube symptomatisch für eine Dorfgemeinschaft ist. Gerhard Jäger ist eine Lawine, die auf uns herabstürzt. Und die Vergangenheit, wie er sie beschreibt, gibt es auch nicht mehr, vom Fortschritt - auch in den Dörfern - überrollt. Was Robert Seethaler vorgemacht hat, kann Gerhard Jäger noch toppen!
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Joan Castleman beschließt auf dem Flug nach Helsinki, sich von ihrem Mann zu trennen, der dort einen renommierten Literaturpreis entgegennehmen soll. In Rückblenden erzählt die Autorin eine Geschichte von Selbstverleugnung auf der einen und Selbstverherrlichung auf der anderen Seite. Die stetig wachsenden Erfolge und die dadurch bedingten Affairen ihres Mannes veranlassen die Ehefrau dazu, ihre Rolle in dessen Karriere neu zu reflektieren. Und diese Rolle ist größer, als man zunächst glauben möchte. Eine bissige Geschichte über die Institution der Ehe, künstlerische Erfolge und andere Missverständnisse.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Chaira, 12 Jahre aus Oberhofen: Ich finde dieses Buch einfach sehr empfehlenswert, doch ich mochte den ersten Teil auch gern und kann euch beide Teile nur sehr ans Herz legen. Aber bei Ostwind braucht man Pferde gar nicht mögen, denn es ist einfach immer ein neuer und sehr verrückter Abenteuertrip durch die Natur. In diesem Buch geht es um „34“, die trächtige Stute, und um OSTWIND. Eines Tages blieb Mika ganz allein mit den Pferden auf dem Kaltenbach Hof und Mikas Gabe mit Pferden zu reden, sagte ihr, dass 34 allein sein möchte. Darum ritt sie mit Ostwind in den weiten Horizont und lies sich von ihrem Pferd einfach treiben. Aber dann brach plötzlich ein heftiges Gewitter aus, ausgerechnet an dem Tag, an dem 34 ihr Fohlen zu Welt bringt. Danach ist nichts mehr, wie es war ... Mika bekam Schuldgefühle und wusste, sie muss weg, sie wollte mit Ostwind zurück in seine Heimat. Falls euch dieser Ausschnitt interessiert hat, könnt ihr euch das Buch gerne zulegen. Ich hoffe euch hat es gefallen - eure Testleserin!
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Sarah, 13 Jahre aus Innsbruck: Der Roman ist in der Ich-Perspektive der 15jährigen Madina geschrieben. Sie ist mit ihrer Familie vor dem Krieg, vor Hunger und Bombenhagel geflohen. In ihrem neuen "Zuhause", dem Flüchtlingsheim, sehnt sie sich nach Normalität. Aber das ist fast unmöglich. Ihr Vater ist immer noch sehr streng und tut sich schwer, die neue Situation anzunehmen. Ihre Tante und ihre Mutter streiten ständig, einer ihrer Nachbarn entscheidet sich für den Kampf als Dschihadist und ihr kleiner Bruder soll auf einmal auf sie aufpassen, obwohl Madina doppelt so alt ist wie er. Madina selbst geht zur Schule, lernt die neue Sprache, verliebt sich in einen Bub und würde am liebsten jeden Tag mit ihrer allerbesten Freundin Laura verbringen. Zugleich schämt sie sich für die schäbige Unterkunft im Fluchtlingsheim, leidet unter ihren Ängsten und träumt in der Nacht vom Krieg, der Flucht und von Gewalt. Je mehr Madina es schafft, sich an die neue Umgebung anzupassen, desto mehr wird sie von ihren Eltern wie ein Fremdkörper behandelt. Sie ist eine tolle junge Frau, nicht weil sie alles perfekt meistern kann, sondern weil sie es schafft, trotz der Schwierigkeiten des Alltags und ihrer Position als Flüchtling, immer wieder Hoffnung zu schöpfen und neue Auswege zu finden. Das Buch ist sehr schön geschrieben und die Geschichte fesselnd. Man hört ständig von Flüchtlingen und diese Geschichte hilft wirklich, die Situation etwas besser zu verstehen.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Lorenzo, 13 Jahre aus Innsbruck: Die kleine Gemeinde in New Serenity ist die schönste, sauberste und sicherste Stadt in New Mexico, die man sich nur vorstellen kann. Die 185 Einwohner, die in einer Fabrik arbeiten, führen ein gutes Leben. So dachte auch Eli, bis er eines Tages die Stadtgrenze überquert und voller Schmerzen zusammenbricht. Von nun an ist es klar. Irgendwas stimmt in dieser Stadt nicht. Und gemeinsam mit seinen drei Freunden macht er sich daran, herauszufinden, was dort los ist. Dieses Buch hat mir nicht so gut gefallen, weil es einfach nicht sehr interessant war, mich nicht gefesselt hat und es immer um dasselbe geht. Der Autor wiederholt sich oft und ich habe die Geschichte als langweilig empfunden.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Florian, 12 Jahre aus Ellbögen: Das Buch handelt von einem Jungen namens Leon und seinem Onkel Mike. Als Leon erfährt, dass sein Vater nicht mit ihm zum Camping Urlaub, sondern mit seiner neuen Freundin in ein Kinderhotel verreisen will, haut Leon ab und fährt nach Hinter-Oberdorf zu seinem Onkel. Dort will er mit ihm seinen besten Sommer erleben. Zusammen erleben sie viele Abenteuer, so u.a. die Beerdigung eines Schuhs und eine Hungersnot. Dabei lernen sie viele Leute kennen, zum Beispiel den Busfahrer Fritz Frankenstein und Paula mit ihrer Mama Sue. Ob es dann wirklich Leons bester Sommer wird, müsst ihr selber lesen. Viel Spaß dabei!
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Laila, 8 Jahre aus Innsbruck: Pelle von Pimpernell ist ein Hund, der leider schon gestorben ist und deshalb ein Geisterhund geworden ist. Als Geisterhund lebt er auch noch immer bei seiner Familie, aber die können das nicht verstehen und merken nicht, dass er noch da ist. Das heißt irgendwie merken sie es ja schon, aber sie verstehen eben nicht wirklich, was da passiert. Pelle hat zwar seine Geisterfreunde, aber er wäre viel lieber wieder allerbester Freund mit seinem Lieblings-Menschen-Mädchen Winnie. Doch das scheint einfach nicht klappen zu wollen. Doch auf einmal passiert etwas, das Pelle und Winnie wieder zusammen bringt. Pelle muss nämlich seine Menschen beschützen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil ich die Idee, dass gestorbene Tiere als Geistertiere weiterleben, sehr schön finde. Von uns ist auch einmal ein Welpe gestorben und auch schon einige Meerschweinchen. Vielleicht laufen die noch in unserem Haus herum und wir bemerken es nicht. Seit ich das Buch gelesen habe, versuche ich besser aufzupassen, ob nicht vielleicht ein Geistertier mit mir Kontakt aufnehmen will.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Sophia, 11 Jahre aus Mayrhofen: Sasha ist ein Waisenkind! Seit Jahren wechselt sie von Waisenhaus zu Pflegefamilie und wieder zurück! Ihre letzte Pflegefamilie war ein wirkliches Desaster. Doch Sashas Betreuerin Fran steckt sich gleich wieder in die nächste Familie, Joe und Beth. Ihre Pflegeeltern sind wirklich nett und dass Beste - sie besitzen einen Pferdehof!!! Sasha kann es kaum glauben. Leider bekommt sie mit, dass es nur auf Zeit ihr neues Heim ist und stellt alle möglichen Aktionen an, um doch auf dem Hof bleiben zu können ... Dass Buch ist sehr lustig, aber auch ein bisschen traurig! Ich bin mir sicher, dass es jedem Pferdefreund mindestens genauso gut gefällt wie mir! Sasha und Meteor ist mein neues Lieblingsbuch!!!
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Maria, 11 Jahre aus Aldrans: In dem Buch geht es um ein Mädchen namens Alea. Bisher wohnte es bei seiner Pflegemutter Marianne, die eines Tages einen Herzinfarkt bekam. Als Alea alleine durch das Hafengelände geht, findet sie auf einem Schiff eine Bande mit zwei Jungen und einem Mädchen. Die Kinder überreden sie dazu, mit aufs Boot zu kommen, aber da Alea sterben könnte, wenn sie mit kaltem Wasser in Berührung kommt (sie hat eine Kaltwasserallergie), ist das doch nicht so eine gute Idee. Plötzlich fällt sie aber über Bord und verwandelt sich unter Wasser in einen Meermenschen. Dann lernt das Mädchen den Waisenjungen Lennox kennen, der auch mit auf das Schiff kommt. Die fünf Kinder machen sich auf den Weg, um Aleas Geheimnis ihrer Herkunft auf die Spur zu kommen. Für mich war das Buch sehr spannend, und ich hatte immer Lust, daran weiter zu lesen. Besonders toll fand ich, dass die Handlung nicht realistisch war.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Chiara, 11 Jahre aus Bruck: Eines Nachts schaut Sophiechen aus ihrem Zimmerfenster des Schlafsaals, wo sie schläft, und sieht etwas, was sie noch nie gesehen hat. Sie sieht, wie ein Riese eine Trompete aus einem Koffer holt, sie in das Zimmerfenster der Nachbarn steckt und irgendwas hineinpustet. Sie fragt sich, was das wohl sein kann, doch plötzlich dreht sich der Riese um und sieht dem Mädchen in die Augen. Sophiechen duckt sich, doch der Riese hat sie gesehen und kommt auf ihr Fenster zu. Sie läuft zu ihrem Bett und schlüpft schnell hinein. Auf einmal kommt eine Hand herein und nimmt Sophiechen hoch. Sie erschrickt, doch sie schreit nicht, weil sie weiß, dass sie die anderen nicht aufwecken darf. Auf einmal rennt der Riese los und nimmt sie mit. Sie weiß nicht, wie ihr geschieht. Der Riese erklärt ihr alles, als sie in einem Land ankommen, von dem sie noch nie gehört hat. Und da erfährt sie, dass, wenn ein Mensch einen Riesen gesehen hat, dieser Mensch für immer und ewig bei dem Riesen bleiben muss. Sophiechen findet etwas heraus, dass so schlimm ist, dass sie mit der Königin von Endland reden muss. Werden Sophiechen und der Riese es schaffen und die Königin von England überzeugen? Das müsste ihr schon selbst nachlesen. Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, weil es wunderschön geschrieben ist und zeigt, dass manchmal das Unmögliche geschafft werden kann, wenn alle zusammen helfen.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Paul, 8 Jahre aus Schwaz: Das Buch hat mir gut gefallen! Es war so spannend und toll, dass ich es an einem Tag ganz durch gelesen hab. Es geht um Lasse und Maja, das sind zwei Detektive, die etwas bei drei Feuer-Ausbrüchen und etwas bei drei gestohlenen Dingen zu tun haben. Lasst euch überraschen!
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Lena, 14 Jahre aus Innsbruck: In diesem Buch geht es um ein Mädchen namens Ellie. Dieser Montag ist ein wichtiger Tag für sie, da sie als Vizeschulsprecherin kandidiert, die Softball-try-Outs stattfinden, sie einen Geschichtetest hat und sie sich mit ihrem Freund Tristan nach einem Streit versöhnen möchte. Leider geht alles falsch, was nur falsch gehen kann und Tristan macht mit Ellie Schluss. Sie wünscht sich sehnlich eine zweite Chance und bekommt sie auch prompt. Die Montage wiederholen sich, aber Ellie hat keine Ahnung, trotzdem sie versucht, alles richtig zu machen, wie sie die „Montagszeitschleife“ beenden kann ... Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Zwar war es für meinen Geschmack nicht spannend genug, aber trotzdem war dieses Buch lebendig und lustig geschrieben.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Marie, 12 Jahre aus Innsbruck: Anna führt das normale, gestresste Leben einer Jugendlichen. Sie trainiert Handball, geht Tanzen und würde am liebsten ihre gesamte Zeit auf dem Snowboard verbringen. Ihre Eltern erwarten mehr Anstrengung für die Schule und so hat Anna zu wenig Zeit, um das alles unterzubringen. Bis sie das Mädchen trifft. Es macht ihr einen sonderbaren Vorschlag: Es würde ab jetzt alle Hausaufgaben und das Lernen in Annas Gestalt übernehmen. Wenn Anna am Ende des Schuljahres seinen Namen weiß, wird es für immer aus ihrem Leben verschwinden. Wenn nicht, verschwindet Anna, als hätte es sie nie gegeben. Da Anna einen vermeintlichen Trumpf in der Tasche hat, nimmt sie das Angebot an. Doch schon bald bemerkt sie, dass das Mädchen einen immer größer werdenden Teil ihres Lebens beansprucht. Annas Bruder wird sterbenskrank, ihre geliebte Hündin Pila stirbt einen grausamen Tod und Anna weiß, wer sie auf dem Gewissen hat. Doch wie soll sie den Namen des Mädchens herausfinden? Und würde das etwas bringen? Hatte das Mädchen überhaupt einen Namen? All diese Fragen schießen Anna durch den Kopf, während sie verzweifelt versucht, das Rätsel zu lösen. Diese Geschichte ist etwas absurd. In einer normalen Welt geschehen unmögliche Dinge. Trotzdem ist das Buch spannend und ich habe es, da ich nicht mit dem Lesen aufhören, konnte, ohne Pause durchgelesen. Dieses Buch ist wegen seiner 135 Seiten genau richtig für eine Geschichte zwischendurch.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Maximilian, 8 Jahre aus Rankeil: Hase und Holunderbär sind dicke Freunde und leben in einem Baumhaus in der Hasenheide. Dort ist es sehr gemütlich. Eines Morgens beobachten die beiden einen Regenbogen und finden in einem Buch einen Hinweis, dass sich am Fuß des Regenbogens ein Schatz befinden soll. So machen sich die beiden auf den Weg, diesen zu finden und rudern zur Holunderinsel. Dort angekommen, fangen sie nach einem Picknick sofort mit dem Graben an und finden zum Schluss eine große Überraschung. In der zweiten Geschichte geht es um spannende Detektivarbeit auf der Suche nach einem Futterdieb, der der Reihe nach allen Bewohnern der Hasenheide die Wintervorräte stiehlt und auffrisst. Zum Schluss machen sich Hase und Holunderbär noch auf den Weg, um das Geheimnis der alten Goldmine herauszufinden. Das Buch fand ich total lustig, besonders wenn sich die beiden Freunde tollpatschig auf Diebessuche gemacht haben. Die lustigen Zeichnungen haben mir ebenfalls sehr gut gefallen. So konnte ich mir das richtig toll vorstellen, wie es in der Hasenheide zugehen muss. Spannend ist es auf der Suche nach dem Dieb und später dann auch in der Goldmine. Über allem steht aber immer wieder die Freundschaft zwischen Hase, Holunderbär und allen anderen Bewohnern in der Hasenheide.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Jacob, 10 Jahre aus Rankweil: Auf einer einzigartigen Insel leben Tiere, Pflanzen, Menschen, Magier und andere Wesen friedlich zusammen. Diese ist nicht auf normalem Wege erreichbar und wird außerdem von den Neblingen, kleinen Lebewesen, die Musik lieben und dann Nebel erzeugen, vor fremdem Blicken versteckt. Von einer Bucht gelangt man durch den "Gügel" - eine Art Portal - auf den still gelegten Londoner Bahnhof Kings Cross und wieder zurück. Eines Tages besuchen die 3 Kindermädchen zusammen mit dem Prinzenbaby ihre alte Heimat London. Während ihres Aufenthaltes dort, wird das Prinzenbaby von der reichen Frau Trottle entführt. Die Kindermädchen müssen nun dem König und der Königin die schlechte Nachricht überbringen. Erst 9 Jahre und 9 Tage später, beim nächsten Öffnen des Gügels, kann sich ein Rettungsteam bestehend aus der Blumenfee Gurkintrude, dem Zauberer Cornelius, dem Riesen Hans und der Hexe Lex auf den Weg machen, um den Prinzen zu finden. Das Abenteuer der 3 beginnt und endet mit einer dicken Überraschung für alle. Die detaillierten und witzigen Beschreibungen der Figuren und Szenen haben mich fasziniert und gefesselt. Es war so spannend und lustig zugleich, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte. Ich habe es in wenigen Tagen gelesen.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Marie, 12 Jahre aus Innsbruck: An Charlottes 14. Geburtstag ist es so weit. Sie muss sich wie alle Kinder in ihrem Alter dem Trivium stellen. Bei dieser feierlichen Zeremonie wird über die Zukunft der Kinder bestimmt. Mit allem hatte Charlotte gerechnet. Nur nicht damit: Sie hat magische Fähigkeiten! Hier muss eindeutig ein Fehler passiert sein, denn ihre Eltern haben beide keine übernatürlichen Kräfte. Bald muss Charlotte feststellen, dass sie weit mehr ist, als das Kind mit den stummen Eltern. Ihr ist es bestimmt, alle magischen Wesen vor dem Untergang zu retten. Doch ist sie dieser Aufgabe gewachsen? Mit Hilfe ihrer Freunden hat sie auf jeden Fall eine Chance. Mir hat das Buch nicht so gut gefallen. Es ist etwas langatmig und langweilig zu lesen. Die Charaktere werden zwar genau, aber nicht sehr interessant beschrieben.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Hannah, 13 Jahre aus Sistrans: Für die 17-Jährige Lou gibt es nur noch eine Chance ihrer krebskranken Mutter das Leben zu retten, nämlich an der neuen Castingshow "Battle Island" teilzunehmen. 10 Jugendliche aus ganz Europa sollen in 10 Tagen auf der Insel den versteckten Goldschatz im Wert von 1 Million Euro finden. Der Finder bekommt diese hohe Geldsumme in Goldbarren geschenkt. Da Lou dieses Geld dringend braucht, um ihrer Mutter die lebensrettende Therapie zu kaufen, meldet sie sich kurzerhand am Casting für die Show an und wird aufgenommen. Doch die Show endet ganz anders als erwartet...
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Christoph, 11 Jahre aus Flaurling: Lucius reist mit seiner Mutter um die Welt. Ihre Reise führt sie nach Paris, Shanghai, Rom ... und schlussendlich nach London. Hier fand Lucius drei neue Freunde, namens Sebastian, der Sohn des weltberühmten Abenteurers Allan Quatermain, Theodosia Paddington, die übernatürliche Kräfte besitzt, und Harold Cavor, ein Genie in Technik und Geographie. Zusammen verhindern sie, dass Gauner mit dem goldenen Machtkristall die englische Königin ermorden. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es sehr spannend geschrieben wurde und spannende Wendungen hat.
 

Gerade gelesen

Die kleine Ziege Schneewittchen strickt nach endlos vielen Socken sieben kleine Geißlein, die ihr von der Nadel nur so runterspringen. Frau Schaf ist eifersüchtig und kritisiert die Qualität und ärgert damit Schneewittchen. Nun folgen Strickwolf und Stricktiger bis zum Strickmonster. Unsere kleine Ziege hat aber eine gute Idee, wie sie aus diesem Abenteuer wieder heraus kommt. Dieses total lustige Bilderbuch ist für alle strickbegeisterten Muttis und Tanten sowie für Kinder ab 4 Jahren und auch für Leseanfänger zum Selberlesen geeignet.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Kornelia, 13 Jahre aus Sistrans: Mir hat das Buch gut gefallen. Am Anfang dachte ich, dass das Buch eine Kindergeschichte ist. Doch dann circa bei der Hälfte kommt das mit den Selbstmorden heraus. Das Buch ist interessant und man lernt, wie es sich anfühlt, Freunde zu haben und am Abgrund seines Lebens zu stehen. Das äußere Erscheinungsbild der Charaktere ist nicht ausführlich beschrieben, aber da es in dem Buch um Gefühle und Gewohnheiten geht, finde ich das nicht weiter schlimm.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Leni, 15 Jahre aus Mils: Billy geht weg von Zuhause. Weg von seinem alkoholisierten Dad. Weg von der Longlands Road. Zuerst zu Fuß und dann mit einem Güterzug macht sich Billy auf, um neu zu starten. Oder so ähnlich. Er ist 16 und eigentlich obdachlos. Schließlich findet er einen ausgedienten Waggon, den er sich einrichtet und in dem er auch lebt. Er lernt Old Bill und Caitlin kennen, die sich schließlich zu seinen besten Freunden entwickeln und ihm durch die anfangs schwere Zeit helfen. Das Buch war sehr eindrucksstark, und ich fand es sehr interessant, wie sich Billy durchschlug, um sein Ziel zu erreichen. Obwohl das Buch etwas ungewöhnlich geschrieben ist, finde ich es wahnsinnig toll.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Leni, 15 Jahre aus Mils: Greta will weg von Zuhause und macht sich mit Artjom, den sie in Berlin kennenlernte, auf den Weg nach Spanien. Mit dem Fahrrad. Zuerst scheint alles perfekt, doch dann wirbeln die Ereignisse durcheinander und Greta und Artjom verkaufen ihre Fahrräder und reisen mit der Bahn weiter. In Spanien, wo sie dann wirklich ankommen, machen sie viele interessante Bekanntschaften und Greta lernt José kennen. Als ihre beste Freundin Sophie Zuhause auch noch Probleme hat, ist Greta hin- und hergerissen. Soll sie nach Hause und Sophie unterstützen, oder bei José bleiben, in den sie sich verliebt hat? Ich fand das Buch sehr erfrischend und die Charaktere waren spitze. Ich empfehle das Buch gerne an kleine Abenteurer weiter, die Lust auf eine spannende Reise quer durch Spanien haben.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Leni, 15 Jahre aus Mils: Lilac Rose LaRoux und Tarver sind die wohl einzigen Überlebenden des Raumschiff-Absturzes. Dass ausgerechnet die Tochter des berühmten Mr. LaRoux die Rettungskapsel vom Raumschiff trennen konnte, verwunderte Tarver, doch er ist zu sehr damit beschäftigt, sie zu hassen. Gemeinsam kämpfen sie um ihr Überleben, da sie auf einem für sie völlig fremden Planeten gestrandet sind, und kommen sich dabei über Umwege näher. Schließlich treffen sie auf ein Gebäude der LaRoux Industries und machen eine merkwürdige Entdeckung … Das Buch hatte etwas Geheimnisvolles an sich und es war sehr spannend. Mir gefiel die Idee, mit Lichtgeschwindigkeit durch das All zu fliegen und Planeten künstlich "aufzuforsten", um das menschliche Überleben zu sichern.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Leni, 15 Jahre aus Mils: Elin ist begeistert! Sie wurde in das Pharmaunternehmen aufgenommen, in dem auch schon ihre Eltern gearbeitet hatten. Sie ist guter Dinge und will schnellst möglich etwas finden, das ihrem Bruder, der Krebs hat, das Leben retten kann. Als sie Esra trifft, scheint alles perfekt. Doch der Schein trügt, und schon bald erfährt Elin Geheimnisse und andere Sachen, von denen sie lieber nichts erfahren hätte. Stimmt es, dass das Pharmaunternehmen an dem Tod ihrer Eltern schuld ist? Ich fand das Buch sehr spannend und die Idee wirklich gut. Ich empfehle das Buch gerne weiter, da es sich auch sehr gut liest.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Leni, 15 Jahre aus Mils: Jakob filmt gerne. Sehr gerne. Auch als er, mit dem Gedanken an Hannah, in die er verliebt war, etwas tat, das nur Jungs machen können. Dummerweise lieh sich ein Freund von ihm seine Kamera aus, ohne, dass Jakob etwas davon wusste. Bald schon war das Video in der ganzen Schule verbreitet und Hannah redete kein Wort mehr mit ihm. Die Situation wurde brenzlig und da kann auch sein Vater, der Polizist ist, nichts mehr machen. Nach einem Schulwechsel schien es wieder bergauf zu gehen, doch war Jakob wirklich darüber hinweg oder spielte er das alles nur, damit niemand sich Sorgen machte? Das Buch war interessant, aber ein bisschen eintönig. Ich finde das Thema gut, da es ein alltägliches ist und vielen geht es sicher gleich wie Jakob. Mir hat der Schreibstil gefallen und ich empfehle das Buch gerne weiter.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Morena, 9 Jahre aus Aldrans: Das Buch handelt von einem Kater, der eine lebende Maus in seinem Pausenbrot findet. Sie freunden sich miteinander an und erleben einige Abenteuer. Es ist eine lustige und spannende Geschichte. Die Bilder gefielen mir auch sehr gut. Im Großen und Ganzen habe ich nur Gutes über dieses Buch zu sagen. Es hat mir sehr gut gefallen und ich würde es weiter empfehlen.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Phoebe, 12 Jahre aus Wien: Abby ist ein 15jähriges Mädchen aus New York. Eigentlich möchte sie ein normales Leben führen, doch täglich um 19:00 Uhr wird sie in die Fernseh-Serie Ashwort Park "gebeamt" - egal, wo sie sich gerade aufhält. Schon seit zwei Büchern kämpft sie sich durch verschiedene Situationen. Doch in diesem Band ist es nicht so einfach, da der Serienschurke DeWitt völlig durchdreht und alle in Ashwort Park als Geisel nimmt. Als sie erfährt, dass Jasper, in den sie schon so lange verliebt ist, auch noch gemeinsame Sache mit DeWitt macht, ist die Hoffnung, nach Hause zu gelangen, klein. Doch sie erfährt, dass jemand die Fäden in Ashwort Park zieht und sie nur die Geschichte umschreiben muss, um zu einem Happy End zu gelangen. Dann würde sie auch endgültig aus der Serie heraus kommen. Doch wer zieht die Fäden in Ashwort Park? Und wird es ein Happy End geben? "Tulpen und Traumprinzen" ist der letzte Band der "Verliebt in Serie"-Trilogie von Sonja Kaiblinger. Es war zu Beginn nicht ganz einfach, hinein zu finden, da ich die ersten beiden Bücher nicht kenne. Die Figuren sind zum Teil übertrieben dargestellt, vor allem in Ashwort Park, aber das macht es auch interessant. Es gibt in der Geschichte viele Situationen, die verrückt sind und zahlreiche Wendungen. So bleibt es immer spannend. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. Es hat richtig Spaß gemacht, den Figuren zu folgen und dem Happy End entgegen zu fiebern. Mir hat das Buch sehr gefallen und ich empfehle es gerne weiter!
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Valentina, 8 Jahre aus Bludenz: Ferdinand ist ein Esel und er wünscht sich schon lange, dass er mit seinen Eltern auf den Klausenhof wohnen darf. Das Problem ist, dass es dort nur Pferde und ein Pony gibt. Ein Mädchen namens Emmi versucht Ferdinand alles beizubringen, was ein Pferd so können muss. Opa Hoppe sagt zu Ferdinand eines Morgens, er dürfe mit zu dem Klausenhof. Die Freude ist riesengroß! Er und seine Eltern werden in Zukunft auf dem Klausenhof viele schöne Erlebnisse mit einer Menge Kinder haben. Eines Tages reißt das Pferd Pitt aus und da versucht Ferdinand ihn zu beruhigen und hält den Strick mit seinen Zähnen fest. Ob es Ferdinand gelingt, Pitt zu halten und wie die Geschichte ausgeht, lest ihr am besten selbst nach! Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen! Die Geschichte war zum größten Teil spannend und lustig!
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Patrick, 15 Jahre aus Bludenz: Matheó Walsh hat das perfekte Leben: Seine Eltern sind reich, er hat gute Chancen eine ausgezeichnete Ausbildung zu erlangen, er ist beliebt und hat im nächsten Jahr das Zeug, eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen im Turmspringen zu gewinnen. Außerdem ist Lola die Liebe seines Lebens. Eines Tages sind dann die Englischen Meisterschaften im Turmspringen in Brighton und er gewinnt diese. Danach jedoch passiert ihm etwas Schreckliches, an das er sich selbst für zwei Wochen nicht erinnern kann. Nur langsam kommen die Erinnerungen an diese Nacht zurück. Während dieser zwei Wochen verhält sich Matheó gegenüber seinen Freunden sehr komisch und mit der Zeit droht dieses seltsame Verhalten auch die Beziehung zwischen Lola und ihm zu zerstören. Nachdem die Schule zu Ende ist, kann sich Matheó dank einer Verletzung eine Auszeit genehmigen und fährt mit Lola und seinen Freunden in eine Luxusvilla in Südfrankreich. Dort benimmt er sich auch sehr seltsam, was das Verhältnis zu seinen Freunden langsam zerstört. Eines Abends dann gesteht er Lola, dass er in der Nacht in Brighton vergewaltigt worden ist. Diese erzählt die Neuigkeit bald den Anderen und auch diese wollen, dass Matheó zur Polizei geht. Matheó will aber nicht zur Polizei gehen, da er den Vergewaltiger kennt. Als Lola jedoch darauf besteht, erzählt Matheó ihr, dass der Vergewaltiger ihr Vater Jerry ist. Daraufhin fliegt Lola sofort zurück nach Hause und fragt ihren Vater aus. Dieser bestätigt die Vergewaltigung, woraufhin Lola sich umbringt. Matheó und seine Freunde sind währenddessen auch zurückgeflogen und Matheó findet die Leiche seiner toten Freundin. Jerry stellt sich nach dem Selbstmord seiner Tochter der Polizei. Nun kann er nie wieder seine Liebe des Lebens finden. Ich fand dieses Buch sehr spannend, da der Leser bis zum Schluss warten musste, um zu erfahren, was in dieser einen Nacht vor sich gegangen ist und auch der Täter bis zum Schluss unbekannt blieb. Viele Reaktionen von Matheó fand ich jedoch sehr übertrieben, jedoch kann ich persönlich nicht bewerten, wie man sich nach einer Vergewaltigung fühlt.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Florian, 9 Jahre aus Aurach: Das Buch hat mir ganz gut gefallen. Nur waren teilweise so lange Fantasiewörter drinnen, zum Beispiel Silbergekritzekrückwärtser. Das Buch ist witzig. Die Autorin hat oft die Redewendung "aus der Welt verbufft" gebraucht, zu oft passiert das Gleiche. Aber sonst war es toll, alles da, was eine gute Geschichte braucht. Manchmal war es zu genau beschrieben, das störte beim Geschichteverstehen. Manchmal zu witzig, gefühlvolle, spannende Momente wurden dadurch unterbrochen. Dann wusste man am Ende nicht, was derjenige gesagt hätte. Sachen blieben unbeantwortet.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Samuel, 10 Jahre aus Ötz: Die Kinder der Taylors wurden in verschiedene Länder geschickt. Quinn kam nach Göttingen zu seiner Tante Christiane. Dort traf er den Hund Spencer. Beides sind Checker, die versuchen einen Weg nach Hause zu finden. So geraten sie in einen spannenden Kriminalfall. Dieses Buch finde ich sehr lustig und es hat sehr viel Spannung. Am meisten gefällt mir, dass man die Szenen aus verschiedenen Sichtweisen erlebt (die von Quinn und die von Spencer). Es gibt nicht so viele lustige Szenen wie zum Beispiel bei Gregs Tagebuch, wenn es aber zum Lachen ist, dann richtig.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Anna, 12 Jahre aus Niederndorf: Dieses Buch handelt von einer Person, die von jedem Möwe genannt wird. Man weiß eigentlich bis zum Ende des Buches nicht, ob es ein Mädchen oder ein Junge ist. Jedenfalls hat Möwe einen kleinen Bruder und zwei Eltern. Seine beiden besten Freunde Rebecca und Robin halten immer zu ihm. Möwe ist unfassbar in ein Mädchen namens Henrietta verliebt. Immer wieder wiederholen sich die sogenannten "Henrietta Momente" im Kopf von Möwe. Zum Beispiel: Einmal nimmt Henrietta die Hand von Möwe. Rebecca verschafft immer wieder Momente, damit die beiden zusammen kommen. Möwe kommt aber nie auf Partys oder sonstiges. Doch einmal will Möwe die Chance nutzen. Doch genau an diesem Tag feiern sie den Geburtstag von Möwes Onkel. So kommt es, dass auch diese Chance vorbei geht. Vielleicht ist es sogar die letzte Chance gewesen. Doch auf der Feier von Möwes Onkel ist ebenfalls ein fast gleichaltriges Mädchen namens Eva. Die beiden verstehen sich super. Und für einen kurzen Moment wird Henrietta vergessen. Einmal fragt Möwe Robin, was er tun würde, wenn er verliebt wäre. Dieser antwortet: "Ich würde schauen, was sie interessiert und immer 'zufällig' am gleichen Ort sein." Das befolgt Möwe. Dass Henrietta boxt, ist Möwe schon bekannt. Zufällig ist auch noch Tag der Offenen Tür im Box Club von Henrietta. Wie es weiter geht, sage ich euch nicht, weil ihr sollt es ja selber lesen. Ich sage nur: Das Ende ist wirklich überraschend!
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Simon, 11 Jahre aus Aldrans: Es geht um einen Troll, der zusammen mit seinen besten Freunden – einem Schwein und einem Clown – versucht, den König zu retten. Dieser wird von Schnupfwieseln gefangen gehalten. Das sind Wiesel, die zwei Meter groß sind und immer Schnupfen haben. Die Schnupfwiesel wollen den König panieren und dann essen. Spotz und seinen Freunden gelingt es, den König zu retten und mit ihm zu fliehen. Auf der Flucht müssen sie noch mit einem Drachen kämpfen. Von mir bekommt das Buch 5 von 5 Sternen. Hat man erst einmal angefangen, will man immer weiterlesen. Es ist total cool und spannend.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Jonas, 14 Jahre aus Bruck: In dem Buch geht es um einen Jungen namens Dominic Silvagni, der bisher ein ganz normales Teenagerleben führt. Doch Dominic hat die Schnauze voll vom Clan, weil er nicht länger Futter bzw. Gejagter sein will. Seine Freunde belügen ihn, weil seine Freunde Mitglieder des Clans sind. Mit harten Lügen bringen sie ihren Freund in Gefahr. Doch die Mafia Organisation hat noch eine Aufgabe für Dom. Am Tag der Earth Hour muss er alle Lichter der Südküste Australiens ausschalten. Ein Rennen gegen die Zeit. Tom schafft es die Lichter auszuschalten. Wie es weiter geht, müsst ihr im Buch selber lesen. Mir hat das Buch gut gefallen, und ich empfehle es Leuten, denen Action und Abenteuer gefallen.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Rebecca, 14 Jahre aus Ebbs: Das Buch ist toll geschrieben, da man auch die Geschichte der einzelnen Personen gut herauslesen kann. Als Viggo eines Tages von der Schule nach Hause kommt, erwartet ihn dort schon ein fremder Mann, der behauptet, eine Nachricht von seinen leiblichen Eltern überbringen zu müssen. Doch dieser Mann stellt sich später als Loki, der nordische Gott der Lüge heraus. Er führt Viggo tausend Jahre in die Vergangenheit - direkt auf ein Wikingerschiff. Dort wird Viggo in die Mannschaft aufgenommen, wenig später aber als Tauschgeschäft auf ein anderes Wikingerschiff geladen. Dort ist sein Schicksal schnell besiegelt, er soll auf dem Sklavenmarkt verkauft werden. Doch das Glück ist auf Viggos Seite, denn das Schiff fährt unter einem katholischen König und dieser ist von Viggo begeistert, da dieser lesen und schreiben kann. Von der Seherin erfährt Viggo von einer Prophezeiung, in der er seine Eltern finden und die Wikinger vor dem Untergang der Welt retten kann. Doch ob er das schaffen kann, müsst ihr selber lesen.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Emma, 9 Jahre aus Aldrans: Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Luzie hat einen Papa, der gegen Tierhaare allergisch ist. Doch Luzie hat trotzdem ein Meerschweinchen, nur ohne Haare - und zwar Herkules. Nur leider wohnt seit kurzem eine Familie nebenan, die einen Kater namens Dracula hat. Das ist nicht nur schlecht für Luzies Papa sondern auch für Herkules, denn Dracula hält das Meerschweinchen für eine Maus. Seitdem muss Luzies Papa immer auf Herkules aufpassen, wenn sie zur Schule geht. Heute macht Luzies Klasse einen Ausflug in den Zoo. Aber leider hat ihr Papa genau an diesem Tag einen besonders großen Allergieschub und muss sofort zum Arzt. Also nimmt sie Herkules mit auf den Zooausflug. Nur leider kommt die Parallelklasse auch mit und in diese Klasse gehen Leon und seine Horrorbande. Leon ist der Besitzer von Dracula und der ist leider auch mit. Also ist Herkules in größter Lebensgefahr. Am Ende geht es im Zoo drunter und drüber. Das Buch ist lustig, die Schrift ist jedoch eher klein. Besonders nett fand ich Bella, Luzies Freundin. Sie ist besonders lustig.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Das Ermittlerduo Tozer und Breen arbeitet diesmal großteils auf dem Land. Cathal Breen soll sich eigentlich auf der Farm von Helen Tozers Eltern von seiner Schussverletzung erholen, doch schon bald beginnt er sich zu langweilen. Er beginnt damit, den nie geklärten Fall von Helen Tozers ermordeter Schwester neu aufzurollen und macht dabei erstaunliche Entdeckungen, die bis in die Kolonialzeit in Kenia zurückreichen. Grausame Kriegsverbrechen, das Landleben im Mief der 60er Jahre und die Hippie Szene in London stehen diesmal im Mittelpunkt dieses ungemein spannenden und atmosphärisch dichten Romans. Falls Sie die Vorgängerromane Abbey Road Murder Song und Kings of London noch nicht kennen sollten, empfiehlt es sich, diese vorher zu lesen, denn die Bände bauen aufeinander auf.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Drei junge Männer, drei Zeitalter, drei Lebensentwürfe und ein verbindendes Element: die Villa Malcontenta am Brenta-Kanal. Felix Kucher verknüpft die Lebensgeschichten eines Bohemiens in den 20er Jahren, eines lybischen Flüchtlings unserer Tage und eines Malers der Renaissance auf raffinierte Weise miteinander. Der Autor lässt die vergangenen Epochen lebhaft auferstehen und beschreibt die gegenwärtige Flüchtlingsproblematik sehr eindringlich. Der Text ist gespickt mit kunst- und kulturhistorischen Bezügen und Anspielungen, so dass ein gewisses Grundwissen von Vorteil ist, um den Roman in vollen Zügen genießen zu können.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Bilqiss ist eine junge Frau im ländlichen Marokko. Aus einer Laune heraus beschließt sie eines Morgens, den Muezzin zu vertreten und zum Gebet zu rufen. Daraufhin soll sie gesteinigt werden, denn in ihrem Dorf herrscht die Scharia. Aus dieser Ausgangskonstellation entwickelt Saphia Azzedine eine bitterböse Farce, in der sie mit dem traditionellen Frauenbild in islamischen Gesellschaften abrechnet. Die Verlogenheit des religiösen Fundamentalismus und der Betroffenheitskult in den westlichen Medien und Social Media bieten weitere Angriffsflächen für diese interessante Autorin.
 

Gerade gelesen

Der 15-jährige Max verbringt sein Leben so wie es sein soll. Freunde, erste Partys und natürlich Fußball. Bis er schließlich eine geschwollene Stelle am Schlüsselbein entdeckt. Nach einigen Untersuchungen wird festgestellt, dass Max Lymphknotenkrebs hat. Nun muss Max kämpfen und nicht nur er, sondern auch seine Freunde und Familie. Dieser Roman schildert nicht nur die Gefühlswelt von Max, sondern auch von seinen Eltern und engsten Freunden. Anhand dieser Schilderung erkennt man, dass es wichtig ist, nicht allein gegen diese Krankheit anzukämpfen, sondern sich auch helfen lässt und die Unterstützung von "richtigen" Freunden ganz wichtig ist. Roy Looman erkrankte als Jugendlicher an Lymphknotenkrebs und konnte mit Hilfe von Van de Vendel seine Erlebnisse zu Papier bringen. Für mich heuer ein ganz wichtiges Buch mit der Botschaft : eine Krankheit kann auch gut ausgehen.
 
Foto von Christine Mansbart

Gerade gelesen

Wieder ein großartiger, sprachgewaltiger und humoristischer Roman von Stefan Schwarz. Wie kein Anderer versteht er den kurzweiligen Sprachwitz ohne ins Lächerliche zu driften. Schon die "Großrussin" war genial, meines Erachtens ist dieser Roman eine weitere Steigerung! Bei Oberkante / Unterlippe überwiegt im ersten Drittel der Humor, bevor die Geschichte eine ernsthafte Wendung nimmt, um dann doch gut zu enden.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Was für eine Wiederentdeckung: Rund 70 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung in einem kleinen Schweizer Verlag liegt dieser dramatische Lebensbericht einer polnischen Jüdin, die die erste französische Buchhandlung in Berlin gründete, in der hervorragenden Übersetzung Elisabeth Edls nun auf Deutsch vor. Die Geschichte reicht von den Berliner Jahren und den damit verbundenen Schwierigkeiten über die Exiljahre in Frankreich und die Zeit im Gefängnis bis hin zur gelungenen Flucht über die Schweizer Grenze. Francoise Frenkel beschönigt nichts, beschreibt aber nicht nur das unendliche Leid, das ihr und ihren SchicksalsgenossInen widerfahren ist. Immer wieder erzählt sie berührende Episoden über couragierte Helfer, ohne die ihre Flucht niemals geglückt wäre. Auch ihr jüdischer Witz blitzt immer wieder auf, so dass bei aller Dramatik auch ein paar Erholungspausen möglich sind. Ein herausragendes Buch, das leider aktueller denn je ist und in keinem Bücherschrank fehlen sollte!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Der 11. Band von Tess Gerritsens "Rizzoli & Isles"-Thriller ist genauso spannend wie die Vorgänger-Romane. Meiner Meinung nach ist es ein sehr gut aufgebauter Kriminalroman mit wechselnden Schauplätzen zwischen Vergangenheit in Botswana und Gegenwart in Boston. Generell fand ich die Passagen, die in Afrika spielen, interessanter als den Bostoner Teil. Erst zum Schluss wird klar, wie die beiden Handlungsstränge zueinander gehören. Dabei gibt es noch einige Überraschungen und Wendungen.
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Endlich ist Band 2 der "Lowcountry Summer"-Trilogie erschienen; dieser schließt nahtlos an den ersten Teil an, während in meinem Leben zwei Jahre vergangen sind. Trotzdem war ich sofort wieder mitten im Geschehen und -- zumindest im Geiste -- im Urlaub auf Sullivan's Island. Denn Monroe beschreibt ihre Hauptfiguren und den Ort der Handlung sehr anschaulich und liebevoll; ihr Schreibstil ist leicht, aber niemals seicht. Besonders nett zu lesen fand ich jene Stellen, an denen sich die beiden alten Frauen (Mamaw und "der gute Geist" Lucille) an ihre Jugend in den 50-er und 60-er Jahren erinnern und das Südstaatenflair lebendig wird. Bleibt weiterhin die Frage: Wird die Großmutter das Sommerhaus, den Zufluchtsort der drei "Sommermädchen", wirklich verkaufen? Man mag es sich nicht vorstellen! Auch auf den im Klappentext angekündigten unerwarteten Besucher für Harper habe ich vergeblich gewartet. Vielleicht löst sich in Band 3 alles auf?
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Im Urlaub und alle Bücher schon durch -- da war es ein Glück, dass sich im Regal des Ferienhauses noch eine etwas ramponierte Ausgabe von Becketts "Der Hof" fand. In eine Fuchsfalle zu treten und dabei fast den Fuß zu verlieren, ist natürlich eine unangenehme Sache, aber Sean kommt es trotzdem ganz gelegen, dass er jetzt erstmal nicht vom Hof der Familie Arnaud weg kann. Dieser Hof liegt so dermaßen im Nirgendwo, dass Sean sich fast sicher fühlen kann. Denn er ist auf der Flucht -- wovor erfährt der Leser in Rückblenden. Aber ist er wirklich sicher? Nicht nur der cholerische Hofbesitzer, sondern auch dessen Töchter haben etwas zu verbergen. Was hat es mit dem verschwundenen Louis auf sich, und was verbirgt sich unter dem bröckelnden Beton in der Scheune? Beckett hat mich des Öfteren an der Nase herumgeführt und etliche falsche Fährten gelegt, und die Hitze, der ich am Strand ausgesetzt war, passte perfekt zu der Stimmung des Buches!
 
Foto von Christine Mansbart

Gerade gelesen

Maler Scott Burroughs startet an einem nebeligen Augusttag im Privatjet von Medienunternehmer David Bateman und dessen vermögenden und einflussreichen Freunden einen Kurzflug Richtung New York. Kurz nach dem Start stürzt der Jet in den Ozean. Zwei Passagiere überleben. Hat diese Tragödie jemand vorsätzlich verursacht? Die Ereignisse scheinen außer Kontrolle zu laufen. Die Hintergrundgeschichten und Intrigen geben uns Einblicke in die Welt der Mächtigen. Die Geschichte zieht den Leser sofort in seinen Bann, das unerwartete Ende und der filmreife Stoff überzeugen und machen dieses Buch zu einem der besten des Jahres!.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Thriller oder Krimis begeistern mich selten und das einzige, was ich bei Ian Levisons neuem Roman beanstanden kann, ist, dass es kein Thriller ist. Ein Pageturner ja, aber sicher kein Thriller. Wenn man ihn verfilmen würde, dann vielleicht eher! Doch wenden wir uns eher der Frage zu, ob es sich für den Leser lohnt, „Gedankenjäger“ zu probieren. Die Idee, die Gedanken des anderen zu lesen, ist nicht neu, aber trotzdem faszinierend. Was würden wir in vielen Situation dafür geben, wenn wir nicht mühselig die Gestik unserer Mitmenschen studieren müssten, wenn wir nicht darauf vertrauen müssten, dass unser Gegenüber die Wahrheit spricht! Ian Levison verfolgt die Idee, dass es „Gedankenleser“ gibt, doch wie diese Fähigkeit missbraucht werden kann, ist erschreckend. Und das macht diesen Roman zu einer einmaligen Komposition, zu einer glänzenden Metapher für die heutige Zeit!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Dieses Buch habe ich den ganzen Sommer verehrt, indem ich es überall dabei hatte. Selten wurde ein Buch so liebevoll gestaltet (blauer Leineneinband, Lesebändchen, ein ansprechendes und handliches Format) und auch der Hai auf dem Cover, mit dem kleinen Boot im Hintergrund überzeugt. Der Untertitel fasst die Geschichte, die überaus gut geschrieben ist, zusammen: „Das Buch vom Meer oder Wie zwei Freunde im Schlauchboot ausziehen, um im Nordmeer einen Eishai zu fangen, und dafür ein ganzes Jahr brauchen.“ Und ich habe bei der Lektüre viel gelernt und gelacht, denn Stroksnes versteht es, jedes Detail dieses Unterfangens humorvoll in Szene zu setzen. Ein Autor, der Philosophie, Literatur und Geschichte studiert hat, zahlreiche renommierte Preise für seine Sachbücher erhalten hat, ist mehr als qualifiziert, uns ein Abenteuer auf dem Meer zu schenken! Vielen Dank!
 
Foto von Helmut Oefner

Gerade gelesen

Timothy Warner, ein begabter Geschichtestudent mit einem Alkoholproblem, glaubt nicht an den offiziellen Selbstmord seines Onkels, eines bekannten Psychiaters in Miami. Zusammen mit seiner Exfreundin 'Andy Candy' beginnt er zu recherchieren. Als er sich immer stärker mit der Vergangenheit seines Onkels beschäftigt, kommt er dem Mörder gefährlich nahe. John Katzenbach vermischt Elemente des Psychothrillers mit einer klassischen Detektivgeschichte. Dabei gelingen ihm glaubwürdige Charakterzeichnungen - alle wichtigen Figuren sind süchtig, traumatisiert oder psychotisch. Das typische Krankheitsbild eines Alkoholikers wird eindringlich geschildert, sowie die Tätigkeit der Anonymen Alkoholiker als letzter Rettungsanker. Stilistisch interessant ist der permanente Perspektivenwechsel, so wird die Geschichte oft von Absatz zu Absatz aus der Sicht verschiedener Personen geschildert. Insgesamt handelt es sich bei „Der Psychiater“ um einen weitgehend spannenden Thriller, der trotz einiger Längen lesenswert ist.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Eddie Joyce hat selbst lange in einer Anwaltspraxis gearbeitet und sein Gespür für Menschen bemerkt man in jedem Satz. Auch wenn es bereits 15 Jahre her ist, dass sich die 9/11 Katastrophe ereignet hat, weiß jeder von uns noch genau, wo er sich aufgehalten hat, als er die Nachricht davon vernommen hat. "Bobby" soll laut der New York Times "der bisher beste Roman, der das menschliche Leid nach den Anschlägen von 9/11 erfasst", sein. Berührt hat mich bereits 2003 Jonathan Franzens „Alles ist erleuchtet“, doch auch Joyces Roman entpuppt sich als ein zeitgemäßes Werk, das sogar noch etwas drauflegt: „Bobby“ beschreibt die Lage dieser Region anhand einer Familie, die noch immer unter den Folgen des persönlichen Verlustes leidet. Eine unverwechselbare, neue amerikanische Stimme, die die Widersprüche in einem Menschen hervorhebt!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Arnold Stadlers Roman ist nominiert für die Longlist Deutscher Buchpreis 2016. Warum? Weil er gut schreiben kann und weil es ein einzigartiger Roman ist, den er heuer vorlegt. Man muss sich vorstellen, in den Köpfen des Paares Alain und Mausi zu leben. Beide verbringen ein Wochenende getrennt voneinander und es ist nicht klar, wie es mit ihrer Ehe weitergehen soll. Alain leidet unter einer leichten Form von Tourette (diagnostiziert) und so lesen sich auch seine Sätze. Das kann mitunter recht witzig sein, doch Mausi steht ihm an Wortgewandtheit in nichts nach. „Rauschzeit“ ist ein sehr gut ausgewählter Titel, und es gibt ein paar beachtenswerte Sätze in diesem Roman. So fasst es auch Arnold Stadler öfters (Tourette!) passend zusammen : „Was ist Glück? Nachher weiß man es.“
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Diese wunderschöne Ausgabe des Kinderbuchklassikers hat mich von der ersten Seite an verzaubert. Durch die wunderschönen Illustrationen von Benjamin Lacombe wird man noch mehr in die fantastische Welt von Alice hineingezogen, und der Rest der Begeisterung gilt dann der etwas eigenwilligen aber sehr guten Übersetzung von Antonie Zimmermann. Doch das wirklich Tolle an diesem Buch ist die kurze Biographie über Lewis Carroll, die sich auf den letzten Seiten verbirgt. Man erfährt dadurch die Hintergrundgeschichte von Alice im Wunderland, versteht durch welche äußeren Einflüsse Carroll die Idee dazu hatte und von welchen Kindern er sich zu der Figur der Alice inspirieren lies. Eine wirklich sehr lesenswerte Graphic Novel, die ich mit gutem Gewissen weiterempfehlen kann.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Wieder ein ganz großer King! Die Geschichte des noch kleinen Jamie, der sich mit dem jungen Pastor Charles Jacobs anfreundet, ist erst einmal nur schön und menschlich sehr berührend. Bis der Prediger durch einen schrecklichen Unfall seine Familie verliert und damit auch seinen Glauben. Nach einer skandalösen Predigt muss er das Dorf verlassen. Jamie, der Junge, der Pastor Charles bewundert und zu ihm aufgesehen hat, wird erwachsen. Immer wieder kreuzen sich ihre Wege. Jamie war früher fasziniert vom Prediger, der ihn allerhand über Elektrizität beibrachte und ihn vieles lehrte, doch schon bald bemerkt er, dass Pastor Charles sein Leben und seine Wissenschaft schon längst nicht mehr unter Kontrolle hat und immer mehr zum Bessesenen wird. Stephen King hat wieder einmal ein ganz besonderes Werk geschaffen; ich kann es von ganzem Herzen weiterempfehlen.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Wer hier einen typischen Stephen King erwartet, liegt falsch. Denn wie schon bei seinem Roman "Mr. Mercedes" probiert King sich hier in einem ganz anderen und für ihn untypischen Genre. Aber dennoch war es wieder einmal toll, ein Buch von ihm zu lesen, und auch das Krimi schreiben liegt dem Bestsellerautor. In dieser Geschichte geht es um einen berühmten Schriftsteller, der von einem besessenen Fan ermordet und ausgeraubt wird. Er erbeutete außer Geld auch noch nicht veröffentlichte Manuskripte des Kultautors John Rothstein. Der junge Morris Bellamy kann es kaum erwarten, diese zu lesen, als er wegen eines anderen Deliktes für viele Jahre hinter Gitter kommt und so den Verlauf der Geschichte rund um die unveröffentlichten Werke Rothsteins nicht mehr beeinflussen kann. Trotz der vielen Verbrechen in diesem Kriminalroman kann man Stephen Kings Liebe zur Literatur auf jeder Seite spüren. Es ist nicht nur ein spannender Kriminalroman, es ist auch das beste Werk von Stephen King!
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Ein wunderbarer Roman, der von drei Frauen unterschiedlicher Generationen handelt: Mary, an Alzheimer erkrankt, zieht plötzlich bei ihrer 17-jährigen Enkelin Katie und ihrer Mutter Caroline ein. Das verändert ihr Leben drastisch, denn verborgene Geschichten kommen ans Licht. Die Autorin erzählt auf berührende Weise vom Schicksal dieser drei Personen - zutiefst menschlich! Unbedingt lesen!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Es gibt Stellen in diesem Roman, die manchmal verwirrend sind. Bator möchte den Redefluss der Personen unterstreichen und schreibt daher alle Wörter zusammen, oder sie gibt über mehrere Seiten nächtliche Internetblogs wieder, die von dem Hass und der Wut der Bürger geprägt sind. Das alles macht "Dunkel, fast Nacht" zu einem hochaktuellen und beklemmenden Buch, das in Walbrzych (Polen, Schlesien) spielt. So vieles wurde dort nach dem Krieg nicht aufgeklärt, die Ursachen unschuldigen Leidens spiegeln sich in den Bürgern dieser Stadt, die von ihrer hässlichsten Seite gezeigt wird, wieder. Die Nähe zum Surrealismus ist immer wieder gegeben, Wunderheiler oder Knochensammler greifen die ängstliche Stimmung in der Stadt auf! Die Sprache ist herausragend, geheimnisvoll und schön. Joanna Bator gibt den Toten einen Namen, indem sie Mythos in Wahrheit verwandelt!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Dieser Roman von Rebecca Thornton hat mich schon von der ersten Seite an gefangen genommen. Sie erzählt die Geschichte zweier Mädchen, die aus den besten gesellschaftlichen Kreisen stammen und gemeinsam in einem Elite Internat für Mädchen untergebracht sind. Sie sind beste Freundinnen und beide süchtig nach Erfolg. Als sie sich an ihrem letzten Jahr in der Schule für die Aufnahme in Oxford vorbereiten, wollen es die beiden Mädchen - bevor es richtig losgeht mit dem Lern- und Schulstress - noch einmal richtig krachen lassen. Dabei haben sie auch nichts ausgelassen, eine wilde Party mit Drogen und Alkohol wird den beiden zum Verhängnis. Der Vorfall, der in dieser Nacht passiert ist, zerstört die Freundschaft der beiden und hat auch noch weitreichende Folgen für die Zukunft von Josephine und Freya. Erst auf den letzten Seiten der Geschichte lässt sich die Autorin in die Karten schauen und gibt Preis, was in dieser schlimmen Nacht passiert ist. Ein wirklich sehr spannungsgeladener Roman, den ich wärmstens empfehlen kann, denn ich konnte dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen.
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Die Protagonistin Zoo will ein Abenteuer erleben und nimmt an einer Survivalshow teil. Mit mehreren anderen Teilnehmern muss sie sich verschiedenen Aufgaben stellen, die plötzlich ausarten: Tote in Betten und Bussen und verlassene Dörfer. Zoo meint, dass das alles von den Gamemastern insziniert wurde. Was sie jedoch nicht weiß, ist, dass zeitgleich ein Killervirus ausgebrochen ist, der ein Drittel der Bevölkerung ausgemerzt hat. Es ist sehr spannend, wie Zoo sich ihren Weg nach Hause erkämpft und trotz all der Toten und der Verwüstung daran festhält, dass das alles von den Showmastern inszeniert wurde. Langsam reift in ihr doch die Erkenntnis, dass es real sein könnte. Von der ersten Seite an spannend geschrieben, man kommt von diesem Buch nicht mehr los!
 
Foto von Christine Mansbart

Gerade gelesen

Technische Erfindungen entführen uns zur Weltausstellung 1889 nach Paris: Zwei tote Körper, aufgepfählt auf den stählernen Zeigern in der Maschinenhalle. Die Öffentlichkeit erfährt zunächst nichts von dem Vorfall. Das Ermittlungsduo des Deuxième Bureau sowie Ermittler aus England und Deutschland werden auf den Plan gerufen. Innerhalb von 3 Tagen freundet sich der Leser mit Ermittlungsbeamten, Adeligen sowie Menschen der Pariser Gesellschaft und deren geheimnisvollen und teils undurchschaubaren Leben an. Da die Erzählungen parallel laufen, aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden und viele Persönlichkeiten eine wichtige Rolle spielen, empfehle ich das Buch zügig zu lesen, um nicht den Faden zu verlieren, was allerdings nicht schwer fällt. Ein komplexer historischer Roman, der es versteht, den Leser in seinen Bann zu ziehen, mit verschiedenen Charakteren in einem Paris gegen Ende der Weltausstellung. Ein stimmgewaltiger, spannender historischer Krimi! Man wünscht sich mehr solche Bücher.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Die Niederlande werden auf der Frankfurter Buchmesse 2016 als Gastland auftreten. Niederländische Autoren sind bei uns kaum bekannt, Kris van Steenberge hat bereits 2013 seinen Roman „Verlangen“ veröffentlicht und erscheint jetzt erstmals auch auf Deutsch. Es ist ein starkes Debüt und es wird auch verfilmt werden. Und als Film wird der Roman auch sehr gut funktionieren, denn die 5 Hauptfiguren der Familie eignen sich hervorragend, um die historische Kulisse in Szene zu setzen. Auch der 1. Weltkrieg spielt eine große Rolle, denn er verändert das Leben aller in dem kleinen Dorf in Flandern. Endlich wieder mal eine spannende Lektüre, endlich mal ein Thema, das Vielleser noch begeistern kann!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Ich bin immer schon ein Fan von Leon de Winter gewesen, doch "Geronimo" hat mich fasziniert, weil ich ein Fan von der preisgekrönten Serie "Homeland" bin. Und der Roman Geronimo ist auch genauso gut und spannend. Vor allem männliche Leser dürfte das Nave Seals und ST6 Team, die Suche nach Bin Laden brennend interessieren. Und Leon de Winter baut auch eine Liebesgeschichte ein, er kann einfach betörend und spannend schreiben!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Dieser neue Roman von Judith Taschler ist wie ein wunderschönes Gemälde: es scheint, als würde es aus vielen kleinen Einzelteilen bestehen, die sich am Ende perfekt ineinander fügen. Sie beherrscht den Aufbau eines Romans perfekt: nicht zuviel verraten, immer wieder etwas einfügen, das man kaum wahrnimmt, und am Schluss schafft sie es, dass man emotional mitgenommen das Buch aus der Hand legt. Schon die ersten Seiten ziehen uns in die Geschichte der vier Hauptfiguren hinein, und man möchte sie nicht zurücklassen. Das Ende ist bitter, weil man doch immer unbewusst das Leben wählt und nicht den Tod, der trotzdem dazugehört. Judith Taschler hat unglaublich viel Gespür für die menschlichen Schwächen und Abgründe. Und mit jedem Roman perfektioniert sie ihr Können!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Erst In Kapitel 13 schreibt Bodo Kirchhoff: "Kein Erzähler hat gleich seinen Fuß in der Geschichte, erst nach und nach; wenn aber alles erzählt ist und man nochmal von vorne anfängt, kann man freilich so tun, als hätte man gleich den Fuß darin gehabt, schon beim ersten Satz, nur ist es ein Mogeln und verwischt das Werden, das sich aus Zufällen am Wegrand des Erzahlens ergibt, ganz nach dem Vorbild des Lebens." Es ist ein Widerfahrnis, das Julius Reither erlebt: Nicht die Frau, die sich mit ihm auf eine Reise aufmacht, nicht der Aufbruch in die Vergangenheit, nicht das Kind, das beide verloren haben, sondern das Mädchen, das ihnen in Sizilien "zuläuft", stellt dieses Widerfahrnis dar. Die Sätze sind wohlüberlegt und der Plot wirkt durchdacht und ist klug eingefädelt worden. Ein "Widerfahrnis" für den Leser, das Sinn macht, diese Novelle kann sich mit Bodo Kirchhoffs Romanen messen!
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Schon im Teenageralter begegnen sich Tess und Gus während einer Reise in Florenz nicht nur ein-, sondern sogar gleich zweimal, aber trotz sofortiger gegenseitiger Sympathie schaffen sie es nicht, den jeweils anderen anzusprechen. Beide werden erwachsen, verlieben und entlieben sich, erleiden Schicksalsschläge, erleben aber auch das vermeintlich große Glück. Trotzdem bleibt das unterschwellige Gefühl, dass irgendetwas fehlt. Im Laufe der nächsten 20 Jahre verfehlen sich die beiden immer ganz knapp; z.B. nicht ahnend, dass die nette Arbeitskollegin der einen gleichzeitig die Frau vom besten Freund des anderen ist. Die versierte Leserin weiß natürlich sofort, dass Tess und Gus füreinander bestimmt sind und dass sie sich am Schluss vermutlich kriegen werden, aber bis es so wie ist, sind diverse Hindernisse und Irrungen und Wirrungen zu überstehen. Dieser Roman schreit förmlich nach einer Verfilmung -- bis dahin ist es die ideale Wohlfühl-Lektüre für den nächsten Urlaub oder auf der heimischen Couch!
 

Gerade gelesen

Wilamena, genannt Wil, hat 22 Tage, um den Richtigen zu finden. In dieser Zeit stehen ihre Sterne gut und mit Hilfe ihrer Freundin will sie die große Liebe kennen lernen. Zwei Brüder bringen ihr Leben so ziemlich durcheinander. Seth legt ihr sein Herz zu Füßen und Grant fühlt sich aber richtiger an, sagt Wils Herz. Flott geschrieben. mit einigen liebevollen Details (Will lebt mit ihrer Großmutter zusammen), man lernt auch die Sterne besser kennen und erlebt spannende Momente im Leben dieses tollen Mädchen.
 

Gerade gelesen

Lara Jeans hat sich in ihrem Leben schon fünfmal verliebt (natürlich nur geheim) und immer zum Abschluss ihrer Liebe einen Abschiedsbrief geschrieben, den sie aber in einer alten Hutschachtel aufbewahrt. Irgendwie gelangen diese Briefe doch zu ihren Besitzern und Lara Jeans ist in Nöten. Ihre große Schwester Margot kann sie nicht fragen, da diese in Schottland studiert und Klein Kitty ist zu jung. Was tun? Turbulenzen sind vorprogrammiert und so manche stiller Verehrer wundert sich nur. Humorvoll und doch mit einer Ernsthaftigkeit wird aus diesem Teenager eine jung Dame, die alle ihre Probleme lösen lernt.
 
Foto von Christine Mansbart

Gerade gelesen

Han Kang legt uns hier die aufwühlende Geschichte von Yeong-Hye aus der Sichtweise dreier Erzähler vor. Aus diesen Blickwinkeln versuchen wir die Entscheidung, fortan vegetarisch zu leben, und deren Folgen, hin bis zum Abstieg in den Wahnsinn zu verstehen. Es geht um die Erkenntnis eines zu kurzen - von Gehorsam geprägten - Lebens und dem daraus entstehenden Traum mit Pflanzen und Bäumen eins zu sein, um dadurch die Erfüllung zu finden. Der bedrückende Roman irritiert, ist bis zur letzten Seite fesselnd geschrieben und beschäftigt den Leser länger. Auszug aus dem Ö1 Mittagsjournal: „Die Südkoreanerin Han Kang gewinnt den Man Booker International Prize. Ihr kafkaesker Roman Die Vegetarierin überzeugte durch die Tiefe seiner Fremdartigkeit, teilt die Jury mit.“
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Dieser Roman ist nominiert für die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2016. Zurecht, denn ich habe jedes Buch von ihm gelesen und bewundert, und ich frage mich, wieso er noch nicht den Bekanntheitsgrad erreicht hat, der ihm zusteht. Liegt es an seiner Bescheidenheit, seinem angenehmen Ton, der jedem seiner Werke zugrunde liegt? Jeder Satz betrifft die menschliche Existenz, niemals kommt während der Lektüre Langeweile auf!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Diese Autorin wird zurecht mit Alice Munro verglichen, meiner Meinung nach ist sie in ihrer Ausdrucksform noch expliziter und ich habe mir die besten Sätze notiert, die ausssagekräftiger als jedes Wort von mir sind: "In einer Ehe laufen oft zwei Gespräche nebeneinander ab. Das, das man gerade führt, und das, das man nicht gerade führt. Manchmal weiß man nicht, wann dieses zweite, stillschweigende, begonnen hat." "Das sind die Dinge, die man sieht, wenn man einen Schritt zur Seite tritt. Das bedeutet nicht, das man recht hat. Es bedeutet nur, dass es das ist, was man sieht." "Wie kann einer von uns durch ein Zimmer gehen, ohne von seiner eigenen Vielfalt ein Bein gestellt zu bekommen? Unbedingt lesen!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

"Bei Sturm am Meer", so lautet der erste Roman von Philipp Blom. Er folgt auf die bekannten Sachbücher "Der taumelnde Kontinent. Europa 1900-1914" und "Die zerrissenen Jahre. 1918-1938". Ben möchte seine verstorbene Mutter besser verstehen, und kommt dabei seinem Vater auf die Spur, den er für tot gehalten hat und niemals richtig kennenlernen konnte. Er schreibt seinem Sohn, der die Ereignisse Jahre später, als Erwachsener verstehen soll. Er stellt sich die richtigen Fragen, um die Versäumnisse aufzudecken, seine eigenen und die seiner Eltern. Blom beschreibt ein Leben, das aus Nichtverstehen und falschen Entscheidungen besteht und doch eine einzigartige Schönheit ausstrahlt!
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Elias, 8 Jahre aus Mils: Mathis wohnt in der Stadt mit einem Garten, der von hohen Mauern umgeben ist. Und er fragt sich, was wohl auf der anderen Seite ist. Eines Tages sitzt auf der Mauer ein Mädchen namens Majella, die sich das ebenfalls gefragt hat. Sie werden Freunde und klettern über alle Mauern, bis sie hinter einer Mauer die Wildnis entdecken. Gemeinsam erleben sie viele Abenteuer. Mir hat das Buch volle, volle gut gefallen, weil es von Wildnis und Natur handelt, die ich gerne mag.
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Ein kleines Mädchen verschwindet spurlos. Ein Polizist versucht, den zum Scheitern verurteilten Vermisstenfall zu lösen. Einige Straßen weiter, der nächste Fall. Eine Mutter, die jeden Tag das Einzige putzt, was ihr von ihrem kleinen Sohn geblieben ist, 5 kleine Fußabdrücke im Beton, und ein Mann, der von sich behauptet, mit Geistern kommunizieren zu können, machen dieses Buch zu etwas Einzigartigem. Gekonnt verwebt Belinda Bauer die Schicksale der Protagonsiten und verfasst so eine tragisch-spannende Geschichte um die psychologischen Abgründe einer verzweifelten Mutter und deren Mut, trotzdem die Hoffnung nie aufzugeben.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

„Die Spuren meiner Mutter“ ist ein weiterer gelungener Roman von der Meisterin des Dramas Jodi Picoult. Als großer Fan der bekannten Autorin habe ich ihr neues Werk sehr genossen. Das Buch handelt von der dreizehnjährigen Jenna, die sich auf die Suche nach ihrer seit zehn Jahren verschwundenen Mutter Alice Metcalf macht. Dazu wendet sie sich hilfesuchend an das Medium Serenity, welches früher mit viel Erfolg Vermisste aufspürte. Gemeinsam mit der Hellseherin und dem alkoholsüchtigen Privatdetektiv Virgil will Jenna die Wahrheit über das Verschwinden ihrer Mutter, der Elefantenforscherin Alice, erfahren. Die Suche und die Erkenntnis des Vorgefallenen tritt anders zu Tage als erwartet. Gewohnt sprachgewaltig und einfühlsam zu Papier gebracht, mit einer Brise Esoterik. Sehr spannend, rührend und mitreißend erzählt. Ein absolutes Lesemuss.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Endlich ist er da, der lang ersehnte dritte Band der Maarten-S.-Sneijder-Reihe vom österreichischen Bestsellerautor. Andreas Gruber ist auch in diesem Buch seinem Stil treu geblieben, und so hat es wie alle seine Bücher wieder mal rasant begonnen und blutig geendet. Auch in diesem Band jagt Gruber den Leser wieder quer durch Europa und baut die Spannung gezielt immer weiter auf. Ein wunderbarer Thriller, den man definitiv nicht aus der Hand legen kann. In der Danksagung verspricht der Autor, dass es mit dem Ermittlerteam Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez noch lange nicht vorbei ist, und somit können wir uns noch auf zahlreiche weitere Bände freuen.
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Francoise Frenkel, jüdische Buchhändlerin, die in Polen geboren wurde und in Paris studiert hat, schreibt hier über ihre abenteuerliche Flucht 1939 von Berlin nach Frankreich. Erst ihr dritter Fluchtversuch in die Schweiz gelingt ihr 1943 - und damit endlich in die ersehnte Freiheit. Der Titel des Buches geht auf ihren Aufenthalt im Gefängnis in Annecy zurück, indem sie nichts hatte, worauf sie ihr Haupt hätte betten können ... Die Autorin berichtet, wie ihr Menschen in dieser schrecklichen Zeit des Zweiten Weltkrieges geholfen und sie versteckt haben, wie sie von einem Ort zum anderen geflohen ist und trotz allem überlebt hat. Ein unschätzbares historisches Zeugnis, das hier wieder entdeckt worden ist.
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Connie Palmen erzählt die fiktive Autobiographie des englischen Autors Ted Hughes, der sieben Jahre mit der amerikanischen Schriftstellerin Sylvia Plath verheiratet war. Von Anfang an ist klar, dass ihre Beziehung mit dem Selbstmord Sylvias 1963 enden wird. Ted berichtet von ihren Ehejahren, die von Glück, heftigen Emotionen und Sylvias Depressionen geprägt sind. Zwei Kinder – Frieda und Nicholas – werden geboren, doch auch damit ist Sylvia überfordert. Ihre Beziehung ist von Eifersucht dominiert, wessen Gedichte und Prosa als Erstes veröffentlicht und positiv rezensiert werden – ein Wettkampf, den Ted Hughes zu Lebzeiten gewinnt, Sylvia Plath‘ Werke machen sie erst postum berühmt. Und als Ted den Satz von Arthur Miller liest, den er in einem Theaterstück über den Suizid von Marilyn Monroe geschrieben hat: „Wer Selbstmord begeht, will immer zwei töten“, wusste er, dass das auch genau auf sein Leben zutrifft. Ein zutiefst berührender, menschlicher, aber auch destruktiver Roman!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Es gibt zur Zeit keinen größeren China- Experten als Jan Phillip Sendker. Er führt uns in seinem neuen Roman (3. Teil seiner China-Trilogie) quer durch den Kontinent, wir lernen Menschen kennen, die traumatisiert sind von der Geschichte. Und so können Paul und Christine, die auf der Flucht sind, nicht immer einschätzen, wem sie wirklich vertrauen können. Vom ersten Moment an ist es spannend, kein Ort ist sicher. "Herzenhören" und "Herzenstimmen" sind wie eine Symphonie, der neue Roman bringt die beiden Bücher zusammen. "Am anderen Ende der Nacht" ist trotzdem ein eigenständiges Werk, das man gelesen haben sollte. Vor allem Hongkong hat mich fasziniert. Wie wird es mit den Menschen dort weitergehen? Wird die chinesische Regierung diese unabhängige Stadt einnehmen? Nicht alle Fragen werden beantwortet, denn Sendker ist meiner Meinung nach noch zu weiteren und noch großartigeren Werken fähig!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Bei einer Italienreise entdeckt die Musikerin Julia Ausdell in einem Antiquitätenladen ein altes Musikstück. Sie erwirbt die Noten des unbekannten Walzers „Incendio“, was übersetzt Feuersbrunst bedeutet. Als Julia zurück in ihrer Heimatstadt Boston ist, geschehen dort entsetzliche Dinge. Während Julia den Walzer übt, tötet ihre dreijährige süße und wunderhübsche Tochter Lily die geliebte Hauskatze. Ein anderes Mal wird sie von ihr brutal mit einer Glasscherbe attackiert. Julia macht sich große Sorgen über den psychischen Zustand ihrer Tochter und hat gleichzeitig Angst vor ihr. Als ihr klar wird, dass dieses eigenartige Musikstück etwas damit zu tun hat, macht sie sich auf die Suche nach dem Komponisten und gerät dabei in große Gefahr. Ein spannender Thriller, gleichzeitig aber auch eine ergreifende Liebesgeschichte, mit einem fulminanten Finale. Hier ist Tess Gerritsen wieder einmal ein meisterhaftes Buch gelungen.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Wieder ist Jodi Picoult ein wahres Meisterwerk gelungen. Der Roman hat mich gefesselt und teilweise zu Tränen gerührt. Die Hauptfigur Sage Singer arbeitet als Bäckerin nur nachts und lebt aufgrund einer Narbe im Gesicht sehr zurückgezogen. In der Trauergruppe, die sie nach dem Tod ihrer Mutter besucht, lernt sie den neunzigjährigen Josef kennen. Sie freunden sich an. Josef bittet sie um einen Gefallen, den sie ihm unmöglich erfüllen kann. Nach und nach erfährt Sage, dass ihr Freund ein schreckliches Geheimnis bewahrt, und dass dieses Geheimnis auch unmittelbar mit ihrem Leben zu tun hat. Das genial geschriebene Werk der Autorin wechselt zwischen der Gegenwart und dem zweitem Weltkrieg, den Sages Großmutter in Ausschwitz überlebt hat. Beide Frauen kannten beziehungsweise kennen Josef. Dennoch ist letztendlich nichts wie es zu sein scheint. „Bis ans Ende der Geschichte“ ist ein sprachliches Highlight meiner Lieblingsautorin Jodi Picoult und auf jeden Fall ein Muss für Lesefreunde.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

In diesem Thriller geht es um Julia, eine Mutter im mittleren Alter mit einer Vergangenheit im Drogenmilleu, die mit der plötzlichen Ermordung ihrer jüngeren Schwester Kate nicht fertig wird. Da Kates Mörder nicht gefunden wurde, macht sich Julia selbst auf die Suche und begibt sich dabei in tiefe Abgründe und gefährtet ihr Leben und das ihrer Familie. S. J. Watson hat mich mit diesem Thriller sehr überrascht, und meiner Meinung nach sein erstes Werk „Ich. darf. nicht. schlafen“ übertroffen.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Auf diesen tollen Thriller von der österreichischen Schriftstellerin Ursula Poznanski und dem deutschen Autor Arno Strobel haben sicherlich schon viele Leser sehnsüchtig gewartet. Sie werden nicht enttäuscht! Die Protagonisten dieses Romans, Erik und Joanna, erzählen abwechselnd die Handlung aus ihrer Sicht, gerade das macht es so spannend. Mit jeder Seite entwickelt sich ein interessanter Handlungsbogen, bis zum Schluss ist dem Leser nicht klar, wer jetzt der Gute und wer der Böse in dieser Geschichte ist. Die Auflösung haben sich die Autoren geschickt bis zum Ende aufgespart! Und ganz nebenbei haben es die beiden auch noch geschafft, mit diesem Thriller ein brisantes und derzeit aktuelles politisches Thema zu behandeln.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

„Tschick“ ist ein Roman, den meiner Meinung nach jeder einmal gelesen haben sollte. Nicht ohne Grund hat Herrndorf für dieses Buch den Deutschen Jugendliteratur-Preis bekommen. Eine herrliche Roadnovel, bei der man die beiden 14-jährigen Protagonisten Tschick und Maik sofort ins Herz schließt. Ich habe mich mit diesem Buch köstlich amüsiert und stellenweise laut auflachen müssen. Durch Herrndorfs stimmige Dialoge und seine hervorragende Situationskomik taucht man komplett in die Geschichte ein und hat somit ein wunderbares Lesevergnügen. Ich freue mich schon sehr auf die Verflimung, der Kinostart ist für den 15. September 2016 vorgesehen.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Das Buch ist ein gelungenes Debüt der Autorin Julia Jessen. Es handelt sich um einen sehr berührenden Familienroman. Erzählt wird dieser von der Protagonistin Oda. Beginnend als kleines Mädchen, später als unangepasste Jugendliche, die sich nicht um Konventionen schert. Und immer wieder ein Seitenblick auf ihre Familie und die Verwandtschaft, welche etwas skurril erscheint. Als erwachsene Frau und Ehefrau hat Oda es nicht immer einfach, jedoch wirkt sie am Ende mit dem Leben versöhnt. Ein sehr gefühlvolles Werk!
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Elena, 8 Jahre aus Mils: Polly hat zwei Ponys, eines heißt Gulasch, das andere Suppe. Ihr ist ein riesengroßer Zahn gewachsen, dadurch hat sie Superkräfte bekommen, immer wenn sie wütend ist. Sie muss zu ihrer Tante nach Hamburg, weil sie hier bei einer Prüfung dabei sein muss. Ihr Zimmer auf dem Hausboot hat Zauberkräfte. Da ist auch ein Zauberspiegel drinnen, den sie nicht angreifen darf, aber sie macht es trotzdem. Was dann passiert, müsst ihr schon selber lesen. Mir hat das Buch super gut gefallen, weil es darin zwei voll süße Ponys gibt und ich diese sehr gerne mag.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

"Die Toten von der Falkneralm" ist das neueste Werk des Schauspielers Miroslav Nemec, den man auch als Tatort-Kommissar Batic kennt. Ein wirklich gelungener Krimi, der vom Plot her sehr an den Roman "Der Fremde im Zug" von Patricia Highsmith erinnert. Man fliegt förmlich über die Seiten. Sehr interessant finde ich auch, dass der Autor selbst in die Rolle des Protagonisten schlüpft, so etwas habe ich bisher noch in keinem Buch gelesen. Das einzige, was man noch kritisieren könnte, ist, dass das Buch mit seinen nur knapp 250 Seiten leider viel zu schnell ausgelesen ist. Aber eines muss man Herrn Nemec lassen: Er kann nicht nur einen Kommissar spielen, er könnte auch gleich selbst das Drehbuch schreiben.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Ingo, 11 Jahre aus Hall: Als Stellas Eltern bei einem merkwürdigen Autounfall sterben und sie das Schloss ihrer Familie erbt, fängt Tante Alberta an, Stella zu zwingen, ihr das Schloss zu überschreiben. Sie schreckt nicht einmal vor Folter zurück. Daher muss Stella etwas unternehmen. Mit ihrem Freund, dem Schornsteinfeger Ruß, der ein Geist ist, versucht sie ihre Tante zu stoppen. Ob ihr das gelingt? Mir hat das Buch super gefallen, denn es ist sehr, sehr spannend und lustig. Ich würde das Buch unbedingt empfehlen!
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Leni, 14 Jahre aus Mils: Tagtäglich ums Überleben kämpfen, verstecken, unauffällig sein. So sieht der Alltag inzwischen in Berlin aus. Die ehemals glänzende Stadt liegt in Trümmern und als ob das nicht schon genug wäre, wird die 15-jährige Anna zuerst von ihrer besten Freundin verlassen und schließlich auch noch von ihren Eltern. Verzweifelt folgt sie Ben, einem Jungen aus Hamburg, den sie illegal übers Netz kennengelernt hatte. Doch schon bald wächst Annas Misstrauen wieder, stimmt das, was Ben ihr im Blog erzählt hatte? Zu allem Überfluss wird Anna dann auch noch von der WePo geschnappt und in ein Waisenhaus gesteckt… Das Buch ist äußerst fesselnd und spannend und die Charaktere sind so gut beschrieben, dass ich das Gefühl hatte, Anna oder Ben wirklich zu kennen. Mir hat das Geheimnisvolle an der Geschichte gefallen, und ich empfehle das Buch sehr gerne weiter.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Lola, 11 Jahre aus Innsbruck: Fanta ist ein sehr nettes Mädchen, aber sie hat es nicht so leicht. Schon ihr Name, der in Afrika ganz normal ist, macht Schwierigkeiten. Fanta ist anders, mag gerne Pferde und als sie Probleme im neuen Gymnasium hat, schenkt ihr Papa ihr das Zombie-Pony Charly Fluch. Mit der Gemüsegruppe, drei zickigen Mädchen, hat sie es dann auch nicht leichter und leider beißt das Pony den Jungen, in den sich Fanta verliebt hat, und dieser könnte nun ein Zombie werden! Zusammen mit ihrer Freundin mit dem lustigen Namen Krise, die immer Leberwurstbrot mit Gurken isst, versucht sie das zu verhindern. Krise hat auch immer ein Leberwurstbrot für Fanta, die traut sich ihr aber nie zu sagen, dass sie das nicht mag. Dieses Buch habe ich im Urlaub gelesen und mich super unterhalten! Es ist lustig und auch spannend! Die Zeichnungen gefallen mir auch sehr gut! Es ist für Kinder von 10 bis 12 Jahren, aber ich finde, es passt auch für Ältere!
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Hallo, da bin ich wieder - eure Testleserin Chiara, 12 Jahre aus Oberhofen. Auch in den Sommerferien lese ich gerne Bücher. Dieses Mal bekam ich diese coole Sommer-Story: In diesem Buch geht es um eine sehr gut situierte 4-köpfige Familie. In dieser Familie gibt es die Eltern natürlich und 2 Mädchen Gwenny und Elizabeth Margaret, die zwei Jahre älter als ihre Schwester ist. Die ältere der Geschwister - auch Em genannt - bekommt nach ihrem Schulabschluss einen Brief mit Glückwünschen und einer Einladung von einer noch völlig unbekannten Tante. Ihre Großmutter und Mutter waren von der Post der Tante Matilda gar nicht erfreut. Aber irgendwie gelang es Em, alle davon zu überzeugen, dass sie nach diesem tollen Schulabschluss eine Auszeit braucht. Bei Tante Tilly angekommen darf sie endlich ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Zuhause wurde alles von ihren Eltern bestimmt - Elite Schule, Elite Uni, Jurastudium danach in das Familienunternehmen einsteigen, und ich glaube, der zukünftige Mann wurde auch schon von den Eltern ausgesucht. Dann in Outer Banks bei ihrer Tante und ihren Cousin Frederick kommt alles anders, wie es die Eltern für Em geplant haben. So - das ist ein kleiner Vorgeschmack auf die süße Sommerlektüre. Seid ihr neugierig geworden? Holt euch jetzt das Taschenbuch bei Tyrolia.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Sophia, 11 Jahre aus Mayrhofen: Wie jedes Jahr verbringt Sophie den letzten Teil der Ferien bei ihren Großeltern in einem kleinen Dorf am Land. Doch als sie ankam, stellte sich heraus, dass ins Nachbarhaus eine berühmte Schauspielerin eingezogen ist!!! „DANA VAN NORDEN“ Allerdings ist auch ihre hochnäsige Tochter Holly mitgekommen. Am Anfang verstehen die zwei sich noch nicht so gut, aber nach den kleinen Startschwierigkeiten mochten sich die beiden doch noch sehr gern! Wenn ich ehrlich bin, muss ich zugeben, dass ich das Buch anfangs ein bisschen langweilig fand! Ich war kurz davor, mit dem Lesen aufzuhören, aber irgendwann habe ich doch beschlossen weiter zu lesen und dann hat es mir doch noch ganz gut gefallen. Zum Schluss war das Buch richtig spannend! Warum??? Dass verrate ich noch nicht…
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Emma, 9 Jahre aus Aldrans: Bille träumt von einem Schloss, das sehr viel Gelt kostet. Aber woher soll sie das Geld nehmen? Bille fragt die Frisörin Frida um Rat. Frida sagt, man brauche ein Geschäft, um Geld zu verdienen. Bille will daraufhin schönes Wetter verkaufen und Frida soll ihr dabei helfen. Doch auf einmal wollen alle aus ihrer Klasse Wetter verkaufen. Regen, Schnee, Nebel und Hagel. Nun muss sich Bille ein neues Geschäft suchen. Am besten hat mir gefallen, wo Bille im Zirkus auf einmal mithilft und die Königin der Elefanten wird. Das Buch war sehr lustig und die Schrift fein zu lesen.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Leonie, 9 Jahre aus Schwaz: Das Buch "Frabkensteins Bestie" aus der Serie "Schattenjäger" hat mir unheimlich gut gefallen. Zuerst traute ich es mich allerdings abends nicht zu lesen, da es schon auf den ersten Seiten sehr spannend war und die Bilder dunkel hinterlegt sind, das fand ich dann ein wenig gruselig. Nachdem ich aber mitten im Buch drin war, habe ich gemerkt, dass nichts wirklich Schlimmes kommt, und das Buch ziemlich schnell ausgelesen. Ricky und sein bester Freund Olli wollen aus alten Schrottteilen einen künstlichen Menschen erschaffen, also einen Robotermenschen. Mitten in die Bauarbeiten patzt Ollis Vater, der Tierarzt, und schickt die beiden Jungs in die Apotheke, um ein Medikament zu besorgen. In der Apotheke von Herrn Stein hören sie ein merkwürdiges Röcheln und Stöhnen. Durch das merkwürdige Verhalten des Apothekers neugierig gemacht, beschließen Olli und Ricky der Sache auf den Grund zu gehen, und so schleichen sie sich durch die Hintertür in den Keller der Apotheke. Dort entdecken sie ein Monster, von dem sie glauben, dass es Herr Stein erschaffen hat. Aus Angst vor dem Monster laufen sie davon. Zuhause erzählen sie davon, aber niemand glaubt ihnen. In der Nacht lässt es ihnen keine Ruhe und sie wollen noch einmal nach dem Monster schauen. Mehr verrate ich euch jetzt aber wie immer nicht, selber lesen ist angesagt. Spannende 127 Seiten und 10 Sterne von 10. VIEL SPAß beim Lesen!
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Sebastian, 10 Jahre aus Schwaz: Auf den ersten Blick sieht Carag aus wie ein ganz gewöhnlicher Junge. Doch er hat ein Geheimnis. Er ist Gestaltwandler. Carag wuchs halb Mensch, halb Berglöwe in den Rocky Mountains auf. Der Puma hat sich seit kurzem dafür entschieden, in der Menschenwelt zu leben. Das neue Leben ist für ihn so fremd wie faszinierend. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist sehr spannend und gut geschrieben.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Emma, 9 Jahre aus Aldrans: Das Buch habe ich toll gefunden. Die Spürnasen Holli, Mona und Kitti stehen vor einem Rätsel, denn Kittis Kater Watson ist spurlos verschwunden. Die Spürnasen erfahren, dass mehrere Katzen des Wohnviertels verschwunden sind. Aber leider findet zur Zeit ein Fest statt, wo Kittis Klasse mit einem Erfinder etwas vorführen soll. Also haben die Spürnasen nicht sehr viel Zeit, um den Fall zu lösen. Am besten hat mir gefallen, wo Kittis kleiner Bruder Artur Kater Watson mit seinem Hausschuh verwechselt. Mir hat das Buch sehr, sehr gut gefallen!
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Morena, 9 Jahre aus Aldrans: Das Buch hat mir gut gefallen. Es handelt von 2 Mädchen und einem Kater, der Angst vor Staubsaugern hat. Die Mädchen versuchen sich in "Katzenflüstern". Ein paar Wörter fand ich unpassend und schwer verständlich. Sonst war es nett formuliert. Die Geschichte war lustig und spannend. Abwechslungsreich und fesselnd war das Buch auch. Ich würde es weiter empfehlen.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Anna, 12 Jahre aus Schönwies: Eigentlich wollte die 13-jährige Gemma nur eine Runde auf ihrem Rad drehen, um ein bisschen Abstand von ihrer überforderten Mutter, ihrem nervigen Bruder und dem Leben überhaupt zu gewinnen, als sie plötzlich, im wahrsten Sinne des Wortes, über "Cowgirl" und ihre zwölf Kühe stolpert. Sie hat keinen Schimmer, das dieses Aufeinandertreffen schon bald ihr Leben, aber vor allem das Leben aller Bewohner der tristen und trostlosen Siedlung Bryn Mawr ändern wird. Einst war die Bryn Mawr eine beliebte Siedlung, in der die Menschen beieinander standen und Feste feierten. Heute ist davon nichts mehr übrig, die Siedlung ist sozial am Boden, es gibt viele Einbrüche und die Bewohner haben Angst. Wie ausgerechnet Gemma, ihre neue Freundin Kate und vor allem 12 Milchkühe für Aufregung und neues Leben in der kleinen Siedlung sorgen, erzählt diese Geschichte. MEINE PERSÖNLICHE MEINUNG: Ich finde dieses Buch sehr gut und verständlich geschrieben. Eigentlich mag ich Tierbücher nicht so gerne, doch dieses Buch gefällt mir sehr gut. -Tolles Buch...
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Paul, 9 Jahre aus Hall: Ein Hase wollte Detektiv werden. Er baute seine Detektei in einer Menschenstadt. Er bekam nur einen Fall, der ihm dann aber doch zu wild geworden ist. Weil er sonst keine weiteren Fälle bekam, machte er eine Hasen-Bar auf. Eines Tages wurde es ihm aber zu langweilig, dass er es noch einmal mit der Detektei versuchte. Eines Tages klopfte es an die Tür… Empfohlen für Kinder von 7 bis 11 ½ Jahren, aber man kann es selbstverständlich mit jedem Alter lesen, nur es hat viel Text und wenige Bilder. Viel Spaß beim Lesen!!!
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Simon, 10 Jahre aus Aldrans: Es geht um 2 Väter, die 4 verrückte Jungs adoptiert haben und viele Partys schmeißen. Der griesgrämige Nachbar macht ihnen das Leben schwer. Die Fletchers haben jede Menge Haustiere und der jüngste Bruder hat auch noch Fantasietiere. Das ärgert den zweitältesten Bruder. Aber im Großen und Ganzen hält die Familie zusammen und ist gut drauf. Ein voll cooles Buch, das lustig, spannend und irgendwie verrückt ist. Am besten hat mir gefallen, wie der älteste und coolste Bruder auf einer Bühne eine voll coole Show abgezogen hat.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Carla, 12 Jahre aus Innsbruck: Dieses Buch ist ein Tagebuch von Hattie (Hannah). Hattie hat nur einen Wunsch: Sie will in einer normalen Familie leben!!! Sie will altersgemäße Unterwäsche, und sie will ihre Brüste zum Wachsen bringen, damit sie einen heißen Jungen küssen kann. ABER ihr allergrößter Wunsch ist, ihren leiblichen Vater kennenzulernen. Dieses Buch ist so cool, und es macht richtig Spaß es zu lesen, weil sie eine Oma hat die auf Drogen ist, einen Bruder, der sie ständig nervt und eine Mutter, die nie etwas über ihren Vater sagt. Dieses Buch ist einfach witzig!!!!!
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Chiara, 11 Jahre aus Bruck am Ziller: Das Buch handelt von einem Mädchen namens Chloe. Sie erfährt eines Tages, dass eine Schülerin namens Pauline im Klo über Nacht eingesperrt wurde, denn als Chloe an diesem Tag in die Toilette kam, sah sie, dass bei einer Kabine die Türklinke abmontiert war, und als sie die Tür aufmachte, kam Pauline zum Vorschein. Chloe wusste sofort, dass es ein Mädchen war, das sehr tussihaft gewesen war. Sie musste sich einen super genialen Plan ausdenken. Diesen Plan hatte sie auch schnell, doch es stellte sich bald heraus, dass er doch nicht so genial war, wie sie vermutet hatte. Doch dafür hatte sie ihre Freunde. Ihr Plan bestand nämlich daraus, an die Wand in der Mädchentoilette erfundene Sachen über Pauline zu schreiben, um sie damit etwas beliebter zu machen. Übrigens hat Chloe nicht direkt auf die Wand geschrieben, denn in diesem WC befand sich ein Whiteboard. Das WC war sowieso sehr gut ausgerüstet, denn es hatte ein Sofa, einen riesigen Spiegel, immer verschiedene Seifen und aller Hand mehr. Chloe war eigentlich nur wegen dieser Toilette auf diese Schule gekommen ... Zurück zum Plan mit dem Whiteboard. Auf diesem Board standen manchmal Sachen, die sich als Gerücht in der ganzen Schule verbreiteten, und die dann sofort jeder in der Schule glaubte. Chloe nutzte das aus und schrieb zweimal etwas an die Tafel. Das hatte das Leben von Pauline völlig verändert denn sie bekam nun Hilfe von vielen verschiedenen Menschen. Wie es mir gefallen hat: Es hat mir super gut gefallen, weil es super lustig ist und weil die Figuren sehr persönliche Charakter gehabt haben.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Jeannine, 14 Jahre aus Mayrhofen: Sophia lebt seit 4 Jahren in Tokio, doch in nur einer Woche zieht ihre Familie wieder zurück in die USA. Anstatt ihre Sachen zu packen, verbringt Sophia lieber ihre Zeit mit ihren Freunden Mika und David. Sophia ist heimlich in David verliebt. Da kommt plötzlich Jamie aus dem Internat aus North Carolina zurück. Sophia und Jamie waren bis vor seiner Abreise gute Freunde, doch am letzten Tag stritten sie sich und hatten drei Jahre lang keinen Kontakt. Das Wiedersehen verläuft sehr trocken und Sophia hat das Gefühl, dass Jamie in Mika verliebt ist. Als sich herausstellt, dass Mika etwas mit David hatte, zweifelt Sophia an ihren Freunden und verbringt viel Zeit mit Jamie. Die beiden verlieben sich ineinander. Durch die Zurückweisung ihres in Paris lebenden Vaters entfernt sich Sophia von Jamie. Kurz vor Sophias Abreise gibt Mika eine Party, auf der Sophia Jamie noch mehr enttäuscht. Sophia und Mika versöhnen sich wieder. Einige Stunden vor ihrem Abflug treffen sich Sophia und Jamie. Sie gestehen sich ihre Liebe und versprechen, sich im nächsten Jahr wieder zu sehen. Am Anfang des Buches dachte ich, dass es nur um das Packen und den Umzug in die USA geht, aber schon nach einigen Seiten wurde es spannender. Die Rückblicke in die Vergangenheit helfen beim Verständnis. Mich würde es sehr interessieren, ob sich Sophia und Jamie wiedersehen und ob sie Kontakt zu ihren Freunden hält. Vielleicht gibt es ja eine Fortsetzung von dem Buch.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Ben, 9 Jahre aus Innsbruck: Die Geschichte handelt von einer Bande namens Milchpiraten. In dem Buch schmeißen die Milchpiraten eine große Party am 1. Ferientag. Sie haben sogar Bubi eingeladen, der total nervig ist und kein Bandenmitglied ist. Dann schließt sich Bubi im Haus von Bruno ein. Unglücklicherweise hat er alleine den Schlüssel für die Wohnung. Als die anderen endlich in die Wohnung eingedrungen sind, passieren viele Katastrophen. Bubi hat den Schlüssel versehentlich ins Klo runtergespült und ist im Bad eingesperrt. Auf einmal ruft Brunos Mutter an und sagt, dass Tante Hertha kommt, um auf Bruno aufzupassen. Die Milchpiraten versuchen die ganzen Katastrophen zu verdecken und natürlich Bubi noch aus dem Bad zu befreien. Das Buch war sehr spannend und auch abenteuerlich und auch stellenweise witzig, weil die Milchpiraten soviel Unfug gemacht haben. Ich würde das Buch allen empfehlen, die Banden toll finden.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Jacob, 10 Jahre aus Rankweil: In dem Buch geht es um ein Hotel, auf dessen Eröffnungsfeier ein Zauberer auftritt. Als Höhepunkt seines Auftrittes schwört er, mit seinem Publikum zu verschwinden und 99 Jahre später wieder aufzutauchen. … 99 Jahre später ruft der Hotelbesitzer die Ghost Fighter an, da in seinem Hotel merkwürdige Dinge geschehen: Gäste verschwinden, Zombies laufen im Hotel herum, Zimmer tauschen die Plätze und ein komisches Knochenwesen namens Ghul geistert herum. Hier können nur die Ghost Fighter helfen. Gemeinsam mit einem Geheimagenten machen sie sich auf, das Geheimnis um das Hotel und den 13. Stock zu lösen und so das Hotel vor seiner Sprengung zu bewahren. Für mich war es ein sehr gutes Buch. Abwechselnd erzählen in den Kapiteln die Ghost Fighter, wie sie der Lösung des Geheimnisses auf die Spur kommen. Die lustigen Zeichnungen in dem Buch passen super zu der witzigen Geschichte. Manchmal ist es so spannend, dass ich das Buch gar nicht mehr loslassen konnte.
 
Foto von Tyrolias  Welten

Gerade gelesen

Maximilian, 7 Jahre aus Rankweil: Auf der Urlaubsrückfahrt stoppen Marie und ihre Familie auf einem Rasthof. Robbie, der Familienhund, rennt dort einer Hündin hinterher. Seine Familie startet zur Weiterfahrt und bemerkt gar nicht, dass Robbie immer noch auf dem Rasthof ist. Robbie rennt vergeblich dem Familienauto hinterher und macht sich dann selbst auf den Weg, sein Zuhause zu suchen. Unterwegs muss er verschiedene Abenteuer meistern. So nimmt ihn ein LKW-Fahrer als Geschenk für seine Tochter mit. Dort wird er allerdings nicht als Tier, sondern mehr als Spielzeug gesehen. Bei der ersten Gelegenheit reißt er aus. Kinder binden ihn beim Indianerspielen an einen Marterpfahl (Baum), Wildschweine verfolgen ihn und eine Briefträgerin befreit ihn als unglücklichen Wachhund. Er folgt seiner Retterin und gelangt so zufällig in seinen Heimatort. Allerdings erwartet ihn zu Hause eine große Überraschung … Die Geschichte von Robbie hat mir sehr, sehr gut gefallen, da er sich trotz aller Hindernisse nie unterkriegen lässt und zum Schluss wieder nach Hause findet.
 
Foto von Denise  Gruber

Gerade gelesen

Las Vegas - inmitten der glitzernden Stadt der Glücksspieler schlägt Jessie sich gerade so durch. Immer knapp bei Kasse, versetzt sie ein kostbares Erbstück. Doch kaum hat der Schmuck den Besitzer gewechselt, poltert ein unberechenbarer Fremder in Jessies Leben: Shane. Und er verlangt genau dieses Amulett von ihr. Die Begegnung der beiden entfacht ungeahnte Leidenschaft: Feuer trifft auf Wind, Halb-Djinn auf Hexe. Wie echte Gegensätze ziehen sich Jessie und Shane an, stoßen sich ab, und Magie bricht sich Bahn. Schnell wird klar, dass sie gemeinsame Feinde haben. Halb auf der Flucht, halb auf der Suche reisen sie zusammen in die Wüstenstadt Petra, um dort Antworten zu finden - Antworten, die weiter führen als je gedacht. Fazit: Windfire ist ein besonderes Buch. Wie immer ist es Lynn Raven gelungen, High- und Darkfantasy zu einer unwiderstehlichen Kombination zu mischen. Sie schreibt in dem Buch im Grunde über die vier Elemente: Feuer, Wind, Wasser und Erde. Ein sehr spannendes Thema, und die Geschichte hinter der eigentlichen Handlung ist auch super...wie immer.
 
Foto von Denise  Gruber

Gerade gelesen

Die 16-jährige Elizabeth ist eine der gefürchtetsten Hexenjägerinnen der Stadt. Die schwarze Zahl auf ihrem Bauch kennzeichnet sie als solche aus. Doch gerade sie wird mit einem Bündel Kräuter gefunden, in den Kerker geworfen und der Hexerei angeklagt. Aber anders als erwartet ist es nicht ihr bester Freund und heimlicher Schwarm - Caleb - der sie rettet, sondern ein ganz anderer: Nicholas Perevil, der mächtigste Magier des Landes und Erzfeind aller Hexenjäger. Er rettet sie und nimmt sie mit zu sich, um sie bei sich und den anderen aufzunehmen. Doch im Hintergrund spielt schon lange ein Machtkampf, in dem sie die Schlüsselrolle spielen soll. Doch wem vertraut sie und vor allem: Wem gilt ihre Loyalität? Fazit: Ein tolles Buch, ich hätte viele Dinge nicht vermutet und die Geschichten hinter den Charakteren reichen von lustig bis hin zu traurig. Es ist alles dabei, was ich mir in einem guten Fantasybuch wünsche. Gut gegen Böse (wobei man nicht genau weiß, wer wer ist), Magie, Liebe, Action, Humor und Freundschaft mit vielen Geheimnissen! Herrlich und angenehm zum Lesen, denn ganz ehrlich: Wer hätte nicht gerne eine spezielle Fähigkeit? Absolut Top!
 
Foto von Denise  Gruber

Gerade gelesen

Miriam Michels ist süße 16 Jahre jung und kommt aus einem tollen Sommer, wo sie ihre erste Sommerliebe kennen gelernt hat. Diese wird aber schnell vergessen, als ihre Lehrerin eröffnet, dass sie einen Vampir in die Klasse bekommen, welcher auch prompt neben sie gesetzt wird. Es ist nicht überraschend, dass es Vampire gibt, da sie sich Jahre zuvor geoutet haben. Allerdings versetzt Elias Miri in ein Gefühlschaos der Spitzenklasse. Und als wäre das nicht schon genug, erfährt sie, dass sie selbst kein Mensch sein soll! Sie ist eine Gestaltenwandlerin und nicht nur irgendeine, sie wurde vorausgesehen und hat die Aufgabe, zusammen mit Elias eine Revolution zu starten, die das Denken aller ändern wird. Fazit: ICH LIEBE DIESES BUCH! Spannend, humorvoll, actionreich und einfach nur abgedreht. Jennifer Wolf hatte wirklich eine super Idee: Wie wäre es, wenn Vampire mitten unter uns leben und wenn wir es auch wissen würden? Die Geschichte selbst ist wirklich toll, von der Handlung bis hin zu den Charakteren finde ich alles perfekt! Ein normales Mädchen, das doch nicht soo normal ist wie geglaubt. Ein heißer Vampir mit seiner super lustigen und etwas durchgeknallten Zwillingsschwester...Da ist immer was los und es wird garantiert nie langweilig!
 
Foto von Denise  Gruber

Gerade gelesen

Die Erde liegt seit Jahrhunderten unter einer dicken Schneedecke. Es gibt nur ein kleines Fleckchen Land, wo alles wächst und gedeiht. Die Göttin und Mutter aller Dinge - Gaia - hat die letzten Menschen dort angesiedelt, wo sie in Frieden leben können. Auch Maya Jasmine Morgentau, eine der göttlichen Hüterinnen lebt dort mit ihrer besten Freundin Iris. Alle hundert Jahre wird unter den jungen Hüterinnen eine Auserwählte dazu bestimmt, das Gleichgewicht der Natur aufrechtzuerhalten. Sie darf die vier besonderen Söhne der Gaia kennenlernen, den Frühling, den Sommer, den Herbst und den Winter. Allerdings hat jeder der Söhne seine Stärken und Schwächen, und nun ist Maya an der Reihe und muss sich für einen entscheiden und sich ein Jahrhundert an ihn binden. Doch für wen würde sie ihr Leben hergeben? Vier Jahreszeiten - Ein Mädchen... Fazit: Ich bin verliebt in dieses Buch! Das Buch spielt in der Zukunft, die zeigt, was passieren könnte, wenn wir Menschen nicht aufpassen - was ich schon toll finde, da es dadurch realer wird. Auch die Charaktere sind zum Anbeißen! Die taffe und kluge Maya und ihre "Verehrer". Jeder Junge ist eine ganz eigene Person, keiner gleicht dem anderen, obwohl sie Brüder sind. Eine lustige und erfrischende Geschichte mit viel Liebe, Action, Humor und Entscheidungsschwierigkeiten! Ich liebe solche Bücher und liebe die Bücher von Jennifer Wolf im allgemeinen! Sehr zu empfehlen und mein persönlicher DAUERHIT!!!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Der neueste Roman von Delphine de Vigan beginnt wie ein Krimi. Etwas, oder genauer jemand, hat das Leben der erfolgreichen Schriftstellerin dermaßen erschüttert, dass sie nicht mehr fähig ist, eine Zeile zu schreiben. Aber es ist keine normale Schreibblokade, wie sie so mancher Autor kennt, es ist eine Zerstörung der eigenen Identität. Was ist Wahrheit, was ist Fiktion? Und gibt es eine Wahrheit, die für alle gültig ist? Ist die eigene Geschichte auch nach dem Erzählen noch das, was man geglaubt hat? Als Leser wird man augenblicklich in dieses Spiel zwischen den beiden Frauen hineingezogen. Teilweise ertappt man sich dabei, dass man selber den Fortgang der Geschichte weiterschreiben möchte, aber Delphine de Vigan entzieht uns die Wahrheit mit jedem Satz. Wer sich von Büchern, von Worten, verstanden fühlt, wird hier eines Besseren belehrt: Es ist autobiographisch und gleichzeitig reine Fiktion.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Die New York Times schreibt über Lauren Groff: "Es ist ein einziges Vergnügen, Lauren Groff zu lesen. Nicht zuletzt wegen der totalen Unberechenbarkeit ihrer Erzählstimme." Ich habe es ein bißchen anders formuliert: Lauren Groff spricht in Rätseln. Die wirklichen großen Ereignisse werden nur angedeutet, und im Laufe der Lektüre ahnt man immer mehr das Ausmaß der Katastrophe. Dieser Roman ist hinreißend, Groff hält uns einen Spiegel vor und regt zum Nachdenken an. Vor allem der zweite Teil des Buches, "Zorn", aus Mathildes Sicht erzählt, bietet zahlreiche Überraschungen! Die Ehe der beiden bleibt dem Leser als etwas Besonderes im Gedächtnis!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Dieses Buch hat für Furore gesorgt, seine Geschichte „hat einen Drive, der an die Musik von John Coltrane erinnert.“ Ich kenne diesen Musiker leider nicht, der beeindruckende Drive kann aber Leser irritieren. Die ständigen Wiederholungen einiger Sätze wie „Was sagt die Uhr“ werfen Fragen auf, die man nicht so leicht beantworten kann. Dazwischen wird man aber immer wieder mit umwerfenden Satzkonstruktionen überrascht, die unser Durchhaltevermögen belohnen. Mich erinnert „Stadtland“ an das Berlin aus Heinz Strunks Roman „Der goldene Handschuh“. Ich habe mich mit afrikanischer Literatur kaum auseinandergesetzt. Interessant muss dieser Roman auch für Studenten in Graz sein, denn dort unterichtet Fiston Mwanza Mujila zur Zeit!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

„Liebe unter Fischen“ war bereits ein guter Roman, noch besser ist das neueste Werk von René Freund. Hier findet jeder Leser etwas, das ihn berührt: eine Reise in die Vergangenheit, von einem Wallfahrtsort in Österreich zum anderen, guten österreichischen Humor, Tiefgang und einen starken Plot! Das Pilgern ist zur Zeit sehr beliebt, es gibt immer einen Anlass, um den Stab in die Hand zu nehmen und loszuziehen. Nora ist durch ein Testament gezwungen, die Urne ihres Vaters in die österreichischen Berge zu bringen, in dieser Woche stellt sie ihr Leben auf den Kopf. Ein schöner, geistreicher Roman, nicht nur für diesen Sommer!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Rosa Silbermann konnte in den dreißiger Jahren vor dem Holocaust von Deutschland nach Israel fliehen. Gemeinsam mit ihrer Schwester Rachel wird ihr eine militärische Ausbildung zu Teil. Nach Deutschland wollte sie nie wieder zurück, jedoch der Mossad hat einen Auftrag für Rosa. Dieser bringt sie an den Urlaubsort ihrer Kindheit, das Nobelhotel Bühlerhöhe zurück. Dort liegt es an Rosa ein geplantes Attentat an Kanzler Konrad Adenauer zu verhindern. Doch nicht alles geht glatt. Die ihr zugesagte Unterstützung trifft nicht rechtzeitig ein. Auch die neugierige Hausdame Sophie Reisacher erschwert Rosas Mission. Mit diesem Roman ist der Autorin Brigitte Glaser ein wahres Meisterwerk geglückt, absolut lesenswert!
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Jahr um Jahr reist die wohlhabende Familie Porter nach Ashaunt ins Sommerhaus. Wir begleiten die Familie über viele Jahre, angefangen im 2. Weltkrieg über die 60er Jahre bis in die heutige Zeit. Lieben kommen und gehen, Kinder werden erwachsen, neue Generationen kommen hinzu, der beschauliche Landzipfel verändert sich. Aber egal, was geschieht: für alle Familienmitglieder bleibt Ashaunt ein Sehnsuchtsort; für den ältesten Sohn Charlie, der Zeit seines Lebens mit seinen inneren Dämonen zu kämpfen hat, ist es die einzige Zuflucht, wo er zur Ruhe kommen kann. "Die Sommer der Porters" ist kein aufregendes Buch; es ist ein ruhiges, ein blaues Buch, in dem man das Meer auf praktisch jeder Seite hören und riechen kann. Da auch ich einen solchen Sehnsuchtsort habe, spricht mir der in jedem Herbst wiederholte Satz des Kindermädchens Bea aus der Seele: "Es dauert immer lange, den Sommer zusammenpacken."
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Eigentlich stimmt der Titel nicht ganz, da sich Mr. Birkn nur ca. drei Monate auf dem Land befindet, fern vom bourgeoisen London, nach dem Ersten Weltkrieg. Es ist ein stilles Buch, eine Wiederentdeckung, ein Kleinod, das man am besten lesen kann, wenn man sich selber an einem Ort befindet, wo man abschalten kann. Die Handlung ist nicht wichtig, dafür aber die innere Wandlung. Er möchte den Krieg verarbeiten und den Verlust der Ehefrau, indem er einer Tätigkeit nachgeht, die ihn fordert und gleichzeitig meditieren lässt. Dabei entdeckt er ein Kunstwerk und Menschen, die auch Traumatisches erlebt haben. Diese Novelle lässt den Leser innehalten, sie stimmt nachdenklich und still.
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Louise, aufgewachsen in den französischen Alpen, verliebt sich während ihres Studiums in Johann, der aus Deutschland stammt und eigentlich so anders ist als sie. Trotzdem heiraten sie und ziehen nach Deutschland. Dort erfährt sie auch immer mehr über die Vergangenheit von Johanns Vater, der während des Zweiten Weltkriegs in Frankreich war. Die Autorin selbst ist Französin und lebt seit vielen Jahrzehnten in Deutschland. Sie schreibt in einer Sprache, in der deutlich wird, was alles mit Louise gemacht wird, denn eigentlich sind ihre Freiheiten seit der Ehe mit Johann sehr eingeschränkt. Und ihr kommt vor, dass ihr Leben schnell an ihr vorbei zieht. Ein wirklich gelungener Roman!
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Katja und Alexa sind Schwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Katja ist alleinerziehende Mutter des 15jährigen Jonas, der nachts immer öfter einfach nicht heimkommt. Langsam verliert sie den Draht zu ihm, aber kümmert sie sich überhaupt genug um ihren Sohn? Ist sie nicht eher damit beschäftigt, sich bestimmte Freiheiten – wie keine fixen Beziehungen, Geschäftsreisen etc. – einfach zu nehmen? Alexa hingegen kümmert sich um ihre zwei Kinder und ihren Mann, bis sich dieser wegen einer Jüngeren scheiden lässt und sie plötzlich alleine ist. Der Tod der Mutter und ein Brieffragment verändern das Leben der Schwester von Grund auf. Ein einfühlsamer Roman, der uns zwei gegensätzliche Charaktere und Familienbeziehungen lebensecht mitverfolgen lässt!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Diese Geschichte ist die wohl schönste Liebesgeschichte, die ich jemals gelesen habe. Ulla Scheler ist hier ein fabelhafter Roman über eine junge Liebe, Leidenschaft und über das Leben gelungen. Gleich auf den ersten Seiten schließt man die beiden Protagonisten Hanna und Ben ins Herz. Man sieht sie vor sich, man kann sie spüren und sich in ihnen wiederfinden. Eine bildgewaltige Story, die einen komplett in den Bann zieht. Diesen Jugendroman kann ich auch allen Erwachsenen empfehlen.
 
Foto von Ursula Angerer

Gerade gelesen

Die Vorstellung, dass Gott ein gelangweilter Jugendlicher ist, der nichts auf die Reihe bekommt, hat mich dazu veranlasst, dieses Buch zu lesen. Es geht um Bob. Bob ist Gott. Den Job als Gott der Erde hat Bobs Mutter beim Pokern gewonnen. Aber bereits nach 6 Tagen Arbeit muss sich Bob ausrasten und lässt alles stehen und liegen. Als er sich verliebt, gerät die ganze Welt aus den Fugen, denn wenn Bob wütend oder glücklich ist, merken das alle auf der Erde. Eine sehr witzige Geschichte über das Chaos auf der Erde.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Dieser Roman von A.J. Grayson hat mich - im positiven Sinne - völlig aus der Bahn geworfen. Noch nie habe ich es erlebt, dass mir ein Täter so sympathisch war wie in diesem Thriller "Boy in the Park". Grayson versteht es, den Leser in den Bann zu ziehen, das Unerwartete tritt ein und eine Überraschung folgt der nächsten. Einfach ein Traum, dieses Buch sollte man auf keinen Fall auslassen. Der Leser begibt sich auf eine Achterbahn der Gefühle, auf der allerletzten Seite klärt sich aber alles!
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Ein Roman in Form von E-Mails? Das erinnert beim Lesen doch sehr stark an die Bestseller des österreichischen Autors Daniel Glattauer! Aber dieses Buch ist aus Frankreich und hat mindestens genauso viel Esprit, Witz und sprüht vor sprachlicher Ausdruckskraft. Adeline, eine einsame Frau mittleren Alters, schickt dem derzeit pausierenden Schriftsteller Pierre-Marie ein Paket, woraufhin sich ein interessanter Mailverkehr entwickelt. Warum ist Vera, die 4. Frau von Pierre-Marie, plötzlich von einer Stunde auf die andere verschwunden? Was hat das mit Adeline zu tun? Kommt es zu einem Treffen? Allerbeste Unterhaltung!
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Völlig außer der Reihe, nämlich im Sommer statt pünktlich zu Weihnachten, ist das mittlerweile 18. Kochbuch von Jamie Oliver erschienen. Anders als in seinem Vorgänger "Superfood für jeden Tag" kommt Oliver diesmal weniger auf der 1000%-gesund-Schiene daher. Möglicherweise hat auch er festgestellt, dass man -- v.a. wenn auch kleinere Kinder mit am Tisch sitzen -- mit weniger ausgefallen Zutaten mehr Erfolg und evtl. auch leergegessene Teller erreichen kann. Mein absolutes Lieblingsrezept: Das rauchige Gemüse-Chili. In der kälteren Jahreszeit schmeckt es vermutlich noch besser! Ein großer Teil des Buches widmet sich den schnellen Gerichten; hier fühlt man sich ein bisschen an "Jamies 15-Minuten-Küche" erinnert -- mit dem Unterschied, dass man hier selber tatsächlich auch vergleichsweise schnell eine Mahlzeit auf dem Tisch stehen hat. Auch die Frühstücksideen, Salate, Pasta und Risotto bieten viel Abwechslung. Fazit: Für mich ein absolut gelungenes Intermezzo... und man darf gespannt sein auf "Jamies Christmas"!
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Zugegeben, das Kochbuch von Nadia Damaso ist mit knapp 40,- Euro eher hochpreisig, aber man bekommt für sein Geld außer dem optischen Genuss beim Blättern auch wirklich tolle Rezepte! Als ich das Buch zum ersten Mal in den Händen hielt, dachte ich: Da kommt wieder so eine hippe junge Engländerin wie die Hemsley-Schwestern oder Jamie Oliver, aber weit gefehlt: Sie ist Schweizerin. Die Rezepte sind allesamt von ihr wunderschön fotografiert und tatsächlich gut umsetzbar! Zuletzt probiert: Asiatischer Blumenkohl-Gemüse-Reis mit Sojasauce! Die Schärfe mit etwas Joghurt abgemildert -- so schmeckte es auch den jüngeren Kindern am Tisch! Mein persönliches Highlight des Buches: Die unzähligen tollen Frühstücksideen (u.a. süße Toast, Müsli-Varianten und Shakes), die sich gerade jetzt in den Ferien, wo man ja etwas mehr Zeit hat, bestens für den Start in den Tag eignen. Für mich eines der besten Kochbücher der letzten Zeit!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Die meisten Romane vom ehemaligen Hanser Chef Michael Krüger habem mich eher traurig gestimmt, doch bei diesem ist die Thematik etwas leichter: Ein Mann erbt ein Haus, indem er sich dann selber einmietet, ohne sich als Besitzer zu erkennen zu geben. Er selbst hängt seinen Job an den Nagel und wird zum Beobachter, der alles in Frage stellt. Die Bewohner des Mietshauses haben so ihre Eigenheiten und mit ironischer Distanz und mit einem Augenzwinkern beschreibt Krüger dieses skurile Haus. Mit einfachen Tricks verdreht er die Welt, plötzlich hat man als Leser den Eindruck, dass seine Erinnerungen nicht auf Tatsachen festzumachen sind.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Bereits Richard Ford schreibt über dieses Buch, dass es ihn beeindruckt und überwältigt hat. Mir ist es genauso ergangen. Das Jahr 1969 war sowieso ein besonderes Jahr, doch Emma Cline hat einen herausragenden Roman über "grenzenlose" Liebe und über die Sehnsucht, endlich gesehen zu werden, geschrieben. Die 14 jährige Evie glaubt, sie kann auf der "Ranch" - die Kommune von Russel, vergleichbar mit Charles Manson - mehr lernen als in ihrer kleinen Stadt. Dort geben sie ihr das Gefühl, dass sie willkommen ist. Sie bemerkt die Signale, irgendwas läuft hier falsch, redet sich aber in diesem Sommer 1969 alles schön. Was hat Russel an sich, das alle so von ihm eingenommen sind? Er packt sie an der verwundbarsten stelle, er beobachtet, lässt sie zu sich kommen, weißt ab und dann sind sie weich. Mit 14 kann eine Frau noch nicht einschätzen, was sie braucht. Sie ist leicht manipulierbar, verwundbar. Und das bringt Emma Cline grandios zur Sprache!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Wer in der Nacht nicht schläft, hat viel Zeit, vergangenen Ereignissen nachzuhängen. So auch die weibliche Protagonistin in Margriet de Moors neuestem Roman: Während sie bäckt und auf den Kuchen wartet, offenbart sie dem Leser, was in der kurzen Ehe mit Ton passiert ist. Er ist nicht mehr da, stattdessen hat sie nach vielen Jahren der Trauer einen neuen Mann bei sich im Schlafzimmer. Es handelt sich hier eigentlich um eine Novelle, eine großartige Liebesgeschichte, die sich in ihrer Kürze großartig entfaltet. Starke Themen und Ereignisse werden von de Moor mit einer Leichtigkeit präsentiert, die uns staunen lässt. In dieser schlaflosen Nacht geht es nicht um das warum, sondern um das wie.
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Bruno Daldossi, Kriegsphotograph, versucht in seinen Bildern den Augenblick des alltäglichen Lebens im Krieg einzufangen. Doch ist das überhaupt möglich, das Grauen, welches hinter diesen Photos steckt, für den Betrachter sichtbar zu machen? Wie hält das der Photograph selbst aus, dass er Bilder knipst statt zu helfen? Das Leben von Daldossi gerät zusehends aus den Fugen, vor allem, als ihn seine langjährige Lebensgefährtin Marlis verlässt, wird er immer mehr zum Alkoholiker und leidet unter der Einsamkeit. Ein zutiefst beeindruckender Roman von Sabine Gruber, mit einer teils derben und sarkastischen Sprache, die aber wohl das Leben dieser männlichen Reporter am besten zum Ausdruck bringt; unterbrochen von Bildbeschreibungen.
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Was muss passieren, damit eine Mutter ihr Kind zurücklässt? Wie geht es dabei der Mutter, wie fühlt sich der Sohn? Genau das wird in diesem grandiosen Roman der argentinischen Schriftstellerin Claudia Piñeiro meisterhaft dargestellt.
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Zwei Brüder, die es lieben, das Grauen in den Gesichtern der Menschen zu sehen. Haben Sie schon mal jemanden auf der Straße stolpern sehen und dabei gelacht? Genau das lieben die Beiden, nur auf eine demütigendere und blutigeren Weise. Ihre auserkorenen Opfer sind eine liebe vierköpfige Familie, die einen netten Urlaub verbringen will, der zum Alptraum wird. Laut Bill Braddock ein Muss für Richard Laymon Fans. Kann ich nur befürworten. Der Thriller baut rasend schnell Spannung auf, die Story zieht sich gradlinig durch das Buch, und man hat das Gefühl, sich mitten im Geschehen zu befinden. Einmal angefangen kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Auch die Charaktere zeichnen sich jeder für sich mit einzigartigen Details aus. Man lernt die Familie zu lieben und manch anderen zu hassen.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Das haben wir uns doch alle schon einmal vorgestellt. Allen Menschen in einem Brief so richtig die Meinung zu geigen, weil man weiß, dass man nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden kann, wenn sie es lesen. Gerris Familie, wie sie beschrieben ist, ist auch mit Sicherheit kein Einzelfall. Ziemlich sicher können sich viele Frauen mit Passagen aus diesem Buch teilweise identifizieren. Ich habe mich köstlich amüsiert, habe den Roman fast in einem Zug durchgelesen. Der Roman ist locker, leicht verfasst und voller Humor. Obwohl es um ein ernstes Thema geht, ist das Buch voller Witz und Charme. Immer wieder habe ich mich über die Abschiedsbriefe gefreut, die sich zwischen den Seiten in Kuverts befinden. Besonders beim Lesen dieser Briefe musste ich öfters schmunzeln. Die Idee mit den Kuverts habe ich so noch nie gesehen und ich fand sie großartig. Danke liebe Frau Gier, für dieses wunderbare Werk, ich kann es wärmstens weiterempfehlen.
 
Foto von Helmut Oefner

Gerade gelesen

Der Psychothriller erzählt die Geschichte der Bestsellerautorin Linda Conrads, die seit dem gewaltsamen Tod ihrer Schwester vor 12 Jahren völlig zurückgezogen lebt. Als sie im Fernsehen in einem Journalisten den Mörder ihrer Schwester entdeckt zu haben glaubt, lädt sie diesen zu einem Interview zu sich nach Hause. Dieses Zusammentreffen verläuft jedoch gänzlich anders als geplant und wird zu einem überraschenden Katz-und-Maus-Spiel. Ein brillant geschriebener Thriller, der einen sogleich in den Bann zieht und die Spannung bis zur letzten Seite aufrecht erhält. Sprachlich und erzählerisch ein Hochgenuss. Eine Autorin, die man sich merken sollte.
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Paul Theroux ist ein wunderbarer Reiseschriftsteller. Ich war mit ihm u.a. schon auf den "glücklichen Inseln Ozeaniens", an der Moskitoküste und im alten Patagonien-Express unterwegs. Und jetzt also Hawaii! Das "Paradise Lost" ist in die Jahre gekommen; ebenso wie der ehemalige Schriftsteller, der dort seinen neuen Job als Hotelmanager antritt. Er hat keine Ahnung vom Hotelgewerbe, aber das macht nichts, wie ihm der Besitzer versichert. Er müsse nur da sein; die Arbeit erledigen die Angestellten. Und so ist er da und geht seiner Leidenschaft nach: Er sammelt Geheimnisse. "Sie schreiben doch Bücher", ist oft der Auftakt zu komischen/herzergreifenden/skurrilen/traurigen Geschichten, die bevorzugt an der Bar erzählt werden. Wir treffen auf Sweetie, deren Vater vermutlich John F. Kennedy ist; wir erfahren, warum Royce Lionberg der glücklichste Mann auf Hawaii ist. Und was hat es mit Zimmer 509 auf sich? Und wieviel autobiographisches von Theroux mag in diesem Roman stecken? Lesen Sie und rätseln Sie selbst! Mit diesem Buchtipp verabschiede ich mich in mein eigenes Paradise Lost!
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Dass Joanne K. Rowling spannend und unterhaltsam schreiben kann, hat sie ja schon bei Harry Potter eindrucksvoll bewiesen. Auch unter Pseudonym macht sie das als Krimi-Autor(in?) hervorragend. Inzwischen sind drei Bände um den Privatdetektiv Cormoran Strike (schräge Namen waren schon immer ihre Spezialität!) und seine Assistentin Robin erschienen. Für mich der bisher beste Band! Der Fall ist grauslich und spannend -- als in der Detektei ein Paket mit einem abgetrennten Frauenbein eintrifft, fallen Strike auf Anhieb drei Personen ein, denen er eine solche Tat zutrauen würde -- aber viel interessanter als die Ermittlungen und die (für mich völlig überraschende!) Auflösung des Falles ist der Rest! Endlich erfährt man mehr über Strikes Vergangenheit und wie es dazu kam, dass er ein nicht nur körperlich, sondern v.a. auch seelisch beeinträchtiger Mensch ist. Auch die bisher eher etwas unscheinbare Robin hat ein düsteres Geheimnis, das nun ans Licht kommt. Ingesamt rücken sie und ihre durchwachsene Beziehung zu ihrem Verlobten stärker in den Vordergrund. Was sie an diesem langweiligen, ewig nörgelnden Snob findet, bleibt mir weiterhin ein Rätsel! Vielleicht löst es sich im 4. Band auf?
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Lydia, Tochter einer amerikanisch-chinesischen Familie in einer Kleinstadt in Ohio, ist tot. Damit beginnt dieser wirklich großartige Roman. Nun erzählt die Autorin die Hintergründe: Warum musste das passieren? Sie beschreibt die Mutter Marilyn, die ihre ehrgeizigen und missglückten Pläne, Ärztin zu werden, auf ihre Tochter überträgt. Dann ist James, der Vater, der als Chinese immer schon der Außenseiter war. Nath, der ältere Bruder von Lydia, erhält einen Studienplatz in Harvard und ist froh, endlich wegzukommen. Hannah, die jüngste Tochter, wird eigentlich am wenigsten wahrgenommen. Alle versuchen sie auf unterschiedliche Weise, den Tod von Lydia zu verarbeiten. Und welche Rolle spielt Jack? Ein äußerst grandioses, wunderbar erzähltes, ergreifendes und so reales Buch!
 

Gerade gelesen

Dieser Jugendroman erzählt die Geschichte von Madline, die einen seltenen Immuninfekt hat und ihr Leben lang das Haus nicht verlassen darf. Ihre Mutter ist Ärztin und kann sie zu Hause behandeln. Durch E-Mail schreiben lernt sie ihren neuen Nachbarn Olly kennen, der sich in Madline verliebt und ihre Schutzzone durchbrechen möchte. Eine spannende und berührende Liebesgeschichte mit einem unerwarteten Ende.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Dieses Buch von M.J. Arlidge hat mich von Anfang an begeistert, obwohl es schon einige Jahre her ist, dass ich es gelesen habe (da es schon einmal unter dem Titel "Eene Meene" im Rowohlt Verlag erschienen ist.) Fazit: jeder Krimileser wird von dieser Reihe begeistert sein. Selten gelingt es einem Autor, eine derartige Spannung aufzubauen und gleichzeitig mit dem Inhalt den Leser so zu schocken. Unbedingt lesen und nicht nur diesen Teil, sondern auch die weiteren Teile mit Detective Inspector Helen Grace.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Der Roman "Die rubinrote Kammer", von der Autorin Pauline Peters, spielt in London des Jahres 1907. Die Protagonistin Victoria Bredon entstammt einer adeligen Familie. Sehr zum Missfallen ihrer Verwandten pflegt Victoria einen emanzipierten, recht unkonventionellen Lebensstil. Sie lebt seit dem frühen Tod ihres geliebten Vaters (ein Gerichtmediziner) allein mit ihrem Bruder, was zu dieser Zeit als höchst unschicklich galt. Ihre Unabhängigkeit und ihr Engagement für die Sufragettenbewegung bringen sie immer wieder in Schwierigkeiten und führen zu unangenehmen Unterredungen mit ihrer Großtante und ihrem strengen Großvater. Als sie im Zuge einer Demonstration der Suffragetten verhaftet wird, kommt es zu einer Konfrontation mit Francis, der ein hochrangiger Mitarbeiter des Innenministeriums ist. Dieser konfrontiert Victoria mit Andeutungen über ein dunkles Familiengeheimnis. Dadurch gerät ihr ganzes bisheriges Leben ins Wanken. Bei ihrem Versuch die Hintergründe zu ermitteln gerät Victoria nicht nur in Schwierigkeiten, sondern auch in allergrößte Gefahr. Pauline Peters ist mit diesem Roman ein historischer Thriller gelungen, der an Spannung kaum zu überbieten ist. Die Hauptprotagonistin ist eine moderne junge Frau, die sich nicht an Konventionen hält und sehr sympathisch wirkt. Dieses Buch kann und muss ich einfach weiterempfehlen!
 
Foto von Helmut Oefner

Gerade gelesen

Corrie Swanson, Schützling von Special Agent Pendergast, reist in den Nobelschiort Roaring Forks, eine ehemalige Silberminenstadt, um exhumierte Leichen von Bergarbeitern aus dem späten 19. Jhd. zu untersuchen. Bald erschüttert eine Serie von Brandstiftungen die Welt der Reichen und Corrie gerät in Lebensgefahr. Erst die Lösung des historischen Kriminalfalls bringt Licht in die mörderischen Ereignisse und eine verschollene Sherlock Holmes-Geschichte spielt eine entscheidende Rolle. Die Verquickung von einem reißerischen, zum Teil auch recht brutalen Thriller mit historischen Ereignissen und der Suche nach einer unbekannten Holmes-Geschichte gelingt den Autoren auf nahezu perfekte Weise. Die Spannung reißt bis zum Schluss nicht ab. Nur eingefleischte Pendergast-Fans müssen mit einem Wermutstropfen leben: der Special Agent teilt sich diesmal die Heldenrolle mit Corrie Swanson. Mit diesem Thriller erreichen Preston & Child wieder die Qualität ihrer ersten Romane, durch die sie Weltruhm erlangten.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Ein großartiger Psychothriller ist hier der Autorin Rhena Weiss gelungen. Schon der Einstieg ist sehr spannend. Es geht um das Verschwinden mehrerer jüngerer Mädchen in Wien. Zwei davon werden ermordet aufgefunden. Die BKA-Ermittlerin Michaela Boltzer wird mit den Fall betraut. Als dann auch noch ihre Nichte Valerie verschwindet, droht die Ermittlerin an diesem Fall zu zerbrechen. Der Thriller ist abwechselnd aus der Sicht der Kommissarin, des psychisch gestörten Täters und der Opfer geschrieben. Alles in allem superspannend und sehr empfehlenswert.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Endlich wieder mal eine Mutter-Tochter Beziehung, die von Liebe geprägt wurde und nicht von Missverständnissen und Hass. Natürlich verfällt Blanca in Trauer, aber Busquet verarbeitet diesen Prozess recht elegant und eloquent. Was macht diesen Roman so atemberaubend gut? Die Sprache, die Sätze fließen ineinander, es kommt mir vor, als würde Busquets nicht mehr Luft holen. Und das reißt mit, als Leser ist man am Meer, im Boot, in dem Haus der Mutter, man kann wirklich noch ihre Präsenz spüren. Eine schöne Lektüre mit unglaublich viel Tiefgang!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Smith Henderson tut das, was T.C. Boyle seit Jahren versucht: Missstände aufzeigen. Meiner Meinung nach löst er Boyle jetzt ab, denn er kann es einfach besser. Henderson ist unterhaltsamer, zwar genauso düster, doch er verzettelt sich nicht mit langweiligen Szenen. Die Gegend, die Wälder, ihre seltsamen Einwohner wird uns immer vertrauter und auch das primitive Verhalten mancher Figuren kann uns nicht davon abhalten, mit dem Sozialarbeiter Pete zu sympathisieren. Und nach dem spannenden Finale kann ich mich nur verbeugen vor diesem literarischen Talent. Und ich hoffe Boyle verzeiht mir, dass ich ihn hier nicht genug würdige.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Russo ist der neue Gott in der amerikanischen Literaturszene. Er ist geduldig, sorgfältig pflegt er die Entwicklung seiner Figuren, jeder Satz ist bedeutungsschwer und wichtig. „Die gottverdammten Träume“ ist nichts für Leser, die nicht genießen sondern nur konsumieren. Es ist ein Roman, der für ein intelligentes und wissbegieriges Publikum bestimmt ist. Russo ist zu bewundern, wenn er vor unseren Augen eine Stadt auferstehen lässt, die resistent gegen jede Veränderung zu sein scheint. Auch Miles braucht lange, um seine Träume zu verwirklichen. Die gute Übersetzung trägt dazu bei, dass der stille Humor und die Eleganz bis zum Schluss erhalten bleiben.
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Klaussmann schrieb hier einen Roman der Extraklasse. Er handelt von Sara und Gerald Murphy und deren extravagantes Leben in den 1920ger Jahren an der Côte d'Azur, in der Villa America. Klaussmann weiß ihr Talent einzusetzen und verbindet meisterhaft fiktionale und wahre Ereignisse rund um Sara und Gerald. Sehr interessant am Buch waren auch die Freundschaften, die die Murphys pflegten, zum Beispiel zu den Fitzgeralds (The great Gatsby) und Hemingway. Das Buch und deren berühmte Persönlichkeiten lassen mich nicht los und so bin ich viel am recherchieren, was wahr und was Fiktion ist. Dabei bin ich auch auf das Buch „Zärtlich ist die Nacht“ von F. Scott Fitzgerald gestoßen, dessen Hauptprotagonisten ebenfalls Gerald, Sara und ihr Leben darstellen sollen.
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Ein liebevoll illustriertes Buch für alle Katzenliebhaber. Illustriert wurde es von Benjamin Lacombe und die Texte stammen von Pérez Sébastien. Wir alle wissen ja, dass Katzen ihren eigenen Dickschädel haben und Perez bringt das mit seinen 15 kurzen Geschichten auf den Punkt. Allesamt sind lustig und der Wahrheit sehr treu, wie jeder Katzenliebhaber bekennen muss. Wie zum Beispiel das Körbchen, das die Katze liebt, aber nicht mehr hineinpasst oder die Kraxlerei auf den höchsten Punkt, wo schon dann und wann mal Hilfe geholt werden muss, um die Katzen wieder herunterzubekommen. Die Geschichten sind zwar sehr kurz, aber man kann sie öfters lesen und muss trotzdem noch schmunzeln. Lacombe ist in seinem Tun perfekt wie immer. Das perfekte Geschenk für Katzenfreunde, oder einen selbst.
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Der 15-jährige Charlie ist für mich einer der liebenswertesten Charaktere in der Literatur. In über 50 Briefen und über ein Jahr hinweg erzählt er einem dem Leser unbekannten Freund von seinem Leben. Das ist oft komisch, aber vor allem sehr berührend und manchmal auch traurig. Denn Charlie ist ganz anders als die anderen coolen Kids in der Highschool. Er ist der Außenseiter, der zurückhaltende Beobachter, der das Leben in Frage stellt. Er ist der, der in allem das Gute sehen möchte und an sich selbst zuletzt denkt. Er ist der Junge mit dem Herzen aus Gold. "Manchmal denken Menschen so viel nach, um nicht am Leben teilnehmen zu müssen." Doch sein erstes Highschool-Jahr wird ihn prägen und verändern. Es sind die Briefe und das Wissen, "dass irgendjemand dort draußen zuhört und versteht", seine neuen Freunde und die erste Liebe, die Charlie helfen, sich mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen und vielleicht endlich "teilzunehmen". Denn auch wenn es ihm jetzt noch nicht gut geht, dann bestimmt sehr bald. Denn das also ist sein Leben.
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Ein Computerspiel, in das man geistig hineingleiten kann, die Umgebung als real ansieht und Berührungen spüren kann. In diesem Manga ist das schon Realität. Viele Menschen haben lange auf die Veröffentlichung des Spiels gewartet, da es nur wenigen Auserwählten gegönnt war, die Beta zu spielen. Doch als die Leute sich versammeln, erscheint jemand am Himmel(groß projeziert) und erklärt Ihnen, dass sie das Spiel erst verlassen können, wenn jemand das Game zu Ende spielt. Das Schlimme daran: wenn Sie im Spiel sterben, sterben Sie im wahren Leben. Eine Zukunftsvision, die durch die neuesten Entwicklungen am Computermarkt meiner Meinung nach gar nicht mehr so unreal erscheint, da Wissenschaftler schon länger an solchen Projekten arbeiten. Naja vielleicht bis aufs Sterben.
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Eine Geschichte, die wir zwar kennen, so aber noch nie erlebt haben. Was passiert, wenn Satan die Weltherrschaft an sich reisen will, aber keine Zeit dazu hat? Genau, er schickt sein kleines Baby. Ein junger Raufbold namens Oga muss ab jetzt das Baby aufziehen, damit es später die Welt wie wir sie kennen zerstören kann. Doch das gestaltet sich gar nicht so einfach, wenn dieses Kleinkind anstatt zu weinen, Blitze schießt. Der Manga hat einen großartigen Zeichenstil, welcher mir sehr wichtig ist bei diesem Genre. Ich kam aus dem Lachen fast gar nicht mehr heraus, und auch wenn man weiß, dass das Baby eigentlich von Satan abstammt, schließt man es sofort ins Herz. Ein gelungener Manga, der die Lachmuskeln bis zum Zereisen anspannt.
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Ein ultra-orthodoxer Jude? Damit habe ich bisher nicht mehr verbunden als Männer mit Schläfenlocken und Kippa auf dem Kopf, die den Talmud studieren. Deborah Feldman wächst in der ultraorthodoxen Gemeinde der Satmarer in einem von der Außenwelt praktisch abgeschotteten Viertel in Brooklyn auf. Die Satmarer leben sektenähnlich nach den radikalsten Regeln einer jüdischen Gruppe weltweit. Die englische Sprache ist verboten, Bücher sind verboten, es gibt strengste Kleidungsvorschriften, in einigen Gegenden gibt es sogar getrennte Gehsteige für Männer und Frauen. Deborah bemüht sich, "ein eydel Mädchen" zu sein, aber schon von klein auf eckt sie an und lehnt sich gegen die strengen Regeln auf. So lernt sie z.B. Englisch, widerspricht den Lehrern und versteckt die heimlich ausgeliehenen Bücher unter der Matratze. "Dieses Verhalten hat mich gebrandmarkt als Mechizef, als Übermütige." Mit 23 Jahren ist sie seit 6 Jahren in einer arrangierten Ehe gefangen und Mutter eines kleinen Jungen. Unter anderem ist es der bevorstehende Eintritt ihres Sohnes in die Talmud-Schule, der ausschlaggebend dafür ist, dass Deborah mit ihrer Vergangenheit und Herkunft bricht. "Ich kann mir nicht vorstellen, ihn in dieses kleine, stickige Leben zu entlassen, während ich mich so sehr nach einem freien sehne." Warum ist dieses Buch so lesenswert? Auf den ersten Blick ist es faszinierend und erschütternd, einen Einblick in eine Welt mit völlig fremden Sitten zu erhalten. Ich konnte es kaum fassen, dass mitten in New York wahrhaftig Menschen so abgeschottet in einer Art Ghetto leben können. Aber vor allem ist es der Bericht einer jungen Frau, die mutig und stark genug war, sich von religiösem Extremismus loszusagen und ihr Recht auf Bildung zu verwirklichen. Nicht zuletzt ihre große Liebe zur Literatur hat ihr dies ermöglicht.
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Heute mal eine Empfehlung zum Immer-wieder-Lesen! Harry Potter hat mich mein ganzes Erwachsenenleben lang begleitet, und ich gehöre noch zu der Generation von Potter-Lesern, die immer sehnlichst und monatelang auf den nächsten Band warten mußten. Da haben es die Potter-Neulinge von heute besser: Sie können -- wenn gewünscht -- alle 7 Bände auf einmal kaufen und in einem Rutsch lesen. Und genau das, nämlich das Dauerlesen, mache ich etwa 1x pro Jahr! Es hat etwas angenehm Vertrautes und Heimeliges, für Wochen im Geiste in Hogwarts zu Hause zu sein. Auch wenn ich ganz genau weiß, was als nächstes passieren wird, tut das der Spannung keinen Abbruch, und immer wieder bin ich fasziniert, was für eine phantastische Welt Frau Rowling erschaffen hat...Genug geschwärmt, ich stecke gerade mitten im Trimagischen Turnier! Leider ist diese Gesamtausgabe bereits vergriffen!
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Aufgepasst, liebe LeserInnen, hier gibts gleich zwei fremde Welten zu erkunden: Zum einen erfahren wir viel über die Lebenswelt blinder Menschen, zum anderen wird das moderne Alltagsleben in China beschrieben. Die nicht immer einfachen Liebes- und Beziehungsgeflechte der blinden MitarbeiterInnen in einem chinesischen Tuina-Massagesalon stehen im Mittelpunkt des Romans, der teils gefühlvoll teils witzig auf die Lebensbedingungen im heutigen China eingeht. Wer sich für fremde Menschen und Länder interessiert, ist hier gut bedient!
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Lisbet und Oda sind unzertrennliche Freundinnen in Norwegen des Jahres 1941 und verlieben sich in die Feinde - in deutsche Soldaten. Als beide Männer an die Ostfront versetzt werden, die Frauen schwanger sind und deshalb von ihren Familien verstoßen werden, kommen sie in die von der SS geführen Lebensborn-Heime. Marie, die Enkelin von Lisbet, begibt sich auf die Suche nach ihren Wurzeln. In diesem Roman erfährt man viel Interessantes und mir bisher Unbekanntes über die damalige Zeit, das Schicksal der Frauen, die sich mit deutschen Soldaten eingelassen haben, und deren von der Gesellschaft nicht akzeptierten Kinder.
 
Foto von Bernhard  Stepanek

Gerade gelesen

Andreas Föhrs neuestes Buch enttäuscht alle seine Leser, die sich auf einen Krimi mit Kommissar Wallner gefreut haben: der kommt nämlich hier nicht vor. Allerdings hält die Enttäuschung nicht lange an. Sobald man die ersten Seiten gelesen hat, ist man mit Föhr wieder versöhnt. Das Buch ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite, nirgendwo langatmig und immer wieder voller überraschender Wendungen. Was hat eine verschwundene Kosovoalbanerin mit einer bestialisch ermordeten Germanistikstudentin zu tun? Und wird es der Anwältin Rachel Eisenberg gelingen, durch ihre Hartnäckigkeit die Unschuld ihres Mandanten zu beweisen? Finden Sie es heraus, indem Sie diesen Krimi lesen, und machen Sie es dann wie ich: warten und freuen Sie sich auf eine Fortsetzung der Serien von Andreas Föhr, egal, ob mit Kommissar Wallner oder mit Rachel Eisenberg!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Das ist ein Schmöker, der keine einzige langatmige Stelle aufweist. Der Autor selbst ist viel gereist und hat sich jahrelang auf Schiffen, auf dem Meer aufgehalten, sodass dieser Roman für alle Leser etwas zu bieten hat. Spannung, unerwartete Wendungen, gut gezeichnete Charaktere, gutes Kopfkino, rückwärts abgespielt. Und das macht es auch so richtig gut, wenn man sich vom Jahr 2005 bis in Jahr 1947 liest. Beeindruckt hat mich auch folgende Szene: Luc fällt von der Yacht ins Meer, ohne dass es jemand merkt. Und während er im Meer treibt, wünscht er sich , er könnte etwas lesen, "in Welten hineintreiben, die klarere Konturen hatten, mehr Sinn ergaben, als es seine eigene je getan hatte." Herrlich, die perfekte Urlaubslektüre!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Das Schöne ist, dass die Perspektiven in diesem Roman oft wechseln, ohne dass man es merkt, ohne dass er Erzählfluss gestört wird. Beeindruckend elegant kommt die ganze Familie zu Wort, wir wissen, was sie wirklich denken. Manche Autoren benötigen ein ganzes Kapitel, um eine Person vorzustellen, Celeste Ng nicht. Man möchte aufhören zu atmen, die Szene im Kopf nochmal durchgehen, man sieht die Familie vor sich sitzen und agieren. Lydia, die es allen recht machen wollte, die immer brav lächelte und ihrer Mutter zuliebe als Frau erfolgreich sein wollte, sie verschwindet und lässt alle mit Fragen zurück. Anders zu sein, mit Migrationshintergrund, wie man heute so schön sagt, zieht sich wie ein roter Faden hindurch. Was die Eltern nicht erreicht haben, bleibt auch ihren Kindern nicht erspart. Celeste Ng (Ing ausgesprochen) gebraucht keine Klischees, keine Halbwahrheiten, keine Floskeln - ihre Sätze sind so wahrhaftig wie das Leben selbst.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

"Hades" ist der Auftakt einer neuen Thiller Reihe der australischen Autorin Candice Fox, die mit diesem Titel den Ned Kelly Award 2014 gewann. Die junge Autorin spielt in diesem Buch gekonnt mit der Psyche des Lesers. Es stellt sich immer wieder die Frage, wo das Gute endet und an welcher Stelle das Böse beginnt. Ein wirklich toller Thriller, der bis zur allerletzten Seite nicht an Spannung verliert. Durch die vielen verschiedenen Erzählstränge wird die Spannung noch verstärkt. Wirklich tolle Protagonisten und ein hervorragend guter Plot. Ich freu mich schon auf die Fortsetzung "Eden", die im Herbst 2016 erscheinen wird.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Mit diesem Buch hat Lilly Lindner mich wieder mal umgehauen. Ihr schonungslos ehrlicher Schreibstil, den sie schon bei ihrer eigenen autobiographischen Darstellung "Splitterfasernackt" verwendete, verfehlte auch diesmal seine Wirkung nicht. "Die Autobiographie der Zeit" ist kein normaler Roman: er setzt sich aus vielen kurzen Kapiteln zusammen, die teilweise nur aus einen einzigen Satz bestehen. Aber jeder Satz trifft ins Schwarze. Es ist die Geschichte eines Mädchens, das vom Tod auserwählt wird, die Zeit zu sein. Kevin stellt den "Raum" dar, David die "Beständigkeit" und Shay den "Abgrund". Zusammen leben sie in einem Paralleluniversum und von dort kontrollieren sie die Erde. Noch nie hat jemand das Leiden der Menschen auf der Erde so treffend ausformuliert wie Lilly Lindner. Vielen Dank für dieses wunderbare, unverzichtbare Buch!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Pancol hat mir ihrer ersten Trilogie in Frankreich einen Bestseller geschrieben (Erster Teil war die Schildkröte - Der langsame Walzer der Schildkröte - großartig!!). Und da ich mich von ihr noch nicht sattgelesen habe, wollte ich mich auch mit den Muchachas vertraut machen. Ich wurde nicht enttäuscht. Rasch erliegt man der Geschichte, besonders Stella hat es mir angetan. Und es ist spannend zu erfahren, dass Josephines, Philippes, Zoes und Hortenses Leben neue facetten dazugewinnt. Doch ich kann alle Leser beruhigen, man kann getrost auch ohne dieses Wissen Gefallen an der Lektüre finden. Blöderweise möchte man nach dem ersten Teil wissen, wie es weitergeht, denn mit diesem Ende ist man nicht zufrieden. Deshalb unbedingt weiterlesen: Muchachas - Kopfüber ins Leben und Muchachas - Nur ein Schritt zum Glück!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Manchen Büchern fehlt die Dramaturgie, sodass sie generell langweilig erscheinen. Hier ist die eigentliche Erschütterung die Erkenntnis, dass Caterina sich schon vorher in den Schatten der Zwillingssschwester gestellt hat. Sie hat ihr Leben nicht ausgekostet, und jetzt kommt sie nicht zurecht mit der Verantwortung. Es ist das Leben im Dorf nach der Katastrophe, es wirkt wie ein Kriegsschauplatz. Der Wiederaufbau geht nur schleppend voran, es scheint, als würden die Verantwortlichen darauf warten, dass die Bewohner aufhören, ihre Verluste zu beklagen, dass sie nicht mehr darauf warten, ihre Häuser wieder beziehen zu können. Die alte Frau, die ihre Tochter verloren hat, die Schwester, die glaubt, es hätte sie treffen sollen, der pubertierende Sohn, der Vater und Mutter loslassen muss; sie sind nicht die einzigen in dem Dorf, denn es hat an diesem Tag vor vier Jahren 205 Tote gegeben. Doch in ihnen verkörpert die Autorin den Schmerz, die Wut, und den Neubeginn. Ein Buch der Erkenntnis und des Glücks, ein Buch für alle, die wahre Literatur zu schätzen wissen.
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Lebst du noch in der Wirklichkeit oder bist du gefangen im smarten Universum der virtual reality, indem die Autos selber fahren und dir Suchmaschinen vorschlagen, was du eigentlich wolltest? Fühlst du dich wie eine Spielfigur im Internet der Dinge? Oder entscheidest du noch selbst, wo und wie du überwacht wirst? Harald Welzel ist mit diesem Buch eine äußerst kritische Abrechnung mit unserem Konsumdenken, Big Data und der Ungleichheit gelungen. Und er gibt uns eine Gebrauchsanweisung zur Erzeugung von Systemstörungen mit. Wer nach der Lektüre dieses Buches noch immer nicht begriffen hat, dass wir in der Off- und nicht in der Online-Welt leben, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich doch geschluchzt habe bei ihrem ersten Roman "Bevor ich sterbe". Jetzt bin ich natürlich nicht mehr so sensibel, also Tränen gab es diesmal nicht. Natürlich gibt es Stellen, die an die Substanz gehen, da die Thematik nicht leicht ist. Eigentlich ist es ein Jugendbuch, da die Haupterzählerin erst 17 Jahre alt ist. Warum ich das Buch aber doch Erwachsenen empfehle? Weil niemand die Verbindung von der Großmutter, über die Mutter zur Enkeltochter so perfekt umsetzt wie Jenny Downham. Und die Demenzerkrankung wurde auch noch nie so perfekt dargestellt wie in "Die Ungehörigkeit des Glücks".
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Lewinsky verfolgt in diesem Roman eine Theorie: Das Böse ist von Anfang an da, es kommt immer wieder, die Seele reinkarniert! Andersen war im Krieg jemand, der Verhöre durchgeführt hat - Menschen wurden gefoltert, nicht nur körperlich, auch emotional - und gegen Ende des Krieges legt er sich eine neue Identität zu. Seine Erinnerungen beginnen Jahre später wieder, noch im Mutterleib. Klingt jetzt kompliziert, kurzgefasst: Andersen macht da weiter, wo er aufgehört hat. Er manipuliert die Menschen, lebt aber mit dem Verstand eines Mörders im Körper eines Kindes. Andersen ist ein Mensch, der sich immer wieder ein neues Ich erschafft, nur böser als davor. Lewinsky schreibt: "Ich glaube, es gibt Menschen, die von Geburt an einen schlechten Charakter haben." Ein paar der Kapitel setzen einem richtig zu, wenn man sich die Vorgänge durch den Kopf gehen lässt. Bei manchen Büchern weiß man schon auf den ersten Seiten, dass es einen nicht mehr loslassen wird. Bei Lewinsky ist das der Fall. Erschreckend genau versteht er seine Kunst, er setzt das Buch so geschickt zusammen, dass es sich anfühlt, als wäre man ihm auf den Leim gegangen.
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Salat im Glas, Lunch to go usw. ist ja momentan in! Karin Stöttinger hat - wie ich finde - eines der schönsten Bücher zu diesem Thema auf den Markt gebracht. Übersichtlich unterteilt in vegetarisch, vegan, Fisch, Fleisch und sogar süße Salate! Schritt für Schritt wird Schicht um Schicht dés jeweiligen Rezepts erklärt. Heraus kommen köstliche Salate und raffinierte Dressings, praktisch in hübschen Weckgläsern zum Mitnehmen verpackt. (Das ausgespülte Gurkenglas o.ä. tut es aber auch!) Besonders angetan haben es mir die Rezepte, in denen Salat mit frischen Früchten wie Erd- oder Heidelbeeren und Mozzarella oder Schafskäse kombiniert wird. Für abends zuhause sind alle Salate auch schnell in der normalen Schüssel serviert. Auch ohne Schütteln ein Genuss! Einziges Manko: In einigen Rezepten werden recht ungewöhnliche Zutaten wie z.B. Dattelessig verwendet. Den hat man ja nicht unbedingt im normal bestückten Küchenschrank vorrätig. Alles in allem aber ein tolles Buch!
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Ich bin ja ein großer Fan von Fjällbacka, dem reizenden schwedischen Küstenstädtchen, in dem Läckbergs Romane angesiedelt sind. Dass dort wirklich ständig so ungewöhnliche und abscheuliche Verbrechen verübt werden, mag man sich kaum vorstellen. Der 9. Fall von Kriminalinspektor Patrick Hedström und seiner Frau, Schriftstellerin Erica Falck, ist dieses Mal allerdings leicht haarsträubend geraten, aber natürlich trotzdem wieder sehr spannend! Zwei Handlungsstränge, die auf unterschiedlichen Zeitebenen spielen, laufen erst ganz am Schluß zusammen; und natürlich ist es wie immer Erica, die den Fall letztendlich aufklärt. Auch wenn ich nicht sehr zart besaitet bin, hätte ich mir manches Mal gewünscht, dass die Mißhandlungen an Frauen und Kindern etwas weniger detailliert und grausig dargestellt werden. Da wäre vielleicht weniger mehr! Toll fand ich, dass die zahlreichen problematischen privaten Verstrickungen und Dramen der Hauptfiguren weniger im Vordergrund standen als in so machem Vorgängerband. Angenehm wie immer: die kurzen Kapitel, die einen immer noch eins und noch eins lesen lassen, so dass man die knapp 450 Seiten flott durchgelesen hat. Und das Ende hat mich echt überrascht! Frau Läckberg hatte, wie so oft, einen richtigen Knaller parat.
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Ich bin begeistert von diesem Manga. Am Anfang war ich noch ein bisschen skeptisch, da ich mir vorher schon einige Rezensionen angesehen habe, in denen behauptet wurde, dass zu viele Ecchi Szenen vorkommen. Nun ja, das muss ich revidieren, die Ecchi Szenen, die vorkommen, sind immer lustig oder actionreich. Die Charakter haben ab und zu Ähnlichkeit mit Protagonisten anderer Mangas, was aber nicht störend ist, da sie sich alle weiterentwickeln. Die Story schreitet rasant voran, wobei man aber auch immer wieder einen Blick in die Vergangenheit der verschiedenen Charaktere erhält. Alles in allem ein lustiger, actionreicher Manga mit ein bisschen Romance. Einfach toll.
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Ein bisschen Gezanke mit dem Ehemann, Klopfgeräusche in der Wohnung und kleine Blackouts, wer würde da schon an eines der ältesten Grauen der Menschheitsgeschichte denken? Niemand. Aber was passiert, wenn du auf einmal eine andere Stimme in deinem Kopf hörst? Genau das geschieht der Protagonistin in diesem Buch: sie wird heimgesucht. Von einem der ältesten Dämonen der Welt! Die Autorin weiß, wie sie die Leser in ihren Bann ziehen kann. Es ist absolut fesselnd mitzuerleben, wie sich die Psyche der Hauptfigur verändert und diese in ihr Lebensumfeld einfliesst. Das Spiel um die Macht des eigenen Denkens und die Möglichkeit einer Obsession sind einfach schockierend. Perfekter Gruselfaktor.
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Für mich "der Manga" schlechthin. Bestechend durch seinen schönen Zeichenstil und der tollen Story, hat Hiro Mashima ein Meisterwerk geschaffen. Er vermischt meisterhaft mehrere Genres wie Comedy, Action und Fantasy. Die Story zieht sich wie ein roter Faden durch alle seine Werke, wobei auch mehrere Lückenfüller zum Einsatz kommen, die aber hier keineswegs stören, da sie alle sehr spannend und humoristisch sind. Auch die Charaktere sind sehr gut getroffen: von der Angsteinflösenden bis zur Trinkerin und vom Tollpatsch bis zur Mystikerin. Es ist einfach jeder Typ vertreten, wo es dann schon ab und zu passieren kann, dass man sich denkt, man lese da über eine gute Freundin. Auf jeden Fall lesen!
 
Foto von Christine Mansbart

Gerade gelesen

Bereits vor 120 Jahren wurde von Ferdinand Porsche das 1. Elektroauto erfunden, das 70 Jahre später die Grundlage für das Mondmobil darstellen sollte. Dieses Elektroauto konnten sich einstens nur eine elitäre Gruppe wie Rothschild, Thurn und Taxis, etc. leisten. Ein Kapitel ist Otto Mathé mit seinem Porsche Ahnherr (Berlin-Rom-Wagen) gewidmet. Faszinierend die Entstehung des "Kraft durch Freude" Autos (VW-Käfer), wer Rang und Namen hatte kam zwangsläufig mit Porsche in Berührung, da die Erfindungen vom genialen Ferdinand Porsche sich nicht ausschließlich auf das Automobil beschränkten. Die Autoren geben uns auch private Einblicke in das Familienleben der Porsches. Ein interessantes Buch mit viel Hintergrundinformationen für geschichtlich interessierte Leser; die bewegte Porschesaga begann bereits vor dem 1. Weltkrieg. Toll und rasant geschrieben, absolut lesenswert!
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Ich habe schon lange nicht mehr bei einem Roman so gelacht! Es ist einfach genüsslich zu lesen, wie sich Zorzi ihrer drei Männer entledigt und diese beschrieben werden. Die Kriminalbeamten werden ebenso detailreich charakterisiert, sodass man sie fast bildlich vor Augen hat. Und obwohl Zorzi eine Mörderin ist, kann man ihr nicht böse sein, auch der Kriminalpsychologe Körber erliegt ihrem Charme ... Einfach genial!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Während in Europa der erste Weltkrieg tobt, passiert im australischen Hinterland bei einem traditionellen Picknick etwas Unglaubliches: zwei Männer schießen auf den fahrenden Zug, mit über 200 Picknickbesuchern aus Broken Hill an Board. Wahre Ereignisse bilden oft die Grundlage für einen guten Roman, doch hier hat Nicolas Shakespeare etwas sehr zeitgemäßes an die Oberfläche gebracht. Die Ereignisse des 1. Januar 1915 in Broken Hill kann man genauso gut in die heutige Zeit verlegen. Rassismus, Terror, Ausgrenzung, Anfeindungen, Fremdheit, etc., als guter Erzähler braucht es nicht viel, um den immer schon vorhandenen Fundamentalismus aufzuzeigen!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Die Lebensgeschichte dieser Autorin ist abschreckend, und trotzdem bringt sie uns zum Lachen. Was soll Yolandi tun, wenn ihre erfolgreiche, beliebte, begabte und glückliche Schwester nicht mehr weiterleben möchte? Wenn sie glaubt, ein gläsernes Klavier im Bauch zu haben, das zerbrechen könnte? Miriam Toews ist die beste kanadische Schriftstellerin! Als Leserin hatte ich das Gefühl, ich müsste mich in dieses Buch einwickeln! Schwesterliebe ist das größte, was es gibt (weiß ich eh!), doch niemand kann es so gut in Worte fassen wie Miriam Toews . Yolandis Lebensmut sind keine Grenzen gesetzt, ich vermisse ihre Worte jetzt schon. Selbstmord, der in der Familie passiert, kann man sich nicht von der Seele schreiben oder in einem Buch aufarbeiten, doch Toews versucht es mit Poesie, die uns auf den Zeilen tanzen lässt!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Bei den ersten paar Kapiteln wusste ich nicht recht, was der Autor von mir will. Nimmt er nur ein paar Krümel aus seiner Wohnung, die er vor der Übergabe besenrein hinterlassen muss, und macht daraus ein Buch? Doch schon bald fühlte ich mich in dieser Wohnung wie zu Hause, den Darer spricht aus, was sich viele von uns denken. Er schreibt besser als Heinz Strunk und ist somit einzigartig in seiner Bösartigkeit. Wie er selber schreibt: Es wäre traurig, wenn es nicht so komisch wäre. Ich habe laut vor mich hingelacht, diese Sprachakrobatik, die er uns um die Ohren haut, ist großartig. Er verwertet alles, was ihm unterkommt (auch die Schlagzeilen aus der Krone!) zu einer herrlichen Tragödie, und der Begriff "Urstrumpftante" wird mir ewig in Erinnerung bleiben. Darer hat das Dreihundertfünfundsechziggutenachtgeschichtenbuch perfektioniert!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Durch einen Unfall in einem geheimen Militärlabor wird eine biologische Waffe namens "Captain Trips" freigesetzt. Dabei handelt es sich um einen gefährlichen Grippevirus, der 99% der Weltbevölkerung ausmerzen soll. In den USA leben nur noch einige tausend Menschen, die gegen das Virus imun sind. Unter den Überlebenden bilden sich zwei Gruppen. Eine der Gruppen verkörpert unter der Führung des sadistischen Diktators Randall Flagg (genannt der dunkle Mann) das Böse. Die andere Gruppe begibt sich, geleitet durch Träume, in Richtung Nevada, um Mutter Abigail, die das Gute verkörpert, zu finden. Zusammen mit Mutter Abigail, einer 108-jährigen weisen Seherin, lassen sie sich in der Stadt Boulder nieder. Faszinierend ist, wie mitreißend King wieder einmal alles zu Papier gebracht hat. Gelegentlich hatte ich beim Lesen das Gefühl unter Grippesymptomen zu leiden. Er ist wahrlich der absolute Meister des Horrorgenres. Interessant waren auch die Kollateralschäden, die aus der Grippeepidemie und der Angst der Menschen resultierten. Wird jedoch am Ende die Menschheit komplett ausgerottet? Oder wird das Gute siegen? Wer eine Antwort auf diese Fragen haben will, der sollte sich die Sage und Schreibe 1712 Seiten des Horrorkings zu Gemüte führen. Ein kleiner Tipp noch: auf jeden Fall Grippetabletten bereithalten. Viel Spaß, und Gänsehaut beim Gruseln! Nichts für schwache Nerven!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

"Die Geschichte der Baltimores" ist der neue Roman des jungen Schriftstellers Joël Dicker, der schon mit seinem letzten Buch "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" einen internationalen Erfolg erzielte. Er gewann unter anderem den "Grand Prix du Roman der Académie Française" sowie dem Prix Goncourt des Lycéens. Ich war vor einigen Jahren, als ich sein erstes ins Deutsche übersetzte Buch las schon sehr von diesem Schriftsteller angetan, aber mit diesem Werk hat er alles andere in den Schatten gestellt. In diesem Buch schreibt Joël Dicker über den weltbekannten Schriftsteller Marcus Goldmann und dessen Familie, es ist eine Geschichte über Brüderlichkeit, Loyalität, Zusammenhalt und Liebe. Aber auch diese Familie, die am Anfang so perfekt wirkt, hat ihre Schattenseiten. Die Protagonisten verstricken sich immer mehr in Eifersüchtelei und Konkurrenzkämpfe. Er erzählt dieses Buch in mehreren Zeitsträngen, einen vor und einen nach der großen Katastrophe der Baltimores. Die Spannung in diesem Buch baut sich ins Unermessliche auf und man kann nicht mehr aufhören mit dem Lesen. Wenn man dieses Buch nicht in die Hand nimmt, verpasst man eines der wunderbarsten Leseerlebnisse. Es ist jetzt schon mein neues Lieblingsbuch und ich lege es wirklich jedem ans Herz.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Die Bildung kommt nicht vom Lesen, sondern vom Nachdenken über das Gelesene (Carl Hilty). "Zischen mir und der Welt" ist ein Buch, das nicht mehr wegzudenken ist und auf das sich künftige Diskussionen über Rassismus ausrichten werden. Toni Moririson nennt es zurecht eine "Pflichtlektüre", und ich finde, Coates Appell ist nicht nur an Amerika, sondern an die ganze Welt gerichtet. Auch wir glauben, dass die weiße Rasse privilegiert ist, auch wir haben uns eine Identität der Herrscher aufgebaut. Mir persönlich fiel es nicht schwer, mich in dieses Buch hineinzuversetzen, da mir Baltimore, die Geburtststadt Ta-Nehisi Coates, aus der Serie "The Wire" bekannt ist. Dieses Hintergrundwissen half mir, mich in die Geschichte seiner Familie hineinzuversetzen. Coates adressiert dieses Manifest an seinen 15-jährigen Sohn, als Warnung, da auch er der täglichen Gewalt ausgesetzt ist.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Wer diese Autorin noch nicht kennt, sollte das schnellstens nachholen! Dieser Roman ist ein Erlebnis für die Sinne! Es wird nicht nur gut gekocht, auch gut ermittelt und die Mörderin hält bis zum Schluss an ihren Prinzipien fest. Bettina Balàka würde sich auch gut als kriminal-psychologische Ermittlerin eignen, noch nie habe ich soviel über Täterprofile gelernt. Jetzt kann ich die Lobeshymnen auf diese Autorin verstehen, vom ersten Satz an ist man von der schwarzen Witwe, der Zorzi, gefesselt und ich muss jetzt wirklich die anderen Romane von ihr lesen (alle im Haymon Verlag erschienen).
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Ab und zu braucht man wieder einen Schelmenroman, eine heitere und doch gute Lektüre! Genüßlich habe ich Friedrichs Werdegang verfolgt, ihn bewundert, wie natürlich und überzeugend er seine Flunkereien umgesetzt hat Als junger Ostler sind ihm nach der Öffnung der Grenzen keine Grenzen mehr gesetzt, sein sozialistischer Hintergrund hilft ihm, im Kapitalismus voranzukommen. Hier eine kleine Anekdote für Neugierige: Im Alter von 7 Jahren erzählt der kleine Friedrich seiner ganzen Familie, dass er nachmittags den Schwimmkurs besucht. Er schmückt das angeblich Erlebte aus, bis es seiner Familie zu bunt wird und er im Schwimmbad beweisen muss, dass er schwimmen kann. Friedrich springt ins Wasser und schwimmt, irgendwie, obwohl er den Schwimmkurs nur erfunden hatte. Ich habe mich köstlich amüsiert mit diesem Buch, Jakob Hein ist nicht nur ein guter Psychiater, sondern auch ein guter und raffinierter Autor!
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Das wieder aufgelegte Buch aus dem Jahr 1978 erzählt aus der Perspektive des 4jährigen Jona seine Zeit im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Und es ist äußerst bemerkenswert, wie ein Kind das Grauen sieht, wie es versucht, seinen toten Vater zu finden und zu welchen Mutspielen die Kinder einander anstiften. Kurz und knapp, aber nicht weniger intensiv schreibt der Amsterdamer Autor Jona Oberski über seine Kinderjahre.
 
Foto von Christine Mansbart

Gerade gelesen

Bryson hat sich von seinem Verlag überreden lassen, an einem Folgeband von "Reif für die Insel" zu schreiben. Der Verlag hat recht gehabt! Ein Buch voller Anekdoten, wie nur Bryson mit Blick auf die britische Insel sie erzählen kann. Vor ca. 40 Jahren glaubte er ziemlich viel über England zu wissen, musste aber bald feststellen, dass er damit völlig falsch gelegen hat. Auch heute steckt das Leben dort für ihn noch voller Eigenheiten und Überraschungen. Ein Amerikaner nimmt die britische Insel anders wahr als der Brite selbst. Er hat ein Land entdeckt das ihm völlig fremd war aber trotzdem so großartig ist, um dort der Liebe und der Menschen wegen zu bleiben. Geschichten zum Schmunzeln, man kann sich durchaus in die Lage des Autors versetzen und seinen britischen Humor nachvollziehen. Auch als Hörbuch sehr zu empfehlen, gelesen von Oliver Rohrbeck alias Ben Stiller. Very britisch, I am loving it!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Dieses kleine Lexikon ist für jeden Leser gedacht, der sich so wie ich von der Welt der Kriminalliteratur begeistern lässt. Es ist kein Buch, das man in einem Zug durchliest, sonder viel eher ein Schmöcker, den man immer wieder mal zur Hand nimmt. Ein wirklich tolles Buch, das uns mitnimmt in die Welt der fiktiven Verbrechen und uns Geschichten erzählt über die bekannten wie die unbekannten Bösewichte der Weltliteratur. Seit Jahrhunderten begeistern solche Bücher die Leser, das Repertoire reicht von Frankenstein´s Monster über Jean-Baptiste Grenouille bis hin zu Moby Dick und Captain Hook, um nur ein paar genannt zu haben. Eine Lektüre, die einfach immer passt, egal ob morgens zum Kaffee oder Abends vor dem Schlafengehen! Dieses Büchlein liest man einfach gerne!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Achtung, dieser Thriller ist wirklich nichts für schwache Nerven! In ihrem Debütroman schreibt Alexandra Burt über die junge Mutter Estelle Paradise, die nach einen schweren Autounfall ohne Erinnerung in der Intensivstation des Krankenhauses aufwacht und mitansehen muss, wie ihr Leben in Scherben zerfällt. Denn ihre 7 Monate alte Tochter Mia wurde aus der eigenen Wohnung entführt und alle Spuren deuten darauf hin, dass Estelle selbst ihrer geliebten Tochter was angetan hat. Ein wirklich rasanter Thriller mit einer sagenhaft spannenden Wendung am Schluss. Diese Autorin versteht es wirklich, den Leser zu fesseln. Hochspannung mit Sicherheit garantiert!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Viel haben wir schon darüber diskutiert, ob wir das neue Buch von André Heller jetzt mögen, oder nicht. Ich bleibe bei meiner Meinung: es ist gut, aber speziell. Ein Buch, das unseren Großeltern gefallen dürfte, vielleicht finden sie sich nicht nur in der Figur des Vaters (Gottfried Passauer) wieder, sondern auch in Julian. Die Sprache ist antiquiert, ich nenne sie adelig oder blaublütig, für manche Leser vielleicht klingt sie schwülstig bzw. geschwollen - ziemlich "wienerisch". Julian ist erschreckend intelligent und ausgesprochen kompliziert, doch er passt perfekt in sein Umfeld: nämlich ins Schloss Schönbrunn! Und der Garten bildet einen schönen Kontrast zu den banalen Wienern, denn nur die exotischen Tiere, die Gerüche, die Musik und Julians geistreiche Träume retten ihn vor der Melancholie. Oder auch der Süden selbst, im zweiten Teil des Buches. Und die Familie Passauer hat auch Humor, bzw. sie pflegt zu scherzen: selbstverständlich auf einem höheren Niveau als wir! "Das Buch vom Süden" lässt uns das Gesamtkunstwerk "Heller" besser verstehen, dieser Roman ist ein Muss für alle neugierigen Leser! Und Ende November dürfen wir André Heller live in Innsbruck erleben!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Mit dem 1997 erschienen Roman "Seide" wurde der italienische Autor Alessandro Baricco bekannt, doch schon zuvor wurde er mit der literarischen Fernsehserie "Pickwick" zu einer Kultfigur. Jetzt ist sein neuester Roman erschienen. Mr. Gwyn beendet seine Kariere als Autor, indem er eine Liste von 52 Dingen, die er nicht mehr tun möchte, veröffentlicht. Als Kopist möchte er aber doch noch schreiben: keine Bücher, sondern Porträts von Menschen. Diese Porträts haben eine ganz eigene Entstehungsgeschichte und jedes einzelne ist ein Volltreffer. Jede Person empfindet die Zeilen als passend, doch bei Baricco ist nichts so, wie es scheint. Dieser Roman hat mich gefesselt, denn jede Bewegung, jeder Gedanke, jede Farbe des Himmels findet in seinen Zeilen Platz. Eine literarische Sensation, ein Buch für alle, die Wert auf gute Unterhaltung legen!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Der Hype um dieses Buch (vor allem in England!) - schon vor seinem Erscheinen - ist erschreckend. Ich befürchte fast, man möchte nochmal die Verkaufszahlen von "Shades of Grey" erreichen. Was macht dieses Buch nun so besonders bzw. was macht die Autorin besser als E.L James? Erstens ist es schon mal besser geschrieben (keine Kunst), und das Setting wurde verändert (die Kunstszene bietet in dieser Hinsicht mehr Anspruch!). Die Hauptfigur wird zur Mörderin, eine Femme Fatale, das Buch entwickelt sich zu einem Psychothriller. Und es gibt immer wieder überraschende Wendungen, was "Maestra" eine gewisse Vielschichtigkeit verleiht, sodass es sich wirklich lohnt, das Buch zu lesen. Und es wird viele Leserinnen und Leser ansprechen, davon bin ich überzeugt. Brisantes Detail am Rande: Wieviel Panama steckt in der Kunstwelt? In "Maestra" erfährt man es!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Wie wahrscheinlich ist es, dass innerhalb von einigen Wochen 3 Flugzeuge in derselben Stadt abstürzen? 1951 ist das tatsächlich in Elizabeth, New Jersey, passiert. Diese Tragödie hat die Einwohner geprägt, und Judy Blume hat einen sehr guten Roman darüber geschrieben. Flugzeugabstürze haben schon viele Autoren inspiriert (Glavinic, Bosc, etc.), denn von den Katastrophen ist so ein Flugzeugabsturz nach wie vor ein außerordentliches Ereignis. Rundherum entstehen Legenden, es wird viel spekuliert, dieser Augenblick verändert viel. Judy Blume schreibt eigentlich nur Bestseller!
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

"Der Baron" Michel de Palma ermittelt wieder, unorthodox und gar nicht zur Freude seiner Vorgesetzten. Der Tod eines deutschstämmigen Milliardärs in den Sümpfen der Camargue gibt Rätsel auf. Im Laufe der Untersuchung des Falls gerät Michel de Palma selbst in große Gefahr, denn seine Ermittlungen bringen gehörige Unruhe ins örtliche Mafia-Milieu. Bald tauchen weitere Opfer auf, die alle dieselben unerklärlichen Bisswunden aufweisen. Sind sie Opfer der mythischenTarasque geworden? Ein schillernder Roman über Natur und Mythen der Camargue, Mafiaclans, Immobilienspekulanten und die Resistance.
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Drei Frauen erzählen jeweils aus ihrer Perspektive ihr Leben: Irma wird 1939 während des Zweiten Weltkriegs von ihren Eltern mit einem Kindertransport von Hamburg nach Irland geschickt. Ihre Eltern wird sie nie mehr wiedersehen. Leah, die Tochter, geschieden, einsam, unglücklich, stürzt sich in die Arbeit und hat sowohl zu ihrer Mutter als auch ihrer Tochter Rebecca ein sehr schwieriges Verhältnis. Und schließlich die Enkelin Rebecca, die sich ausgerechnet in den deutschen Austauschstudenten Jonas verliebt, beginnt bei ihrer Oma nachzufragen, sodass schmerzliche Erinnerungen wach werden. Ein äußerst interessanter Roman, in dem die drei Frauenfiguren und ihr innerer Konflikt treffend charakterisiert werden!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Hogarth Shakespeare bei Knaus! Eine hervorragende Idee: 8 moderne Romane aus der Feder internationaler Top-Autoren! Und den ersten durfte ich schon lesen! Jeanette Winterson (mir bekannt aus "Warum glücklich statt einfach nur normal?", den Lesern vielleicht aus "Orangen sind nicht die einzige Frucht") hat Shakespeares "Wintermärchen" überraschend gut in die heutige Zeit übertragen. Shakespeares Themen wie Eifersucht, blinder Hass, verlorene Kinder, gefallene Engel, Statuen, die zum Leben erwachen spielen auch heute noch eine große Rolle! Außerdem ist schon erschienen: Der Kaufmann von Venedig neu erzählt von Howard Jacobson (Shylock), Anne Tyler wird im Herbst "Der Widerspenstigen Zähmung" neu verfassen, Margaret Atwood übernimmt "Der Sturm" und Jo Nesbo "Macbeth". Bis 2018 werden Tracy Chevalier (Othello), Edward St. Aubyn (King Lear) und Gillian Flynn (Hamlet) zur Feder greifen. William Shakespeare kann sich geehrt fühlen!
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Kennen Sie das Gefühl? Dass man den ganzen Tag auf den Abend wartet, damit man endlich weiterlesen kann? So ist es mir mit "Eine fast perfekte Familie" gegangen! Wie sich die ganze Familie Hawthorne, allen voran Mutter Nora, abstrampelt, um allen Ansprüchen (wessen Ansprüchen eigentlich?) zu 100% (besser mehr!) gerecht zu werden, ist zuallerst mal unglaublich unterhaltsam. Je weiter man aber kommt, desto mehr Beklemmung und Mitgefühl macht sich breit mit diesen Menschen, die nicht aus ihrem Hamsterrad können. Beispiel gefällig? "Nora saß im Wohnzimmer auf dem Sofa und sah fern .Schon das war seltsam: Nora sah nie fern. Sitzen war auch etwas, das sie nur selten tat." Ich jedenfalls war ganz schön froh, nicht so perfekt zu sein und dieses Buch im Sitzen zu lesen!
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Nachdem sich die Zusammenarbeit der beiden Autorinnen offensichtlich bewährt hat, legen sie nun den zweiten Band um die Journalistin Ana Marti vor. Die Geschichte spielt wieder in Francos Spanien der 50er Jahre, doch ist der Schauplatz diesmal nicht Barcelona, sondern ein kleines aragonesisches Bergdorf, das von archaischen Typen geprägt wird. Den beiden Autorinnen gelingt es hervorragend, ein beklemmendes Bild der provinziellen Enge im diktatorischen Umfeld zu zeichnen und gleichzeitig eine spannende Krimihandlung einzubauen. Wer keine 0815 Krimis mag, ist hier gut aufgehoben!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Dieser Teil Italiens - auf der Unterseite des Stiefels, wo der Stein immer drückt - unterscheidet sich vom restlichen Land. Für die Söhne von Ziegenhirten ist es normal, entführte Personen im Gebirge zu beherbergen, Lösegeldforderungen oder die mächtigen Spiele der Drogenmafia zu organisieren und gleichzeitig ihren eigenen archaischen Riten zu folgen. Aus diesem Kreislauf können sie nicht ausbrechen und der Weg nach Mailand, wo das internationale Drogengeschäft floriert, der Weg von den Bergen in die Stadt, ist Teil ihres Schicksals, ihrer "schwarzen Seele". Criaco verarbeitet seine Familiengeschichte, denn sein Vater wurde 1993 in einer Blutfehde umgebracht, sein Bruder war bis zu seiner Verhaftung einer der meistgesuchten Kriminellen Italiens. 2014 wurde "Schwarze Seelen" von Francesco Munzi verfilmt und mehrfach ausgezeichnet!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Dieser Roman wurde 2015 mit dem Prix de lÁcadémie Francaise ausgezeichnet. Flugzeugabstürze haben schon viele Autoren fasziniert, denn es ist ein Schicksalsschlag, der viele Lebensgeschichten verknüpft. Wer ist nicht in dieses Flugzeug eingestiegen, das am 27. Oktober 1949 Richtung New York unterwegs war und in den Azoren abgestürzt ist, wer hat sein Ticket verfallen lassen oder keinen Platz mehr bekommen? Keiner hat überlebt, und diese Katastrophe hat die Welt aufgerüttet, da berühmte Persönlichkeiten an Bord waren. Faszinierend ist die Lebensgeschichte der Verunglückten, beeindruckt haben mich die einzelnen Schicksale, die diesen Roman zu einem Gesamtkunstwerk machen. Für alles gibt es einen Grund, doch die Sinnhaftigkeit dürfen wir trotzdem noch hinterfragen!
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Zu Recht wurde dieses Debüt von Didi Drobna für "INNSBRUCK liest 2016" ausgewählt! Dieser Roman erzählt das Leben der 6-jährigen Daisy und ihrer 16-jährigen Schwester Lisa jeweils aus deren Perspektive. Und wir erfahren Schritt für Schritt, warum Lisa wegen Panikattacken in die Klapse kommt. Dort erlebt sie sogar Momente des Glücks mit ihren neuen Freunden. Daisy freundet sich inzwischen mit Charlie an, der im Rollstuhl sitzt und sie tröstet in dieser schweren Zeit ohne ihre geliebte Schwester Lisa. Denn bei Lisa fühlt sie sich wie zwischen Schaumstoff geborgen. Ein wahres, aufrüttelndes, trauriges und zugleich schönes Buch über Familie und Freundschaft,
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Richtig, Kit de Waal ist die Schwägerin vom großartigen Schriftsteller Edward de Waal! Und auch sie findet einen Ton, der den Leser nicht kalt lässt. Tiefgründig und ohne auf die Tränendrüse zu drücken erzählt sie die Geschichte des 9-jährigen Leon, der zu früh schon auf sich und seinen Bruder achten muss, da seine Mutter es nicht kann. Optisch wirkt es wie ein Kinderbuch, doch der Stoff ist eindeutig für Erwachsene geschrieben: Leon schleicht sich in unsere Herzen, er entwickelt sich zu einem jungen Helden, der uns schmerzlich daran erinnert, dass stille Wasser tief sind!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Elfriede Hammerl ist mir als Kolumnistin bekannt, daher ist es nur logisch, dass ihre Erzählungen "Von Liebe und Einsamkeit" sehr gelungen ausgefallen sind. Dieses Buch hat keine einzige Schwachstelle. Außer dass ich jetzt noch ein bißchen desillusioniert bin, da jede Lebensgeschichte nah an der Realität ist und unter die Haut geht. Es ist die Sehnsucht nach Geborgenheit, einer erfüllten Ehe, einem erfüllten Leben, das die Protagonisten antreibt, leider stehen dieser Sehnsucht auch die Angst und das Scheitern im Wege. Elfriede Hammerl schreibt klar, präzise und doch raffiniert: das macht jede Erzählung vollkommen!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Wie gehen wir als Leser mit fremden Erinnerungen um? Können auch wir Erfahrungen aus dem 2. Weltkrieg, die es in unserer Familie nicht gegeben hat, nachempfinden? Ich finde, es geht. Und für Renate Ahrens Buch benötigt der Leser nicht viel Empathie für den Stoff, da "Das gerettete Kind" sehr mitreisend und spannend geschrieben ist. Drei Generationen, 3 unterschiedliche Frauen, und doch sind Irma, Leah und Rebecca sich fremd. Zugang findet nur die Enkelin, denn auch sie leidet unbekannterweise an den Folgen der Kindertransporte während des Krieges. Ahrens beweist, dass Schweigen innerhalb der Familie traumatische Auswirkungen haben kann, dass es hilft, wenn man erzählerisch und unterhaltsam das Grauen anspricht. Berührend und wahrhaftig gut geschrieben!
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Der 1. Weltkrieg ist zu Ende, und tausende von Soldaten kehren heim. Viele von ihnen körperlich kriegsversehrt, seelisch wahrscheinlich alle. Darunter auch Riley und Peter. Der eine, durch die Kämpfe im Gesicht schwer entstellt, schafft mit Hilfe seiner Frau die Rückkehr in ein einigermaßen normales Leben. Der andere, schwer traumatisiert und voller Schuldgefühle seinen gefallenen Soldaten gegenüber, flüchtet sich in den Alkohol. Durch die zahlreichen, kursiv gesetzten, Gedanken und Erinnerungsfetzen erlebt man das Leid der beiden Freunde hautnah mit. Ich werde jetzt im Nachhinein noch den ersten Band "Eins wollt ich dir noch sagen" lesen.
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Dies ist ein leises Buch, eigentlich erzählt Werner Rohner unaufgeregt von Joris, der sich nicht so recht entscheiden kann, ob er in Wien oder Zürich leben soll und die Beziehung zu Rebecca endgültig beenden möchte. Er denkt nach über den Krebstod seiner Mutter, die letzten Tage und Stunden an ihrem Krankenbett. Und erstmals trifft er seinen Vater, der - und das ist neu für Joris - mit seiner Mutter politisch aktiv war. Und plötzlich ist auch die Sicht auf Joris' Leben eine andere geworden.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Endlich wieder ein Carofiglio mit allem, was dazu gehört. Es geht um prinzipielle Fragen wie Anstand und Gerechtigkeit in einem durch und durch korrupten Rechtssystem. Wem kann man trauen, und wann gerät das fragile Gleichgewicht ins Wanken? Carofiglio schreibt wie üblich sehr humorvoll und selbstironisch und spickt seinen Text mit vielen literarisch- musikalischen Anspielungen. Die juristischen Passagen sind fundiert und regen zum Nachdenken an. Carofiglios Themen sind (leider) immer aktuell und überzeitlich. Das macht seine Bücher so ungemein lesenswert.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

“Das Mona- Lisa- Virus” ist das dritte Buch von dem deutschen Autor Tibor Rode und gleichzeitig das erste - aber sicherlich nicht sein letztes! - das ich von ihm gelesen habe. Mit seinem Schreibstil erinnert mich der Autor auch sehr an den weltweit bekannten Dan Brown, der mit seinen Büchern "Illuminati" und "Das Sakrileg" Berühmtheit erlangte. In diesem spannenden Thriller beginnt der Autor mit sechs Handlungssträngen, die alle auf verschiedenen Teile der Erde spielen. Unter anderem in Bosten, Warschau, Paris, Acapulco, San Antonio und Florenz. Am Anfang war ich noch durch die vielen Ereignisse und die verschiedenen Handlungsstränge verwirrt, aber je weiter man liest, desto spannender wird es. Tibor Rode verpackt in diesem Buch sehr viele Katastrophen, wie zum Beispiel die Ausbreitung von einem Computervirus, das weltweite Bienensterben, die Entführung amerikanischer Schönheitsköniginnen, einen Kunstdiebstahl und vieles mehr. Alles in allem hat man nach diesem Buch Lust auf mehr, und ich persönlich würde am liebsten gleich in den nächsten Flieger steigen, um mir die Mona Lisa im Louvre anzuschauen. Ein muss für jeden Kunst- /Thriller Liebhaber!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Dass Heinz Strunk schreiben kann, wissen wir ja schon seit "Fleisch ist mein Gemüse". Und in Hamburg kennt er sich aus, vor allem in den Randbezirken. Die Hauptfigur, Fritz Honka, hat es wirklich gegeben. Doch so richtig begreifen kann man diesen Mörder erst nach der Lektüre. Unglaublich, wie er so geworden ist, und doch verständlich, seine Taten. Auch wenn Heinz Strunk nicht nur die Gaststätten unter die Lupe nimmt, bleiben dem Leser diese traurigen Gestalten in Erinnerung. Bissig, zynisch, derb - so schreibt Heinz Strunk, doch erschreckend ist, dass vieles der Wahrheit entspricht.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

"Wie ich mich selber suchte und jemanden ganz anderen fand" - Ich bin der Meinung, dass man diese Autorin immer lesen kann, und zwar jeden Titel von ihr, jeden Tag! Wenn man glaubt, sie würde sich von den Themen wiederholen, dann irrt man sich gewaltig. Ich kenne fast alle Bücher, doch "Neuland" war für mich wieder eine Offenbarung, denn Ildiko von Kürthy berichtet unter anderem auch über ihre Eltern. Diese beiden Menschen haben mich sehr berührt. Erheiternd ist natürlich ihr ganzer Jahreszyklus: Was sie nicht alles probiert, um eine andere Person zu werden. Köstlich, wie sie ihre Tage als Blondine beschreibt, ihre Ausflüge in die Welt der Selbstfindungsseminare, ihre gluten- und alkoholfreie Probestunden. Diese Autorin ist wie eine Schmerztablette: hilft immer, macht aber auch süchtig! In die Haut von Frau Kürthy zu schlüpfen macht Spaß, denn wer mit ihr scheitern darf, hat danach die Kraft, sein Leben zu verändern.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Dieses Buch hat mich echt inspiriert. Claire kündigt ihren Job, weil sie unzufrieden ist und macht sich eher halbherzig auf die Suche nach einem neuen. "Out of Job" fühlt sich dann doch nicht so prickelnd an, es fehlt halt die Bestätigung und als Hausfrau dann doch der Biss! Wenn man plötzlich Zeit hat, dann wird die meistens doch nicht so verbracht, wie man es sich vorgenommen hat. Owens versammelt in diesem Buch herrliche Anekdoten und Dialoge, ihr Humor hat mich angesteckt. Für Leser zwischen 20 und 30 Jahren ist "Abwesenheitsnotiz" ein Muss, denn oft sucht man etwas im Leben und findet dann ganz etwas anderes! Vielleicht sogar sich selbst!
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Judith W. Taschler legt mit ihrem "Roman ohne U" ein beeindruckendes und spannendes Buch vor. Die unterschiedlichen Erzählstränge laufen gegen Ende des Romans ineinander, erst dann erfährt man, was es mit der Geschichte von Thomas auf sich hat und wer er wirklich ist. Eindrücklich schildert sie auch das langsame Zerbrechen der Ehe von Katharina und Julius. Am Schluss werden alle Verstrickungen gelöst.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Anna Katharina Hahn legt in ihrem neuen Roman die Latte für die LeserInnen recht hoch, denn sie verwebt Reales mit Traumhaftem und Gegenwärtiges mit Vergangenem. Mit etwas Murakami - Training folgt man gebannt ihren Schilderungen über die Verlorene Generation in Spanien und die Odyssee eines Kindes aus nationalsozialistischem Elternhaus am Ende des 2. Weltkriegs, die in eine Geschichte über Liebe und Verrat münden. Faszinierend erzählt, jedoch nicht für absolute RealistInnen geeignet!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Schon viele haben Ernest Hemingway und seine Frauengeschichten als Romanvorlage verwendet oder ihre Leser in die Zeit der Golden Twenties in Europa zurückversetzt, doch nicht allen ist es so gut gelungen wie Naomi Wood. Alle vier Frauen, die mit Hemingway verheiratet waren, betreten in diesem Roman die Bühne. Woods wählt immer den Moment der Beziehung, wo alles anfängt zu bröckeln. Ohne viel Hysterie oder Drama gestaltet sie dieses Auseinanderleben, diese Frauen, die sich Hemingways Ausstrahlung nach wie vor nicht entziehen können, erkennen, dass sein Schreiben immer wichtiger sein wird. Wood schenkt uns kostbare Momente aus einer vergangenen Zeit. Ihrem kreativen Schreibstil kann man sich nicht entziehen!
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Jeden Tag landeten unzählige Briefe in Astrid Lindgrens Briefkasten, die sie möglichst alle persönlich beantwortete. Darunter ist 1971 auch ein Brief der 12 Jahre alten Sara, und sie wird das einzige Kind sein, mit der Astrid Lindgren über 30 Jahre lang eine - mal mehr, mal weniger - intensive Korrespondenz führt. "Du bist die einzige, mit der ich in dieser Form einen Briefwechsel führe, alle anderen erhalten einen Brief, und damit ist es gut." Warum? Irgendetwas muss Astrid Lindgren an diesem ersten Brief gerührt haben; obwohl er jede Menge Beschwerden enthält: u.a. findet Sara die Pippi-Langstrumpf-Verfilmungen furchtbar und die Kinder, die dort geschauspielert haben, grottenschlecht, die Illustrationen zu Michel "schlampig". Lindgrens erster Antwort-Brief ist leider nicht mehr erhalten; es stand wohl zu viel darin, was Sara nicht gerne lesen wollte; diesen Brief "zerreiße ich in tausend Schnipsel". Aber die anderen blieben erhalten, und so kann man über die Jahre Saras Entwicklung mitverfolgen; vor allem aber kann man sich daran erfreuen, was für eine gütige und herzensgute (ja, mir fällt kein besserer Audruck ein!), vielseitig interessierte Frau Astrid Lindgren war.
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Erstmal war ich ja skeptisch: aus nur einem einzigen Teig soll ein Kuchen mit drei verschiedenen Schichten entstehen? Die Kurzinfo zum Buch behauptet, dass der Teig bei niedriger Temperatur und dafür umso längerer Backzeit die magische Verwandlung vollzieht. Das soll also klappen?! Dieses Experiment wollte nun auch der 16 Jahre alte Sohn wagen! Das führte zwar zunächst zu skurrilen und die Mutter erheiternden Situationen wie: "Mama, wo haben wir eigentlich das Mehl?" bzw. "Wann ist Eiweiß denn wirklich steif geschlagen?" -- aber gleichzeitig auch zu einem wirklich sagenhaft guten Kuchen! Experiment also geglückt! Dazu der Vorsatz: Er (wir?) backt sich durch das ganze Buch!
 
Foto von Christine Mansbart

Gerade gelesen

Kris Goegebauer, einer der besten Konditoren derzeit, führt uns in die Backgeheimnisse mit Früchten ein. Der Konditormeister wirft einen genauen Blick auf acht verschiedene Obstkategorien, nimmt eine Auswahl der besten Sorten davon, um die bestmöglichsten Geschmackskombinationen für Kuchen und Desserts zu kreieren. Fürs Auge phänomenal anzuschauen, die Foodfotos von Joris Devos sind grandios. Es gibt Rezepte, die durchaus machbar sind, allerdings auch aufwändige Desserts, die zeitaufwändig sind. Leider sind immer wieder Zutaten dabei, die im Internet bestellt werden müssen. Hilfreich sind im Anhang die Basics von Teigen und Cremen. Für die etwas geübtere Konditorin, die ihre Gäste mit etwas Besonderem überraschen will!
 
Foto von Christine Mansbart

Gerade gelesen

Layne Mosler lebt in Berlin, wohin sie es der Liebe und Essens wegen verschlagen hat. Ihr Buch kam zustande, als sie jeden Taxifahrer nach seinem Lieblingsrestaurant fragte. Genau diese Erfahrungen teilt sie in ihrem Buch und Blog mit. Ihre kulinarische Reise startet in Buenos Aires, weiter über New York (wo sie sich selbst ans Steuer setzte), bis nach Berlin. Die amerikanische Bloggerin entführt uns in ihre kulinarische Welt. Gut geschrieben und flüssig zu lesen. Ideale Urlaubslektüre auch für einen New York Besuch.
 
Foto von Christine Mansbart

Gerade gelesen

Noch vor der Grillsaison ein neues Grillbuch? Ja - unbedingt! Grillmeister Michael Quandt zeigt uns, wie man mit einfachem Grillwerkzeug und einem Griller schnelle und tolle Ergebnisse erzielen kann. Die Zubereitung eines jeden Gerichts ist leicht verständlich erklärt, Food-Fotograf Markus Bassler und sein Team gewannen mit diesem Grillbuch den Kochbuchpreis Gourmand World Cookbook Award 2016. Besonders ansprechend ist das übersichtliche, bebilderte Inhaltsverzeichnis und der Extrateil mit selbstgemachten Rubs! Auch für Grilleinsteiger bestens geeignet!
 
Foto von Christine Mansbart

Gerade gelesen

Ein Ratgeber für ein zufriedenes ausgeglichenes Ich, für den man einige Zeit aufwenden sollte um sich darauf einzulassen! Eingeteilt wird dieses Buch in drei große Kapitel: Nutrition: Grün macht schön - von innen, Carpe: Grün macht schön - von außen und Mind & Spirit: Grün macht schön - glücklich. In allen Kapiteln finden sich Anregungen die sich umsetzen lassen, einige durchaus unkompliziert in unseren Alltag, wie im Kapitel "Natürliches Anti-Aging, die Leber stärken. Andere wiederum sind mit Aufwand verbunden, wie etwa die Zubereitung von selbst gemachten Pflegeprodukten. Dieses umfangreiche Buch begleitet die bewusste Leserin längere Zeit, da immer wieder nachgeschlagen werden sollte, um aus der großen Fülle das Richtige für sich heraus zu filtern. Wildkräuter, Smoothies, Rohkost, sowie Pflege und achtsamen Umgang mit sich selbst und der Umwelt sind die Rezepte für ein ausgeglichenes Leben. Ein durchaus empfehlenswerter Ratgeber, um wieder einen Neustart zu wagen!
 
Foto von Christine Mansbart

Gerade gelesen

Eine berührende, zarte und beeindruckende Alltagsgeschichte eines tief bewegten Lebens, wie es unsere Ahnen erlebt haben könnten. Das Buch liest sich flüssig, man möchte nicht genug bekommen von dieser einfachen Geschichte, die ein stimmiges Ende findet. Wunderschöne ruhige, schlichte Sprache; eine tiefe Erzählung, die die Seele berührt! Für seinen Roman "Ein ganzes Leben" wurde Robert Seethaler mit dem Johann-Jacob-Christoph von Grimmelshausen-Preis 2015 ausgezeichnet.
 
Foto von Christine Mansbart

Gerade gelesen

Vincent hat sich zu einem Besuch bei seiner Familie überreden lassen und kehrt für einige Tage in die französische Provinz zurück. Die Vergangenheit seines kleinen Lebens holt ihn ein. Nach dem Bestseller "6 Uhr 41" unternehmen wir mit Jean-Philippe Blondel eine spannende, überraschende Reise in die eigene Jugend. Eine Geschichte über Beziehung, Liebe und Freundschaft. Vincent erzählt seine Geschichte und stellt fest, er kann zufrieden sein. Klar formuliert, kurzweilig und ein vergnügliches Leseerlebnis!
 
Foto von Christine Mansbart

Gerade gelesen

In Herbert´s Retrat, 45 km außerhalb New Yorks, umgeben von dichtem Wald, stehen 39 elegante Häuser mit ihren Bewohnern und deren irischen Dienstmädchen. Jeder dieser Besitzer ist stolz darauf, einen Blick auf den Hudson River zu erhaschen und sich seinen dekadenten Lebensstil zu leisten. Die Geschichten dieser feinen Herrschaften, aus der Sicht der Mädchen geschildert, wo Tratsch und Klatsch mit einher gehen, lädt den Leser ein, in diese Zeit einzutauchen. Witzig, unterhaltsam und mit Stil erzählt Maeve Brennan mit scharfer Zunge aus der Welt der Reichen. Ein Detail am Rande: Brennan heiratete den Chefredakteur St. Clair McKelway vom "New Yorker". Sie lebte mit ihm für einige Jahre auf der Ostseite des Hudson River, in der Nähe von New York, in der kleinen Siedlung Sneden’s Landing, die heute Palisades heißt. Der Ort ist Schauplatz der Erzählsammlung "Tanz der Dienstmädchen".
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Es ist nicht leicht, dieses Buch zu beschreiben. Wahrscheinlich weil es mich immer noch bewegt. Die Autorin erzählt die Lebensgeschichte ihrer Großeltern. Und gleichzeitig ist es ihre Suche nach Erklärungen, wieso ihr eigenes Leben derart verstrickt ist in das Schweigen innerhalb der Familie. Dem Buch liegt eine Aufrichtigkeit zu Grunde, eine behutsame Aufarbeitung des Krieges, ein Verstehen der Vergangenheit. Literatur heilt diese Wunden, sie stellt sich über das Leben!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Es ist ein herrliches Buch, das die beiden Bestsellerautoren uns geschenkt haben. Perfekt für den Start in den Urlaub! Unglaublich, was die Eltern in den 80ger Jahren aufgeführt haben, um unsere Generation glücklich zu machen. Und wenn man sich wieder in einen 15-jährigen pubertierenden Jungen zurückverwandelt, dann kann der Italien Urlaub Erinnerungen hervorbringen, die man schon fast vergessen hat. Man schwankt ständig zwischen Fremdschämen und purem Glück. Was dieses Buch einzigartig macht, sind die Anekdoten einer Familie, die großartigen Protagonisten und die spritzigen Dialoge!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Der österreichische Autor Thomas Raab, der durch seine humoristischen "Metzger" Krimis bekannt geworden ist, wagt sich mit seinem letzten Buch "Still" in ein ganz anderes Gebiet vor. Mit seiner Geschichte über Karl Heidemann, den Serienmörder, der teilweise auch an Patrick Süßkind´s Protagonisten Jean Baptiste Grenouille erinnert, hat Raab sich meiner Meinung nach selbst übertroffen. Eine gewaltige Geschichte über Moral, Tod und Einsamkeit, die noch lange beim Leser nachwirkt. Unbedingt lesen!
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Hier hat Bestsellerautorin Jojo Moyes, die man ja schon von dem Roman "Ein ganzes halbes Jahr" kennt, ein wahres Meisterwerk geschaffen. In dem Buch “Über uns der Himmel unter uns das Meer” geht es um die vier australischen Kriegsbräute Margaret, Frances, Jean und Avice. Die vier jungen Frauen wagen die Überfahrt von Australien nach England, um zu ihren Ehemännern zu gelangen, welche sie nach nur wenigen Tagen geheiratet haben. Die Unsicherheit und die Ängste der Bräute, ob sie am Ende dieser waghalsigen Reise überhaupt von ihren Männern aufgenommen werden, werden mit jedem Tag größer. Besonders das Schicksal von Frances hat mich persönlich berührt. Die Autorin ist in diesen Roman dahingehend persönlich involviert, da ihre Großmutter eine der mutigen Kriegsbräute war. Unglaublich spannend, mitreißend und sehr emotional!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Welche Autoren kommen uns in den Sinn, wenn wir an New York denken? Ich musste bei der Lektüre dieses neuen internationalen Bestsellers immer wieder an Paul Austers New York Trilogie denken. Und dieser Vergleich ist nicht weit hergeholt. Dieser junge Autor besitzt die gleiche Beobachtungsgabe, diesselbe sprachliche Rafinesse, dieselbe Größe, eine Stadt literarisch erwachen zu lassen. Die Figuren bleiben unvergesslich, sie erfinden sich - wie die Stadt - immer wieder neu. Höhepunkt ist der 13. Juli 1977, als der Strom ausfällt und alles plötzlich anders ist. New York ist ein Mysterium, doch wer diese Stadt näher kennen lernen möchte, sollte "City on Fire" lesen!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Hier handelt es sich um einen stillen, schönen Roman, der einen nicht mehr loslässt. Er beginnt mit der Revolution im Iran, die Menschen sind voller Hoffnung, dass sich nach der Flucht des Shahs alles zum Besseren wendet. Behsad, ein junger Lehrer engagiert sich politisch und muss dann doch mit seiner Familie nach Deutschland flüchten. 10 Jahre später erzählt seine Frau Nahid von dieser Flucht und ihrem Leben im Exil. Und wieder Jahre später sind es ihre Kinder, die für sie sprechen. Ihr Verhältnis zum Iran ist gespalten, ihre Erinnerungen sind unvergesslich. Dieses Buch ist ein Glücksfall, denn es ist nicht nur hochaktuell, sondern auch hervorragend geschrieben.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Ein kleiner, feiner, wunderschöner Roman! Isabel Bogdan ist eine preisgekrönte Übersetzerin, die meine Neugier geweckt hat, da sie auch die beiden Romane von Jane Gardam ins Deutsche übersetzt hat. Kein Wunder, dass es ihr mit ihrer Sprachbegabung geglückt ist, einen eigenen Roman zu schreiben. Selbstverständlich war ich als Leserin voreingenommen, da meine Familie früher einen Pfau besessen hat. Und mit einem "verrückten Pfau" beginnt ja schon diese Geschichte, die in den schottischen Highlands spielt. Es ist ein Vergnügen, die Gäste auf dem Grundstück der MacIntoshs zu beobachten. Kein britisches Theaterstück könnte unterhaltsamer sein!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Den spanischen Bürgerkrieg verstehen, das ist nicht leicht. Es kommen immer wieder Aspekte zum Vorschein, über die bis heute niemand gesprochen hat. Die Gespaltenheit der Dörfer, der Unterschied zur großen Stadt, die verschiedenen politischen Ansichten haben eine ganze Nation zerrüttet. Auch in diesem preisgekrönten Roman von Lydie Salvayre (Prix Concourt) erzählt sie die Geschichte ihrer Großmutter. Diese kann sich nur mehr an an eine einzige Episode in ihrem Leben erinnern, doch die scheint für sie immer noch nicht aufgearbeitet zu sein. Vor allem die Figur ihres Bruders hat mich berührt. Salvayre versucht auch die Sprache ihrer Großmutter wiederzugeben, die sehr kraftvoll und bodenständig ist!
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Delius erzählt eine Familiengeschichte am Beispiel von drei Liebesgeschichten in drei Kriegen, beginnend in den Napoleonischen Kriegen und endend nach dem Zweiten Weltkrieg. Ein Seitensprung Willems von Oranien bildet den Ausgangspunkt der Erzählung. In den 60er Jahren recherchiert ein Mitglied einer Mecklenburgischen Adelsfamilie die Verbindungen ihrer Familie mit dem Holländischen und in weiterer Folge mit dem Preußischen Königshaus. Dabei kommt ihr in den Sinn, dass sie die gesamte Familiengeschichte bis in die Gegenwart in Liebesgeschichten erzählen könnte. Eine Flut von Gedanken, Anekdoten und historischen Ereignissen geht ihr durch den Kopf, die sie alle in willkürlicher Reihenfolge in kurzen Abschnitten niederschreibt (es gibt im gesamten Buch keinen einzigen Punkt, sondern nur Gedankenstriche). Am Ende stehen wir vor einem großartig erzählten Geschichtspanorama, das Familien - und Weltgeschichte vereint.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Erinnerungen sind ein kostbares Gut. Alma ist im Begriff, sie nach und nach zu verlieren und hat in ihrer Villa in Kapstadt deshalb eine "Memory Wall" errichtet. Dort ist ihre gesamte Vergangenheit gespeichert, die sie nach einem komplizierten Eingriff in einzelnen Sequenzen wieder abrufen kann. Eine Erinnerung ist nicht nur für sie interessant, sondern auch für einen skrupellosen Betrüger. Die Erzählung des Pulitzerpreisträgers setzt das Gedächtnis des Menschen in Beziehung zum Gedächtnis der Erde. Schicht um Schicht werden Geheimnisse freigelegt, die nicht ohne Folgen bleiben.
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Wissenschaftsroman und Faust-Paraphrase, so kann man dieses umfangreiche und vielschichtige Werk Thea Dorns wohl am kürzesten umschreiben. Eine Molekularbiologin trifft in Amerika auf eine seltsame Gestalt, die sie immer mehr in ihren Bann zieht. Es handelt sich um den Naturwissenschaftler Ritter, der zur Zeit der Deutschen Romantik Experimente zum Thema Galvanisierung durchführte. Eiskalte Ratio prallt auf gefühlsschwangeren Geniegedanken, Alltagssprache trifft auf altertümelndes Deutsch, kurzum, das Aufeinandertreffen der beiden Pole verläuft nicht friktionsfrei. Und dann mischt auch noch der Teufel persönlich mit... Man kommt aus dem Staunen nicht heraus, wird man als LeserIn doch mit unterschiedlichen Wissenschaftsauffassungen, Moralvorstellungen und literarhistorischen Bezügen geradezu bombardiert - nicht wirklich leichte Kost, doch wenn man sich drauf einlässt, wird man reichlich belohnt!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Ich habe mich infiziert, mit dem Jonas-Virus. Als "Das größere Wunder" erschienen ist, war mir noch nicht bewusst, dass es sich hier um einen Komplex handelt, den es zu verstehen gibt. Rund um diese Figur lassen sich Geschichten erzählen, von denen man nicht mehr genug bekommt. Ich habe großen Respekt vor diesem neuen Buch, vor diesem Autor. Dieser Roman macht süchtig: erstens möchte man jede der 3 Versionen sofort weiterverfolgen, nach einer Weile begreift man immer mehr Zusammenhänge (ich empfehle wirklich, "Das größere Wunder" vorher zu lesen), es gibt in keiner Version eine Schwachstelle und jeder Schachzug sitzt! Ich vermute, dass Marie die nächste Hauptfigur wird, was nicht heißt, dass ich von Jonas genug habe, niemals!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Monatelang stand dieser Roman von Lluis Llach auf den spanischen Bestsellerlisten, jetzt wurde er auf Deutsch übersetzt und hat das Potential, auch bei uns mit Leidenschaft rezipiert zu werden. Es ist die Beharrlichkeit, die Stärke der drei Frauen, ihre Eigenwilligkeit, die den Leser an eine große spanische Saga erinnert, auch die Erzählkraft des Autors treibt das Buch voran. Und gleichzeitig hält ein Dorf den Atem an, wenn ein eigenwilliger Ermittler, der sich an sein großes Vorbild Agatha Christie hält, auf dem reichsten und mächtigsten Weingut La Principal einen Mordfall untersucht. Hinreißende Anekdoten und altkluge Legenden, spannend wie ein Krimi und ein großes Geschenk für alle Leser, die spanische Literatur mögen!
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Karatschi, pakistanische Millionenmetropole, Krisenherd, Schmelztiegel - momentan nicht im Fokus der Weltöffentlichkeit, weil gerade kein spektakulärer Terroranschlag die Stadt erschüttert. Tanweers Roman nimmt einen Bombenanschlag als Ausgangspunkt für sein vielschichtig poetisches Portrait der Stadt und ihrer Bewohner. Kaleidoskopartig werden die Geschichten von Zeugen und Betroffenen des Terrorakts aneinandergereiht, und so ergibt sich mit der Zeit ein schillerndes und atmosphärisch dichtes Bild der Metropole. Ein eindrucksvolles Buch, das die LeserInnen berührt und nachdenklich stimmt!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Diese junge Autorin verfügt über eine besondere Beobachtungsgabe: Ihre Figuren - Frauen um die 20 - fesseln sofort, denn sie erleben alles sehr intensiv. Auch wenn es sich hier um eine Sammlung von Kurzgeschichten handelt, hat man doch das Gefühl, dass die Geschichten ineinander fließen. Vor allem die letzte Erzählung bleibt in Erinnerung: als ob das "Nichtgesagte", das Unaussprechliche, das diese Frauen erleben, plötzlich vor einem steht. Ich möchte mehr von ihr lesen, alles, jetzt, sofort!
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Für alle LeserInnen, die Jane Gardams Roman "Ein untadeliger Mann" geliebt haben, gibts jetzt die Draufgabe. Der zweite Band der Trilogie um Old Filth liegt nun endlich auf Deutsch vor. Diesmal wird die gleiche Geschichte aus Sicht der Ehefrau erzählt, und plötzlich verschieben sich die Perspektiven. Wir verstehen nun Verschiedenes aus dem ersten Teil besser, weil gewisse Handlungsstränge stärker in den Fokus gelangen und andere dafür in den Hintergrund gedrängt werden. Wir erleben wieder die heitere Gelassenheit und ironische Distanz, die schon den ersten Teil auszeichneten, dazu kommt vielleicht noch etwas mehr menschliche Wärme - schließlich erzählt ja hier die Frau!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Das ist eines der nettesten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Zuerst hat es mich an David Nichols "Zwei an einem Tag" (übrigens wunderschön verfilmt!) erinnert, dann wiederum an die Bücher von Jojo Moyes. Es sind drei romantische Geschichten, in einem Roman und mit einem Paar. Wie das funktioniert? Indem die Autorin der Frage nachgeht, was gewesen wäre, wenn das Paar eine anderen Lebensweg beschritten hätte. Für Leser, die nicht jeden Tag Zeit haben, das Buch in die Hand zu nehmen, empfehle ich eine kurze Anleitung, da sich die 3 Versionen pro Kapitel abwechseln: in der ersten Version verlieben sich Jim und Eva in den 50ger Jahren; in Version zwei verpassen sie sich komplett, und in der dritten Variante geht alles schief. Hilfreich ist auch, sich den Namen der Kinder zu merken, damit man schnell weiß, in welcher Lebensgeschichte man sich befindet. Sehr lesenswert, gut geschrieben, die ungewöhnlichen Entwicklungen, all die verpassten Chancen machen diesen Roman zu einem Bestseller!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Als Krimiautor und Friedrich-Glauser-Preisträger hat sich Stefan Slupetzky bereits einen Namen gemacht. Als "großartig" werte ich ein Buch, das mich berührt, sei es aufgrund der Geschichte oder aufgrund einer Figur. "Der letzte große Trost" ist Slupetzkys Familiengeschichte: Der Vater kommt aus einer Kriegsverbrecherfamilie, die Familie der jüdischen Mutter wurde im Krieg fast ausgelöscht. Daniels Vater, ein sensibler, herzensguter Mensch, hat ein schweres Schicksal zu tragen. Der Großvater hat sich an dem Leid der Juden ergötzt und ihnen abscheuliche Greueltaten zugefügt. Langsam begreift Daniel, wieso er noch immer nicht den Tod seines Vaters verarbeitet hat. Nach der Lektüre möchte man dem Autor gratulieren zu diesem Roman, ihn persönlich kennenlernen und die Hand schütteln, weinen vor Freude, dass unser Land solche Talente beherbergt!
 
Foto von Florian Lechner

Gerade gelesen

Ein alter einflussreicher Mann wird in Oslo bestialisch ermordet. Beinahe zeitgleich werden in Nordnorwegen die Skelette von drei Personen gefunden, die aus dem zweiten Weltkrieg stammen. Kommissar Tommy Bergmann vermutet einen Zusammenhang und beginnt mühsame Recherchen. Gard Sveen erzählt in seinem zum Besten Krimi Skandinaviens gekürten Roman zwei Geschichten parallel. Zum einen verfolgen wir die klassische Ermittlertätigkeit des Kommissars, zum anderen erfahren wir die Hintergrundgeschichte, die uns in das von den Nazis besetzte Norwegen der 40er Jahre führt. Klassischer Krimi, Agententhriller, zeitgeschichtliche Aufarbeitung - all dies wird in diesem großartigen Roman zu einem kompakten Ganzen verwoben.
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Juli Zeh ist hier ein großartiger Gesellschaftsroman gelungen, der in einer scheinbaren Dorfidylle spielt. Doch Unruhe bricht herein, als dort ein Windpark gebaut werden soll. Alte Streitigkeiten zwischen den "Ureinwohnern" brechen auf. Aber auch die Zugezogenen bleiben von den Zwistigkeiten nicht verschont: Da wäre das Paar Jule, die ihre Tochter überall im Tragetuch mitschleppt, und ihr Mann Gerhard, dessen Lebensaufgabe das Schützen der Kampfläufer geworden ist. Oder die Berliner Hipster Frederik und Linda, die hier für ihr Pferd Bergamotte die ideale Umgebung findet. Skurril beschreibt die Autorin das Zusammentreffen von unterschiedlichen Weltanschauungen - oft zum Schmunzeln, manchmal bleibt einem aber auch das Lachen im Hals stecken!
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Eines Abends verlässt Thomas seine Familie. Einfach so, ohne ersichtlichen Grund. Seine Frau Astrid glaubt zunächst noch fest daran, dass er wieder kommt und erzählt das auch den Kindern Ella und Konrad. Ein Polizist geht zwar der Spur nach einer Geldbehebung nach, aber er wird nicht gefunden. Thomas wandert einfach durchs Gebirge, vom einsamen Unterschlupf zu bewirtschafteten Hütten, ohne einen einzigen Gedanken an seine Familie zu verschwenden. Er stürzt auch in eine Felsspalte. Wird er überleben oder gar je zurückkehren? Dieser Roman von Peter Stamm ist spanndend bis zum Schluß und wunderbar zu lesen!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Dieses Romandebut von der in Wien lebenden Amerikanerin wird schon jetzt mit Volker Weidermanns "Ostende" verglichen. Nur dass es sich hier um Hemingway und Fitzgerald dreht, statt um Stefan Zweig und Joseph Roth. Aber ganz so literarisch fällt der Vergleich nicht aus. Waltons Stil ist knapp, nicht lyrisch, fast schon wie eine Reportage wirkt ihre Prosa. Interessant nur für Ahnungslose, die noch nie etwas von Fitzgeralds Exzessen gehört oder noch nie die Golden Twenties kennengelernt haben. Die Schauplätze an der Rivera, an der südfranzösischen Küste oder in Paris gewinnen unter den Expetriats an Bedeutung. Eine Karriere beginnt (Hemingways), die seines Freundes geht zu Ende. Viele große Namen fallen in diesem Roman, doch nur zu kurz werden sie erwähnt, dass sie mir schon wieder entfallen sind. Ein Büchlein für die Fans von Fitzgerald!
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Richtig schlau wird der Leser nicht, um was für ein Rezept es sich hier handelt. Aus dem jungen Kent Andersson wird Dr. Wasser, er schlüpft in die Rolle eines Wissenschaftlers und erfindet sich neu. Und diesem Leben bleibt er treu, bis zu seiner Pensionierungen. Immer wieder kehren seine Liebschaften, die bedeutenden Frauen in seinem Leben, in seine Erinnerungen zurück. Während er über sein Leben philosophiert, kommt selten Trauer oder Sehnsucht zum Vorschein, so überzeugt ist er von seinem Tun. Vielleicht haben wir es hier mit Selbstbetrug zu tun, oder doch mit einem Wundermittel, bestehend aus Spott, Witz und großer Fabulierkunst. Das Universum hat viel zu bieten, und es übt auch immer wieder Nachsicht mit Menschen, die zuviel wollen.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Mit vielen Porträts von starken Frauenfiguren habe ich mich schon auseinandergesetzt, berührt haben mich nicht viele. Da muss schon ein Bestsellerautor wie Boyd kommen und auf 550 Seiten die Geschichte der Fotografin Amory Clay erzählen. Nur er kann ein ganzes Leben fesselnd darstellen, die vielen Facetten der aussergewöhnlichen Frau mit einer ungewöhnlichen Mischung aus Fiktion und Geschichte ausleuchten - sei es in England, in Berlin oder New York, in Paris oder im Vietnam Krieg . Boyd ist ein Schnappschuss gelungen, er ist auch ein Fotograf, der in jedem Satz das wahre Wesen seines Portraits ins Rampenlicht rückt.
 
Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

1973 wurde die Autorin mit "Angst vorm Fliegen" bekannt, jetzt ist sie älter geworden und somit auch sterblich. Der Verlust von geliebten Menschen lässt sie innehalten und zurückschauen, manchmal wehmütig, manchmal aber auch erleichtert. Und sie möchte nochmal alles erleben - die 60-jährige New Yorkerin Vanessa - vor allem die Leidenschaft und das Abenteuer. Es sind lustige Anekdoten, die New Yorker erinnern mich stark an Lily Bretts Hauptfiguren. Vanessa schließt Frieden mit der eigenen Sterblichkeit, doch es ist ein lebenslanger Prozess, und ihre Bemühungen sind skuril und sehr erheiternd! Erica Jong ist eine Göttin, und so wie das Buch geendet hat, weiß man, dass sie noch lange nicht am Ende ihrer köstlichen Weisheiten angekommen ist!
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Dieser Familienroman spielt in Finnland. Eigentlich wird vollkommen unspektakulär das Leben von Max und dessen Ehefrau Katriina und deren Töchter Helen und Eva erzählt. Aber trotzdem fesselt das Buch auf fast 400 Seiten und lässt uns Teilhaben am Schicksal der Figuren, das auch unseres sein könnte.
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Was ist der Grund, warum Victor Alexander Laurentius Simonsen zu Lawrence Alexander wird und auf einem Kreuzfahrtschiff am Klavier für Unterhaltung sorgt? Was wurde aus seiner Frau Silja und der Tochter Liis? Welche Rolle spielen dabei seine Mutter Amy und sein überaus strenger und abwesender Vater Magnus? Der Roman spielt in unterschiedlichen Zeiten in Stockholm und Estland und ist sehr spannend geschrieben! Daher kann ich nur eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen!
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Dein Vater verkauft deine Schwester wegen ihrer Schönheit an Schlepper, für ein bisschen Geld, um Essen kaufen zu können. Du erträgst es nicht und suchst sie. Doch wohin wurde sie gebracht? In die Stadt, hinter der Mauer, in die Stadt ohne Gesetze. Die Suche von Jin nach ihrer Schwester ist nervenaufreibend, sehr spannend und gefühlvoll geschildert. Der Autor erschuf eine Welt, die aufzeigt, wie schwer das Leben ohne Familie sein kann, aber auch, dass man Familie dort finden kann, wo man es am wenigsten vermutet.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Alice Salmon wird tot im Fluss gefunden, doch es stellt sich gleich zu Beginn die Frage: Wer war Alice? Alice war Journalistin, überaus intelligent, jedoch hochsensibel und unsicher. Drogen und Alkohol waren ein großer Bestandteil ihres Lebens. Was zu ihrem Tod geführt hat, ist unklar. Zuerst wird angenommen dass sie betrunken in den Fluss gestürzt ist. Später wird sogar von Selbstmord oder Mord gesprochen. Dies alles lässt Professor Jeremy Cooke, ein ehemaliger Universitäts Dozent von Alice, keine Ruhe. Er will die genaue Todesursache herausfinden und beginnt zu recherchieren. Akribisch genau befragt er Alice Bekanntenkreis und überprüft die Sozialen Medien. Nicht zuletzt um ein Buch über Alice zu schreiben, gegen den ausdrücklichen Willen ihrer Familie. Mir persönlich haben besonders die Alice Tagebucheinträge gefallen, da sie in ihnen viele gute Zitate einbaut. Ansonsten hätte ich mir noch ein bisschen mehr Spannung gewünscht. Doch weiterempfehlen kann ich das Buch trotzdem.
 
Foto von Brigitte Thaler

Gerade gelesen

Von der ersten Zeile an baut der Dramatiker und Autor Roland Schimmelpfennig in seinem ersten Roman Spannung auf, die bis zum Schluss anhält. Ein Wolf wird in Deutschland in der Nähe von Berlin gesichtet. Seitdem ist dieser Wolf das Gesprächsthema Nr. 1 bei allen ProtagonistInnen in diesem Buch. Die Lebenswege dieser Figuren sind alle irgendwie miteinander verwoben, alle sind sie gestrandet: Die Polen Tomasz und Agnieszka, die Jugendlichen Elisabeth und Micha, die eines Tages einfach abhauen und deren Eltern sich auf die Suche nach ihnen begeben. Alle wirken verloren in dieser Welt und wieder taucht der Wolf auf. Spannung pur in einer meisterhaften Sprache!
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Ich gestehe, dass ich "Billy the Cat" nicht kannte, aber als ich das Cover des Comics gesehen habe, mit dieser süßen kleinen Katze drauf, da wusste ich, dass ich hier etwas verpasst habe. Es handelt sich bei dieser Ausgabe um eine Gesamtausgabe, die 3 Einzelalben enthält, außerdem noch kurze Biografien über die beiden Verfasser und Interessantes zum Entstehen von Billy. Die einzelnen Comics werden durch aufgemalte Brettspiele getrennt, die heute jeder kennt, aber trotzdem immer Spaß machen. Eine wirklich tolle Gesamtausgabe mit vielen kleinen Extras. Da kommt die gute Laune ganz von allein!
 
Foto von Lisa  Eller

Gerade gelesen

Vier Jahre schrieb der Bestsellerautor Justin Cronin an "Der Übergang". Was daraus resultiert, ist ein Roman, den man nicht mehr aus der Hand legen kann und will. Wundervoll verwebt er die Genres Horror, Science Fiction und Fantasy. Zwölf Kriminelle, ein kleines Mädchen, ein schiefgegangenes Experiment und die Unsterblichkeit könnten das Ende der Welt bedeuten. Und nur das Mädchen ist in der Lage, dies zu verhindern. Das Buch fesselt den Leser mit charakterstrarken Protagonisten, mit ihnen erlebt man Berg- und Talfahrten, man kann lachen und weinen. Ich habe das Buch nun schon zum zweiten Mal gelesen, weil es mir jedes mal aufs Neue Gänsehaut beschert und jeder Fan kann sich freuen, denn der dritte Teil, "City of Mirrors", erscheint dieses Jahr noch - auf Englisch.
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Heute mal ein Hörbuch-Tipp! Es gibt ja Situationen, in denen man es als Eltern nicht leicht hat. Zum Beispiel beim wiederholten Genuss eines Benjamin-Blümchen- oder "Conni mit der Schleife im Haar"-Hörspiels. Aber es geht auch anders! Richard Oehmann und Josef Parzefall haben mit Doctor Döblingers geschmackvollem Kasperltheater eine Reihe von "bairischen Kasperlkomödien für Kinder" auf den Markt gebracht, die alle einfach großartig sind! Alle klassischen Figuren treten in den bisher 13 Hörspielen auf (hoffentlich folgen noch weitere!: der Zauberer Gottlieb Wurst mit seinem Krokodil Chantalle, Heimatforscher Fetzer und Wachtmeister Wirsching, König Torsten und Prinzessin Heike, die Hexe Strudlhofer und die Großmutter. Genial und absolut unverwechselbar-unterschiedlich nur von Oehmann und Parzefall gesprochen. Dazu tolle Musik von Christoph Well von der Biermösl Blasn und als besonderes Schmankerl jedesmal ein Gaststar wie z.B. Josef Hader oder Axel Milberg. Die Geschichten sind so herrlich absurd und sprachlich herausragend, dass man, wenn die Kinder um die Anschaffung einer weiteren CD bitten, gerne ruft: "Aber ja doch! Ich kauf euch auch 2 oder 3, oder am besten gleich alle! Und ich höre sie alle zuerst!!!"
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Man findet selten so ein gutes und mitreißendes Buch wie das von der britischen Autorin Eve Chase. Schon von der ersten Seite an hat mich das Buch komplett in seinen Bann gezogen. Die Autorin schafft es, zwei vollkommen unterschiedliche Handlungsstränge zu entwickeln und geschickt zusammen zu führen. Auch die Charaktere wachsen einem schnell ans Herz, besonders die junge Amber Alton. "Black Rabbit Hall" ist ein wirklich wunderbares Buch, das alles mitbringt, was man für einen gemütlichen Winternachmittag im warmen Wohnzimmer mit einer Tasse Tee braucht.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Endlich ist er da, der lang ersehnte fünfte Band der schwedischen Bestsellerautorin Kristina Ohlsson. In dieser Story zieht einen die charmante Ermittlerin Frederika Bergmann zusammen mit ihren Kollegen Peter Rydh und Alex Recht wieder einmal in ihren Bann. Dieses Mal ermittelt das Trio in gleich zwei Morden, wo einer schrecklicher ist als der andere und auch auf die Ermittler wartet in diesem Teil der Serie eine spannende Reise, denn alle Spuren führen in das weit entfernte Israel. Ein wirklich aufregender und gut geschriebener Kriminalroman.
 
Foto von Carmen Pranger

Gerade gelesen

Sie haben nichts gemeinsam. Er ist ein Profikiller, sie eine Interpolagentin. Avram Kuyper und Emilia Ness. Doch beide haben Sie nur ein Ziel, einen extrem brutalen Serienkiller zur Strecke zu bringen. Beide haben einen Hilferuf von Avrams Bruder erhalten&per