

259 Seiten
Sprache Deutsch
2026 Unionsverlag
ISBN 978-3-293-31207-4
Erscheinungsdatum: 20.02.2026
Besprechung
Nadia, Akademikerin, sitzengelassen von ihrer großen Liebe Rosy, will ihrem miesen Privatleben entkommen – und nimmt einen UN-Job im Irak an. Mit der Aufgabe betraut, IS-Frauen zu deradikalisieren, leistet sie sich in der Welt internationaler Hilfsorganisationen einen Fehltritt nach dem anderen. Sara, eine wütende Teenagerin, hat sich mit fünfzehn dem IS angeschlossen. Verbunden durch ihr muslimisches Aufwachsen in London und eine Vorliebe für derbe Sprüche, freunden die beiden sich an – doch bald muss Nadia entscheiden, wie weit sie für Sara zu gehen bereit ist. Eine bissige Auseinandersetzung mit Liebe, Familie, Religion und den Entscheidungen, die wir treffen, um dazuzugehören – Nussaibah Younis erforscht eine der großen Herausforderungen unserer Zeit mit Scharfsinn, Herz und Humor.
Rezension der vorh. Ausgabe
»Nussaibah Younis legt einen hoch lesenswerten, rasanten Roman über eine überforderte UNO-Mitarbeiterin vor. Sie war gut beraten, ihrem mit so ernsten Themen befassten Roman reichlich Komik beizugeben. An Sitcoms geschult, schreibt sie brillante Dialoge, die mit ihrem Witz den Akteuren und Lesern psychische Entlastung schenken.«
Kurztext / Annotation
Nadia, Akademikerin, sitzengelassen von ihrer großen Liebe Rosy, will ihrem miesen Privatleben entkommen und nimmt kurzerhand einen UN-Job im Irak an. Mit der Aufgabe betraut, IS-Frauen zu deradikalisieren, leistet sie sich einen Fehltritt nach dem anderen – und hat schon bald keine Ahnung mehr, in welche Richtung sie eigentlich gehen soll.
Zitat aus einer vorhergehenden Besprechung
»Mit ›normal‹ meinst du, so wie du? Eine Schlampe mit Helfersyndrom?«
Das witzigste Debüt des Jahres – Nominiert für den Women’s Prize for Fiction
Nussaibah Younis
Nussaibah Younis (*1986 in Manchester) ist Friedensforscherin und anerkannte Irak-Expertin. Sie promovierte in International Affairs, beriet die irakische Regierung zu Deradikalisierungsprogrammen von IS-Frauen und leitete in Washington DC die Taskforce zur Zukunft des Irak. Sie veröffentlicht Meinungsbeiträge im Wall Street Journal, im Guardian und in der New York Times, mit ihrem Debütroman fundamentalös stand sie 2025 auf der Shortlist des Women’s Prize for Fiction. Younis hat irakisch-pakistanische Eltern und lebt in London.
Jasmin Humburg
Jasmin Humburg, geboren 1985, ist promovierte Amerikanistin, literarische Übersetzerin und Literaturvermittlerin. Sie studierte an der Universität Hamburg sowie an der Johns Hopkins University in Baltimore, Maryland. Sie übersetzt u. a. Werke von Rebecca F. Kuang, Monika Kim und Rachel Eliza Griffiths, außerdem ist sie Mitherausgeberin einer kommentierten Ausgabe von Virginia Woolfs A Room of One’s Own. Sie war Stipendiatin des Deutschen Übersetzerfonds und lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Hamburg.


