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Seit 2012 schreiben unsere fleißigen TestleserInnen im Alter von 8 bis 15 Jahren Buch-Besprechungen von Kids für Kids. Viel Spaß beim Lesen!
Testleserin MARLENE, Tyrolia-Filiale Innsbruck (15 Jahre, Telfs)
Eines meiner neuen Lieblingsbücher wird definitiv „Schattenlicht“ von Yasmin Shakarami. Darin geht es um die gerade erst 17-jährige Billie, die für ihr letztes Schuljahr eine riesige Reiste antritt und nach Kanada zieht. Sie möchte dort endlich dauerhaft in der Nähe ihrer vermeintlich großen Liebe Jamie sein, den sie erst seit knapp 8 Monaten kennt und mit dem sie bereits verlobt ist. Billie zieht dafür bei ihrer Tante Flo in der Kleinstadt Maple Ridge ein. Alles scheint perfekt, doch die Realität vor Ort sieht schnell anders aus. In der Gemeinde herrscht Angst und Schrecken, da ein Mädchen spurlos verschwunden ist. Mitten in dieser angespannten Atmosphäre taucht immer wieder der eigenwilligen Nachbarsjunge Tristan auf, den alle nach einem schweren Schicksalsschlag, den er erlitt, nur noch Krähenjunge nennen. Als sich Billy entgegen allen Warnungen ihres Verlobten mit Tristan anfreundet, findet sie heraus, dass Jamie manipulativ, besitzergreifend und narzisstisch ist. Er zieht Billy immer tiefer in eine ungesunde toxische Abhängigkeit, währende er seine eigenen düsteren Geheimnisse hütet.
Mir hat das Buch, obwohl ich normalerweise nur Fantasy lese, wahnsinnig gut gefallen! Man konnte sich gut in die Gedanken und in die Atmosphäre eines düsteren Kanadas hineinfühlen. Eine 10 von 10!
Testleserin MARLENE, Tyrolia-Filiale Innsbruck (15 Jahre, Telfs)
In „Wie Treibholz auf Asphalt“ erzählt uns Kobai Halstenberg wahre Begebenheiten und Erzählungen von jungen Menschen zwischen 15 und 26 Jahren, die auf der Straße leben oder lebten. In jedem Kapitel taucht man in das Leben eines anderen Jugendlichen oder Erwachsenen ein und erfährt, wieso er oder sie obdachlos wurde und mit welchen Problemen sie zu kämpfen hatten. Besonders betroffen hat mich, wie viel Kontakt mit Alkohol und Drogen eigentlich fast jeder von ihnen hatte und dass mache sogar freiwillig auf der Straße leben. Außerdem ist es erschreckend zu erfahren, mit wie vielen Beleidigungen und sogar körperlichen Angriffen manche in Kontakt kamen! Meiner Meinung nach sollten alle dieses Buch lesen, um zu erfahren, wie diese Menschen unsere Welt verstehen und dass es wieder normal wird, sie respektvoll und gleichwertig zu behandeln. Definitiv auch eine gute Schullektüre, um es im Unterricht zu lesen!
Testleser VALENTIN, Tyrolia-Filiale Innsbruck (12 Jahre, Oberperfuss)
Interessantes Buch über den Weltraum.
Ich persönlich empfehle es aber für jüngere Kinder (ca. 9-11 Jahre), weil es für geübte Leser fast zu leicht ist. Das Buch ist toll, wenn man sich ohnehin für den Weltraum interessiert, da es viele interessante Informationen enthält.
Testleser VALENTIN, Tyrolia-Filiale Innsbruck (12 Jahre, Oberperfuss)
Es ist ein äußerst spannendes Buch über verschiedene Fabelwesen. Ich finde es deswegen so cool, weil es die verschieden Fabelwesen, die im Buch vorkommen, sehr detailliert beschreibt. Ich finde es außerdem sehr interessant, weil es ein richtiges Fantasy Buch ist. Wenn man es genau liest, dann fühlt man sich tatsächlich in die verschiedenen Figuren hineinversetzt. Ich bin schon wahnsinnig gespannt auf die Fortsetzung dieser Geschichte.
Testleserin MARLENE, Tyrolia-Filiale Innsbruck (15 Jahre, Telfs)
In Nick Brooks' "Up in Smoke" geht es um den Jungen Cooper, der gemeinsam mit seinem Freund Jason und seiner Clique währen einer Demonstration einen Laden ausraubt. Als jedoch eine junge Frau ums Leben kommt, wird Jason als Verdächtiger festgenommen und Cooper weiß, dass er den Mordfall aufklären muss, bevor er auch mit hineingezogen wird. Hilfe dabei bekommt er von Jasons Schwester Monique, die jedoch nichts davon ahnt, dass Cooper selbst am Tatort war. Dabei kommen Geheimnisse ans Licht, die besser versteckt geblieben wären...
Meiner Meinung nach ist das Buch sehr gut gelungen, da es von Anfang bis Ende spannend ist und auch das Thema Diskriminierung näher behandelt.
Testleserin IDA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (13 Jahre, Innsbruck)
Schon nach den ersten vier Seiten wusste ich: das ist die Sorte Buch, die man in die Hand nimmt und nicht wieder weglegt. Man wird direkt in die Geschichte geworfen und dank des spannenden Schreibstils und den vier Perspektiven, aus denen sie geschrieben ist, nicht mehr losgelassen. Ab der ersten Seite waren mir die Charaktere wichtig und ich wollte mich am liebsten nie wieder von ihnen trennen. Die Kapitel haben die meiner Meinung nach perfekte Länge von drei bis sieben Seiten. Mit dieser unglaublich raffiniert durchdachten Geschichte in den Händen habe ich keine einzige langweilige Sekunde verbracht!
Beth ist tot. Ermordet, wie nach kurzer Zeit klar wird. Besonders schnell geraten die Menschen unter Verdacht, die ihr am nächsten stehen. Allen voran Beth‘s Schwestern Meg, Jo und Amy. Jede von ihnen hat ein glasklares Motiv. So scheint es zumindest vorerst. Doch der Kreis der Verdächtigen wächst viel zu schnell. Und alle, wirklich alle haben etwas zu verbergen….
Eine packende Geschichte, die einen manchmal sogar an sich selbst zweifeln lässt und bei der man trotzdem traurig ist, wenn sie endet.
Ich habe das Buch verschlungen!
Testleserin LENA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (17 Jahre, Mieming)
Marlowe kann es kaum glauben, als ausgerechnet Akilah, in die sie schon seit einer Ewigkeit verliebt ist mit ihr auf ein Date gehen will. Doch während des Dates setzt Marlowe aus Versehen ein Haus in Brand und wird über Nacht zur Lachnummer der Stadt. Als Marlowe dann das Angebot bekommt, im Sommer Führungen im berüchtigten Morning House anzubieten, das weit weg von zuhause liegt, zögert sie kaum und nimmt das Angebot an. Wider Erwarten entpuppt sich der Aufenthalt auf Morning House bald zum Traumjob. Alle sind freundlich zu Marlowe, das Essen ist großartig und die Umgebung ist wunderschön. Doch schon bald merkt Marlowe, dass die Idylle auf Morning House von der schrecklichen Vergangenheit von Morning House überschattet wird. Denn vor vielen Jahren starben dort zwei Kinder unter mysteriösen Umständen und als dann auch noch ihre Chefin Dr. Henson verschwindet, ist sich Marlowe sicher, dass hier irgendetwas nicht stimmt. Marlowe muss schleunigst herausfinden was hier vor sich geht, bevor es zu spät ist…
Death at Morning House hat mir sehr gut gefallen. Es war durchgehend spannend und nie langweilig. Der lockere Schreibstil der Autorin war auch sehr ansprechend. Außerdem finde ich Marlowes Charakter sehr cool, weil sie sehr lustig ist und dem ganzen Buch nochmal mehr “pepp“ gibt.
Testleserin IDA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (13 Jahre, Innsbruck)
Quinn hält ihr ganzes Leben mithilfe von Listen in ihrem Journal fest: To-Dos, ihre größten Ängste, schlimmsten Erinnerungen. Ihr Leben ist organisiert, geregelt. Doch dann verschwindet das Journal eines Tages. Das Mädchen ist sich sofort sicher: Der arrogante Carter muss es sich unter den Nagel gerissen haben. Beweise für ihre Vermutung hat sie jedoch keine. Ein paar Tage später beginnt jemand, sie zu erpressen. Dieser Jemand hat ihr Journal und zwingt sie, ihre schlimmste To-Do Liste abzuarbeiten. Weigert sie sich, würden all ihre größten Geheimnisse veröffentlicht werden. Quinn gerät in eine Zwickmühle. Auf der Liste stehen nämlich Dinge, die sie auf keinen Fall tun kann! Ausgerechnet Carter bietet an, ihr zu helfen. Und schließlich muss sie wohl oder übel beginnen, mit ihm zu kooperieren…
Mir hat das Buch zum Einen aufgrund des fesselnden Plots und den Beziehungen zwischen den verschiedenen Charakteren gefallen. Zum Anderen behandelt es sehr wichtige Themen: Rassismus und Ausgrenzung. Die Hauptfigur Quinn erlebt Rassismus sogar in ihrem engen Freundeskreis. Auf die Wichtigkeit dieses Problems wird im Laufe der Geschichte auf spannende und eindringliche Weise hingewiesen. Dieses Buch verknüpft hitzige Wortgefechte, humorvolle Dialoge und ausdrucksstarke Figuren zu einer Geschichte, die zu lesen ich geliebt habe.
Testleser LUKAS, Tyrolia-Filiale Innsbruck (16 Jahre, Vösendorf)
Das Cover macht sehr neugierig auf das Buch und zeigt schon die wichtigen Hauptpersonen und ihre magischen Gefährten – Luchs, Löwe und Rabe – die gemeinsam London vor einer großen Gefahr beschützen wollen. Das Buch ist von der ersten Seite an fesselnd zu lesen mit einem tollen Schreibstil der Autorin, der auch noch so gut beschreibend ist, dass die Handlungsorte und die Welt unterhalb Londons so real wirken, dass man sich alles sehr gut vorstellen kann. Felix, der eine Fähigkeit hat, mit seinem verstorbenen Großvater zu sprechen und durch diesen Geschehnisse vorhersehen kann, wird in der Schule gemobbt und als Schuldiger von den Lehrern abgestempelt. Eines Tages taucht Lydia auf, die auf seine Fähigkeit aufmerksam wurde und bringt ihn nach London an eine Schule für Traumweber. Dort findet Felix seine Freunde Luke und Eira und obwohl alle Kinder noch unerfahrene Schüler sind, die ihre magischen Fähigkeiten erst finden müssen, taucht ein Dämon auf, der Menschen mit besonderen Fähigkeiten tötet. Dieser Dämon muss aufgehalten werden und als er Luke entführt, ist für Felix und Eira klar, dass sie den Dämon finden müssen, um Luke zu retten. Doch wer in der Schule hat diesen Dämon herbeigerufen? Schüler sehen die Schuld in Felix, doch dieser kommt dem wahren Täter auf die Spur.
Der erste Band der Buchtreihe rund um Felix ist wirklich ein tolles Buch. Sehr gut hat mir jede Verbindung zu London gefallen, wie die Teetassensammlungen, verschiedene Teesorten und deren Geschmacksrichtungen, die Erwähnung verschiedener U-Bahnstationen aber auch typische bekannte Orte in London. Das Thema des Geistersehens und dem Sprechen mit den Geistern habe ich sehr interessant gefunden, wobei dies zum Teil sehr witzig aber auch traurig beschrieben wird. Die aus Sternenstaub magischen Gefährten sind eine tolle Ergänzung für die Freunde und machen das Buch dadurch spannender, weil die Kinder diese über ihre persönlichen Emotionen in ihren Handlungen beeinflussen und kontrollieren können. Felix finde ich sehr sympathisch. Er hat seine Eltern vor einem tragischen Tod nicht bewahren können, obwohl er dies vorausgesagt hat aber ihm niemand glaubte. Dies machte ihn einerseits zu einem traurigen, aber auch wütenden Jungen der dann Schwierigkeiten hat seine Gefühle (und somit auch seinen magischen Gefährten) zu kontrollieren. Er ist aber auch ein hilfsbereiter Junge, der seine Freunde nicht im Stich lässt, egal in welche Gefahren er sich selbst bringt. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der in eine zauberhafte magische Welt eintauchen möchte und Abenteuer liebt. Es wird nie langweilig und ich freue mich zu erfahren, wie es weitergehen wird.
Testleserin KIRA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (14 Jahre, Baumkirchen)
Livias Leben ist perfekt. So wie das jedes anderen. Vor 200 Jahren ist die Menschheit in den Untergrund geflüchtet, angeführt von MAM, einer künstlichen Intelligenz. Seitdem kann man die echte Welt nur noch durch Simulationen erleben. Sie hat für Livia das perfekte Leben geplant. Sie erinnert sie, wann und wie viel sie trinken muss, und hat auch einen Job für sie ausgesucht. Bei der Initiation wird ihr mit vielen anderen ein Job von MAM zugeteilt. Dort wird Livia auch ihre Freundin Anouk zum ersten Mal in echt sehen, die sie bisher nur in virtuellen Klassenzimmern gesehen hat. Sie hofft, einen Job in der Abteilung zu bekommen, die Sims erschafft, denn sie liebte es schon immer, sich Geschichten auszudenken. Bei der Initiation wird sie dem Krankenhaus zugeteilt, doch sie trifft ihrer Freundin Anouk, die sie auf einmal nicht mehr wieder erkennen zu scheint. Sie ist mit ihrem Job unzufrieden, vertraut aber darauf, dass MAM die richtige Entscheidung getroffen hat. Sie versucht sich einzuarbeiten und versteht sich auch gut mit ihrer Zimmermitbewohnerin. Als ihre alte Erzieherin, sogenannte Care-Giverin, ins Krankenhaus kommt, verlegt wird und dann nicht mehr für Livia zugänglich ist, versucht sie sie über MAM zu finden, wird aber immer wieder freundlich abgewiesen. Niemand will ihr sagen, wo sie ist. Sie öffnet eine Notiz und beginnt zu schrieben. Das Ende einer der Geschichten die sie ihr früher immer erzählt hat. MAM warnt sie, dass ihre Notiz voll ist und dass Menschen keine Erzählenden Texte schreiben dürfen. Livia ignoriert sie und macht weiter. Da fällt ihr etwas ein. Sie tippt D A X in das Feld. Sofort wird der Bildschirm schwarz und seltsame Zeichen erscheinen. Es klopft und eine Frau sagt Livia, dass sie nun ein Level heruntergestuft ist. Sie muss ihr Zimmer verlassen und teilt sich nun ein neues Zimmer mit drei anderen, die wie sie nun ach niedrigere Aufgaben erledigen müssen. Sie versucht mehr darüber herauszufinden, warum sie Anouk nicht wieder erkennt. Als sie MAM konfrontiert, gibt diese zu, dass sie Anouk nur nach dem Vorbild eines anderen Mädchens erschaffen hat, um Livia in einer schwierigen Zeit zu unterstützen. Cassian, ein Freund von dem Mädchen dem Anouk so ähnelt, Kiara, hatte zu ihr gesagt, wenn sie mehr wissen wolle, wäre Dax ein Passwort. Als sie wieder mit ihm Kontakt hat, in einer von ihm vorgeschlagenen Sim, erklärt er ihr, dass man das Passwort sagen muss und MAM sie nicht mehr hören kann. Sie treffen sich immer wieder und er bringt ihr bei mit den Händen zu schrieben. Er ist Teil einer Rebellion, die versucht die Leute aufzurütteln und er ist interessinert an ihrem Schreibtalent. Damit es nicht verdächtig wird, dass sie sich so oft treffen, spielen sie ein Liebespaar. Livia macht einen Ausflug nach oben, wo zu ihrer Überraschung auch echte Leute leben. Sie erzählen ihr von Käfigen in der Nähe, wo von MAM alle hingebracht werden, die nutzlos für sie sind. Wahrscheinlich wurde auch ihre alte Caregiverin dorthin gebracht, weil sie nach ihrer Krankheit nicht mehr nützlich war. Bald soll ein Regen kommen und alle dort werden ertrinken. Irgendwie hat MAM etwas von der Rebellion mitbekommen und versucht Livia zu überzeugen, dass Cassian auch nur von ihr erschaffen wurde. Livia wird verunsichert, wie oft haben sie sich wirklich in der echten Welt getroffen?
Evermind ist ein sehr mitreißendes Buch. Ich könnte mir schon vorstellen, dass unser Leben in ein paar Jahrzehnten so ähnlich aussehen könnte. Von einer KI gesteuert, im Untergrund mit Sparmaßnahmen von Nahrung und Verboten von Kunst, da sie Aufstände anzetteln kann. Dieses Buch ruft einem wieder in Erinnerung, wie wichtig alle Formen von Kunst und Ausdruck sind.