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Was bei uns bleibt von Didi Drobna

Didi Drobna Was bei uns bleibt Piper

 

Didi Drobna

Was bei uns bleibt

 

Was war, prägt uns und lebt in uns fort.

 

Klara hat Hirtenberg nie vergessen. Wie stolz sie war, als sie im Jahr 1944 in der kleinen Gemeinde ankam, um in der Munitionsfabrik ihren Beitrag zum Sieg zu leisten. Wie sie unter den Arbeiterinnen trotz Angst und Entbehrungen auch Nähe fand. Erst als alte Frau spürt sie, dass sie für ihren Enkel Luis aussprechen muss, was damals geschah. Denn die Ereignisse reichen bis weit in sein Leben hinein.

 

Sie erzählt von den Aufseherinnen, vom Lager, das über Nacht errichtet wurde, von der Freundschaft und dem Schicksal der Frauen und den letzten langen Tagen des Kriegs, die ihr Leben verändern sollten.

 

Ein Generationenroman vom Schweigen und Erinnern.
Didi Drobna
© Barbara Wirl
 
Wie bist du auf die Geschichte der Munitionsfabrik aufmerksam geworden?

Ich wollte von Anfang an einen Roman über eine alte Frau schreiben, die auf ihr Leben zurückblickt und über die Dinge, die sie getan oder nicht getan hat, reflektiert. Eher zufällig kam mir die Idee, ihr eine Vergangenheit in der Munitionsproduktion zu geben.

Als ich begann die technischen Aspekte dazu zu recherchieren, stieß ich auf die Hirtenberger Munitionsfabrik. 160 Jahre lang wurden hier Patronen und Granaten für die ganze Welt hergestellt. Hirtenberg hat zwei Weltkriege beliefert. Ich war überrascht. Ich hatte noch nie zuvor von diesem kleinen Ort und seiner Fabrik gehört. Und je weiter ich recherchierte, umso mehr stieß ich auf eine große Vergangenheit. Und ich entschloss mich, ein Stück davon mit Hilfe meiner Figur Klara zu erzählen.

 

Was hat dich bei der Recherche besonders gefordert?

Bei historischen Themen gibt es immer etwas zu recherchieren, es ist ein bodenloses Loch, in das man gut hineinfallen kann. Bei Themen rund um den Zweiten Weltkrieg gilt es obendrauf besonders umsichtig und respektvoll mit dem Stoff umzugehen. Schließlich handelt es sich um die Leben und Schicksale von echten Menschen, die viel erlebt und auch gelitten haben.

Zugleich ist es aber auch meine Aufgabe als Romanautorin, das Ganze in eine ansprechende erzählerische Form zu bringen. Das sind einige Aspekte, die ich beim Schreiben jonglieren musste.

Gibt es eine Figur im Roman, die dir besonders am Herzen liegt?

Mir liegen alle meine Figuren am Herzen! Aber ganz besonders haben es mir die beiden Enkelkinder in dieser Geschichte angetan. Dora ist die wilde Nachbarstochter. Ein Mädchen, das ständig ausbricht und mit ihrem Vater, aber eigentlich am meisten mit sich selbst, kämpft. Und Luis ist der erwachsene Enkelsohn der Hauptfigur Klara, der sich zwischen vielen Anforderungen hin und her gerissen fühlt: Er möchte ein unabhängiges Leben führen, ein Mann sein, sich um seine Großmutter kümmern. Erst spät bemerkt er, dass das Schweigen über die Vergangenheit nicht immer der beste Weg ist.

 

Arbeitest du bereits am nächsten Buch?

Ich spiele mit ein paar Ideen, aber es hat sich noch nichts fixes herauskristallisiert. Jetzt gerade bin ich auch einmal froh, nach diesem Manuskript kurz durchatmen zu können.