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Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Der aufmerksamer Seethaler Leser sitzt während der Lektüre auf der Bank neben dem Friedhof und hört den Toten zu. Was haben sie erlebt? Sie flehen uns an, das Leben auszukosten, einen anderen Weg zu gehen, sie erklären, was wirklich wichtig ist im Leben, was sie berührt hat, was sie erlebt und was sie nie erlebt haben. Wovon sie geträumt haben und was sie glücklich gemacht hat. Jedes vergangene Leben in Paulheim hat seine Bedeutung, obwohl sich niemand mehr an sie erinnert. An die Habgier des Bürgermeisters, an die Blumenhändlerin, die niemand kannte und die zwei Wochen tot in ihrem Laden liegt, an den Krieg, den die Großmutter überstanden hat, an die kurze Beziehung von Louise, an die Eltern, etc. Seethalers Geschichten über Menschen sind wertvoll und werden den Friedhof überdauern!
 
Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

"Ich habe nichts mitgenommen und nichts hinterlassen. Ich hatte nur dieses eine Leben." Der schönste Ort in der kleinen Stadt ist eigentlich der Friedhof, von allen nur "Das Feld" genannt. Wenn man sich anstrengt, kann man vielleicht die Stimmen der Toten, die dort liegen, hören. Es sind die Stimmen von Pfarrer Hoberg, der eines Tages die Kirche angezündet hat; von Navid al-Bakri, der vernünftig genug war, sich seine Träume nicht zu erfüllen; von Annelie Lorbeer, zu der die Männer stets gut waren, was sie immer verwundert hat, denn sie war nie gut zu den Männern; von Herm Leydicke, der niemals "Ich liebe dich" gesagt hat, denn die Liebe ist doch kein Tauschgeschäft, und mit ziemlicher Sicherheit war das der größte Fehler von allen; die Stimmen von 25 weiteren Toten, die ein letztes Mal Gelegenheit bekommen, gehört zu werden. Vielleicht kann der Mensch erst dann über sein Leben urteilen, wenn er sein Sterben hinter sich gebracht hat? Robert Seethaler hat ein Buch geschrieben, das mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat. Seine Sprache ist so wunderschön und geht so zu Herzen, dass ich manche Stellen (viele!) mehrmals gelesen habe, um sie voll auszukosten. Für mich wahrscheinlich DAS Buch des Sommers.
 
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