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Foto von Maxie Bantleon

Gerade gelesen

Mareike Fallwickl hat es ein zweites Mal geschafft! Sie hat nach "Dunkelgrün fast schwarz" wieder ein Buch geschrieben, das ich kaum aus der Hand legen konnte. Dieses Mal ist ein alternder Schriftsteller, der den Höhepunkt seines Erfolges längst überschritten hat, dies aber nicht wahrhaben will, die Hauptfigur, und wieder ist es ein unsympathischer Blödmann, für den man einerseits Mitleid, andererseits jede Menge Fremdscham empfindet. Die Kapitel, die aus Maximilian Wengers Sicht erzählt werden, zählen passenderweise von 10 bis 0 herunter. Die andere Sichtweise auf die Handlung liefert die andere Hauptfigur, Wengers 18-jährige Tochter Zoe. Ihre Kapitel sind mit Hashtags wie #partyhard oder #loveofmylife betitelt. Die Beschreibung dieser unglücklichen Vater-Tochter-Beziehung ist unglaublich intensiv. Man möchte den Wenger schütteln oder ohrfeigen für all das, was er bei Zoe und ihrem Bruder falsch gemacht hat, für all das, was er in seiner Selbstherrlichkeit nicht erkennen oder wahrhaben will. Ein weiterer wichtiger Punkt sind die geheimnisvollen Briefe, deren Adressat der Wenger nicht ist, die er aber trotzdem liest -- warum auch nicht?! Ich möchte eigentlich gar nicht mehr verraten, außer dass Mareike Fallwickl es wirklich großartig versteht, Charaktere so zu zeichnen, dass man meint sie zu kennen. Und wie sie die ganze Literaturbranche, obwohl selbst ein Teil davon, ein kleines bisschen auflaufen lässt, ist einfach großartig. Als bittere, aber keineswegs neue Erkenntnis bleibt für die Leserin die Tatsache, dass die arschigsten (sorry, aber so ist es) Typen fast immer mit einem blauen Auge davonkommen.
 
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