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Foto von Barbara Kumpitsch

Gerade gelesen

Der Autor wird von seinem Professor in sein Heimatdorf Wenig geschickt, um herauszufinden, wer oder was Thomas Bernhards Roman "Frost" beeinflusst hat. Er wohnt bei seinem Großvater, der ihm seine Begegnung mit dem Antihelden schildert. Obwohl er es nicht vorhatte, tritt er in die Fußstapfen eines Autors, der zu seinen Lebzeiten mehr geachtet als bewundert wurde. Was hinter vorgehaltener Hand getratscht wird, spricht Tom Mulitzer aus, er beobachtet genau. Ist es diese Angepasstheit, das Vertuschen, das "der Wahrheit nicht ins Auge sehen wollen"? Was zieht den Autor zurück in seine Heimat. Darf er das überhaupt, nachdem er ihr den Rücken gekehrt hat? Misstrauisch begegnen sie ihm, die Dorfbewohner, und nur die Erinnerungen an seine Kindheit geben ihm ein Gefühl der Zugehörigkeit. Obwohl ich den Antiheimatroman von Thomas Bernhard nicht vor mir hatte, meinte ich des Öfteren, Mulitzer ist in die Haut des Verstorbenen geschlüpft. So geschickt macht er das, das Spiel mit der Fiktion, dass ich das Buch nicht mehr weglegen konnte. Auch wenn viele behaupten, dieses Buch ist ein Muss für Thomas Bernhard Fans, dann setze ich noch eines drauf: es ist ein Muss für alle, die sich für österreichische Literatur interessieren!
 

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